Lesenswerter Essay zum Untergang Europas vom Gatestone Institute.

Plancius @, Dienstag, 28.07.2026, 08:45 vor 1 Tag, 19 Stunden, 19 Min. 2916 Views

Drieu Godefridi hat einen lesenswerten Essay im Gatestone Institute zum Untergang Europas geschrieben.

https://de.gatestoneinstitute.org/22740/europa-wird-es-moeglicherweise-nicht-schaffen

Einfach den Button "auf Deutsch" drücken, dann kommt der Text auch in deutscher Sprache.

Er beleuchtet einige Punkte, weshalb praktisch alle europäischen Länder dem Zerfall preisgegeben sind. Selbst wenn morgen überall rechte Parteien das Ruder übernehmen, kann man sich dem Untergang nicht entziehen. Zu stark sind die Fesseln der EU, des Europäischen Gerichtshofs und die Bindung an den Euro.

Ohne die EU zu verlassen wird es keine Kurskorrektur geben. Und dazu hat niemand den notwendigen Mut.

Parallel hiezu noch das Video von Thomas Treppnau:

https://www.youtube.com/watch?v=dT6RZ8l1bV8

Gruß Plancius

--
"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad an Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand." ARTHUR SCHOPENHAUER

Das untergegangene Römische Reich...

sensortimecom ⌂ @, Dienstag, 28.07.2026, 11:54 vor 1 Tag, 16 Stunden, 11 Min. @ Plancius 1940 Views

bearbeitet von sensortimecom, Dienstag, 28.07.2026, 12:15

... hatte eine religiöse Alternative zu bieten: nämlich das Christentum.

Das ist der Unterschied von einst zu jetzt. Es existiert keine religiöse Alternative, sobald der pseudoreligiöse wokististische Kult (der quasi als Endresultat eines kaputt gegangenen, weil 2000 Jahre lang falsch verstandenen Christentums hervorgegangen ist), seine Selbstauflösung durch Erschöpfung herbei geführt hat. Für 95% der Nachwelt ist und bleibt Gott "tot" - wobei aber alle bislang "getesteten" anderen atheistischen Formen der Gesellschaft ebenso versagt haben wie der Wokismus. Also was kommt dann als Alternative?

keine Alternative? Mach die Augen auf!

Canario @, Dienstag, 28.07.2026, 14:10 vor 1 Tag, 13 Stunden, 55 Min. @ sensortimecom 1886 Views

Was glaubst du denn, was mit schwachen Gesellschaften passiert, denen jeder Glaube, Gemeinschafts- oder Familiensinn und Nationenzusammenhalt ausgetrieben wurde?

Sie werden von stärkeren Strömungen übernommen, wie beispielsweise dem Islam und dort vor allem von der konservativen Ausprägung. Und da steht dann eben am Ende nur eine Konsequenz: Unterwerfung, Assimilation oder Auslöschung.

Außer natürlich man besinnt sich zuvor und entscheidet sich für eine radikale Umkehr, also das Zurückschwingen des Pendels. Und da wird es eben unbequem. Wer erhebt sich denn schon gerne für andere oder ein höheres Gut von seinem Sofa, um buchstäblich auf der Straße seine Rübe hinzuhalten?

Dass durchaus Alternativen existieren, zeigen uns Teile Osteuropas wie Polen, Ungarn oder Russland. Auch in mehrheitlich christlich geprägten Regionen, wie zum Beispiel Südamerika, hat der Islam bisher eben nicht Fuß fassen können.

Abgesehen davon sind auch wirtschaftliche oder energie- oder geopolitische und Prozesse, bei der entsprechenden Not, umkehrbar. Auch hierfür gibt es durchaus Beispiele, selbst innerhalb Europas.

Dazu Mephistopheles mit der Bitte um Einfügung:

BBouvier @, Dienstag, 28.07.2026, 15:13 vor 1 Tag, 12 Stunden, 52 Min. @ sensortimecom 1706 Views

bearbeitet von BBouvier, Dienstag, 28.07.2026, 15:29

=>

Als Alternative kommt das Ende der Arbeitsteilung.

