Portugal zahlt 8,4 Millionen Euro für 420 Asylsuchende

Ankawor @, Montag, 12.01.2026, 23:27 vor 51 Tagen 3402 Views

Aber nicht so, wie es die Überschrift vermuten lässt. Portugal zahlt 8,4 Millionen Euro, um 420 Asylsuchende NICHT aufzunehmen.

Die Regierung argumentiert, dass das Land unter Migrationsdruck steht und nicht in der Lage ist, mehr Menschen aufzunehmen, ohne das System zu gefährden. 420 !!!!

https://www.msn.com/pt-pt/noticias/ultimas/portugal-paga-8-4-milh%C3%B5es-de-euros-para...
(portugiesisch)

Ich nehme an, Deutschland zahlt mehr pro Asylsuchendem - und lässt sie rein. Weil es wahrscheinlich nicht unter Migrationsdruck steht.

Vielleicht verstehe ich das auch alles falsch.

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Zu jeder Zeit geht unter,
was träge ist und faul.
Stillschweigend schafft der Meister,
der Stümper braucht das Maul.

ja, diese Portugiesen

Dieter @, Dienstag, 13.01.2026, 01:01 vor 51 Tagen @ Ankawor 2710 Views

die Zahlen für 2025 sind noch nicht raus, aber es wird geschätzt, daß sie inetwa denen aus 2024 entsprechen.

Das bedeutet: Es gab in 2024 ca. 2.600 Asylanträge in Portugal. - und es gab 10 positive Entscheidungen, also 10 anerkannte Asylanten mit Bleibeberechtigung in Portugal.

Typischerweise werden in Portugal weniger als 1% der Antragsteller auch als Flüchtling anerkannt.

Gruß Dieter

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Das sektenhafte Denken und Handeln der Grünen und ihrer Anhänger und Wählerschaft ist für Menschen mit gesundem Menschenverstand nur schwer nachzuvollziehen.

Das angenehme an Portugal ist, daß es wirklich unerheblich ist für die Welt und Interessen anderer Länder.

Dieter @, Dienstag, 13.01.2026, 17:06 vor 50 Tagen @ stokk' 2292 Views

bearbeitet von Dieter, Dienstag, 13.01.2026, 17:15

Hallo stokk,

die obige Überlegung führte damals unter anderem dazu (gab viele Aspekte), daß ich so bei mir dachte: Ein guter Ort als Alternative zu D.

Die sind so unwichtig für die Welt, das kann nur positiv in Bezug auf äußere Bedrohungen sein. Immerhin verfügen sie über die längste Periode konstanter Außengrenzen in ganz Europa.

Gruß Dieter

zur Kolonialmacht: die haben das früher ähnlich gemacht wie heute China. Ohne Militär, einfach Niederlassungen gegründet, Handelsbeziehungen aufgebaut. Hatten keine Armada wie Spanien.

PS: Wirtschaftswachstum ca. 2%
+ positive Leistungsbilanz
leider auch stark gestiegene Preise

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Das sektenhafte Denken und Handeln der Grünen und ihrer Anhänger und Wählerschaft ist für Menschen mit gesundem Menschenverstand nur schwer nachzuvollziehen.

Du hast eine gute Entscheidung getroffen.

stokk', Dienstag, 13.01.2026, 22:06 vor 50 Tagen @ Dieter 2224 Views

bearbeitet von stokk', Dienstag, 13.01.2026, 22:10

Deine Überlegung ist/war vernünftig und auch den Zyklen entsprechend. Ich bin halt deutlich jünger und hatte mir nie Gedanken über einen ausländischen Wohnort gemacht. Im "Hätz vun d´r Welt" lebt man ja quasi im Ausland. [[zwinker]]

Hoffentlich schaffe ich es dieses Jahr nach Portugal. An die Bifanas habe ich mich schon gewöhnt.

Von Santiago de Compostela nach Porto wäre es ja schon nicht mehr so weit. Ist ja erst Januar, gute Zeit zum Planen.

Gruß
stokk

Jetzt im Winter

Dieter @, Dienstag, 13.01.2026, 23:35 vor 50 Tagen @ stokk' 2555 Views

Hallo stokk,
ja, Bifanas gibts überall, aber traditionell steht für Portugal eher:
cozido à portuguesa ist das typische Gericht für den Winter (für die Portugiesen aufm Land ganzjährig). Schmeckt aber nur, wenn für viele Portionen gleichzeitig gekocht wird, also im Restaurant oder für die Großfamilie. (Rezepte für 4-8 Personen bringen es nicht.)

Das Gemüse (+ die vielen untersch. Kohlsorten) ist für mich das leckerste daran. Die typische Mehlwurst unter den anderen Würsten dabei finde ich allerdings abartig, die kommt mir nicht in den Mund.

