In Zeiten wie diesen zeigt sich, dass Edelmetalle in physischer Form kein "normales" Handelsgut sind.

Plancius, Montag, 26.01.2026, 10:43 (vor 1 Tag, 8 Stunden, 51 Min.) @ DT1442 Views
bearbeitet von Plancius, Montag, 26.01.2026, 10:48

Edelmetalle in physischer Form hält man für

a) Krisenzeiten, um bei Geldmangel oder mangelnder Zahlungsverkehrsfunktion des Geldes ggfs. ein Tauschmittel gegen begehrte Güter zu haben,

b) die Übertragung eines Familienschatzes an die nächste Generation, damit die nächste Generation in Krisenzeiten auch was zum Taauschen hat.

Deshalb macht es auch keinen Sinn, Edelmetalle über einen begrenzten Betrag hinaus bei sich zu Hause, in Verstecken oder im Bankschließfach zu lagern.

Denn es zeigt sich, dass man Edelmetalle nicht so ohne weiteres liquidieren kann.

Entweder verkauft man bei einem Händler gegen einen saftigen Abschlag.

Oder man versucht privat zu verkaufen. Dann hat man es aber auch schwer, einen Käufer zu finden.

Denn wer vertraut schon einem dahergelaufenen Verkäufer, dass er einem auch echte Ware anbietet?

Und die Gefahr, Opfer eines Raubs zu werden ist ja auch noch da. Das Zug-um-Zug-Geschäft ist beim Privatverkauf nur schwer umzusetzen. Man kann seines Edelmetalls oder seines Geldkoffers beraubt werden, denn da sind ja nicht unbeträchtlicche Summen im Spiel.

Egal wo man steht, überall stecken Risiken.

Kauft man Edelmetalle in Papierform an der Börse, so sind diese schnell liquidierbar, man trägt aber auch das Counterpart-Risiko. Der Aussteller der Papiere kann insolvent gehen oder auch Betrug begehen.

Ob Edelmetalle physisch oder in Form von Zahlungsversprechen - man tauscht immer nur ein Risiko gegen ein anderes. Wobei man beim Papier im schlimmsten Fall nur sein Geld verliert, während man beim physischen Besitz auch mal so totgeschlagen werden kann.

Gruß Plancius

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"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad an Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand." ARTHUR SCHOPENHAUER


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