Einfache Bastelanleitung zur Asset Allocation

Stagflati, Samstag, 08.02.2020, 19:38 (vor 2249 Tagen) @ valuereiter2731 Views

Und was macht nun der verzweifelte Kapitalanleger, der zwischen Zuversicht und Panik hin- und hergeschleudert wird? Die Situation des Kapitalanlegers in dieser Situation kann nicht binärer Natur sein (Null oder eins, an oder aus, 100% Aktienquote oder null Prozent), sondern nur quotal, da man NIE weiß, was die Zukunft bringt (man meint es immer nur zu wissen).

Meine Empfehlung in der jetzigen Situation mit hohen wirtschaftlichen Risiken UND gleichzeitig hohen Aktienkursen wäre daher folgende: 30% Aktien bzw. Aktien-ETFs, 30% Anleihen bzw. Anleihen-ETF's und 40% Crash, ähh Cash. Dies ermöglicht die nötigen Spielräume, im Fall stark fallender Aktienkurse IN TRANCHEN nachzukaufen, erst aus dem Cash, später notfalls auch aus den Anleihen. Dies ermöglicht den allseits bekannten und beliebten Cost-Average-Effekt oder sogar den Cost-Average-Plus-Effekt (Cost-Average-Hoch-zwei), also mit nochmals steigenden Tranchen/Raten bei tieferen Kursen.

Wer dazu noch einen Immobilienanteil und etwas Gold (oder Goldminen-ETFs) hat, sollte ausreichend gestreut haben. Aktien von Krisengewinnlern der Pharmaindustrie sind denen von Kreuzfahrtanbietern natürlich vorzuziehen, und schmeißt Eure mega gelaufenen Marihuana-Aktien und die schicken Brennstoffzellen-Aktien aus dem Depot. Dafür ist jetzt nicht die Zeit. Wer in marktbreite ETFs investiert, hat solche Probleme natürlich nicht.

Ich selbst habe letzte Woche all meine Aktien-ETFs verkauft, aber ich glaube, das war strategisch falsch. Denn FALLS die Pandemie doch noch eingedämmt werden sollte oder schnell ein Heilmittel gefunden wird, könnte es am Aktienmarkt einen mordsmäßigen Rebound geben, und wer dann vollständig draußen ist, hat anlagestrategisch das Nachsehen.

Gruß

Stagflati


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