Zumindest in meiner Region, alles sehr, sehr fleischlastig und große Portionen, gerne für die Portug. auch mit viel Fett und schwer (brauchen Kalorien, arbeiten hart). Aber nie ohne Nachspeise (Kuchen oder Obst) und zum Café nach dem Essen noch ein Bagaco.

(und wenn Du nen halben L. Rotwein bestellst in Begleitung, wirst Du gelegentlich gefragt: "Und was trinkt die Frau?"

Gruß Dieter

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Dein Stichwort Winter: Wolldecken statt Heizung, demnächst nicht nur in Portugal

Ankawor @, Donnerstag, 15.01.2026, 14:41 vor 48 Tagen @ Dieter 1459 Views

Hallo Dieter,

ich greife mal das Stichwort auf. Erneut wurde mir zugetragen, dass fast 90 % der Portugiesen keine Zentralheizung haben und viele aus Kostengründen auf dem Heizlüfter verzichten. Stattdessen hüllt man sich in Wolldecken. Oder wie man auf Bildern von Stadtratssitzungen sieht, man sitzt in dicken Wintersportklamotten am Konferenztisch.

Die Berliner werden das neulich auch gelernt haben. Schön ist es nicht, aber es geht.

Und ich wollte immer mal wieder für alle auf sowas hinweisen, da das Gas jetzt runter auf 44 % und es immer noch keinen interessiert. Bei 20 % kommt mangels Druck nur noch weniger aus den Speichern und bei weniger Druck schalten sich die Gasheizungen automatisch aus und dann müssen die Wolldecken raus. Auf absehbare Zeit, der liebe Gott wird ja die Speicher dann nicht schnell füllen, und die 180 bar, die auch heute noch auf der unversehrten Nordstream-Röhre in Meckpomm anliegen, wollen wir nicht anzapfen. Lieber erfrieren als russisch heizen.

Also Wolldecken bis Mai. Bin gespannt drauf, ob mir hier jemand erklären kann, warum das nicht so kommen wird.

MFG
Ankawor

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Am besten: Die Heizungsbauer verkaufen zur Wärmepumpe auch gleich den Dieselgenerator mit + Tank

Dieter @, Donnerstag, 15.01.2026, 18:49 vor 48 Tagen @ Ankawor 1286 Views

Hallo Ankawor,
mit den Gasspeicherständen ist es so, wie von Dir benannt. Aber man konnte vor kurzem noch die offiz. Nachricht lesen, daß es keine Gefahr gibt, es wäre genug Gas in den Speichern.
Aber wie man sieht, kann auch mal einfach der Strom wegbleiben, dann hilft obige Überschrift für die Heizer mit Wärmepumpe, für die anderen mit Gas-und Ölheizung reicht sicherlich auch ein kleiner Benzin-generator.

- und die mit der Fernwärme sind ggf. gekniffen und sollten Decken und Angora-Unterwäsche haben.
Die ungeheizten Buden und Büros in Portugal haben m.E. so zw. 10-15 Grad, bei ungeheizten Buden in D. könnten es natürlich auch eher 2-10 Grad werden.

Gruß Dieter

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Oder auf die japanische Tischheizung umsteigen.

Rainer ⌂ @, El Verger - Spanien, Donnerstag, 15.01.2026, 23:29 vor 48 Tagen @ Dieter 1334 Views

Die japanische Heizung unter dem Tisch ist ein Kotatsu, ein niedriger Tisch mit einer integrierten elektrischen Heizung darunter, der mit einer schweren Decke abgedeckt wird, um die Wärme einzuschließen, sodass man sich mit Beinen und Füßen darunter einkuscheln kann, was ihn zu einem gemütlichen Treffpunkt für Familie und Aktivitäten macht. Diese vielseitige Heizmethode ist besonders beliebt, da sie energieeffizienter ist als herkömmliche Klimaanlagen und eine behagliche Atmosphäre schafft.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kotatsu

Rainer

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Gibts auch bei dir: brasero de picon. Hier die "Bau"anleitung

Ankawor @, Freitag, 16.01.2026, 09:01 vor 47 Tagen @ Rainer 1002 Views

https://solar.lowtechmagazine.com/2024/12/how-to-build-an-electrically-heated-table/

Finde ich überhaupt sehr sinnvoll.

Im Wiki steht, die Europäer wollen es überall warm haben, wo sie hingehen.
Die Japaner gehen hin, wo es warm ist.

Die frühere Version mit Holzkohle unter dem Tisch ist natürlich riskant wegen CO. Meine Großeltern heizten früh tagsüber Backsteine im Backfach des Küchenherdes auf, oder sandgefüllte Steinhägerflaschen. Die konnte man dann als Wärmfläsche im Bett oder anders nutzen.

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