Wer heizt mit Wärmepumpe?

aliter @, Freitag, 30.01.2026, 12:31 vor 49 Tagen 3274 Views

bearbeitet von aliter, Freitag, 30.01.2026, 12:40

Die konstant kalte Temperatur fast den ganzen Januar d.J. wäre doch eine schöne Gelegenheit die Effektivität ,den Wirkungsgrad W und den Sinn der Wärmepumpe mal zu erfassen.
Also entweder aktuelle Messung der Wärmeleistung PWW in W per typischen Wärmemengenmesser in Vor- und Rücklauf der Heizung dividiert durch zugeführte Leistung an die Wärmepumpe PWP beides in W bzw. J.
Dabei darf natürlich keine Zusatzheizung im Heizkreislauf sein ausser z.B. Elektrozusatzheizung PZ (Heizstab o.ä.) deren Leistung natürlich der Wärmepumpe zugeschlagen werden muss. Also Leistungsberechnung: Wirkungsgrad W = PWW/(PWP+PZ) oder diese Berechnung als Energie in kWh für einen bestimmten Zeitraum z.B. 1. - 30. 12. d. J. Das wäre eine ehrliche Information über den Sinn einer Wärmepumpe im Winter. Die viel gebrauchte Jahreskennziffer wie immer man die auch bezeichnet ist ein Surrogatparameter der wohl in erster Linie dem Marketing dient. Wenn die Messgeräte keine Leistung sondern nur Energie anzeigen muss man natürlich ein Zeitintervall zugrunde legen. Diese Messungen als Diagramm W, T über t auf den Tag mit Aussentemperatur T aufgetragen wäre eine schöne Basis für eine Investitionsentscheidung. Der vollständigkeit halber müsste man ggf. die Wärmeabstrahlung der Komponenten der Wärmepumpe, die im Innenraum liegen berücksichtigen, aber i.A. stehen die Wärmepumpen wohl draussen und die Wärme der Motoren und Kompressoren heizt nur die Umgebung.

auch

Dieter @, Freitag, 30.01.2026, 15:13 vor 49 Tagen @ aliter 2860 Views

Hallo aliter,

unsere private Butze in D. heizen wir per Wärmepumpe in Verbindung mit einer Fußbodenheizung/Heizkreise per Raumthermostat gesteuert.
Der komplett beheizte Bereich unserer Bude hat ein Volumen von etwas mehr als 600 cbm. Dafür haben wir eine 16 Kw-Monoblock-Luftwärmepumpe (kostete frei Haus direkt aus China knapp 2.000 Euro mit 3 Monaten Lieferzeit +2 Frostschutzventile à ca. 150 Euro)

Bislang reichten die -Temperaturen nicht aus, um an die Leistungsgrenzen des Geräts zu kommen. Meine Frau hat es übrigens (für meine Begriffe) gerne unangenehm warm. Sollte es mal eng werden, würden wir wahrscheinlich einen Raum kühler lassen. Wir haben aber auch mehrere Kaminöfen in der Wohnung, haben wir aber in diesem Jahr noch nicht benutzt.

Zu den von Dir befragten Daten kann ich allerdings nichts sagen.

Da ich ein Feind jeglicher Subventionen bin, habe ich für unsere Anlage auch keine beantragt. Insofern sind auch die sonst vorgeschr. Wärmemengenzähler nicht verbaut, auch gibt es keinen extra Stromzähler. Ich zahle den ganz normalen Haushaltsstrom.

Gruß Dieter

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Das sektenhafte Denken und Handeln der Grünen und ihrer Anhänger und Wählerschaft ist für Menschen mit gesundem Menschenverstand nur schwer nachzuvollziehen.

Warm mit Wärmepumpe

aliter @, Samstag, 31.01.2026, 08:38 vor 48 Tagen @ Dieter 2004 Views

Danke, bei Frost 250qm nur mit Luft Wasser Wärmepumpe ohne Zuheizung. Glückwunsch zu Deiner Wärmepumpenentscheidung.

hat nur 200qm

Dieter @, Samstag, 31.01.2026, 09:37 vor 48 Tagen @ aliter 1889 Views

Hallo aliter,

unsere Wohnung hat nur 200qm, aber Mindestraumhöhen von 3,00 m, teilweise auch 4,50m. Nach Norden so gut wie keine Fenster, von Südost bis Südwest große raumhohe Fensterfront, nur 2fach-verglast wg. winterlichem Sonneneintrag, im Sommer schattig durch 3m Dachüberstand.

