Macht es Sinn, als kleine Firma auf einen Steuerberater zu verzichten?

Plancius @, Sonntag, 15.02.2026, 10:24 vor 8 Stunden, 5 Minuten 1002 Views

Emanuel Boehminghaus teilt gerade auf X seine Erfahrungen mit seinen Steuerberatern mit und wettert ziemlich heftig gegen die Branche. Er meint, dass von den Steuerberatern faktisch keine Beratungsleistung erbracht wird. Vielmehr sind es immens teure Vollzugsbeamte des Finanzamts, die nur selten im Interesse ihrer Klienten handeln.

https://x.com/E_Boeminghaus/status/2022608241230803372

Hier ein Kommentar, der es ziemlich korrekt trifft.

"Steuerberatung ist das Produkt von auf die Spitze getriebener nicht wertschöpfender Arbeit, die nicht nur das Produkt nicht verbessert, sondern sogar noch die Effizienz der Betriebe beschneidet, in dem man ihnen Schmarotzer ans Bein bindet."

Ich kann die Ausführungen von Boehminghaus zu 100% unterschreiben.

In den 13 Jahren meiner Selbstständigkeit habe ich noch keine einzige Beratungsleistung seitens des Steuerberaters erfahren. Obwohl ich der Buchführung mächtig bin, diese selbst mit Collmex erstelle, sowohl Umsatzsteuervoranmeldung, Lohnsteueranmeldung als auch die Intrastat für EU-Geschäfte per EDI anmelde, kommt der Steuerberater jedes Jahr mit Nachzahlungen um die Ecke.

Am schlimmsten wird es bei einer Betriebsprüfung. Da fordert das Finanzamt schon mal einige 10.000 Euro nach, gegen die man dann durch diverse Schreiben und Argumentationen vorgehen muss, bis sie vom Finanzamt wieder zurückgezogen werden oder die Nachzahlung sich auf einen kleinen Betrag reduziert.

Die Argumentation gegen das Finanzamt erfordert eine genaue Kenntnis meines Geschäfts, die ein Steuerberater so nicht haben kann. Der Steuerberater übernimmt dann meine Argumentation und schickt sie in seinem Namen ans Finanzamt.

Die ganzen Schreiben der Betriebsprüfung gehen beim Steuerberater ein, der sie dann an mich weiterleitet. Obwohl ich die ganze Arbeit damit habe und mir dadurch einige Tage Umsatzverlust durch die Lappen gehen, schlägt eine solche Betriebsprüfung noch mit einigen 1.000 Euro Honorar beim Steuerberater zu Buche. Und das, obwohl keine Leistung erbracht wurde, er praktisch nur als extrem teurer Zwischenhändler zwischen mir und Finanzamt fungiert.

Die Kosten zur Erstellung des Jahresabschlusses meiner GmbH sind in 12 Jahren von 1.600 Euro auf mittlerweile 4.300 Euro angestiegen. Und all das, wo ich dem Steuerberater alles mundgerecht im DATEV-Format liefere und wirklich alles selbst mache.

Für mich ist jetzt eine Grenze erreicht, den Jahresabschluss selbst zu erstellen. Eigentlich müsste doch allein mit KI mittlerweile alles möglich sein. Auch die Buchführung müsste man doch wesentlich preiswerter durch freiberufliche Buchhalter erstellen lassen können. Warum immer einen Steuerberater mit seinen extrem hohen Stundensätzen dafür beauftragen?

Ich wünsche mir, dass mit KI die parasitäre Zunft der Steuerberater arg zusammengestutzt wird und der ganze Buchhaltungskram wesentlich preiswerter wird.

Es ist ja nicht nur der Steuerberater, der parasitär an meiner Wertschöpfung saugt. Er ist aber mit Abstand der teuerste Parasit. Neben dem Steuerberater gibt es ja noch weitere "Dienstleister", die im Auftrag des Staates "Nichtleister" oder "Minderleister" sind und deren Honorare jedes Jahr kräftig ohne reale Wertschöpfung steigen.