Die Arbeitsteilung wird sich nicht aufrechterhalten lassen.

Es fehlen schlicht die Rohstoffe und Energieträger bzw. die Fähigkeit,
die arbeitsteilige Gesellschaft aufrechtzuerhalten.

Wir - die (wenigen) Überlebenden - werden nur weiterexistieren als Selbstversorger.

Gruß Mephistopheles
...............................................

"unglaubliche Fülle" - "Einjeder alles" ?

BBouvier @, Dienstag, 28.07.2026, 15:51 vor 1 Tag, 12 Stunden, 14 Min. @ BerndBorchert 1672 Views

bearbeitet von BBouvier, Dienstag, 28.07.2026, 16:36

Hallo!

Obiges ist irrig und erfaßt nicht den größeren, tieferen Rahmen der "Völker",
deren Aufwachsen und Vergehen in ihrem jeweiligen Zyklus.

Nach vollendeter, feiner Ausformung der seelisch empfundenen
Werte, die sich in den drei Künsten widerspiegeln (Kultur),
setzt die Epoche der (rationalen) Zivilisation ein.

Und diese Epoche ist bestimmt und definiert durch
Geldherrschaft und Technik, durch Mega-Metropolen
und Stadtvermassung, durch völligen Werteverlust.
Sie ist rational, zweckorientiert und bar jeder
wirklichen Kunst.
Sie ist kulturlos, mechanistisch und gebiert in unserem (!)
Zyklus den mechanischen Menschen, den Roboter als dessen flache Karikatur.
Die Intelligenz des Bauernstandes ist abgewandert in die Städte,
dort verplattet und kümmert sich bestenfalls noch um die
richtige Mülltrennung des Nachbarn.

"Zivilisation" definiert als Begriff (!)
im Deutschen den Zeitabschnitt bei Gross-Völkern,
nachdem sich deren Kultur völlig ausgeformt hatte.
Englisch kennt da bedauerlicherweise nur "civilisation", -
und das ist wichtig.
"Zivilisation", das ist:
Megametropole, Technik, "Geld", vollendete Landflucht,
Republik, sterile&emanzipierte Frauen,
Zuwanderung von aussen, Normenverlust, Hedonismus.
=>
Kunstlos, sippenlos, ehrlos, verantwortungslos, religionslos,
bindungslos, landlos...ein einziges "los" von allem,
was in der Kulturepoche vorher Alles einst verband.

Die einzige Klammer ist nur noch der Allen gemeinsame Drang
zum "Geld". Die USA haben damit gleich losgelegt
und kennen gar nichts anderes.
Und mit dem Finanzkollaps zerbrechen dann die Republiken.
Die bereits vorher keine Gemeinwesen mehr waren.

Alle großartigen physikalischen Durchbrüche
und geistigen Sonderleistungen konzentrieren sich auf Europa,
beziehungsweise auf deren europäische Nachkommen
auf anderen Kontinenten.
Und auf „unsere“ Epoche seit Karl dem Grossen.

Nach dem künftigen Ende der europäischen Zivilisation
beginnt einst ganz woanders ein neuer Kulturkreis.
Und dieser ist über Jahrhunderte hinweg per se frei von „Technik“:
Denn „Technik“ gehört erst zur Zivilisation.
Und „Zivilisation“ ist die Epoche, die sich an „Kultur“ anschließt!

Viele andere Kulturkreise hat die Welt gesehen.
Gegen Ende – in der Phase „Zivilisation“ - hatte eine jede eine Zeit der „Technik“.
Diese Kreise sind zu Staub zerfallen, ohne „technisch“
je etwas mit „heute“ auch nur annähernd vergleichbares
hinterlassen zu haben.
Denn da war auch nie je ein einziger „Mendelssohn“ dabei.
Nie ein Leonardo.
Nie ein Siemens.
Nie ein Daimler.
Nie ein Liebig.
Nie ein Tesla.

