Das bezweifle ich...
Ich stelle mir gerade vor, wie es uns gehen würde, wären wir eine Insel und wenn wir seit 60 Jahren von den Amis (einschl. Sekundärsanktionen gegenüber anderen Staaten und Firmen) sanktioniert und blockiert worden wären, also kein Handel außer humanitäre Hilfsgüter, kein Zugang zum intern. Zahlungsverkehr, kein Technologietransfer, keine Einreisen (Tourismusbranche). Wir wären ein Agrarland mit niedrigerem Niveau als Rumänien.
...wir hätten allerdings massive Probleme, unseren Energiebedarf zu decken, weil unser Land zu kalt ist, im Wesentlichen nur eine Ernte pro Jahr ermöglicht, man im Winter heizen muss und die Bevölkerungsdichte sehr hoch ist.
All diese Probleme hat Kuba nicht! Die haben m.W. Eisenvorkommen, sie haben fruchtbares Land und was braucht man zum Verhütten? Holzkohle müsste doch reichen, offenbar ja:
https://de.wikipedia.org/wiki/Eisenverh%C3%BCttung_bei_den_Germanen
Hat man Eisen und Brennstoff, ist die halbe Miete schon drinnen (zumal die eben nicht heizen müssen). All die einfacheren Herstellungsverfahren kann man (seit zwei Jahrzehnten) grob bei Wikipedia nachlesen (und derart extrem sind die nicht abgeschottet, Handys kommen wohl auch ins Land). Technologien zu klauen, ist außerdem eine der vornehmeren Aufgaben der Auslands-Geheimdienste.
Eben WEIL sie soviel Zeit hatten, ist vollkommen unplausibel, wieso da alles vor die Hunde geht und die ihren Strom immer noch überwiegend mit Erdöl erzeugen. Wenn die Öl aus Venezuela bekommen, wieso keine Photovoltaik oder besser gleich eine Fertigungsanlage aus China (notfalls über Venezuela)? Klar müsste man das schmuggeln, aber im Ostblock funktionierte das auch immer recht gut. Oder wenigstens Windkraft, Gezeitenkraftwerke, Holzvergaser, Ethanol aus Zuckerrohr wie in Brasilien?
Das mit dem Tourismus ist nicht ganz so einfach, Trump hat da auch (wieder) die Zügel angezogen, aber das lief mal recht gut:
2017 hatten die wohl sogar jede Menge Touristen, 4.25 Mio:
https://de.wikipedia.org/wiki/Tourismus_in_Kuba
dann aber:
"2024 empfing mat mit rund 2,2 Millionen Besuchern sowenige wie seit 17 Jahren nicht mehr, die Corona-Krise nicht mitgerechnet.[13] Zum Ende des Jahres 2025 zeichnete sich nochmal um eine fast 20 % verschlechterte Rate ab. Als einer der Gründe wurde die auch vor den Touristenhotels nicht Halt machende Versorgungskrise genannt."
Ich bleibe dabei, auch anhand einiger Dokus, in denen der kubanische Alltag dokumentiert wird, trotz diverser Lockerungen: trostlos! Genau wie ich es vom Kommunismus kenne (und die DDR war vergleichsweise reich im Ostblock und weit entwickelt). Die Chinesen machen vor, wie man den Mist abstreift und wie das die Entwicklung forciert.