Ich denke hierbei an IHK, GEZ, Schornsteinfeger, Energieberater, TÜV usw. Einige der eben genannten machen ja durchaus Sinn, aber der erforderliche Umfang ihrer Tätigkeiten ist zu groß bemessen oder das Intervall ihrer Prüfungsarbeiten ist zu kurz. So erscheint deren Leistung für den Bürger eben eher als Abzocke, denn als Gegenstand verantwortungsvoller Arbeit.

Gruß Plancius

--
"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad an Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand." ARTHUR SCHOPENHAUER

Das hängt von den persönlichen Kenntnissen ab

D-Marker @, Rostock (MV), Sonntag, 15.02.2026, 10:44 vor 7 Stunden, 46 Minuten @ Plancius 773 Views

bearbeitet von D-Marker, Sonntag, 15.02.2026, 10:55

Was Du Dir tief verinnerlichen musst:

Der Steuerberater ist der verlängerte Arm des Finanzamtes.

Falls er nicht so wirkt, steht er ganz schnell mal vor der Steuerberaterkammer und verliert seine "Approbation".

Wenn Du jetzt dem folgst, empfehle ich Dir die Literatur des Einstein unseres Jahrtausends.

Der Franz Konz hat nicht nur den von mir hundertfach beschriebenen Gesundheitskonz geschrieben, er war nicht nur Steuerberater, nein, er war auch viele Jahre bei der Steuerfahndung.

Buchempfehlung für Fortgeschrittene:

https://www.ebay.de/itm/376747920860?srsltid=AfmBOorLA0IdIPGsxz0_DHaxaYrSvcUqkhSMHxEEOJ...


Für Dich als Einstieg empfehle ich Dir die

https://www.amazon.de/Konz-Steuertricks-Ratgeber-Steuerzahler-Steuererkl%C3%A4rung/dp/3...

Da findest Du das Wichtigste für Dich.

Wenn Du mir danach Deinen Kenntnisstand mitteilst, leite ich Dich weiter.

(Das geht Schulklassenweise[[zwinker]] )


LG
D-Marker (ungeimpft)

P.S.

Eine Ansprache an uns Offiziersschüler um 1980, welche mein Leben geprägt hat.
General Süß:

"Wissen kann ich nicht befehlen, aber ich kann befehlen, zu Lernen."

--
https://www.youtube.com/watch?v=LqB2b223mOM

Steuerberater = Siehe D-Marker

Dieter @, Sonntag, 15.02.2026, 11:22 vor 7 Stunden, 8 Minuten @ Plancius 868 Views

Hallo Plancius,
den Ausführungen zu Steuerberatern im Allgemeinen von D-Marker möchte ich zustimmen. (den Konz kenne ich nicht.)
Es geht ohne besser, vorausgesetzt man weiß jederzeit was man tut und welche steuerlichen Konsequenzen damit verbunden sind.
Das Thema Steuern ist natürlich von seiner Thematik her genauso unbefriedigend, wie die Auseinandersetzung mit Juristerei insgesamt. - also nicht jedermanns Sache.

Persönlich habe ich viel Erfahrung mit Buchführung, Bilanzen, Steuererklärungen, Betriebsprüfungen, Einsprüchen usw. - die meisten Jahre ohne Steuerberater, aber schon mal einen guten Fachanwalt.
Ich habe mir in Jahren, die man an einer Hand abzählen kann, aus purer Lustlosigkeit und Bequemlichkeit einen Steuerberater genommen, dem aber genau gesagt, wie ich was haben wollte. Der wiederum hat sich wie üblich passend abgesichert.

