Vor allem Letzteres...
Ziehen die Woken in die Städte, oder machen umgekehrt die Städte woke?
https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/psychiatrie-psychosomatik-psychothera...
...es ist eine fatale Kombination, die man vermutlich fast überall beobachten kann, in den USA sind die meisten Städte ja auch demokratisch, das Land hingegen republikanisch.
Woran liegt das?:
1) Entfremdung von der Natur führt zu übertriebener Naturromantik und teilweise richtiggehend skurrilen Vorstellungen (ich bin selber von der Stadt aufs Land gezogen, das war eine steile Lernkurve), die Leute wählen dann gerne Grüne, weil die genauso ticken.
2) Leute die eigentlich nicht für das Großstadtmilieu geschaffen sind, werden neurotisch und stehen im Dauerstress durch die vielen Menschen (oft ohne, dass es ihnen richtig bewusst wird).
3) Die Anonymität verhindert den Austausch mit Andersmeinenden, man sucht sich seine Großstadtblase und pflegt fast nur diese Kontakte, schmort also im eigenen Saft.
4) Großstädte sind heutzutage internationalistisch, sie halten sich für kulturell hochstehend, praktizieren aber i.d.R. einen globalistischen zeitgeistigen Kulturbetrieb und haben ihre nationalen Wurzeln oft weitgehend gekappt, sind sich derer kaum noch bewusst. Es gibt kaum bindende Traditionen, ein Großteil der Einwohnerschaft hat ausländische Wurzeln etc. pp. Leute die damit nicht umgehen können, suchen m.E. schnell das Weite, was die Bildung linksgrüner Milieus weiter begünstigt.
5) Die soziale Komponente dürfte auch ein großer Faktor sein, Großstädte sind teuer, man wird überwacht, braucht für jeden Schritt Genehmigungen, muss sich mit anderen herumstreiten oder in direktem Wettbewerb treten. Man kann sich, anders als auf dem Land, nicht mal eben pragmatisch selbst helfen. Man fühlt sich abhängig und bewertet soziale Sicherheit deshalb viel höher.
Um nur einige Gründe zu nennen.
Ich finde die Entwicklung faszinierend. Historisch gesehen, führten erst Städte zu vermehrten Innovationen und sichtbarem Fortschritt. Jetzt lernen wir wahrscheinlich die negativen Seiten mal kennen.