Gasvertrag zwischen China und Rußland vorerst auf Eis gelegt (Power of Siberia2)

eesti @, Schwedt und Cranz(Ostpreußen), Mittwoch, 15.07.2026, 00:05 vor 1 Tag, 14 Stunden, 17 Min. 2635 Views

Aus vz.ru gestohlen
https://vz.ru/news/2026/7/14/1434848.html

Die Bedingungen Chinas sind Unfug, erpresserisch, egal, wie man es nennen mag, jedenfalls müßte Rußland das Gas faktisch verschenken.
Die Preise in Rußland liegen etwa 10x tiefer, als die Gaspreise, die für den Import an der chinesischen Küste bezahlt werden.
China müßte auch massiv in Gasleitungen investieren, das Gas von der Grenze noch an die Hauptverbraucher an der Küste pumpen... trotzdem wäre auch ein höherer Gaspreis noch ein Schnäppchen, aber China möchte derzeit nicht kaufen.
Da wird wohl Rußland selbst Verbraucher schaffen müssen, die große Mengen abnehmen.
Ein Anfang war gemacht, dann kam die Konfrontation der Europäer und schließlich der Krieg mit der Ukraine , eigentlich mit den europäischen NATO-Mitgliedern, nur mit ukrainischen Truppen, seitdem liegen viele Projekte auf Eis. Mit seinem billigen Inlandserdgas könnte Rußland eigentlich die Welt mit energieintensiven Chemikalien, wie Düngemittel... fluten.
Die USA sorgen dafür, daß die Welt Öl und Gas teuer von US-Firmen kaufen müssen, auch von den Russen.
Die größten Probleme bekommen die Europäer und seit längerer Zeit auch Japan (nach der langen Stilllegung seiner Atomkraftwerke). Europäische Produkte werden langsam aber kontinuierlich vom Weltmarkt verdrängt. Dazu investiert Europa derzeit lieber in einen teuren Krieg, statt in zeitgemäße Produkte.
Nun, China handelt mal wieder meisterhaft mit Nichthandeln. Und profitiert davon?

"...
China ist bereit, das Abkommen über die Gaspipeline Power of Siberia-2 nur dann zu unterzeichnen, wenn eine zentrale Bedingung erfüllt ist – die Lieferung von russischem Gas zu Preisen, die mit den inländischen vergleichbar sind, schreibt das Wall Street Journal unter Berufung auf Quellen.
Laut dem WSJ besuchte vor dem Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin im Mai in China eine russische Delegation Peking, um das Projekt zu besprechen.

"Chinesische Beamte haben dem Chef von Gazprom klargestellt, dass sie nur dann ein Abkommen über den Bau der Pipeline unterzeichnen werden, wenn Russland ihnen Gas zum gleichen Preis wie Moskau auf dem Inlandsmarkt verkauft. Tatsächlich hat Peking den Kreml gebeten, das Projekt zu subventionieren", heißt es in der Zeitung.

Quellen zufolge empfahlen Vertreter der VR China, dass die russische Seite die Diskussion dieses Themas vertagen solle, bis sich die Bedingungen ändern..."

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MfG
LR

Alles ist ein Windhauch.

Peter Scholl-Latour: "Russland im Zangengriff"

Plancius @, Mittwoch, 15.07.2026, 08:17 vor 1 Tag, 6 Stunden, 5 Min. @ eesti 2260 Views

Peter Scholl-Latour hat die gefährliche gesellschaftspolitische und geostrategische Lage Russlands bereits vor vielen Jahren in seinem Buch "Russland im Zangengriff" beschrieben.

Russland wird über die Ukraine von Westen her in die Zange genommen, im Osten macht der Chinese über Sibirien seinen Einfluss mehr und mehr geltend und im Innern gewinnt der Islamismus über die höhere Geburtenrate der russischen Muslime und die Einwanderung aus dem Kaukasus und Mittelasien immer mehr an Bedeutung.

Zur Zeit läuft ein Kräftemessen zwischen dem Westen und Russland, wer im Ukrainekonflikt als erster k.o. aus dem Ring steigt. Putins Strategie eines langen ressourcenverschlingenden Abnutzungskrieges ist in höchstem Grade riskant.