In der AO (Abgabenordung) ist in Abhängigkeit der Art der Einkünfte festgelegt, in welchem Maße Betriebsprüfungen stattfinden. Bei mir war zur Hälfte der Zeit die Groß-BP zuständig. Das bedeutete, daß kein Jahr ungeprüft sein durfte. Die kamen dann zu zweit alle 4 Jahre und besetzten Teile meines Büros im Schnitt für 6 Wochen Dauer. Die Betriebsprüfer der GroßBP sind Prüfer mit einer Fachausbildung des zu prüfenden Gewerbes. Die kennen folglich die normalen Betriebsabläufe, Techniken, Kalkulationen. Also 1-2 Tage Betriebsbesichtigung bevor es dann für Wochen an die Bilanzen und Buchführung geht.
- Das habe ich immer ohne Steuerberater gemacht, mir war aber auch immer bewußt, welchen Hintergrund die eine oder andere (hinterhältige) so harmlos daherkommende Fragestellung der Prüfer haben kann.

Gruß Dieter

--
Das sektenhafte Denken und Handeln der Grünen und ihrer Anhänger und Wählerschaft ist für Menschen mit gesundem Menschenverstand nur schwer nachzuvollziehen.

Respekt, scheinst Dich auszukennen

D-Marker @, Rostock (MV), Sonntag, 15.02.2026, 11:47 vor 6 Stunden, 42 Minuten @ Dieter 641 Views

bearbeitet von D-Marker, Sonntag, 15.02.2026, 12:48

Da gebe ich unter Deinem Artikel einen Ausweg, welcher neuen Mitlesern helfen könnte, Fehler zu bereinigen, welche sie Anfangs aus Unkenntnis gemacht haben.

Eine kaum zu findende Perle im Steuerdschungel / Steuerparadies:

(1) Die Finanzbehörde soll die Abgabe von Erklärungen, die Stellung von Anträgen oder die Berichtigung von Erklärungen oder Anträgen anregen, wenn diese offensichtlich nur versehentlich oder aus Unkenntnis unterblieben oder unrichtig abgegeben oder gestellt worden sind. Sie erteilt, soweit erforderlich, Auskunft über die den Beteiligten im Verwaltungsverfahren zustehenden Rechte und die ihnen obliegenden Pflichten.


https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__89.html


LG
D-Marker (ungeimpft)

--
https://www.youtube.com/watch?v=LqB2b223mOM

Ich habe das immer ohne Steuerberater gemacht.

Rainer ⌂ @, El Verger - Spanien, Sonntag, 15.02.2026, 11:43 vor 6 Stunden, 47 Minuten @ Plancius 729 Views

Kleine Firma, ich und zwei Angestellte. Natürlich muss man sich mit der Materie auseinandersetzen, aber man wächst in der Aufgabe. Am Ende war das Finanzamt froh, wenn es nichts von mir hörte.
Anfangs glaubten die, mich mit Steuerprüfungen ärgern zu können. Ich baute aber immer Fehler zugunsten des Finanzamtes ein. Auch die müssen sie finden. Wenn nicht, habe ich sie später gefunden und Einspruch erhoben. Das mit den Steuerprüfungen ist dann eingeschlafen.
Steuerprüfungen sehe ich aber insgesamt positiv. Das Ergebnis ist nach Abschluss endgültig. Die Aufbewahrungspflicht der Unterlagen entfällt und das Finanzamt hat keine Möglichkeit, innerhalb von 10 Jahren, nocheinmal nachzuschauen.

Rainer

--
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Geil, da gebe ich gerne Nachschlag

D-Marker @, Rostock (MV), Sonntag, 15.02.2026, 12:01 vor 6 Stunden, 29 Minuten @ Rainer 769 Views

bearbeitet von D-Marker, Sonntag, 15.02.2026, 12:42

Kleine Firma, ich und zwei Angestellte. Natürlich muss man sich mit der Materie auseinandersetzen, aber man wächst in der Aufgabe.

So ist es.

(Man könnte hier auch die Wortschöpfung "Steuerabführberater" einfügen.)

Ich baute aber immer Fehler zugunsten des Finanzamtes ein. Auch die müssen sie finden.

