Gedanken zum Wahlrecht ab 16 Jahren

Dieter @, Dienstag, 04.08.2026, 11:44 vor 1 Tag, 0 Stunden, 40 Min. 951 Views

bearbeitet von Dieter, Dienstag, 04.08.2026, 12:01

Hallo,

es gibt, vor allem im linken Lager, Bestrebungen in Teilbereichen ein Wahlrecht ab 16 einzuführen.

Das mag vor 20 Jahren vielleicht noch Sinn gemacht haben, bei der heutigen Bildungssituation aber sicher nicht mehr.

Nimmt man die Ergebnisse der PISA-Studie 2022 (Tendenz weiter fallend) in Bereich: Lesekompetenz, dann stellt man fest, daß mehr als ein 1/4 aller Schüler im Alter von 15 Jahren den Sinn von Sätzen kaum erfassen kann. (Level 2)

Besonders Lesestarke (Level 5 und 6): Diese Jugendlichen können lange, komplexe oder abstrakte Texte problemlos analysieren, verborgene Absichten erkennen und kritisch zwischen Fakten und reiner Meinung unterscheiden.

Nehmen wir diejenigen, die in der Lage wären, sich tatsächlich faktenbasiert eine Meinung zu bilden, also Schüler der Stufen Level 5+ 6, dann betrifft das gerade mal gut 8% aller 15jährigen Schüler (Gymnasien eingeschlossen). Das war mal anders.

Man kann also durchaus annehmen, daß gerade mal 8-10% aller 16 jährigen in der Lage wären, ein Wahlrecht berechtigt auszuüben.

Auch eine andere Studie belegt, daß vor allem seit der Merkel-Zeit das Bildungsniveau derartig abgesunken ist, daß es schon fraglich ist, ob man das Wahlrecht nicht von 18 auf 21 Jahre ändern sollte.

Zur Situation, Texte inhaltlich erfassen zu können, noch ein Link, der Zusammenhänge erklärt:
Titel: Zuwanderung zerstört Bildung
https://sciencefiles.org/2026/08/03/zuwanderung-zerstoert-bildung-szenen-eines-niederga...

Geht man davon aus, daß im Mittel aller Wahlberechtigten nur 50% eine Lesekompetenz auf Level 5 oder 6 haben, dann stellt sich automatisch die Systemfrage zum Wahlrecht allgemein.

Ansonsten: wir realisieren den direkten Weg zum Populismus, faktenverweigernd. Politiker mit angehängter Presse, die am präsentesten sind und am lautesten werden unberechtigt an Macht gewinnen.

Gruß Dieter

--
Das sektenhafte Denken und Handeln der Grünen und ihrer Anhänger und Wählerschaft ist für Menschen mit gesundem Menschenverstand nur schwer nachzuvollziehen.

Politische Komponente

Socke ⌂ @, Dienstag, 04.08.2026, 21:59 vor 14 Stunden, 24 Minuten @ Dieter 380 Views

Völlig richtig.
Gleichzeitig hat diese Debatte auch eine politische Geschichte:

Vor Jahren und Jahrzehnten war die Jugend überwiegend links-grün eingestellt und die entsprechenden Parteien versprachen sich von einer Herabsetzung des Wahlalters Wählerstimmen.

Nun haben sich die Zeiten geändert, Ur-Deutsche erfahren täglich in der Schule, wie sie gemobbt werden, sei es wegen eines Pausenbrotes, was vermeintlich mit Schweins-Salami belegt ist oder weil die Mädchen keine Vollverschleierung tragen, gibt noch tausend weitere Gründe, warum Urdeutsche heute in den Schulen wöchentlich oder fast täglich Kloppe einstecken. Das prägt natürlich und so würden heutige Jugendliche konservativ wählen, also z.B. die Schwefelpartei.
Das wiederum passt den links-grünen Parteien gar nicht und ist auch der Grund, warum sie die Absenkung des Wahlalters zur Zeit nicht aktiv vorantreiben.

Werbung