Auch wenn Russland letztendlich den Sieg in der Ukraine davonträgt, geht das Land insgesamt geschwächt aus dem Konflikt hervor. Nicht nur wegen des immensen Blutzolls, der zu zahlen ist.

Überall im Lande machen sich die Chinesen breit, ich habe es im Februar mit eigenen Augen in Moskau gesehen. Es scheint, als wenn Russland geradezu von den Chinesen erdrückt wird.

Gruß Plancius

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"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad an Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand." ARTHUR SCHOPENHAUER

Schweigen im Walde ...

Weiner, Mittwoch, 15.07.2026, 11:46 vor 1 Tag, 2 Stunden, 36 Min. @ eesti 2202 Views

Guten Morgen!

Immer mal wieder schaue ich hier herein, um etwas von jenen zu lesen, die vor Jahren in Trump und Putin die Heilsbringer eines neuen Zeitalters gesehen haben. Mehr und mehr stellt sich heraus, dass beide eher den Zerstörern zuzurechnen wären. Solche braucht man natürlich ebenfalls in der menschlichen Geschichte. Deswegen meine Begriffe von Anfang an: Trump = Abrissbirne (der westliche Nachkriegsordnung) und Russland = Schaufel (am chinesischen Bagger). Das ist aber eigentlich alles Nebensache und belanglos, denn am Abreissen und Baggern kann man auch mächtig verdienen (auf verschiedene Arten und Weisen). Und sodann taucht die Frage nach dem Neubau auf. Auch da kann man profitieren und langreichweitige Macht sichern. Die Nachkriegsordnung nach WK-I hat nur 20 Jahre gehalten, nach WK-II waren es stolze 80 Jahre. Nach WK-III werden es vielleicht sogar 100-120 Jahre sein. Fragt sich nur, wann WK-III zu Ende sein wird. Sicher ist: der kommende Herbst wird heiß, aber das ist nur der Anfang. Ziemlich lange Durststrecke. Deshalb vorbereiten ...

Ich habe unten im Anhang einen Artikel von John Helmer übersetzt. Veranschaulicht ein wenig die Zwickmühle, in der Genosse P. gerade steckt. Für den dort am Anfang erwähnten Tod von Graham werden auch andere Ursachen genannt (kurzer Blick in den anti-spiegel hierzu empfohlen).

Grüße, W.

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QUELLE: https://johnhelmer.org/
Übersetzung mit translate.google
Einfügungen in eckigen Klammern und Fettmarkierungen stammen von mir


ZITAT: Der Aortenriss, der am 11. Juli zum Tod des US-Senators Lindsey Graham führte, verursacht plötzliche, unerträgliche Schmerzen im Brustbereich; eine solche innere Blutung führt so schnell zum Tod, dass die meisten Betroffenen nicht mehr gerettet werden können.

Ein ähnliches Schicksal soll nun China, Indien und der Türkei widerfahren – durch die rasche Verabschiedung des Graham-Sanktionsgesetzes im US-Senat und im Repräsentantenhaus, das Zölle in Höhe von 500 % auf Importe russischen Öls, Gases, Urans, der Kohle, des Nickels sowie von Getreide vorsieht. Diese schmerzhafte Maßnahme zielt vor allem auf diese drei Staaten ab.

„Verbluten“ [allerdings langsames] ist als Schicksal für Präsident Wladimir Putin und Russland vorgesehen.

Der Kreml und seine offiziellen Medien haben sich [zum Tode von Graham] nicht geäußert. Oleg Zarjow, der im Exil auf der Krim lebende ukrainische Oppositionsführer, veröffentlichte eine Todesanzeige, in der er auf jenen „sehr einflussreichen Club“ hinwies, dem Graham angehörte – einen Club, in dem es „keine Frauen oder Kinder gibt. Ein sehr einflussreicher Club.“

Putins Unterhändler für Sanktionserleichterungen im Gespräch mit der Trump-Regierung, Kirill Dmitrijew, ist ungewöhnlich still geworden und hat seit 48 Stunden keinen Tweet mehr abgesetzt.

