Muss ich Dir leider recht geben

helmut-1, Siebenbürgen, Sonntag, 30.10.2016, 06:02 (vor 1859 Tagen) @ siggi4681 Views

Wer das mit mindestens genau so schlimmen Vorgängen, die noch gar nicht
so lange her sind, in Augenschein nehmen möchte, darf sich gerne mal mit
dem Jugoslawienkrieg beschäftigen und dort besonders mit einer Figur:

http://www.gfbv.it/2c-stampa/1-00/17a-1-dt.html

Da wurde auch gerne abgeschnitten, allerdings vor dem eigentlichen
töten.

Und damals ging es gegen Moslems.

Nein, nein, helmut-1 springt hier leider viel zu kurz. Es wäre ja
geradezu beruhigend, wenn menschliche Gräueltaten nur dem IS eigen wären.

Ich hab das vom IS aufgegriffen, weil es derzeit aktuell ist. Leider ist es eine seit Menschengedenken praktizierte Vorgehensweise, sich das Recht des Stärkeren anzueignen. Wenn man dann gewonnen hat, gehts munter weiter, nach dem Zitat von Brennus: Vae victis!

Ich vertrete immer wieder die Meinung (sicher habe ich das auch schon hier im Forum getan), dass jeder Übergriff, jeder Verstoß gegen die Menschenrechte, besonders an Zivilisten, aber auch an Soldaten (nach der Haager Landkriegsordnung) aufgearbeitet und geahndet werden muss.

Man hat das von deutscher Seite aus bei den Vertreibungsverbrechen nach 1945 unterlassen. Wie schwer man sich als deutsche Regierung damit tat, die Vertreibung eines Menschen zu ächten, schon sonderbar, - sogar Vaclav Havel hat das als tschechischer Staatspräsident öffentlich getan.

Damals gabs kein Internet, kein facebook, - aber immer noch existieren die Berichte von Augenzeugen, - beispielsweise vom Todesmarsch von Brünn, als die Schwarza (Fluss durch Brünn) rot gefärbt vom Blut war, die Massaker von Aussig, usw.

Ein Ausschnitt aus einem Bericht:

Die Vertreibung der Deutschen aus Ost- und Südosteuropa ist die größte „ethnische Säuberung“ in der neueren europäischen Geschichte.

Etwa 12-13 Millionen Flüchtlinge und Vertriebene;
Rund zwei Millionen Tote.
Darunter sind:
Über 500.000 deutsche Zivilisten, die 1945 aus den östlichen Provinzen Deutschlands in sowjetische Arbeitslager deportiert wurden.
Bis zu 160.000 deutsche Zivilisten, die bereits schon ab 1944 aus den deutschen Minderheitsgebieten in Ungarn, Jugoslawien und Rumänien als „lebende Reparationen“ oft für Jahre zur Zwangsarbeit in die Industriereviere der UdSSR verschleppt wurden.
etwa 200.000 deutsche Zivilisten, die weit nach Kriegsende in Arbeits- und Internierungslager in Polen, Jugoslawien oder der Tschechoslowakei gebracht wurden

Meine These:
Auch die Schergen von Milosovic, Mladic, usw. fühlten sich derart sicher, weil man nach Verbrechen an der Menschlichkeit ja nur eine gewisse Menge von Jahren abwarten muss, und es spricht niemand mehr drüber. Hätten damals die deutschen Politiker diese Verbrechen an den Deutschen aufgearbeitet, wäre möglicherweise im ehemaligen Jugoslawien das eine oder andere nicht passiert.

Insofern gebe ich den deutschen Politikern eine Mitschuld an den Gräueltaten, die sich danach ereignet haben, - besonders, wenn slawischstämmige Gruppierungen dafür verantwortlich waren.

LG

siggi

LG - Helmut


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