Man soll sich da nichts vormachen:
"Europa" wird sich nicht wiederholen.

Die Völker in jeder Weltregion durchlaufen
den gleichen Zyklus von Aufstieg, Dekadenz und Verfall.
Bauern, Städte>Megastädte, Kultur>Zivilisation, Sittlichkeit>Finanzwelt/Demokratie>Chaos>Imperatur>Ende.

Die tätigeren Bewohner des flachen Landes ziehen in die aufblühenden Städte und vermassen.
Die Frauen haben keine Kinder mehr, sondern „Probleme“. (= symptomatisch: Effi Briest)
Bevölkerungsschwund.(stellen wir bereits in den Grosstädten fest!)
Zuzug von Randvölkern.
Die Heimatscholle der Bauern wird zu Großlatifundien,
zur „zweckmäßigen“ Produktion von Massennahrung der Megastädte.
Form - und sinnfreie Massemenschhaltung.

Es ist die Zeit der „Friedensapostel“ und der sterilen Denker.
Der Verlust der "Rasse" (im philosophischen Sinne) ist vollendet.
Was zählt, ist nur noch Geld.
Im Rahmen des Finanzkatastrophe (Zinsen und Wahlgeschenke):
Ende der Demokratie im Bürgerkrieg, und es folgt die „Imperatur“.
Insofern: „Das Ende der Geschichte.“
Die Megastädte sterben anschließend
binnen weniger Generationen aus.

Die Nachkommen der auf dem flachen Land noch vorhandenen
wenigen Bewohner sind der dort hängen gebliebene,
inkompetente Bodensatz des ursprünglich einmal
vorhanden gewesenen Potentials.
Es verbleiben "Fellachen", die der Landnahme junger,
tatkräftiger Völker anheimfallen.

Ende eines Zyklus.
Wir werden nie zu den Sternen reisen.

Niemand weiß, wer die Ägypter einst denn waren,
welchen Zweck und tieferen Sinn die Pyramiden hatten,
wie sie errichtet wurden.
Insbesondere nicht die zugezogenen Fellachenvölker,
die die alten Ägypter verdrängt haben.
Die "Cheops"-Pyramide mit ihrem kleinen, völlig
schmucklosen Raum ist ebenso keine Begräbnisstätte
wie der Kölner Dom.
Obgleich spätere Forscher in dessen Ruine einst die Gebeine
der Heiligen Drei Könige finden und eben das
genau so überzeugt behaupten werden.

Die Kambodschaner wußten dementsprechend rein nichts mehr
vom urwaldüberwucherten Angkor Wat.
Einst eine umtriebige Millionenmetropole.
Und auf dem Forum Romanum ließen gegen 650
ein Dutzend Ziegenhirten ihre mageren Tiere weiden.
Rom hatte wohl nur noch um die 6.000 Bewohner.
Gern hätten die eindringenden Randvölker
"Rom" weiter betrieben, jedoch überstieg das
deren Fähigkeiten.
Erst London im ausgehenden 18. Jahrhundert,
und im europäischen Völkerzyklus,
erreichte in dem seinen wieder diese Kompetenz.

Was wir zur Zeit beobachten, das ist die Ausprägung
der Zivilisation der faustischen Seele der Nordeuropäer.

Nur mal zwei Linsen hintereinander zu legen, um in die
Tiefe des Weltenraumes zu blicken und in die Mikrowelt
der Amöben - eigentlich keine große Sache, so möchte man
meinen, war den "Alten" per se verwehrt.

Und in fünfhundert Jahren wird ein Interessierter im Schlamm eines Sees
mal ein halbversteinertes Funktelephon entdecken, oder eine BMW-Einspritzdüse,
eine LED-Birne, einen Fischerdübel - und sich kurz fragen,
was er da denn wohl in seiner Hand hielte?