Im selben Zeitraum erschienen im Nahen Osten Presseberichte, wonach der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan beschlossen hat, seine russischen S-400-Batterien an einen der drei US-Verbündeten im Krieg gegen den Iran – Saudi-Arabien, die VAE oder Katar – zu übergeben. Zudem soll er die türkischen Streitkräfte angewiesen haben, ihre Flagge auf Stützpunkten zu hissen, die den russischen Marinestützpunkt Tartus sowie den russischen Luftwaffenstützpunkt Hmeimim nahe Latakia an der syrischen Küste umgeben. Als Reaktion auf die Kritik, Putin habe den [russischen] Generalstab hinsichtlich des Beibehaltens der Stützpunkte in Syrien und hinsichtlich der Unterstützung des Iran gegen dessen Feinde „verraten“, kommentierte eine Moskauer Quelle: „Die offizielle Begründung für Putins Zustimmung [zum Weiterverkauf der S-400-Systeme, die zwischen 2017 und 2019 an die Türkei geliefert, aber nie abgefeuert wurden] wird genauso heuchlerisch sein wie die der Amerikaner: Es handele sich lediglich um eine ‚Defensivwaffe‘, die ‚nur unter bestimmten Umständen‘ eingesetzt werde. Das ist alles. Ich [= "Moskauer Quelle"] erwarte keine Grenzen dabei, wie tief der Kreml sinken wird, um Geld zu verdienen. Man kann davon ausgehen, dass [schon] im nächsten Jahr russische S-400- und S-500-Systeme direkt an die Emiratis und Saudis verkauft werden. Daran besteht kein Zweifel. Genau genommen müssen die Türken gar keinen Weiterverkauf tätigen. Sie werden behaupten, sie böten den Arabern gemeinsam mit Europa und den USA militärischen Defensivschutz; die Russen werden da mitspielen. Putins Problem ist dringender: Er muss den Krieg in der Ukraine gewinnen, um überhaupt irgendwo noch ein Mitspracherecht zu haben. Wenn er sich jetzt nicht dazu entschließt, endet er wie Gorbatschow 1985: Er wartet darauf, zerstückelt und häppchenweise an die Araber, Türken, Europäer und Chinesen verkauft zu werden.“

Eine weitere Moskauer Quelle berichtet, dass Beamte des Sicherheitsrats erwarten, Putin werde den Eskalationsoptionen des Generalstabs „innerhalb weniger Tage“ zustimmen müssen.

In diesen zeitlichen Kontext fällt – ob zufällig oder kalkuliert – ein Appell der Putin unterstützenden russischen Oligarchen, der mit bestimmten Bedingungen verknüpft ist. Diese wurden von Andrej Melnitschenko dargelegt und am 9. Juli im *Economist* veröffentlicht. Melnitschenko warnt Putin – ebenso wie die Befürworter der Graham-Sanktionen im Weißen Haus und im Kongress – vor vier „Szenarien“: „ein gedemütigtes Russland, das am Rande des Westens verharrt“, „Russland im Einflussbereich Chinas“, „der Zerfall Russlands, der rasch unkontrollierbar würde“ und „Russland als Festung: abgeschottet, mobilisiert, in ständigem Belagerungszustand“.

Moskauer Quellen gehen davon aus, dass es noch weitere Optionen gibt.

Es heißt, der Sicherheitsrat habe Putin nahegelegt, sich für einen „vollständigen russischen Sieg“ zu entscheiden – andernfalls drohe ihm eine schleichende Niederlage. Dieser Sieg müsse beinhalten: die Abschottung der Ukraine von Europa, der NATO und den USA; die Ausschaltung oder das Exil des Regimes von Wolodymyr Selenskyj; sowie eine Verwaltung Kiews und der wichtigsten Städte nach dem Vorbild der US-Besatzung im Irak. Ein solcher Sieg würde das Militär in Moskau an die Macht bringen.

Für die Oligarchen-Basis, auf die sich Putin bisher gestützt hat, ist dies [ein Sieg der Militärs] ein absolutes No-Go – wobei Moskauer Quellen übereinstimmend der Ansicht sind, dass ein solches Szenario ohnehin unmöglich sei.