Gedächtnisprotokoll aus Beitrag :

"Verstecke in Deiner Wäsche ein Büchlein, in welchem viele Kontonummern, Zahlungen usw. stehen. Dann ziehen sie grinsend ab, und Du hast weitere Zeit, Deine Unterlagen zu ordnen..."

Übrigens, Tipp für Pessimisten aus besagtem Büchlein:

"Die Steuerfahndung musst Du in Deine Wohnung herein lassen.

Aber du kannst sie auffordern, die Schuhe auszuziehen.

Zu diesem Zweck müssen sie vor Dir, dem Steuerzahler, nieder knien..."


LG
D-Marker (ungeimpft)


P.S.

Karnevalszeit nicht vergessen.

(Alle Haushaltsgeräte sind weiß.)

https://youtu.be/Wy4CthOJJxA?list=RDq2AXOtFNgVE

M.Mn. einer der besten Beiträge:

https://www.youtube.com/watch?v=jlJqTV-dOWE&list=RDq2AXOtFNgVE&index=4

--
https://www.youtube.com/watch?v=LqB2b223mOM

Dann hast du aber sicher keine GmbH, sondern eine Personengesellschaft.

Plancius @, Sonntag, 15.02.2026, 14:16 vor 4 Stunden, 14 Minuten @ Rainer 443 Views

Mein Buchführungsprogramm erstellt ja eine Handelsbilanz und eine GuV nach Handelsrecht plus Datenexport in verschiedene Formate, u.a. DATEV.

Der Steuerberater wiederum importiert die Daten und modelt sie in eine Steuerbilanz und eine steuerrechtliche GuV um und erstellt den Anhang.

Es wäre schön, wenn die Programme auch die Steuerbilanz usw. erstellen würden. Dann könnte man sich den teuren Zwischenhändler zum Finanzamt ganz sparen. Gerade sowas gibt es eben nicht am Markt.

Soweit ich weiß, gibt es in anderen Ländern den Steuerberater als Zwischenhändler auch gar nicht, sondern dort kann man die Buchhaltung von Accountants machen lassen und gut ist.

Ich verstehe es auch nicht, warum seitens der Politik immer mehr parasitäre Berufe und Organisationen geschaffen werden, die man verpflichtend für seine Aktivitäten beauftragen muss.

Gruß Plancius

--
"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad an Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand." ARTHUR SCHOPENHAUER

Der einzig richtige Kommentar dazu: "Undifferenzierter Beitrag!"

Ashitaka @, Sonntag, 15.02.2026, 14:25 vor 4 Stunden, 5 Minuten @ Plancius 624 Views

Hallo Plancius,

Er meint, dass von den Steuerberatern faktisch keine Beratungsleistung erbracht wird. Vielmehr sind es immens teure Vollzugsbeamte des Finanzamts, die nur selten im Interesse ihrer Klienten handeln.

Der Grund für seine kleingeistige Abladung ist, dass ihn wohl auch 4.500 EUR für seinen Abschluss im Vergleich zu 1.600 EUR vor mehr als 10 Jahren aufregen. Oder was denkst du?! Und nächste Woche regt ihn der Heizungsinstallateur auf und er sucht Wege seine Heizung selbst zu warten.

Unsere Steuerberaterlandschaft ist genauso wie die Mandatenlandschaft enorm vielseitig und in unterschiedlichsten Bereichen spezialisiert. Steuerberater sollten nur solange Aufgaben des Mandanten übernehmen (Buchführung, Lohn), wie dieser daraus bei vergleichbarer Qualität der Buchhaltung einen finanziellen Vorteil erlangt. Man kennt sie alle, die Mandanten denen 1000 EUR im Monat für eine 10000 Buchungen umfassende Buchführung zu teuer sind und dann eine Vollzeitkraft hausintern damit beauftragen, die dann umgerechnet das doppelte bis dreifache im Monat kostet (inklusive der Software und allem was an Fortbildungen dazugehört). Oder die Sorte von Mandanten, bei denen der Unternehmer die Buchführung an einem Mittwoch Nachmittag selbst erstellt, dabei aber seinen Unternehmerlohn von 150-200 EUR die Stunde vergisst.

