Ist seit Jahrhunderten Tradition

D-Marker, Rostock (MV), Samstag, 24.10.2026, 17:32 (vor 21 Stunden, 58 Minuten) @ Andudu820 Views

Ernsthaft? Holzkohle in geschlossenen Räumen...

Andudu @, Samstag, 24.10.2026, 17:10 @ Ankawor55 Views

... ist keine Idee, die man leichtfertig verbreiten sollte:
https://www.bfr.bund.de/presseinformation/grillen-mit-holzkohle-im-haus-ist-lebensgefae...

Wie haben die solche Unfälle vermieden?


Zieh Dir den Stiefel von den verlernten Traditionen nicht an.

Zeitlich gestaffelt (historisch konkret):

Damals brauchten sie keine Rauchmelder oder CO2-Warner:

Weil es zu der Zeit noch kein Fensterglas gab, da hingen die Vorhänge noch vor den offenen Mauerlöchern.


Und Geschissen wurde aus dem Erker.

KI:


1. Der wehrhafte und praktische Ursprung (Mittelalter)

• Wehr- und Sichtschutz: An Burgen und Stadtmauern wurden die ersten Erker (oft als Scharwachttürme oder Pecherker) gebaut. Sie dienten dazu, die Außenmauer komplett zu überblicken (270-Grad-Blick) und Angreifer zu bekämpfen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.
• Der Aborterker: Eine sehr pragmatische „Erfindung“ war die Nutzung als mittelalterliche Toilette. Die Notdurft fiel durch eine Bodenöffnung im auskragenden Bauteil direkt nach draußen.
• Das Chörlein (Sakralbau): Erker wurden an Burgen und Herrschaftshäusern als winzige Hauskapellen genutzt. Da das Kirchenrecht verbot, dass sich über einem Altar Wohnräume befinden, baute man den Altarraum einfach nach außen an die Fassade an.

2. Das Statussymbol der Bürger (Spätgotik & Renaissance)

Ab dem 14. und 15. Jahrhundert verlor der Erker seine militärische Funktion und wanderte in die städtische Architektur der wohlhabenden Kaufleute und Patrizier.
• Mehr Licht und Raum: In den engen, dunklen Gassen der mittelalterlichen Städte holte der Erker das Tageslicht aus verschiedenen Winkeln ins Haus.
• „Sehen und gesehen werden“: Der Erker diente als privater, aber geschützter Ausguck auf die Straße. Zudem war er ein massives Statussymbol: Wer es sich leisten konnte, ließ seinen Erker prachtvoll mit Steinmetzarbeiten oder Schnitzereien verzieren (wie etwa in Nürnberg oder Coburg).

3. Der globale Siegeszug (19. Jahrhundert)

Im viktorianischen England erlebte der Erker als „Bay Window“ (wenn er auf dem Boden aufsteht) oder „Oriel Window“ (wenn er frei schwebt) einen gigantischen Boom. Von dort aus eroberte er die Welt und prägte das Bild ganzer Großstädte (weltberühmt sind z. B. die Bay Windows an den viktorianischen Häusern in San Francisco).


LG
D-Marker (ungeimpft)

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https://www.youtube.com/watch?v=LqB2b223mOM


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