„Melnitschenko spricht im Auftrag jenes Clans staatlicher Oligarchen, dessen Gesicht und Koordinator [der Erste Stellvertretende Ministerpräsident Denis] Manturow ist“, so eine Quelle. „Sie wissen, dass [Roman] Abramowitsch nicht der richtige Vermittler ist. Sie wollen sowohl ihr im Ausland befindliches Vermögen als auch ihre russischen Besitztümer behalten. Deshalb bringen sie die Idee ins Spiel, dass ‚alles oder nichts‘ möglich sei – notfalls, um eine von Putin unabhängige Plattform zu schaffen; sollte er sich jedoch auf eine Einigung einlassen, wäre das umso besser.“

Wie eine gut informierte Quelle berichtet, bereitet ihnen „die Aussicht auf einen radikalen Wandel Sorgen: eine Machtübernahme durch ein militärisch-nationalistisches Bündnis nach chinesischem Vorbild, die staatliche Enteignung sämtlicher Oligarchen-Vermögenswerte sowie ein Führungswechsel bei Rosneft und den Staatsbanken. Für den Kreml mag dies zwar wenig plausibel erscheinen, doch das Szenario wird derzeit diskutiert. Zudem gibt es weitere Szenarien, die den Oligarchen ebenfalls missfallen. Eines davon wäre, dass Putin seine Macht durch einen großen Deal mit Indien und China sichert. Die Inder würden den Amerikanern den Mittelfinger zeigen, wenn die Chinesen es tun – allerdings nicht im Alleingang. Putin müsste sich dem anschließen.“

Eine weitere Moskauer Quelle vermutet, Melnitschenkos Vorstoß sei „von den Briten orchestriert – womöglich haben sie ihn fest im Griff und spannen ihn nun ein, um die Reaktion einiger Verbündeter Putins und einiger hochrangiger Bürokraten zu testen. Der Nutzen von [Michail] Fridman, [Pjotr] Awen und [Roman] Abramowitsch ist abgelaufen. Es dürften noch weitere Schachzüge in Vorbereitung sein, und [Melnitschenko] könnte der Auserwählte für den nächsten Schritt sein.“

Das sei jedoch Zukunftsmusik, fügt die Quelle hinzu. Das Problem für Putin besteht derzeit darin, dass die USA und die NATO – angesichts des Krieges, den sie gegen ihn eskalieren – ein Ziel hinsichtlich der Nachfolge verfolgen, er selbst jedoch nicht. Putin hat keinen Nachfolger aufgebaut. ZITAT (John Helmer) ENDE

John Helmer. Na ja.

SevenSamurai @, Mittwoch, 15.07.2026, 14:52 vor 23 Stunden, 30 Minuten @ Weiner 1433 Views

Der glaubt doch tatsächlich, der Iran könnte den USA etwas antun.

Verstehe Helmers Haltung aber nicht ganz. Er steht doch dem KGB nahe.

--
"Wenn ihr euch fragt, wie es damals passieren konnte:
weil sie damals (...)."
Henryk Broder

Alle bekommen Probleme, die in den Krieg investieren.

eesti @, Schwedt und Cranz(Ostpreußen), Mittwoch, 15.07.2026, 17:17 vor 21 Stunden, 5 Minuten @ Weiner 1608 Views

Ein wenig ausgenommen sind die USA, da sie sich zwar nicht mehr direkt am Krieg und dessen Finanzierung beteiligen, dafür aber durch hohe Ölpreise und erhebliche Rüstungsexporte, nicht nur derzeit, sondern ziemlich abgesichert auch in mittlerer Zukunft gesund stoßen.
Die "Koalition der Willigen" Europäer hat die Finanzierung des Kriegsspielzeugs in der Ukraine übernommen und wird auch selbst ordentlich bei den Amerikanern neues Spielzeug kaufen.
All diese Gelder sind größtenteils verschwendetes Volksvermögen, allerdings treten viele europäische Politiker vehement für Kriegsausgaben ein. Nirgendwo wird so viel "geschmiert", wie in dieser Branche, denn faktisch guckt niemand auf die Kosten, schon gar nicht, ob da nicht in Verbindung mancher großer Order einige Konten in Steuerparadiesen (Panama...) entstehen und üppig aufgefüllt werden, oder wenigstens die Konten von sehr nahen Verwandten der Entscheidungsträger.
Nur so zum Verständnis, warum so manche Politiker begeistert Steuergelder zum Fenster rauswerfen möchte.
Der Russe hat diverse Probleme, die Logistikströme sind umfangreich umzustellen und deutlich teurer, als vor dem Krieg, nichtsdestotrotz zeigen die Daten der Russen ein relativ robustes Ergebnis.

