Familie hat in Asien noch einen Stellenwert
Nicht so wie hier, wo Familie jahrzehntelang gesellschaftlich vorsätzlich aufgeweicht wurde durch Bildungspolitik, Medien, Konzern- und anderen Interessen, was schlimm ist, weil in letzter Konsequenz im Fall von persönlichen Schicksalen nichts wichtiger ist als die Familie. Dazu fällt mir beispielsweise der Versuch auf, gleichgeschlechtliche Partenerschaften mit der "Familie" auf dieselbe Stufe heben zu wollen. Familie gehört geschützt und gesponsort. Da kann man jetzt reichlich Aufsätze zu schreiben, dass man die Familie kennt, Erfahrungen und Aussagen einschätzen kann, notfalls Rückendeckung erhält, wenn alle anderen sich abwenden. Wenn alles so läuft, wie es das sollte.
Und wie es in Deutschland hier und da wirklich ist. Längst ist es möglich, Menschen gegen die eigene Familie politisch in Stellung zu bringen: Stichworte "Friday for Future" oder "AfD" oder "deutsche Geschichte" oder "Eurokritiker". Dass so etwas möglich ist, bedeutet, dass lange und vorsätzlich darauf hingewirkt wurde und die Menschen ihre eigenen Wurzeln immer mehr geringschätzen. Nicht nur ein deutsches Problem, aber eben gerade ein deutsches. Familie ist politisch zweitrangig. Die jeweilige Agenda zählt und trumpft.
Ich war Ende der 80er für längere Zeit in Seoul. Und ich fand es bemerkenswert, wie sehr die Menschen innerhalb ihrer Familie aufgehen. Wie wertvoll das Alter in Korea ist. Wie Respekt und Ehrfurcht und Dankbarkeit älteren Leuten auf der Straße entgegengebracht wird und das gilt in besonderem Maße den Großeltern und Urgroßeltern innerhalb der Familie.
Werte, die uns hier verlorengegangen wurden. Meine Meinung.
Gruß
stocksorcerer