Nicht, dass ich diese Art von win-win für gut heiße. Ich beschreibe nur den Profit-Maximierungs-Prozess
Wenn man die ärztlichen Einkommen im Bereich der klassischen Behandlung austrocknet, den Ärzten gleichzeitig eine uneingeschränkte Einkommensquelle wie das Impfen anbietet, dient das am Ende den Pharmafirmen. Sie müssen nur Druck auf die STIKO machen und haben damit eine ziemlich sichere Einkommensquelle aus der Präventivmedizin, beliebig erweiterbar.
Dass Ärzte an vergebenen Pillen verdienen wäre mir aber neu.
Allerdings gibt es ein weiteres win-win-Feld, das den Pharmafirmen letztlich zugute kommt, und die Ärzte dabei auch finanziell motiviert werden. Neue Produkte werden "klassisch" zugelassen, ohne potentielle Restrisiken auszuräumen. Diese werden in eine Art Klinische Studie - light ausgelagert. Ärzte verschreiben solche Produkte und erstellen formale Berichte an die Hersteller zu ihren Beobachtungen, die entsprechend honoriert werden. Da kann der Patient schon mal zum unfreiwilligen Versuchskaninchen werden. Ist mir auch schon mal passiert.
In diesem Sinn hat die EU so um 2007 auch die klinischen Studien für Medizinprodukte faktisch zu verkürzen erlaubt und das sogenannte Post-Marketing-Follow-Up eingeführt, was neben dem klassischen Meldesystem bei unerwünschten Vorfällen existiert.