"...
15. Juli 2026, 16:38
Der Überschuss des Leistungsbilanzs der Zahlungsbilanz der Russischen Föderation stieg im Januar-Mai um 23,9 %
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15. Juli. FINMARKET.RU –
Der Leistungsbilanzüberschuss der Zahlungsbilanz der Russischen Föderation belief sich im Januar-Mai 2026 auf 27,0 Milliarden US-Dollar, was 23,9 % mehr ist als im gleichen Zeitraum 2025, als er 21,8 Milliarden US-Dollar betrug, wie aus der auf der Website der Bank von Russland veröffentlichte Einschätzung der Zahlungsbilanz hervorgeht.
Der Leistungsbilanzüberschuss belief sich im Mai 2026 auf 8,1 Milliarden US-Dollar, was 30,6 % mehr ist als im April (laut aktualisierten Schätzungen – 6,2 Milliarden US-Dollar). Im Vergleich zum Mai 2025 (0,9 Milliarden US-Dollar) stieg er um das 9-fache. Wie in den Kommentaren der Zentralbank der Russischen Föderation festgestellt wurde, ist ein signifikanter Anstieg des Leistungsbilanzüberschusses im Mai dieses Jahres gegenüber Mai 2025 hauptsächlich auf einen Anstieg des Exportwerts zurückzuführen.
Der Handelsüberschuss der Russischen Föderation stieg im Januar-Mai 2026 um 13,7 % auf 52,3 Milliarden US-Dollar im Vergleich zu 46,0 Milliarden US-Dollar im gleichen Zeitraum 2025. Der Überschuss im Außenhandel mit Gütern belief sich im Mai 2026 auf 14,2 Milliarden US-Dollar, was 29,1 % mehr ist als im April (11,0 Milliarden US-Dollar) und 91,9 % mehr als im Mai 2025 (7,4 Milliarden US-Dollar). Das Defizit der Dienstleistungsbilanz von Januar bis Mai 2026 stieg von 15,3 Milliarden im Januar bis Mai 2025 um 7,8 % auf 16,5 Milliarden US-Dollar. Laut der Zentralbank der Russischen Föderation lag dies hauptsächlich am Wachstum der Importe, deren Haupttreiber Reise- und Transportdienstleistungen waren..."

Soso, der Russe vergnügt sich also wieder mehr im Ausland, aber er trägt seine gefüllten Geldbündel in den Hosentaschen nicht mehr nach Westeuropa, dort findet man zwar weiterhin reiche Russen, aber die haben meist einen ukrainischen Paß.

Aus der ZB der Russen ist zu hören, daß man einen deutlichen Anstieg der Inflation erwartet, hauptsächlich durch die gestiegenen Kraftstoffpreise, die sich überall durchwursten.
35% der russischen Ölraffineriekapazität ist zumindest kurzfristig ausgeschaltet.
Hier im Königsberger Gebiet gab es auch lange Schlangen an den Tankstellen. Derzeit sehe ich keine mehr, Tankstellen ohne Schlangen hatten astronomische Preise von etwa 2€ pro Liter. Hinter der Grenze hatte eine Tankstelle zu, ansonsten ist die Versorgung wieder ohne Probleme, die Preise sind aber mit ca. 80-90Cent pro Liter noch sehr hoch.
Im Touristenort Cranz sind Massen an Touris in den Flaniergebieten herumwandelnd zu sehen. Flieger hatten teilweise aber kein Kerosin, einige Flüge fielen aus.
Insgesamt ist hier alles normal, wie vor dem Krieg.

--
MfG
LR

Alles ist ein Windhauch.