Wir werden nie zu den Sternen reisen:
Siehe dazu Coles Gemäldezyklus: "The course of Empire"
https://de.wikipedia.org/wiki/The_Course_of_Empire

Gruß,
BB

"notwendiger Mut"

SevenSamurai @, Dienstag, 28.07.2026, 16:38 vor 1 Tag, 11 Stunden, 27 Min. @ Plancius 1358 Views

Es liegt daran, dass die Menschen das einfach nicht wollen!

Bereits denen fehlt der "notwendige Mut", nein zum Euro und zu diesem Europa zu sagen und andere Parteien zu wählen.

In Ungarn hat man sogar ganz freiwillig eine Partei gewählt, die jetzt ALL IN geht.

(Wie verrückt kann man nur sein?)

--
"Wenn ihr euch fragt, wie es damals passieren konnte:
weil sie damals (...)."
Henryk Broder

Ungarn?

SevenSamurai @, Dienstag, 28.07.2026, 16:40 vor 1 Tag, 11 Stunden, 25 Min. @ Canario 1389 Views

Dass durchaus Alternativen existieren, zeigen uns Teile Osteuropas wie Polen, Ungarn

[[euklid]]

Der war gut.

Die haben gerade ALL IN zu diesem Europa gesagt.

--
"Wenn ihr euch fragt, wie es damals passieren konnte:
weil sie damals (...)."
Henryk Broder

Woher kommen die Klagen und Befürchtungen ohne Konsequenzen?

Ankawor @, Dienstag, 28.07.2026, 17:37 vor 1 Tag, 10 Stunden, 28 Min. @ Plancius 1458 Views

Immer mehr bekannte Leute sagen in YT-Videos, der Krieg gegen Russland stünde kurz bevor und würde besonders Deutschland treffen. Nur wenige von denen sind aber "woanders".
Immer wieder das gleiche - wäre ich so überzeugt wie die Redner, würde ich den Abgang machen in eine Gegend, die ich als sicherer erachte. Solange die Warner in D sind, kann ich sie nicht ernst nehmen.

Und zum Untergang Europas:

Ohne die EU zu verlassen wird es keine Kurskorrektur geben. Und dazu hat niemand den notwendigen Mut.

Beim zweiten Lesen wird mir klar, dass damit Staaten gemeint sein müssen, keine einzelnen Personen. Denn die verlassen durchaus die EU. Aber ob die Kläger die Konsequenzen gezogen haben und weg sind, ist mir nicht ersichtlich.

Ansonsten steht die EU auf festem Fundament. Würde ich was anderes sagen, wäre ich erledigt. Und besonders, wenn ich dann auch noch Gatestone von da drüben ganz rechts außen erwähnte.

Der Mann hat.keine Ahnung, ausser in einem Punkt

sensortimecom ⌂ @, Dienstag, 28.07.2026, 18:38 vor 1 Tag, 9 Stunden, 27 Min. @ BerndBorchert 1346 Views

Nämlich, dass die KI in 5 Jahren alles menschliche Wissen weit übertreffen wird und damit UNENTBEHRLICH ist. Warum? Weil Bildung und IQ im gleichen Mass entbehrlich werden und sinken - es sei denn, es gäbe ein weltweites parallel betriebenes KI-Substitutionsprogramm, das INTENSIV betrieben würde (wohl illusorisch..)

Also, das bedeutet: drehst du die Versorgung der Welt mit KI ab (etwa durch Cyberkriminalität), wirds finster. Das ist dann dasselbe wie wenn du die Versorgung mit elektr. Energie abdrehst.

Genau das wird aber passieren. Die unzähligen Jobsuchenden und Ausgebootenen werden dafür sorgen.

Elons paradiesische Zukunft: Jeder Bürger bekommt ein hohes bedingungsloses Grundeinkommen vom Staat

BerndBorchert @, Dienstag, 28.07.2026, 19:16 vor 1 Tag, 8 Stunden, 49 Min. @ sensortimecom 1232 Views

bearbeitet von BerndBorchert, Dienstag, 28.07.2026, 19:27

Ein Folge-Artikel zu dem vorherigen:
https://www.bild.de/politik/roboter-uebernehmen-bald-jeden-beruf-elon-musk-niemand-muss...

