'Kraft tiefer struktureller Einsichten' zwischen Henri Matisse' Malerei …

Ostfriese @, Donnerstag, 02.04.2026, 07:45 vor 1 Tag, 4 Stunden, 38 Min. 1766 Views

bearbeitet von Ostfriese, Donnerstag, 02.04.2026, 08:55

Hallo auf dem Forum

Es geht in meinem Beitrag darum, die … und Paul C. Martins terminlich fixiertem sanktionsbewehrtem - auf Abgabepflicht gegründetem - Debitismus und damit ihre gemeinsamen Denkstrukturen [1] zu begreifen.

Dazu

"Mystische Meditationen begleiten Matisse' schlaflosen Nächte. Er wird sich nie als Katholik bezeichnen, doch am Ende seines Lebens spürt er eine Ambivalenz, ein heimliches Verlangen, das ihm zum Spirituellen zieht. Trotz seiner Lebensweise war er durch seine Erziehung christlich geprägt, und was immer man tut, ein Rest davonbleibt. Um Schlaf zu finden, betete er nachts das Vaterunser und das Ave-Maria. Die Nachfolge Christi gehörte zu seiner Bettlektüre - zum Einschlafen, wie er lachend sagte. Er will alles über die Liturgie und die sie prägenden Dogmen wissen, um jedes Detail der Kunstgegenstände zu durchdenken. Er modelliert einen sehr schmalen Christus, wie im Begriff sich zu erheben. Er stellt den Altar schräg, damit die Zelebranten den Gläubigen nicht den Rücken zukehren. Er entwirft selbst die Messgewänder, deren sechs Farben in der katholischen Tradition eine Symbolfunktion haben und er greift die Trinität Gottes auf: Drei Stufen, drei Fenster und drei Keramikwandbilder, die Matisse und Schwester Jacques-Marie an den Rand des Zerwürfnisses bringen werden. Januar 1950, die Kapelle macht Fortschritte. Die Nebengebäude wachsen. Bald kommt der Betonmischer, um mit den Mauern der Kapelle zu beginnen.

Als ich (Schwester Jacques-Marie) eines Nachmittags nach Nizza kam, lagen die Fliesen des Kreuzweges auf dem Boden. Ich kannte die Skizzen, die an den Wänden hingen. Doch diese Vereinfachung traf mich, wie ein Schlag in den Magen. Wie sollte ich diese Zeichnung durchsetzen? Ich blieb wie gelähmt stehen. Ich musste diesen Kreuzweg erst verdauen, um mich stark genug für den Kampf zu fühlen. Ich fragte nach, um seine Absicht genau zu begreifen. Es ist wohl eines der umstrittensten Werke von Henri Matisse. Für die Kirche stellt diese extreme Reduktion des Kreuzwegs eine Abkehr vom klassischen Pathos eine Negation der Leiden Christi dar. Doch in den Augen des Malers ist sie der reinste Ausdruck.

Der Kreuzweg ist ein Drama, in dem sich alles verdichtet. Alles läuft auf das Kreuz zu. Jesus stirbt am Kreuz. Darum ist dieses Wandbild das größte. Mich hat das Pathos dieses tiefgründigen Dramas ergriffen. Statt es darzustellen, habe ich es durchlebt. Gott hat meine Hand gehalten. Was soll ich tun? Mich fügen, doch die anderen ahnen nichts davon.

Einmal mehr muss Schwester Jacques-Marie den Dominikanerrinnen Matisse' Vision vermitteln. Im Hintergrund entschärft sie die häufigen Konflikte. Diese Diplomatie erschöpft sie - doch sie weiß, dass die Rosenkranz Kapelle fast vollendet ist. Was noch fehlt ist das Herzstück, das der Kapelle ihre Seele verleihen soll: Die Fenster. Für diesen Künstler, der nie aufgehört hat, Fenster zu malen, der sein Leben dem Licht und der Farbe gewidmet hat, wird die Suche nach dem perfekten Glas zur Obsession."

zwischen 40:40 bis 45:50 in

https://www.arte.tv/de/videos/122738-000-A/die-rosenkranzkapelle-das-letzte-meisterwerk... Die Rosenkranzkapelle, das letzte Meisterwerk von Matisse 52 Min. | Verfügbar bis zum 25/07/2026 | TV-Ausstrahlung am Ostersonntag , 5. April um 16:40