Gruß Dieter

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noch ein wichtiger Aspekt zu Monoblock-WPn!

Dieter @, Sonntag, 01.02.2026, 23:22 vor 46 Tagen @ aliter 1254 Views

bearbeitet von Dieter, Sonntag, 01.02.2026, 23:46

Hallo aliter,

noch ein besonderer Hinweis zu Monoblockwärmepumpen, wenn sie mit zu viel Vertrauen in die Versorgungssicherheit verbaut werden:

Geschätzte Schadenshöhe im Falle des Stromausfalls in Berlin:

Sachverständige Schätzung: Ein Heizungs-Sachverständiger (u. a. Jens Dietrich) schätzt, dass rund 60 % der betroffenen Monoblock-Wärmepumpen durch den Stromausfall und Frost stark beschädigt oder zerstört worden sein könnten.

Kosten pro Anlage: Laut dieser Einschätzung wären in vielen Fällen komplette Neuanschaffungen fällig, mit Kosten von bis zu etwa 15.000 € und mehr pro Anlage im Totalschadenfall.

Bei den Monoblock-WP liegt der Wasserkreislauf auch im Freien. Um die Leitungen vor Frost zu schützen haben die Wärmepumpen in aller Regel eine elektrische Heizung vorgesehen, die bei Unterschreiten einer definierten Temperatur sich einschaltet, auch wenn die WP nicht in Heizbetrieb gerade ist.

Mir reichte dieser Aspekt nicht, schließlich kann auch mal der Strom ausfallen und dann gibt es keine Sicherheit. Genau aus diesem Grund hatte ich bei mir an der tiefsten Stelle der Wasserleitungen im Außenbereich Frostschutzventile zusätzlich eingebaut. Die entleeren die Rohre automatisch bei Unterschreiten einer definierten Temperatur. Die funktionieren stromlos. Nur beim Wiederbetrieb muß man wieder ein paar Liter Wasser auf die Leitungen geben. Der WP kann nichts passieren, ohne Wasser im Vor- und Rücklauf schaltet sie ohnehin sofort auf Störung.

Wenn in Berlin ein Sachverständiger davon ausgeht, daß ca. 60% der Monoblock-WP durch Frost zerstört wurden, dann kann ich nur sagen: Da hatten viele Fachbetriebe und Bauherren ein Gottvertrauen in unsere Stromwirtschaft und Politik.

Gruß Dieter

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Habe noch eine Heizidee (nur auf dem Land realisierbar)

Dieter @, Sonntag, 01.02.2026, 23:44 vor 46 Tagen @ aliter 1400 Views

eine Art Fernwärmeheizung aus dem eigenen Garten.

Bei Feuerstellen im Garten ist man mitunter in einer Grauzone von Bestimmungen und Verordnungen. Bei größeren Grundstücken könnte man z.B. einen Holzbackofen (meist genehmigungsfei) bauen und so konstruieren, daß über die Innenwände des Backofens Kupfer-Rohrleitungen in Schlangen installiert werden, diese (Vor- und Rücklauf) gut isoliert unterirdisch ins Haus geleitet werden und einen großen Speicher heizen, der dann die Fußbodenheizung speist. Strommäßig wären nur ein paar Watt für die 2 Heizungspumpen notwendig.

Das wäre dann zwar im Prinzip abnahmefällig durch den Schornsteinfeger, aber man muß es ja nicht unbedingt erwähnen. Bei Eigenleistung sicher kein Problem.

Der Gedanke ist nicht ausgereift, aber m.E. möglich - und zwar ohne staatliche Stellen oder deren Beauftragte zu involvieren.

Gruß Dieter

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Bei den Amis gibt es das

Ankawor @, Montag, 02.02.2026, 10:11 vor 46 Tagen @ Dieter 1227 Views

Hallo Dieter,

hier ein fertiges Modell, mit dem man Haus, Werkstatt, Gewächshaus, Pool heizen kann.

https://www.youtube.com/watch?v=PHuwU4tTdoA

Soweit ich weiß, hat der Schorni damit nichts zu tun. Ob sich die Anschaffung lohnt, möchte ich ob des Vordringens des Ökosozialismus in Deutschland bezweifeln.