Ich poste das nicht, weil ich Musks optimistische Vorstellungen für realistisch halte, sondern weil ich die oben im thread genannten pessimistischen Vorstellungen auch für unrealistisch halte.

Europa und der Westen wird nicht absolut ökonomisch untergehen, sondern nur relativ zu den jetzigen Schwellenländern in Asien.

Bernd Borchert

Läuft der von Dir beschriebene zivilisatorische Zyklus in allen Ländern synchron?

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Dienstag, 28.07.2026, 19:32 vor 1 Tag, 8 Stunden, 33 Min. @ BBouvier 1032 Views

bearbeitet von paranoia, Dienstag, 28.07.2026, 19:45

Hallo BBouvier,

siehst Du z.B. Russland gleichauf im Zyklus mit Westeuropa?
Große Teile Afrikas scheinen mir auch im Sinne Deiner Definition "unzivilisiert" zu sein.

Gruß
paranoia

P.S.:

Danke, dass Du dieses Thema mal kurz und knackig auch mal schriftlich ausformuliert hast!

--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.

Aufwachsen und Vergehen .....

BBouvier @, Dienstag, 28.07.2026, 20:59 vor 1 Tag, 7 Stunden, 6 Min. @ paranoia 1035 Views

bearbeitet von BBouvier, Dienstag, 28.07.2026, 21:29

zivilisatorischer Zyklus synchron ?

Hallo, paranoia!

(Danke sehr, vorab!)

Anhand historischer Zyklen (Sumerer/Hethiter/Ägypter/Griechen/Römer)
folgert Spengler auf je einen etwa und "rund" 1.000 Jahre.
Wobei sich m.E. die Endphase via Imperatur/Imperator
noch eine ganze Weile hinschleppen mag:
Bei "Rom" die nachrepublikanische Kaiserzeit pauschal
von Chr. Geburt (Augustus) 1/2 Jahrtausend bis in das 6. Jahrhundert.
Dort und dann der Beginn des Europäischen Zyklus,
(Karl der Große) der bei den europäischen Staaten
dann ziemlich parallel verläuft.

Dabei fällt mir gerade etwas ein, das hierzu paßt:
In/ab der Endphase der Kultur (Europa etwa 1815 ff.) wandern
die vormals wurzelhaften Bauerngeschlechter als Lohnarbeiter
in die so wachsenden Städte ab. Wo deren zuvor brachliegende
Intelligenz erst ein paar Generationen reussiert, dann jedoch
(Massenmenschhaltung) mangels Kindern ausstirbt.
Analog zum Mäuseparadies:
https://www.nzz.ch/folio/dichtestress-im-mausekafig-ld.1622303
Mangels Bauern haben die US-Menschen gleich mit Farmen
begonnen - ein Fleck gleichgültiger Landschaft, den man verwüstet
und reuelos hinter sich läßt, falls am Horizont Hans im Glück
mit einem Goldklumpen winkt.
In Literatur und Filmen ist rundweg stets von Ägyptischen "Bauern"
die Rede, die wähernd der Nilschwemme .... =>
Tatsächlich handelte es sich dabei (= bereits Zivilisation!) allerdings
um lauter staatlich angestellte Kolchosarbeiter mit Pensionsanspruch,
ähnlich in Rom die Latifundiensklaven der Großgrundbesitzer/Spekulanten.

Russland gleichauf im Zyklus mit Westeuropa?

Nein.
Rußland durchmißt (s)einen eigenen Zyklus.
Hat seine eigene Kultur noch nicht voll entwickelt.
Vergleichbar mit Europa der Renaissance vielleicht?
Auf alle Fälle ist dort Raum für einen "Zaren" - Cromvell,
Heinrich VIII., Peter den Großen, Franco, Churchill, Octavian -
ganz gleich mit welchem Titel.
Wobei (s. Augustus) die Plastehülle mit "Wahlen" mit Senatoren&Co.,
durchaus als Fassade beibehalten werden dürfte.