Ref.: "... treten viele europäische Politiker vehement für Kriegsausgaben ein." Hierzu ein Artikel.

sprit @, Mittwoch, 15.07.2026, 18:02 vor 20 Stunden, 20 Minuten @ eesti 1443 Views

bearbeitet von sprit, Mittwoch, 15.07.2026, 18:54

https://www.cash.ch/unsere-redaktion/reuters

Aufrüsten und Investieren auf Pump - Deutschland plant eine Billion Schulden.

Aus Sicht der Bundesregierung ist es ein Kraftakt: Der Etat für 2027 und der Finanzplan ‌bis 2030 sehen eine ⁠starke Erhöhung der Verteidigungsausgaben, weiter hohe Investitionen und einen Sparkurs vor.

Aus der Vorlage für den am Montag angesetzten Kabinettsbeschluss geht jedoch hervor: Um dies zu ermöglichen, sieht die ⁠Regierung neue Schulden von über einer Billion Euro vor und setzt auf einen Mix aus Einsparungen, Steuererhöhungen und Finanzierungskniffen.

Das Ausmass der Neuverschuldung
Gesamtvolumen: Von 2026 bis 2030 plant die Regierung eine Gesamtneuverschuldung von Bund und Sondervermögen von rund 1020 Milliarden Euro.

--
Keine Abmahnung ohne vorherigen Kontakt!

Und es kann nach Herzenslust 'gepledgt' werden, wobei der Einfachheit halber nicht die Note selbst genommen …

Ostfriese @, Donnerstag, 16.07.2026, 11:20 vor 3 Stunden, 2 Minuten @ sprit 349 Views

Hallo sprit

Alles

Aufrüsten und Investieren auf Pump - Deutschland plant eine Billion Schulden.

kein Problem, wie dottore in

https://archiv.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=340118 Re: Dann streiche bitte das Unwesentliche + nochmals Grundsätzliches verfasst von dottore, 01.12.2005, 14:52

zu berichten weiß.

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

→ Hi Dimi,

der Text, um den es geht, hatte ich so verkürzt:

The first invention of Money was for a Pledge [1] ...

Dies kann nur heißen (wie es auch @Popeye interpretiert hatte, laß' mich aber gern korrigieren): Geld wurde erfunden, um als Pledge dienen zu können, also um einen beleihbaren (verpfändbaren) Gegenstand zu haben.

Dann habe ich dies weggelassen:

[[[ and instead of
a surety, for when men did live by Exchange of their Wants and
Superfluities, both parties could not always fit one another at
the present; in which case the Corruptions of Man's Nature did
quickly grow to make it behooful, that the party receiving should

leave somewhat worthy to be esteemed for a Pledge, to supply the
givers want upon the like occasion:]]]

Grund: Eine einfache Sicherheit (surety) kann es nicht sein, vielleicht auch Sinne einer vom aktiv Berechtigten angenommenen Gewissheit; denn eine solche - eben ohne Pledge im Sinne eines dieses als Pledge - unterlegendes Etwas - reicht aufgrund von Man's Nature und ihrer bekannten Korrumpiertheit (Klartext: Ich mach mich aus dem Staube, ohne zu leisten) nicht aus, um dem beim unfinished business noch nicht Bedienten etwas in die Hand zu geben (somewhat worthy!), was er dann beim Ausfall des Schuldners anderweitig so verwenden kann, dass er nicht leer ausgeht beim verzögerten Tausch.

Daraus zieht der Autor diesen Schluss:

Time did easily find out that this Pledge should be something not too common, not easy to be consumed with use, or spoiled for want of use, and this was Money.

Das ist ein Zirkelschluss:

1. Geld wurde erfunden, damit es als Pledge dienen konnte.

2. Vor dem ersten Pledge war es also nicht existent.

3. Demnach kann beim ersten Pleding Money nicht als Pledge gedient haben.

Aus diesem Zirkelschluss hilft die Abgabentheorie des Geldes unschwer weiter. Dabei ist darauf hinzuweisen, dass wir es mit der Mesopotamien-Variante zu tun haben, aus der sich das entwickelt hat, was wir als heute in der wesentlich weltweit vorherrschenden Wirtschaftsform ansehen dürfen. Wirtschaften deshalb, weil wir es mit obrigkeitlich besicherten und sanktionsbewehrten Zuständen (Unter-Eigentum) und Abläufen (Kontrakten, inkl. kontraktlich vereinbarter Arbeitsteilung) zu tun haben.