"Steuerberatung ist das Produkt von auf die Spitze getriebener nicht wertschöpfender Arbeit, die nicht nur das Produkt nicht verbessert, sondern sogar noch die Effizienz der Betriebe beschneidet, in dem man ihnen Schmarotzer ans Bein bindet."

Er hat noch nie Sanierungsberatungen mit Insolvenzverwaltern, gesellschaftsrechtliche Beratungen oder Hilfestellungen bei den alltäglichen, unternehmerischen Entscheidungen erfahren. Wenn er seinen Berater trotz Unzufriedenheit nicht wechselt, ist er doch selbst Schuld.

In den 13 Jahren meiner Selbstständigkeit habe ich noch keine einzige Beratungsleistung seitens des Steuerberaters erfahren. Obwohl ich der Buchführung mächtig bin, diese selbst mit Collmex erstelle, sowohl Umsatzsteuervoranmeldung, Lohnsteueranmeldung als auch die Intrastat für EU-Geschäfte per EDI anmelde, kommt der Steuerberater jedes Jahr mit Nachzahlungen um die Ecke.

Frechheit, das hat dein Steuerberater mit Absicht getan. Wo bitte geht es nach Hogwarts? Wer kennt einen Steuerberater der die Vorauszahlungen frühzeitig anpasst, so dass der Schaden nicht entsteht?! Oder kennt gar wer einen Steuerberater der sie ganz unabhängig vom Jahresergebnis in Erstattungen verzaubert?

Die Argumentation gegen das Finanzamt erfordert eine genaue Kenntnis meines Geschäfts, die ein Steuerberater so nicht haben kann.

Doch, das kann er. Das wird auch in 90% der Mittelstandskanzleien vom Personal angestrebt. Wenn dein Steuerberater nichts über die innerbetrieblichen Prozesse und die vertraglichen Beziehungen weiß, läuft etwas in der Kommunikation falsch. Das kann an beiden Seiten liegen, sollte aber frühzeitig optimiert werden (im Zweifel durch einen Wechsel der Zuständigkeiten oder gar des Beraters).

Die ganzen Schreiben der Betriebsprüfung gehen beim Steuerberater ein, der sie dann an mich weiterleitet. Obwohl ich die ganze Arbeit damit habe und mir dadurch einige Tage Umsatzverlust durch die Lappen gehen, schlägt eine solche Betriebsprüfung noch mit einigen 1.000 Euro Honorar beim Steuerberater zu Buche. Und das, obwohl keine Leistung erbracht wurde, er praktisch nur als extrem teurer Zwischenhändler zwischen mir und Finanzamt fungiert.

Schreiben der Betriebsprüfung? Das ist schon mal ein schlechtes Zeichen. Im Regelfall klären die Fachangestellten / Fachwirte unter Hinzuziehung des Beraters die täglichen Prüfungsfeststellungen, da doch sowieso alles im Zugriff ist oder im Zweifel mit dem Mandanten telefoniert wird. Du scheinst da schlecht aufgehoben zu sein.

Die Kosten zur Erstellung des Jahresabschlusses meiner GmbH sind in 12 Jahren von 1.600 Euro auf mittlerweile 4.300 Euro angestiegen. Und all das, wo ich dem Steuerberater alles mundgerecht im DATEV-Format liefere und wirklich alles selbst mache.

Dazu müsste man die Gegenstandswerte und Qualität der Buchführung wissen. Sind 4.300 EUR bei 20 Mio Umsatz viel? Hast du nur 1 Mio Umsatz? Hast du 150.000 EUR Umsatz, lieferst zwar im DATEV-Format aber hast eine miese Buchführungsqualität? Hast du alle umsatzsteuerlichen Fallstricke gesehen? Collmex ist da z.B. bei vielen Sachverhalten nicht in der Lage zu. Pommesbuden hingegen laufen damit meistens einwandfrei.