Dumm für die Menschen unserer Erde ist, daß der tausendjährige
Zyklus des Aufwachsens und Vergehens aller Völkern mit den Russen
sein natürliches Ende hat.
Natürlich der Völker, die überhaupt großstaatenbildend
und eigenständig kulturschaffend fähig sind.
Nach Russland ist leider der Topf leer.
Da kommt nichts mehr:
Nach Abschluß dessen Zyklus hausen dann weltweit hedonistische Fellachen
im Staube und bohren phantasielos in der Nase.
DIE (!) - und auch deren Vorfahren - haben nicht die Pyramiden
in die Wüste gesetzt ... und auch nicht Küzis Prötzlos Uropa:
den Limes.

Große Teile Afrikas ...

Von dort ist leider nichts zu erwarten.
Die Sprachen dort sind derart schlicht,
daß sich komplexere Sachverhalte nicht formulieren lassen.
Man hat dort auch nie in Jahrtausenden eine Schrift entwickelt.
Man brauchte ja auch keine!
Südamerikas hochstehende Kulturen (vergleichbar Louis XIV!)
wurde lebendig geköpft, woanders die dort lebenden Menschen
von europäischen Einwanderern ausgerottet.

Grüße,
BB

Die Rechnung stimmt nur für den Westen

Bergamr @, Dienstag, 28.07.2026, 21:44 vor 1 Tag, 6 Stunden, 20 Min. @ BBouvier 1041 Views

Werter BBouvier,

ich bin mit allem von Dir Vorgetragenem einverstanden,
es beschreibt alles westlich der Wüste Gobi exakt.

Ich vermisse aber die Wertung der uralten Gebilde China und Japan,
die, obwohl sie den Niedergang des ersten Durchlaufs schon erlebt haben,
erstaunlicherweise eine gewisse 'Zweite Luft' an den Tag legen.

Ich meine das nicht in dem Sinne, daß sie die westliche Zivilisation
und damit die westliche Technologie über den westlichen Zerfall hinaus weiterführen,
sondern in dem Sinne, daß sie ihre eigene kulturelle Kraft aus vergangenen Zeiten
bis heute konservieren konnten und nicht dem zivilisatorischen Abbruch vollständig
Preis gegeben haben. Es mag im Moment nicht offensichtlich sein, aber da steckt weit
mehr dahinter als nur eine wirtschaftliche Konkurrenz. Ich möchte auch China und Japan
nicht in einen Topf werfen, traue aber beiden Ländern zu, nach einem zivilisatorisch-
technologischen Zusammenbruch eine Art 'Neue Fackel der Menschheit' aka Kultur zu werden.
Und vielleicht spielt dabei auch Rußland als unser 'jüngerer Bruder' eine Rolle, vielleicht
wendet sich Rußland wie damals unter Peter und Katherina dem Westen diesmal unter wem auch
immer dem Osten zu und erreicht damit seinen Zenit (und Niedergang).

Meine 5 Pfennig dazu.

Gruß
Bergamr

--
Ehrlich schade für die Heimat! Endgültig verloren seit Sommer 2015 ...

ja, auch und gerade Ungarn. Oder lebst du hinterm Mond?

Canario @, Dienstag, 28.07.2026, 22:47 vor 1 Tag, 5 Stunden, 18 Min. @ SevenSamurai 886 Views

Zeig mir die Moscheen in Ungarn.

Zeig mir die muslimischen Familien mit 5 Kindern, die allesamt vom Staat finanziert werden.

Wo sind die täglichen zwei Massenvergewaltiungen in Ungarn?

Wo die Terroranschläge?

Dazu die Industrie, die gerne auch aus Deutschland abwandert mit neuen Standorten in Ungarn:

BMW (Debrecen)
BYD (Szeged)
Mercedes-Benz (Kecskemét)
Audi / VW-Gruppe (Győr)
Stellantis (Szentgotthárd)
CATL (Debrecen)
Eve Energy (Debrecen)
Samsung SDI (Göd)
SK On (Komárom & Iváncsa)
Bosch (Budapest / Miskolc)
ZF Friedrichshafen & Foxconn
Schaeffler (Szombathely)
...

