Bei Firmen hast Du kaum Chancen
Der Hinweis, dass Du in einem Firmennetzwerk unterwegs bist, ändert die Sachlage.
Hier aus Sicht Deiner Firma.
Kurze Zusammenstellung an Hinweisen (lässt sich effektiv mit KI zusammenstellen, wenn man weiß, wonach man suchen muss), auf Deinen Fall abgestimmt:
Für Unternehmen gibt es vorgefertigte DNS-Blocklisten (Threat Intelligence Feeds und Content-Filter), die entweder als fertige Cloud-Dienste (Protective DNS) konsumiert oder direkt in die eigene Firewall (z. B. Fortinet, Check Point) oder DNS-Server (BIND, Unbound, Pi-hole) eingebunden werden können.
Da du das Beispiel RT (Russia Today) nennst: Die Sperrung staatlicher Propagandakanäle oder sanktionierter Domains fällt meist unter die Kategorien Sanktionslisten/Compliance, Desinformation/Fake News oder Geoblocking.
Hier ist die Übersicht der besten Optionen für Firmen, aufgeteilt nach Einsatzzweck:
1. Professionelle Cloud-DNS-Filter (Am einfachsten für Firmen)
Diese Dienste bieten vorgefertigte Kategorien (Malware, Phishing, aber auch "Staatsmedien", "Social Media" oder "Nachrichten"), die du einfach per Klick für das gesamte Firmennetzwerk sperren kannst.
• Control D Enterprise: Extrem flexibler Filter. Erlaubt es, gezielt Services, bestimmte TLDs, Werbung oder KI-Tools zu blockieren. Hat eine sehr hohe Erkennungsrate bei Malware.
• Cisco Umbrella: Der weltweite Standard für Konzerne. Basiert auf dem gigantischen Cisco Talos Threat-Intelligence-Netzwerk. Perfekt für Compliance und das Blockieren unerwünschter Inhalte (inklusive länderspezifischer Medien). [1]
• Cloudflare Gateway (Zero Trust): Bietet exzellente, vorgefertigte Kategorien für Content-Filtering und blockiert bösartige Domains extrem schnell. [1]
• dns0.eu (Zero): Ein europäischer, DSGVO-konformer Public-DNS-Dienst mit integriertem Schutz vor Bedrohungen. Er setzt auch EU-weite Regulierungsvorgaben (wie die Sanktionen gegen bestimmte Medien) oft direkt auf DNS-Ebene um.
2. Kostenfreie Open-Source & Community-Listen (Für eigene DNS-Server)
Wenn deine Firma eigene DNS-Server (z. B. mit RPZ/Response Policy Zones) oder Tools wie Pi-hole/AdGuard Home betreibt, kannst du diese Feeds abonnieren:
• HaGeZi Threat Intelligence Feeds (TIF): Die derzeit besten und am aggressivsten gepflegten Community-Listen. Es gibt dedizierte Listen für Malware/Phishing sowie die Liste "Fake" (Sperrung von bekannten Fake-News-Seiten, Scam und staatlich gesteuerten Desinformations-Plattformen).
• URLhaus (Abuse.ch): Konzentriert sich rein auf aktiv genutzte Malware-Verteilungs-Websites.
• Spamhaus DROP: Schützt vor Netzwerken, die von Cyberkriminellen kontrolliert werden.
Selbst im kleinsten Firmennetz mit Fritzbox alles möglich:
DNS-Sperren oder DNS-Filter richten Sie in der FRITZ!Box .
Methode 1: Native DNS-Filterlisten einrichten (ab FRITZ!OS 8.50)
Mit den aktuellen FRITZ!OS-Versionen können Sie direkt Filterlisten (z. B. gegen Werbung, Tracker oder Jugendschutz) in der FRITZ!Box hinterlegen:
1. Öffnen Sie die Benutzeroberfläche der FRITZ!Box im Browser unter http://192.168.178.1 und loggen Sie sich ein.
2. Klicken Sie im Menü links auf Heimnetz und dann auf Netzwerk.
3. Wählen Sie die Registerkarte Netzwerkeinstellungen.
4. Scrollen Sie nach unten und klicken Sie auf Erweiterte Netzwerkeinstellungen ändern. [1]
5. Wechseln Sie in den Bereich bzw. die Registerkarte DNS-Filter und aktivieren Sie die Option DNS-Filterlisten nutzen.
6. Klicken Sie unten rechts auf Filterliste hinzufügen:
◦ Vergeben Sie einen beliebigen Namen (z. B. Werbeblocker).
◦ Fügen Sie die URL oder Adresse der Filterliste in das Feld darunter ein. [1, 2]
7. Bestätigen und speichern Sie die Einstellungen mit Übernehmen. [1]
Methode 2: Anderen DNS-Server (z. B. für Jugendschutz oder Ad-Blocking) festlegen
Wenn Sie den gesamten DNS-Verkehr über einen speziellen Sicherheits- oder Jugendschutz-DNS leiten wollen (wie OpenDNS Family Shield oder Quad9):
1. Öffnen Sie die FRITZ!Box-Oberfläche (http://192.168.178.1).
2. Navigieren Sie zu Internet -> Zugangsdaten.
3. Wählen Sie das Register DNS-Server.
4. Aktivieren Sie die Option Andere DNSv4-Server verwenden.
5. Tragen Sie die gewünschten Server-Adressen ein (zum Beispiel für OpenDNS Family Shield: 208.67.222.123 und 208.67.220.123).
6. Falls IPv6 aktiv ist, tragen Sie die entsprechenden IPv6-Adressen ebenfalls im Reiter ein.
7. Speichern Sie die Änderungen ab.
LG
D-Marker (ungeimpft)