Edelmetalle in physischer Form hält man für
a) Krisenzeiten, um bei Geldmangel oder mangelnder Zahlungsverkehrsfunktion des Geldes ggfs. ein Tauschmittel gegen begehrte Güter zu haben,
b) die Übertragung eines Familienschatzes an die nächste Generation, damit die nächste Generation in Krisenzeiten auch was zum Taauschen hat.
oder doch wegen
c) weil es die ultimative Methode ist, sich gegen Inflation zu schützen, nachdem nicht nur 1922 die Derivate auf EM in DE satt an Wert verloren, und nicht nur damals, 1922 nur etwas schneller.
Das haben wir hier doch schon 1.000x durchgekaut!
Deshalb macht es auch keinen Sinn, Edelmetalle über einen begrenzten Betrag hinaus bei sich zu Hause, in Verstecken oder im Bankschließfach zu lagern.
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Denn es zeigt sich, dass man Edelmetalle nicht so ohne weiteres liquidieren kann.
Entweder verkauft man bei einem Händler gegen einen saftigen Abschlag.
...von wenigen %, was einem normalen täglichen Preisanstieg beim EM entspricht!
Und die Gefahr, Opfer eines Raubs zu werden ist ja auch noch da. Das Zug-um-Zug-Geschäft ist beim Privatverkauf nur schwer umzusetzen. Man kann seines Edelmetalls oder seines Geldkoffers beraubt werden, denn da sind ja nicht unbeträchtlicche Summen im Spiel.
Oh je, was machen nur die vielen Leute, wenn sie beim Händler physisch kaufen oder verkaufen bis jetzt? Sind die bisher alle ausgeraubt worden, erstochen und gehäutet worden?
Egal wo man steht, überall stecken Risiken.
Eine philosophische Aussage; das lohnt sich mal ausführlich zu besprechen, aber nicht jetzt.
Kauft man Edelmetalle in Papierform an der Börse, so sind diese schnell liquidierbar, man trägt aber auch das Counterpart-Risiko. Der Aussteller der Papiere kann insolvent gehen oder auch Betrug begehen.
Eben weil man aus dem Zettelsystem aussteigen will, und nicht betrogen werden will, wie mit z.B. den ADR (nicht nur die letzte Aktion mit den Russen-ADR), legt(e) Mann (fast nur Männer) etwas Schotter in EM zur Seite.
Als ultimative Versicherung gegen das Betrugssystem.
Ob Edelmetalle physisch oder in Form von Zahlungsversprechen - man tauscht immer nur ein Risiko gegen ein anderes. Wobei man beim Papier im schlimmsten Fall nur sein Geld verliert, während man beim physischen Besitz auch mal so totgeschlagen werden kann.
Wenn jemand erben will, kann er auch für den Erhalt der Papierwerte etwas von den wohlschmeckenden roten Reiskörnern, oder etwas Zyankali in die Lieblingssuppe des reichen Geizkragens rieseln lassen.
Totschlagen machen doch nur dumme Anfänger!
Reines Totschlagen bringt eh nur etwas, wenn der Einbrecher auch in den Safe kommt, wie z. B. in Gelsenkirchen, aber auch da brauchte es nicht den Einsatz eines Totschlaghammers.
Man kann verzagt in Paranoia vor sich hin leben, oder ganz entspannt sich des EM-Preisanstiegs freuen, wenn Mann(!) gut gestreut hat, und der Frau (und ganz allgemein) nicht erzählt, wo die Schätze liegen.
Gruß Plancius
Ebenso mit genießerischem Gruß
eesti
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MfG
LR
Alles ist ein Windhauch.