Für mich ist jetzt eine Grenze erreicht, den Jahresabschluss selbst zu erstellen. Eigentlich müsste doch allein mit KI mittlerweile alles möglich sein. Auch die Buchführung müsste man doch wesentlich preiswerter durch freiberufliche Buchhalter erstellen lassen können. Warum immer einen Steuerberater mit seinen extrem hohen Stundensätzen dafür beauftragen?

Mach es! Prüfe dabei aber deinen aufgewendeten Unternehmerlohn pro Stunde. Inspektion bei BMW ist auch verdammt teuer geworden. Prüf bitte ob du das selbst machen könntest.

Ich wünsche mir, dass mit KI die parasitäre Zunft der Steuerberater arg zusammengestutzt wird und der ganze Buchhaltungskram wesentlich preiswerter wird.

Das wünscht sich auch jeder Steuerberater. Im Moment sieht es so aus, dass wir alle C Mandanten (Beratungsresitent, keine Kommunikation, Müllqualität) versuchen zu kündigen. Was mir Bauschmerzen macht sind die Existenzgründer in der Republik. Da ist die Tür bereits bei 90% der Steuerberater mangels Kapazitäten zu.

Es ist ja nicht nur der Steuerberater, der parasitär an meiner Wertschöpfung saugt. Er ist aber mit Abstand der teuerste Parasit.

Also doch ne Pommesbude?

Ich denke hierbei an IHK, GEZ, Schornsteinfeger, Energieberater, TÜV usw. Einige der eben genannten machen ja durchaus Sinn, aber der erforderliche Umfang ihrer Tätigkeiten ist zu groß bemessen oder das Intervall ihrer Prüfungsarbeiten ist zu kurz. So erscheint deren Leistung für den Bürger eben eher als Abzocke, denn als Gegenstand verantwortungsvoller Arbeit.

Da hast du Recht.

Herzlichst,

Ashitaka

--
Der Ursprung aller Macht ist das Wort. Das gesprochene Wort als
Quell jeglicher Ordnung. Wer das Wort neu ordnet, der versteht wie
die Welt im Innersten funktioniert.

Katzen würden Whiskas kaufen.

Dragonfly ⌂ @, Sonntag, 15.02.2026, 17:41 vor 49 Minuten @ Ashitaka 153 Views

bearbeitet von Dragonfly, Sonntag, 15.02.2026, 17:44

Katzen würden Whiskas kaufen. Sagt Mars Incorporated, Hersteller von Whiskas.

Seltsamerweise habe ich das hier:

"Es ist ja nicht nur der Steuerberater, der parasitär an meiner Wertschöpfung saugt. Er ist aber mit Abstand der teuerste Parasit."

Auch anderweitig von Freunden gehört.

Ich selbst habe es mal bei einem gigantischen Beratungsauftrag aus dem Ausland gesehen, den ich eigentlich mit einem Freund zusammen machen wollte. Das hätte man leicht "offshore versteuern" können. Der ist dann zu einem Steuerberater hin und der hat ihn bequatscht, das alles "ganz seriös“ in Deutschland zu machen. Und jetzt ist er am Rumjammern. Was eine lebensverändernde Einnahme hätte sein können, ist jetzt durch Steuern dissipiert.

Ich meine, was hätte der Steuerberater ihm denn sagen sollen? Etwa: "Ich habe schon genug Mandanten, will kein Geld mehr verdienen und in ihrer Situation und bei den hiesigen Steuersätzen, kann ich ihnen nur raten, es im Ausland zu machen"?

Ich selbst würde kein Unternehmen in Deutschland aufmachen. Was ich da mit Finanzämtern mitbekommen habe, wäre mir zu riskant. Das ganze Staatsverständnis in Deutschland ist falsch. Der Bürger wird als Untertan gesehen, denn es zu kontrollieren, bevormunden und finanziell auszubeuten gilt. Ich will auch nicht regiert werden, ich will repräsentiert werden.

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