Unnötige Panikmache beim Gas
Einige Speicher sind ja nun schon leer und die beschworenen Probleme sind für mich und in meiner Umgebung nicht sichtbar. Dazu ein Ausschnitt aus dem NAEB-Newsletter von heute
Leere Gasspeicher: Ergänzend zu 2602 – Pkt. 2 ( https://www.naeb.info/Dokumente/NL/NL2602.pdf ) sei nochmal deutlich gemacht, dass die aktuelle Gas-Pipeline-Anlieferung den Verbrauch übersteigt- es gibt also unnötige Panikmache. Trotzdem macht es Sinn, sich um eine Backuplösung für Gasmangel Sorgen zu machen. Tatsächlich wäre es unter Kostenaspekten derzeit absolut unsinnig, die Gasspeicher zu füllen, weil die gesicherte Pipeline-Zufuhr aus Norwegen und NL, ergänzt um LNG aus Zeebrügge preiswerter ist. Es sein Stefan Spiegelberger und wie sie sonst alle heissen, in aller Deutlichkeit gesagt.
Es gibt noch eine bedeutende Mittelfrist-Betrachtung: Unser jetziger Hauptversorger Norwegen nach dem Nordstream-Wegfall hat in den letzten 25 Jahren die Hälfte seiner gesamten mit heutigen Methoden auswertbaren Gas-Vorräte erschöpft. Selbst bei nicht steigender Ausbeutung ist in 25 Jahren Schluß mit dem Norwegen-Gas.
Da können wir nur noch hoffen, dass bis dahin Nordstream wieder liefert? Irrtum, schon jetzt sind 2 Pipelines von Russland nach China in Betrieb, und da China wegen des Automobil-Verkaufs, der Computertechnik, der WKA und Voltaik-Panele und auch der preiswerten Konsumgüter nach Europa verkauft ungleich mehr Geld hat als Europa, wird das Russland-Gas nach China statt nach Europa strömen – nicht zum Heizen, was die Chinesen mit kleinen THTR-Kernkraftwerken machen werden, sondern für den Bedarf der neuen BASF-Fabrik (Ludwigshafen 2 in Zhanjiang), deren Produktion gerade schon hoch läuft, wo jetzt einer der größten Steamcracker der Welt jetzt in Betrieb gegangen ist und wo Etyhlen und Folgeprodukte aus Erdgas erzeugt werden – angeblich für den Ostasiatischen Markt.
Und dann noch am Ende:
Was kommt nun mit der GEG-Novellierung, womit das Gesetz auch in GMG (Gebäude Modernisierungsgesetz) umbenannt wird:
Es bleibt praktisch alles beim alten bis auf ein Hintertürchen, dass man jetzt dicht machen will:
Bisher konnte der selbst (per Voltaik) erzeugte Strom auf die Jahresmenge des Verbrauchs angerechnet werden um die sogenannten 65%EE Anteil zu erfüllen. Damit konnte man also praktisch die hohen Voltaik-Erträge des Sommers nutzen um, also die Quote zu erfüllen, obwohl man natürlich die Wärme im Winter braucht. Das ist natürlich nicht im Sinne des Gesetzgebers, aber bisher war das pragmatisch einfach in der Abrechnung. Nach dieser Änderung braucht man neu Meßverfahren, um die gebrauchte Wärmemenge monatlich festzuhalten und dann fällt die nicht verbrauchte Wärmemenge im Sommer unter den Tisch. In erster entsteht Linie also nur mehr Verwaltungsaufwand.
Der Energiewende-Zug rast also auch bei der Wärmewende weiter ungebremst auf den Abgrund zu, wobei noch erschwerend hinzu kommt, dass die WP-vertreibenden Heizungsbauer letztlich ja keine Stromfachleute sind. Für sie kommt der Strom aus der Steckdose genauso wie für den einfachen Michel. Ein von mir mit diesem Sachverhalt angesprochener Heizungsbauer schlug mir explizit den Einbau einer WP vor, um mich gegen den Gasmangel abzusichern!
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Zu jeder Zeit geht unter,
was träge ist und faul.
Stillschweigend schafft der Meister,
der Stümper braucht das Maul.