Geist vs. Materie
Hallo MausS,
mit der Religion (atheistisch dann die Ideologien) ist das so eine Sache,
deren Kern man erst einmal finden muß. Hat man diesen Kern gefunden, so
sind alle weiteren Betrachtungen nur noch Spiegelfechterei.
Meine Sicht zum Kern:
Bestens dargelegt von Ludwig Büchner in "Kraft und Stoff" (erschienen
Mitte 19 Jhh., eine Erstausgabe seit über 20 Jahren in Bibliothek Zandow)
diese Grunderkenntnis: Geist (gemeint ist ein über uns seiender schöpferischer
Gott) kann ohne Materie nicht sein! Heißt: Es gibt keine göttliche Kraft
und somit auch keine von Gott gegebenen Gesetze.
Was bleibt nun?
Es bleibt der Glaube daran, daß es jene seiende göttliche Kraft doch gibt.
Dieser Glaube jedoch ist an die Materie des menschlichen Gehirns gebunden
und somit rein menschliche Vorstellung, also eine Imagination/Fiktion.
Abschlußbetrachtung aus oekonomischer/debitistischer Sicht:
Religion (atheistisch Ideologie) ist ein Mittel zur Senkung
der Machterhaltungskosten: Kann man Menschen mit ihren rationalen Gedanken
und ihren Gefühlen in einer begrenzten Glaubenswelt halten, so tuen und
unterlassen sie freiwillig (!!!) Verhalten, welches dem weltlichen
Machterhalt der Herrscher dient. Wäre dieses freiwillige Verhalten eben
nicht freiwillig, müßte es durch Gewalt erzwungen werden.
Und die Ausübung von Gewalt kostet die Herrscher enorme Mittel/Ressourcen.
Diese Kosten werden durch das freiwillige Verhalten der Beherrschten mittels
Religion/Ideologie gesenkt.
Am geringsten sind diese Kosten, wenn das freiwillige Verhalten
der Beherrschten in Fanatismus mit Todessehnsucht mündet.
Soweit ein kleiner Ausschnitt vom Debitismus.
Liebe Grüße und eine wärmere Woche in Sachsen wünschend, Zandow
PS: Sind dieses Jahr DGF-Foristen in Wacken?