Zertifikations-Wahn. Oder: Wie sich die Bürokratie selbst abschafft.

Rybezahl, Mittwoch, 08.04.2026, 16:40 (vor 13 Stunden, 31 Minuten) @ paranoia1024 Views
bearbeitet von Rybezahl, Mittwoch, 08.04.2026, 17:39

Hallo!

Für jedes Schräubchen und jedes Bauteil bedarf es eines Zertifikates.
Das liegt daran, dass niemand Verantwortung übernehmen möchte (Versicherung usw.).

Also ähnlich gelagert wie bei einem Staat mit ausufernder Bürokratie, nur nicht ganz so schlimm (da weniger Personal).

Einmal stand ich während einer spontan sich ergebenden Besichtigung in einer Werkstatt und ein Mechaniker sagte mir ganz unverhohlen um 10 Uhr Vormittags:
"So, eigentlich kann ich jetzt Feierabend machen. Den ganzen anderen Mist darf ich nicht machen."
Die Werkstatt stand aber voll mit defekten Fahrzeugen.

Man muss sich nämlich vor Augen führen: Wenn man das anders handhabt, und es passiert etwas, evtl. sogar mit tödlichen Folgen,
dann ist man selbst dran. Und das will ja niemand.

Nach einem Krieg (o.ä.) spielt das natürlich keine besondere Rolle. Da wird einfach gemacht.
Aber doch nicht in diesem - noch!? - fetten, schwerfälligen Bürokratenstaat.

Na ja, das wird sich wohl bald ändern. Nicht die marode Infrastruktur, die bleibt natürlich.
Aber das mit dem "einfach machen".

Gruß!

PS: Auch interessante Idee: Mitfahren ohne Fahrschein entkriminalisieren. Zugbegleiter (beachte: Schaffner gibt es nur noch im Fernverkehr) sind dann außerdem (oder hauptsächlich?) dem Sicherheitsdienst zugeordnet und dürfen sich in der eigenen Kabine einschließen. Null Problemo mehr. [[freude]]


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