Verkümmern der deutschen Sprache durch die zunehmende Kommunikation mit Nicht-Muttersprachlern.
Ich habe beruflich seit Jahren mit stark steigender Tendenz mit Partnern zu tun, die ursprünglich aus dem Ausland kommen.
Sie sind zwar schon lange Zeit in Deutschland, ihre Muttersprache ist jedoch eine andere als deutsch. Sie verfügen aus diesem Grund über einen reduzierten Wortschatz wie reine Muttersprachler. Bestimmte sprachliche Konstruktionen verstehen sie nicht. Sie können auch die Flexibilität der deutschen Sprache nur begrenzt nutzen.
Zumeist haben meine ausländischen Geschäftspartner eine akademische Ausbildung, die sie in vielen Fällen in ihrem Heimatland erworben haben. Ihr sprachliches Ausdrucksvermögen befindet sich deshalb längst nicht auf dem Niveu eines deutschen, akademisch gebildeten Muttersprachlers.
Nun sind in meinem IT-Tätigkeitsbereich viele schriftliche Dokumente zu verfassen, seien es E-Mails, Programmier- und sonstige Anforderungen sowie Dokumentation von Prozessen.
Schon für mich als deutscher Muttersprachler ist es in meinem Consulting-Job sehr anspruchsvoll, die Absichten meiner Geschäftspartner in der Kommunikation zu verstehen. Ich habe mit verschiedenen Kunden aus verschiedenen Branchen zu tun. Sowohl jede Branche verwendet ihre eigene Fachsprache als auch regional kann es da erhebliche Unterschiede geben. Mich wundert es deshalb sehr, dass Nicht-Muttersprachler in meiner beruflichen Branche überhaupt zurechtkommen, ohne öfters zu verzweifeln.
Nun, was ich eben immer wieder feststelle: In meiner schriftlichen, aber auch mündlichen Kommunikation begebe ich mich mehr und mehr auf das Niveau einer einfachen Sprache, mit dem Ziel, dass auch ein Nicht-Muttersprachler mich versteht.
Selbiges kann man Tag für Tag auch im täglichen Leben feststellen. Mehr als genug hat man mit Leuten zu tun, die der deutschen Sprache nur bedingt mächtig sind, ist aber gezwungen, mit ihnen zu kommunizieren.
Das hat natürlich zur Folge, dass der eigene aktive Wortschaft immer mehr verarmt. Damit geht auch ein Teil der Gehirnleistung und Intellaktualität verloren.
Gerade die Flexibilität der deutschen Sprache hat unseren Geist mehr als beflügelt und das Volk der Dichter, Denker, Erfinder und Ingenieure erst möglich gemacht. Einer wesentlichen Grundlage dieses Erfolgs werden wir nun beraubt, weil unsere Sprache mehr und mehr in Richtung Kanaksprak verfälscht wird.
Ist nur so eine Beobachtung von mir, die ich jetzt Anfang des Jahres mal so weitergeben möchte.
Gruß Plancius
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"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad an Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand." ARTHUR SCHOPENHAUER
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