Na, lachst du immer noch?

und der Ferne Osten?

BBouvier @, Mittwoch, 29.07.2026, 02:06 vor 1 Tag, 1 Stunden, 59 Min. @ Bergamr 833 Views

bearbeitet von BBouvier, Mittwoch, 29.07.2026, 02:11

Hallo, Bergamr!

Ja, Du führst das Thema völlig nachvollziehbar weiter.
Ich hatte klüglich einen listigen Bogen um den Fernen Osten geschlagen
und bekenne mich dessen auch schuldig.

Schwierig!
Ähnlich wie auch das Alte Ägypten, wurde China
mehrfach von Fremdvölkern überrannt - und die "Streitenden Reiche"
mögen den beiden Europäischen Weltkriegen und
dem Spanischen Erbfolgekriege gleichen.

Insofern, ja:

China und Japan,
die, obwohl sie den Niedergang des ersten Durchlaufs schon erlebt haben,
erstaunlicherweise eine gewisse 'Zweite Luft' an den Tag legen.

Dort liegt der zu analysierende Hasi im Salat.
Allerdings nuckelt der diesbezügliche Ferne Osten
ganz unverholen an alter, bröckender Restkultursubstanz.
Ich sehe dort keinen Beginn eines neuen und originären
Zyklus wie das kulturelle Zentraleuropa ab Karl dem Großen.

Nur ein technisch-seelenloses, plagiates Aufhüpfen auf die ("westliche") Zivilisationsphase
= Finanzwesen-Technik-Pseudorepubliken mit Bienenfleiß und Hoch-IQ!
Aber was ist da das originär-eigene Fundament?
Welche Klammer soll die dortige Massenmenschhaltung durch künftige Zeiten tragen?

Grüße!
BB

Wo ist das Zentrum der zukünftigen Welt?

Bergamr @, Mittwoch, 29.07.2026, 22:01 vor 6 Stunden, 4 Minuten @ BBouvier 220 Views

Hallo BBouvier,

ich gebe Dir vollkommen recht, daß derzeit die asiatischen Tiger nur den westlichen, technologisch-zivilisatorischen Esel reiten (eine schräge Metapher in Erinnerung an Julius Evola).

Ich bitte dennoch zu bedenken, daß trotz maoistischer Umerziehung (in China) und US-amerikanischer Reeducation (in Japan) diese beiden Völker wesentlich weniger in ihren Grundfesten erschüttert worden sind als z.B. unser liebes Heimatland. Und weiter, sie sind nicht der islamistischen Gefährdung ausgesetzt (China vielleicht in kleinem Maßstab, Japan überhaupt nicht). Rußland muß sich gegen den Islam wesentlich stärker behaupten, was dieses Kulturgebilde in ähnlicher Weise schwächen wird wie die westliche Welt. In der westlichen Welt ist der Kniefall vor dem eroberungsgelüstigen Islam längst erfolgt (unsere Ahnen zerpflügen ihre Gräber ob unserer Duldungsstarre).

Bei 'uns' aka Werte-Westen ist der Drops gelutscht, ab in Schippen. Aber in China und vorallem Japan sehe ich noch große, alte Kulturwerte, die trotz widriger Umstände bewahrt und auch gelebt werden.

Es gibt noch viele Beispiele alter Kulturen, die aber alle keine Rolle mehr spielen, weil sie nicht mehr im gegenwärtigen Leben präsent sind: Persien-Iran ; Indien ; Südostasien ; ... Da hast Du vollkommen recht in der Analyse, daß der Zyklus zu Ende geht.

Ich würde mich freuen, wenn Du mir Deine Sicht der Dinge auf die Nachfolge der (westlichen) Imperatur unter Einbeziehung der ostasiatischen Gegebenheiten mitteilen würdest - danke.

Gruß
Bergamr

--
Ehrlich schade für die Heimat! Endgültig verloren seit Sommer 2015 ...

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