Die entscheidenden Börsentage und der Schlachtplan

Lobo @, Mittwoch, 29.07.2026, 14:50 vor 5 Stunden, 23 Minuten 1170 Views

Der folgende Kommentar wurde heute in den Wikifolios veröffentlicht:
https://www.wikifolio.com/de/de/w/wfroyalty1


Höchst volatil und unberechenbar dürften die letzten drei Handelstage dieser Woche verlaufen.
Denn es steht ein Trommelfeuer an Ereignissen und Zahlen an, die meist schon einzeln die Finanzmärkte durcheinanderwirbeln.
Oft werden dadurch Trendwechsel initiiert.

Am 29.7. - dem heutigen Mittwoch - wird gespannt auf die FOMC-Erklärung samt Pressekonferenz mit dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh gewartet.
Das US-BIP im zweiten Quartal (als vorläufige Schätzung) folgt am Donnerstag plus der von der Federal Reserve als bevorzugtes Inflationsmaß herangezogene PCE-Preisindex, der die Änderung der Waren- und Dienstleistungspreise darstellen soll, die US-Konsumenten im Berichtszeitraum erworben haben.
Schließlich trifft sich die Bank of Japan am Freitag zu ihrer politischen Sitzung unter den Vorzeichen stark gestiegener Zinsen und einer sich zuspitzenden Staatsschuldenkrise.

Was ist unter diesen Vorzeichen für die Edelmetalle zu erwarten?
Fundamental lasten besonders die steigenden Realzinsen auf dem Goldpreis. Die große Frage ist, wie stark der Markt dies schon eingepreist hat.
Positiv stimmt neben der abgekühlten Stimmung, dass der Goldpreis sich zuletzt widerstandsfähig zeigte und die steigenden Zinsen nicht mehr mit neuen Tiefs quittierte. Überhaupt laufen die Edelmetalle seit einem Monat seitwärts statt neue Tiefstände auszuloten.
Passend dazu beginnt ab Juli die saisonal günstige Zeit für alle Edelmetalle. Signifikant zeigt sich dies in US-Zwischenwahljahren, seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 1968 legte der Goldpreis in Jahren mit "Midterms" am stärksten zu. Wenn 2026 keine Ausnahme machen soll, müsste das gelbe Metall bald deutlich im Preis anziehen.

FAZIT: Gold und Silber sind zeitlich nahe an ihren Drehpunkten. Vermeiden Sie emotionales Handeln!
Die nächsten Tage werden zeigen, ob die Tiefpunkte schon markiert wurden oder kurzfristig noch angesteuert werden, um die letzten "schwachen Hände" abzuschütteln. Die empfohlene Taktik lautet daher, Bestände unbeirrt zu halten und mit nach unten gestaffelten Kauflimiten von einem möglichen letzten Rutsch zu profitieren.

Wenn die Edelmetalle jetzt nicht sofort nach oben durchstarten, wohin könnten sie kurzfristig fallen? Beim Goldpreis 3700, bei Silber 50 Dollar, im Extrem 3500 und 45 Dollar. Diesem kurzfristigen Risiko steht eine mittelfristige Chance von 7000 bzw. 180 Dollar gegenüber.

2027 erwarte ich unverändert das Hoch der Edelmetalle im laufenden 7-Jahres-Zyklus, der mit dem Tief im Herbst 2022 begonnen hat.

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