Dass es auch arbeitsteilige Produktion gegeben hat (siehe Stammeswirtschaften, z.B. Yam gegen Fisch, siehe Familien, z.B. Essen beschaffen gegen Essen zubereiten, usw.) hat damit nichts zu tun, auch nicht etwaige Tauschvorgänge.

Denn weder aus arbeitsteiliger Produktion noch aus dem Tausch inkl. Hochtausch (siehe Potlatsch oder andere Formen von Geschenk- und Gegengeschenk-Ökonomien) hat sich der real existierende weltweite Kapitalismus entwickelt, der seinen Ursprung nicht in Stammes- und Tauschökonomien hat, sondern eben in der Form der Abgabenökonomie, die auch Unter-Eigentum zugelassen hat (aus Palasthändlern bildeten sich private heraus, aus Abgabengüterverwaltern solche, die das Abgabengut auf eigene Rechnung verleihen konnten, usw.) oder zum Zwecke des Machterhalts zulassen musste (klassische Beispiele: Römische Latifundien-Eignern = der Senat, die Entgegennehmer von kaiserlichen Privilegia in Byzanz, die englischen Barone beim Domesday, usw.).

Das geht immer weiter runter bis hin zu den berühmten Bauernbefreiungen (auf die Heinsohn und de Soto abheben) gegen Einmal- oder laufende Ablöse, wie z.B. in Japan die 3 % vom eingeschätzten Grundstückswert.

Es kann natürlich auch zu Sub-Eigentum in revolutionärer Form kommen. Dabei wird gegen Nichts abgelöst, aber das Ober-Eigentum, zumindest zunächst in Form des Macht-Monopols bleibt bestehen - siehe Rom, wo Romulus nicht etwa sein Schwert nach der Roma Quadrata und dem Brudermord (Remus) in den Tiber warf, sondern weiterhin herrschte!

Wir haben es also mit einem Spezialfall zu tun, der für sich und in sich analysiert werden muss, weshalb es wenig Sinn macht, als Gegenargument auf völkerkundlich Altbekanntes abzuheben (ätsch - da und dort war und ist es doch ganz anders!), da sich aus diesen Völkern (Ethnien, sub summa eben Stammesökonomien) nichts entwickelt hat, was das ausmacht, was uns als heutiges Wirtschaftssystem interessiert, weil wir uns in diesem bewegen.

Es ist jedem unbenommen, sich auf die Salomonen, nach Papua-Neuguinea oder ins Amazonas-Innere zurückzuziehen und sich den dortigen Produktions- und/oder Tauschformen anzuschließen und damit darauf zu verzichten, Fortüne als Wall Street-Banker zu suchen oder zu finden.

In dem ex Abgabenwirtschaft mit (historisch einwandfrei belegter allmählichen - oder revolutionär-ruckartig entwickelter) Privatisierung, also im mit Macht-, Abgaben- und Eigentums-Zession usw. abgelaufenen Prozess lässt sich das Money/Pledge-Phänomen so enträtseln:

1. Es gibt zunächst überhaupt kein Pledging (privat/privat). Private schon deshalb nicht, weil es nur Herrscher (Ober- und Gesamteigentümer) und Beherrschte (Nichteigentümer) gibt. Letztere sind auch persönlich unfrei, da sie dem Herrscher zu Abgaben und Leistungen verpflichtet sind. Die freien Lohnarbeiter und damit Lohnzahlungen entfallen komplett.

2. Die zunächst naturalen Abgabengüter werden - via Gewichtsstandardisierung (wie oft genug beschrieben, Stichwort Shekel-Standard – zu monetären, wobei der Kern des Vorgangs Haltbarkeit und beliebige Wiederverwendung der Abgabe selbst ist. Das macht sie kurant (kursant), womit das Metallgeld entsteht.

3. Dieses Geld ist also endlich gekreißt und hat uns jahrtausendelang begleitet. (Mir ist, by the way, keine Stammesökonomie bekannt, die mit standardisiertem Gold und Silber als traditional money gearbeitet hätte; Metall finden wir überhaupt nur, wo es kriegerisch zuging, vgl. Knife Money, oder wo dort, wo Stämme unterworfen hatten, logischerweise Feudalismus entstand - wie auch sonst sollte der entstanden sein?).

