Schwierig zu beurteilen
Der Verdacht drängt sich auf, aber es gibt immer mehr Polizisten, die äußerst aggresiv darauf reagieren, wenn man versucht, das auf die "alte Art" zu lösen. Der Versuch kann also auch als Schuss nach hinten losgehen.
Aber diese gesetzliche Handhabung ist mehr als kritikwürdig. Sie stammt noch aus dem alten französischen Rechtssystem, und das romanische Recht macht sich erst sehr langsam in Rumänien breit. Viele Leute haben darauf reagiert und haben sich - so wie ich - eine Videokamera an der Windschutzscheibe montiert.
Die Rechtssprechung ist hier unterschiedlich. Manche Gerichte erkennen das als Beweis an, andere nicht. Zumindest aber ist es dann vor Gericht geeignet, um Zweifel an der Aussage des Polizisten zu säen. Also, ums klar zu sagen: Besteht nur Aussage gegen Aussage, also Polizist gegen Beschuldigten, dann gewinnt der Polizist, weil man ihm eine Seriosität unterstellt. Kommen aber im Verlaufe der Verhandlungen Zweifel auf, dann gewinnt der, der Zeugen und andere Beweismittel (Fotos, Videos, etc.) hat.
Bei einem laufenden Verfahren, das ich gewinnen werde, habe ich die Situation auf der Straße vermessen, eine maßgerechte Skizze angefertigt und dargestellt, dass die Behauptung der Polizistin gar nicht stimmen kann. Natürlich ist dann die Oberflächlichkeit der Amtsperson hilfreich, gerade wenn falsche Hausnummern und falsche Abstände im Knöllchen angeführt werden.