Es gab aber in der katholischen Welt nie eine "Theokratie"..
..nach iranischem Muster (mit fast 100 Mill. Einwohner), die durch Gewalt von aussen beseitigt wurde. Vergleiche mit dem "Vatikanstaat" oder dem bekannten Versuch eines Jesuitenstaates in Paraguay im 17. Jhdt. sind falsch. Auch wurden diese nicht "erobert"
Bei Muslimen gab es immer weltliche Herrscher, die Kalifate waren keine Theokratien. Ein Kalif ist ein weltlicher Führer. Kein Ayathollah, auch kein "Papst". Man müsste schon zurückgehen in die Zeit der Antike, als die Israeliten von "Richtern" und Hohepriestern regiert wurden (vor Saul und David. den ersten "Königen" später). Aber auch diese Systeme wurden nie von aussen erobert. Die Umwandlung von einer reinen Theokratie in eine säkulare Herrschaftsform ergab sich durch Wunsch der Bevölkerung bzw. Aufbegehren von innen heraus. Das Volk wollte einen "König" weil es genau so regiert werden wollte wie die umliegenden Völker zur damaligen Zeit (Phönizier, Ägypter, Sumerer usw.)
So gesehen ist das "Wegbomben" der Theokratie im Iran etwas welthistorisch Einmaliges.