Henri Matisse', beim Bau der Rosenkranzkapelle auftretende Triade, der Dreiheit aus den drei Stufen zum Altar, den drei Fenstern und den drei Keramikwandbilder in Verbindung mit der extremen Reduktion des Kreuzwegs und der Negation des Pathos' der Leiden Christi selbst und den pathetischen sakralen historischen Darstellungen, findet, ebenfalls jenseits allen Pathos', ihre Entsprechung - als reinster Ausdruck - in Paul C. Martins machtbasiertem Debitismus auf der Grundlage der terminlich fixierten Zwangsabgabe und der Sanktionierung im Falle der Nichtleistung: Abgabe, Termin und Sanktion heißen die drei Axiome, die die klassisch-ökonomischen Betrachtungsweisen nicht erkennen können, da der wahre machttheoretische Hintergrund außen vor bleibt.

Vor dem Hintergrund von dotters Erkenntnis, dass der Endpunkt der zivilisatorischen Entwicklung die Tyrannis ist, und Mao Tse-tungs Satz, dass die politische Macht […] aus den Gewehrläufen [kommt], also eine extreme Reduktion des Politischen nach innen und außen darstellt, sind in der Sprache der aristotelisch - parmenideischen Weltsicht alle weiteren Diskussionen und Texte über Geld, Wirtschaft usw. obsolet.

Mit hoffnungsvollen österlichen Grüßen ziehe ich mich vom Forum zurück - Ostfriese

PS

[1] https://abelprize.no/sites/default/files/2026-03/pressrelease_german__Abelprize%202026.pdf Gerd Faltings erhält den Abel-Preis 2026 Seine außergewöhnlichen Leistungen vereinen geometrische und arithmetische Perspektiven und veranschaulichen die Kraft tiefer struktureller Einsichten.

Ich erkenne da den Zusammenhang mit dem Debitismus nicht

BerndBorchert @, Donnerstag, 02.04.2026, 17:45 vor 18 Stunden, 38 Minuten @ Ostfriese 665 Views

Und außerdem hätte ich gern eine Quelle für diese Behauptung von @dottore, und seine Begründung dafür:

Vor dem Hintergrund von dotters Erkenntnis, dass der Endpunkt der zivilisatorischen Entwicklung die Tyrannis ist

Bernd Borchert

@Ostfriese zieht sich vom Forum zurück. Seine Frau Xanthippe schämt sich dafür.

stokk', Donnerstag, 02.04.2026, 21:11 vor 15 Stunden, 12 Minuten @ Ostfriese 1198 Views

bearbeitet von stokk', Donnerstag, 02.04.2026, 21:49

Mit hoffnungsvollen österlichen Grüßen ziehe ich mich vom Forum zurück - Ostfriese

@Ostfriese beruhigt sie mit den Worten:

„Sei guten Mutes, denn wenn im Forum anständige Leute sind, werden sie es akzeptieren;
sind sie aber nichtsnutzig, so brauchen wir uns um sie nicht zu kümmern“.

Vatikanische Prämisse

Fidel @, Freitag, 03.04.2026, 12:05 vor 18 Minuten @ Ostfriese 65 Views

Hallo Ostfriese

Zitat

Ein Opferlamm ist primär ein rituell dargebrachtes, makelloses Lamm, das im Alten Testament und Judentum Sünden stellvertretend sühnte. Im Christentum symbolisiert es Jesus Christus, der als "Lamm Gottes" durch seinen Tod die Menschheit erlöst.

Christliche Symbolik (Agnus Dei): Jesus wird im Neuen Testament als vollkommenes Opferlamm dargestellt, dessen Blut von der Sünde erlöst.

Osterlamm: Das Lamm mit Siegesfahne symbolisiert die Auferstehung. Es verbindet das alttestamentliche Opfer mit der christlichen Erlösung.

Zitat Ende.

Der Vatikan als Rechtsnachfolger des römischen Imperiums nutzt christliche Symbolik nur mit dem Zweck der Prolongation seiner Finanzierungsketten basierend auf Schuldkult und Geld-/Zinsmonopol. Die Trennung der christlichen Kirchen (war) kein Zufall.

Das Ende dieser römischen Hegemonie geschieht und alles ist anders als je erwartet. Die Entschuldung mittels Gläubiger/Schuldnerkeulung rettet nicht(s).

Danke für deine Beiträge...

Abraços
Fidel

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