Denn Holz haben die Klimafuzzies schon auf dem Kieker und es ist in ein paar Jahren vielleicht auch so böse wie Atom.

MFG
Ankawor

wenn täglich Brot gebacken wird oder Pizza aufn Tisch kommt

Dieter @, Montag, 02.02.2026, 16:50 vor 46 Tagen @ Ankawor 1200 Views

Hallo Ankawor,

solange obiges in der Überschrift erlaubt ist, würde den Rest meines Ansinnens niemand merken. Die Idee hat auch nur mit Deutschland und seinen Verordnungen zu tun.

In Portugal wären derartige Überlegungen überflüssig, da interessiert sich kein Schornsteinfeger oder Behörde. Da ist Eigenverantwortung die Maxime und so sollte es auch in D. sein. Solange das nicht der Fall ist, ist Notwehr angebracht.

Gruß Dieter

PS: Siehe Eigenverantwortung in Portugal z.B. im Bauwesen:
Treppen, auch hohe steile freie Treppen ohne Geländer - kein Problem
Zisternen ohne Abdeckung und Schutz vor Hineinfallen - kein Problem
Feuer machen im feuchteren Halbjahr - kein Problem
Heizen womit auch immer - kein Problem
Balkone mit sehr niedriger Brüstung, egal wie ausgeführt, also auch für Kleinkinder gut überwindbar - kein Problem

Grundsätzlich: Der Staat sollte durch Verordnungen keinerlei Vorgaben, bzw. so wenig wie möglich, geben, somit die Entscheidungsfreiheit und Verantwortung des Menschen nicht beschneiden.

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Techniker und Rechner

aliter @, Montag, 02.02.2026, 23:41 vor 45 Tagen @ Ankawor 1107 Views

waren eigentlich gefragt. Dass eine Wärmepumpe grundsätzlich funktioniert ist mir als altem Physiker bestens bekannt. Dass diese in Mittelmeerregionen ohne Winterfröste und womöglich mit billiger Elektro Energie und wirksamer photovoltaik sehr gut geeignet sind ist Klar. nur bei kalten Temperaturen sinkt der Wirkungsgrad und bei Frost vereisen aus elementaren Gründen (anstieg der relat. Luftfeuchte) die Radiatoren bzw. die entsprechenden Elemente der WP zumindestens in hiesigen Breiten. Damit dürfte die Wärmeausbeute dann praktisch zum Erliegen kommen und man heizt rein Elektrisch.
Auf einer Baumesse eierten die Vertreter herum und sprachen von Jahresertragszahlen - nur der Wirkungsgrad d.h. das Heizvermögen im im Sommer eressiert eigentlich nicht. Selbstverständlich gibt es grundsätzlich Möglichkeiten das zu lösen, die kosten aber wieder Energie. Ich hoffte dass analog zu den im Gelben schon dargelegten guten technischen Lösungen bei Photovoltaik auch jemand so eine Anlage in einer Frostperiode betrieben hat und konkrete Daten gemessen hat.
Ob man sich dann eine solche Anlage anschaft hängt von einer von Faktoren insbes. von den zu erwartenden Frosttagen und billiger elektrischer Energie ab.

ein paar Erfahrungen

Dieter @, Dienstag, 03.02.2026, 11:28 vor 45 Tagen @ aliter 985 Views

Hallo aliter,

vor ca. 10 Jahren habe ich bei uns eine Grundwasser-Wärmepumpe angeschafft und in Eigenregie eingebaut. Das war sehr effektiv, bis sich die Grundwasserflüsse bei uns änderten und eisen- und manganhaltiges Grundwasser in unsere Region reindrückte. Trotz regelmäßiger Zitronensäurespülungen des Wärmetauschers entstand Lochfraß und Maßnahmen dagegen mind. 10.000 Euro gekostet.
Da wir ohnehin die meisten Wintermonate in Portugal sind, hatte ich mich entschlossen, statt dessen eine Luftwärmepumpe zu installieren. Meine Erfahrungen beziehen sich nur auf die jüngste Zeit.

