Die Anzahl der Sterbefälle ist ziemlich irrelevant

paranoia, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Donnerstag, 19.12.2024, 22:18 (vor 392 Tagen) @ BerndBorchert2184 Views

Hallo BerndBorchert,

Deinen vergangenen Äußerungen zum Thema Mathematik suggerieren, dass Du nicht auf der Wurstsuppe dahergeschwommen bist.

Du hast eine Grafik mit der Anzahl der Sterbefälle im Zeitablauf verlinkt und wendest jetzt Banalchartismus (Einzeichnen von Linien) auf dieselbe an.

Das ist nicht sinnvoll! [[nono]]

ObdA beschränken wir uns auf den männlichen Teil der Bevölkerung.

Die Sterbefälle sind nichts anderes, als der Skalarprodukt aus einem - sagen wir - 120-Tupel A, das die Bevölkerungszusammensetzung beschreibt, mit dem Sterblichkeitsvektor B multipliziert. Die Elemente a(i) von A beschreiben die Anzahl der lebenden Personen der Bevölkerung, die Elemente b(i) beschreiben die relative Sterblichkeitsquote vom Alter i bis i+1.

Das Skalarprodukt, nämlich die Anzahl der Sterbefälle, lässt keine Rückschlüssel auf den Vektor B zu.
Für Sterblichkeit zählt, wie sich der Vektor B im Zeitablauf ändert, also die relative Sterblichkeit, sprich die Sterblichkeitsquote der 0-jährigen, 1-jährigen ...

Für zwei verschiedene gleich große Bevölkerungen A und A' (was heißt, dass die Summe über alle a(i) und a(i)' gleich ist) ergeben sich bei gleichbleibender Sterblichkeit B vollkommen unterschiedliche Sterbefälle aufgrund der Verteilung der Bevölkerung auf unterschiedliche Lebensalter.

Sprich, für Sterblichkeitsanalysen ist die Bevölkerungsgröße und die Altersverteilung ziemlich egal, Signifikanzeffekte außen vor gelassen.

Was zählt, sind die Periodensterblichkeiten im Zeitablauf, also der Vektor B. Seit Gründung der Bundesrepublik sind die Sterblichkeiten gefallen, spannend ist, ob die Sterblichkeiten seit Beginn von Corona, bzw. dem Beginn der Verabreichung von "Gentherapeutika" wieder angestiegen sind. Die nächste Frage wäre dann: Warum?

Für alle anderen, die das obige nicht verstehen:
Ich versuche das Thema Sterblichkeit zielgruppengerecht für BerndBorchert zu beschreiben.
Ich habe versucht, das Thema am Beispiel von Kaninchen im gelben Forum zu erläutern.
Meine Kaninchen wurden nur 3 Jahre alt, also kein Bevölkerungsvektor mit 120, sondern nur mit 3 Elementen, Sterblichkeit genauso. Das ist alles sehr simpel, wenn man ein Rechenbeispiel mit Kaninchen durchrechnet!

Diskussionen über Sterbefälle sind genauso unsinnig wie die Diskussionen über "Testpositive","Inzidenzen" und weiterer Blödsinn. Alle diese Merkmale haben die Eigenschaft, dass sie nicht normiert sind. Das ist inhaltsfreie Pseudomathematik und hat nichts mehr mit Statistik zu tun. Wir erinnern uns dabei gerne an High-Tech-DT, der zu Beginn der Covid-Krisenzeit damit argumentierte. Ich hatte nicht nachgedacht und bin auch darauf hereingefallen, [[sauer]] [[wut]] bis der Forist Prophet dazu etwas schrieb.

Gruß
paranoia

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Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.


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