4. Money ist also bereits vor dem ersten Pledging vorhanden und muss nicht (siehe Zirkelschluss oben) erst in einem ohnehin rätselhaften Prozess fürs Pledging erfunden werden (Invention).

5. Und weil es in der Welt ist, kann der Pledging-Prozess in allen Varianten starten.

Aktuell, also nach dem Abgang vom Metall-Standard haben wir etwas Anderes, das als Substrat aller Pledgings dient: Den ex Macht- und Gebietsmonopol des Staates sich ergebende Besteuerungs- alias Zwangsabgaben-Monopol.

Insofern waren die Metall-Standards nur ein riesiger Umweg. Wir sind wieder an dem Punkt, von dem die Abgabensysteme (wie oben beschrieben) ausgegangen sind: Es steht im freien Belieben der Staatsmacht als Abgabe zu bestimmen, was sie will. Sie hätte schon vor 5000 Jahren genauso gut mit USD, Euros oder Yen usw. starten können, sofern sie damals in der Lage gewesen wäre, die Konsistenz (komplizierte physische Ausstattung) des Etwas, in dem zu leisten war, zu sichern und zu monopolisieren.

Dazu waren Tontafeln, Papyri, Leder usw. nicht imstande, die als Schuldtitel ohnehin nur mit Beeidung bzw. Massen von Zeugen zu präsentieren waren (es gab sogar Ordale [2] ohne Ende, Euphrat und Tigris müssen Leichen en masse ins Meer transportiert haben). Bei Silber und Gold war's schon besser, da beides herrschaftlich standardisiert werden konnte (sehr schön auch Elektron als obrigkeitlich standardisiert und nicht etwa wie in der Natur vorkommend genutzt). Bei den Kauris ging es - wie beschrieben - komplett schief.

Bei modernen Banknoten (viele frühe gingen daneben, da sie leicht zu fälschen waren, daher auch auf den Assignaten die Todesstrafe angedroht wurde) haben wir also (fast) perfektes Geld (GZ/STZM wie eben für Abgabenwirtschaften unerlässlich). Die Note ist hier sozusagen ihr eigener Zeuge, wenn man gern auch Speziallampen zu Hilfe nimmt.

… wird, sondern das auf sie zielende und durch sie denominierte (und überdies ziemlich gut besicherte) Versprechen, sie zum Termin aus der Tasche zu holen (wahlweise als sofort fällige Forderung wiederum zu ziehen). "To draw (!) upon my account" - wie es so schön heißt.

Nochmals Gruß vom Trottel! Sorry, Beinahe-Debilen.

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

Gruß - Ostfriese

PS

[1] https://www.linguee.de/englisch-deutsch/uebersetzung/pledge.html pledge

[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Gottesurteil Ordale

Die Geschichte der Gottesurteile reicht weit in die Anfangsphase der menschlichen Zivilisation zurück. Erste schriftlich überlieferte Beschreibungen von Gottesurteilen bzw. Ordalen stammen aus Mesopotamien. So ist im 10. Paragraphen des Codex Ur-Nammu, der um 2100 v. Chr. vom sumerischen König Urnammu von Ur aufgestellt wurde, die Rede von einem Flussordal, einer Art Wasserprobe. Ebenso finden sich im Codex Hammurapi aus dem 18. Jahrhundert v. Chr. in den Paragraphen 2. (Zauberei) und 132. (Verleumdung der Ehefrau) Gottesurteile mit Hilfe des Wassers aufgeführt. Auch das Alte Testament liefert Belege für die frühe Anwendung von Gottesurteilen wie in Numeri 5,11-31 EU oder 1. Samuel 10,17-27 EU. Daneben gab es Gottesurteile auch in zahlreichen weiteren alten Kulturen. So im alten China, in Japan, Indien und Ägypten. Etwas weniger gebräuchlich waren sie in der griechischen und römischen Kultur. In manchen Kulturen haben sich Gottesurteile bis heute gehalten.

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