Zur Zeit haben wir nachts ca. -4 Grad, nachmittags um Null. Die Lamellen der Luft-Wärmepumpe sind zu ca. 60% vereist. Die Wärmepumpe ist um 35 Grad +/- Wassertemperatur eingestellt. Da ich keinen separaten Stromzähler an der Wärmepumpe habe, sondern nur den Gesamtstromverbrauch der Wohnung ermitteln kann, bin ich auf Schätzungen angewiesen, was den Stromverbrauch der Wärmepumpe betrifft:
- um ehrlich zu sein, bislang habe ich noch nicht auf den Stromverbrauch geachtet, gehe aber davon aus, daß er nicht unerheblich ist.

Die Bude bei uns wird auf jeden Fall warm, besser gesagt: Bei den derzeitigen Temperaturen reicht die Dimensionierung der Wärmepumpe (16 KW) aus, da sie nicht durchgängig läuft.
Mein persönlicher Eindruck ist natürlich, daß man eine Grundwasser- oder Sole-Wärmepumpe auf jeden Fall einer Luft-Wasser-Wärmepumpe vorziehen sollte, wenn man denn zur gesamten kühlen Jahreszeit in Deutschland ist.
Abgesehen davon gehe ich davon aus, daß wir am Beginn einer kleinen "Eiszeit" stehen, also tendenziell das nächste Jahrzehnt kühler wird als derzeit.

Gruß Dieter

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Unterirdischen Speicher bauen, total billig und einfach

Brutus ⌂ @, Freitag, 06.02.2026, 11:47 vor 42 Tagen @ Dieter 854 Views

bearbeitet von Brutus, Freitag, 06.02.2026, 12:23

Moin Dieter,
Gibt diverse Berichte über Heizschlangen unter der Bodenplatte.
Speichern Thermosolar ein und entnehmen mittels WP bei Bedarf.
Problem:
Bodenplatte vereist, weil Entnahme zu hoch.

Erste Lösung:

Heizschlangen (wahlweise als Erweiterung zur hervorragenden Bodenplattenverlegung) mit schnöden 100 m Gartenschlauch ~80 cm unter dem Rasen verlegen,
Problem:
Verluste durch Regenwasser, eingespeicherte Thermosolarenergie geht partiell verloren

Zweite beste Lösung:
Baugrube (wahlweise als Erweiterung oder exclusiv)
Garage bauen.
Heizschlangen hinein
mit Aushub Garage innen wieder auffüllen
Deckel drauf (u.U. einfach ne gestampfte Lehmschicht)
80 cm Boden drauf dann Rasen (besser Trockenvegetation ähnlich der extensiven Dachbegrünung) drauf, vollkommen unsichtbar unterirdisch.

Eingespeicherte Thermosolarenergie hat keine Regen- oder Grundwasserverluste
Dies ist dann ein funktioneller keinerlei Platz beanspruchender Thermosolar Saisonspeicher für die WP Versorgung die damit den höchstmöglichen Wirkungsgrad erzielt.

Dritte Lösung
illegale Wärmeentnahme aus Fließgewässern

Das geht rechtlich in D ausdrücklich nicht, aber unterirdisch im Uferbereich, sofern Du Anrainer bist, geht doch noch bisschen was.

Vierte Lösung
Abwasserwärmerückgewinnung
Kann ich technisch nicht genauestens beschreiben nur darauf hinweisen, dass wir Milliarden cbm warmes Wasser einfach in die Kanalisation ablassen. (und damit für jeden sichtbar auf den Straßen die Gullideckel von unten beheizen). Vielleicht, ganz schöde, schon eine Luft WP die die Luft (gereinigt/gefiltert) aus dem Kanal (statt der kälteren Umgebungsluft) ansaugt?

(z.Vgl.:Gibt ja auch Konzepte, die die Luft für Klimaanlagen (die wahlweise heizen) durch eigene Kanäle im Garten ansaugen um im Winter wärmere (durchs Erdreich erwärmt) und im Sommer eben kühlere Luft (durchs Erdreich gekühlt) ansaugen.)

Also, warum beheizen wir mittels offensichtlich vorhandener überschüssiger Energie die Kanalisation und Gullideckel, statt unsere Gebäude?

--
[image]
nur für kurze Zeit: https://telegra.ph/Kleine-Presseschau-2025-06-27-06-27

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