Vor 12 Jahren lebte ich in Berlin und da gab es einen schwerwiegenden Verstoß eines "Schornsteinfegers".
In einer Wohnung hatten sich dort "Assis" eingemietet, die ihre Gasrechnung nicht bezahlten, woraufhin der Gaslieferant seine Lieferungen einstellte. Die Gastherme, zur Beheizung der Wohnung und des Warmwassers, befand sich in der Küche, die dann nicht mehr funktionierte.
Im Winter haben diese "Assis" dann das Abgasrohr der Therme geöffnet und mit Hilfe einen Besenstiels zusammengeknülltes Zeitungspapier in das Abgasrohr geschoben, damit die kalte Luft über den Schornstein nicht in die Wohung gelangen konnte.
Irgendwann haben die auch ihre Miete nicht bezahlt und der Vermieter hat sie zwangsräumen lassen.
Anschließend zog eine 6-köpfige Familie (2 Eltern mit 4 Kindern) in diese Wohnung. Vorher beauftragte der Vermieter einen Schonrsteinfeger, der eine Abgasuntersuchung durchführen sollte (denn da floß das Gas wieder).
Der Schornsteinfeger steckte seine Meßsonde für ein paar Sekunden in das entsprechende "Meßloch", während das Papier 2 Meter weiter höher im Rohr steckte. Er konnte keine unauffälligen Meßwerte erkennen und hat die Anlage freigegeben.
Schon in der ersten Nacht ist die gesamte Familie im Schlaf gestorben, da das Kohlenmonoxid nicht über das Abgassrohr entweichen konnte, sondern sich in der Wohnung ausbreitete.
Dieser Schornsteinfeger ist dann für 8 Jahre im Knast gelandet (und hat natürlich auch seine Zulassung für immer verloren).
Da hat er seinen Job nicht ernst genommen ... und dachte, dass er nur ein paar Sekunden braucht, um wieder abzuziehen.
Tja ... das war sein fataler Fehler, obwohl er selbst eigentlich gar keine Schuld hatte, denn wer kommt auf die Idee, dasss jemand absichtlich, weit oben, das Abgasrohr verstopft?
So kann das auch laufen, wenn man nicht aufpasst (oder sich bestechen lässt).
Und wird das Gebäudeenergiegesetz (GEG) so umgesetzt, wie es jetzt entworfen wurde, werden die Schornsteinfeger GEZWUNGEN sein, sämtliche rechtlichen Vorgaben umzusetzen.
Und mit "ein paar Scheinen" wird man daran absolut nichts ändern können.
Unser Schornsteinfeger ist übrigend der ehemalige Klassenkamarad meines Bruders, und man kennt sich gut ... aber selbst der würde nicht Harakiri begehen.
Kommen die gesetzlichen Vorgaben, ist nichts mehr zu machen, denn niemand wird seine Zulassung oder einen Knastaufenthalt riskieren, selbst dann nicht, wenn man sich (gut) kennt.
mMn