Fall der Berliner Mauer: 9.11.1989 ist heute keine Meldung in der Deutschen Presse wert ..

Mirko, Česko, Dienstag, 09.11.2021, 09:31 vor 1534 Tagen 2868 Views

Ich weiß es noch wie heute, ich musste zur Schule und hatte das Radio an "DT64", die Mauer ist gefallen, sie können die Grenze überqueren. Tage darauf waren Massen an den Meldeämter zu sehen .. wir wohnten gegenüber.

Danke für die Erinnerung (mkT)

der_Chris @, Nördl. Ruhrgebiet, Dienstag, 09.11.2021, 09:41 vor 1534 Tagen @ Mirko 2879 Views

Ich kann leider nur zynisch antworten:

Wir werden diesen Winter alle sterben, A L L E !!

Die Junkies am Impfdurchbruch
Die Verweigerer an Delta-Coschiss
Der Rest wird auf den Straßen von der Gestapo totgeschlagen, weggewassert und vertränengast.

Also, wofür gedenken?

--
Gruß
Der_Chris

Verhaltensregeln gegenüber deutschen Politkern:
*Verachten* Auslachen* Verhöhnen* Ignorieren*
Und niemals Aufmerksamkeit schenken!

Super Antwort @Chris, danke...

Mirko, Česko, Dienstag, 09.11.2021, 09:59 vor 1534 Tagen @ der_Chris 2424 Views

Ich warte echt darauf, dass die Bundesregierung in DE den Schießbefehl raus gibt. Rammeldoof sagte doch, nur noch geimpfte haben das Recht auf ein Platz auf ITS. Was würden die Minister aus Sachsen, Thüringen und Bayern sagen, dass ich nur ungeimpfte pflege? Nein Herr Rammeldoof, ich pflege alle Menschen!!

ist ja schon irre

Manuel H. @, Dienstag, 09.11.2021, 09:52 vor 1534 Tagen @ Mirko 3120 Views

Als Westberliner erinnere ich mich an den Riesenaufwand, der immer zum Gedenken des Aufstandes des 17. Juno zelebriert wurde.
Der Aufstand war ja eigentlich recht unpolitisch, richtete sich lediglich gegen die von oben verfügten Lohnsenkungen, die von den Arbeitern nicht akzeptiert wurden.

Mit dem Fall der Mauer wurde der Aufstand gegen Lohnsenkung offiziell "vergessen", dafür wurde im großen Stil ab 1990 Lohn gesenkt.

Dass jetzt eines Mauerfalls nicht mehr gedacht werden soll, ist doch klar.

Unangemeldete, ungenehmigte Demos waren damals vom Westen hochgejubelt, heute ist demonstrieren "Nazi".
Zensur war damals undemokratisch, jetzt ist Zensur der legitime Kampf der freiheitsliebenden Demokraten gegen fake-news.
Einschränken der Freiheitsrechte war einmal schlimme Anzeichen von häßlichen Diktaturen, jetzt das "neue Normal".

Genau auf den Punkt gebracht, danke! (oT)

MausS @, Dienstag, 09.11.2021, 11:04 vor 1534 Tagen @ Manuel H. 1739 Views

-kwT-

--
„Wir Feinde des allgemeinen Wahlrechts hören nicht auf, uns über den Enthusiasmus zu wundern, den die Wahl einer Handvoll Unfähiger durch einen Haufen Inkompetenter weckt.“ Nicolas Gomez Davila

Von guten und bösen Demonstrationen

Oblomow, Dienstag, 09.11.2021, 11:53 vor 1534 Tagen @ Manuel H. 2146 Views

Ich war ja am Samstag hier in Leipzig auf der Demo, wobei ich als feiger Mann bekennen muss, ich war eher bei der Demo. Ich schreibe das nur, weil mich die doppelten Standards eben auch ankotzen - hier die Kreativität der Demonstranten, wo es den selbsternannten Demokraten passt, und dort die Diskreditierung der Demonstranten.

Ich wollte ein wenig mit den Teilnehmern und Polizisten plaudern, um mir ein Bild zu machen.
Es gab sieben Fraktionen: 1. Polizisten (wobei da völlig unterschiedliche "Truppen" unterwegs waren), 2. Profidemonstranten (wütende Bürger, agent provokateurs, Rechte und Querdenker), 3. Antifa (Kinder und Männer), 4. sympathisierende Beobachter, 5.Freaks, 6. Gaffer und 7. unbeteiligte Touris und Bürger, die eben in der Innenstadt shoppen waren.

Ich gehörte zur Gruppe der sympathisierden Beobachter. Die Demo war ja angemeldet, aber mir fiel sofort auf, dass alles völlig ungeordnet war und nicht klar war, wo die verschiedenen Gruppen sich hinbewegten. Das führte dazu, das man plötzlich vom Beobachter zum Profidemonstranten gemacht wurde. Das geschah in dem Moment, wo die Polizei einscheidet, die Demo oder Teile für illegal zu erklären, weil die Zeit abgelaufen ist oder zu viele sich versammelt hätten oder die Hygieneregeln missachtet werden und dann beginnt, mit Polizeitruppen willkürlich abzusperren. Selbst Touris und Beobachter kommen dann nur noch schwer aus der Absperrung raus und werden eingeschüchtert.

Die Demonstration, die nicht auf den Ring durfte, verlagerte sich dann unerlaubterweise auf die Grimmasche Straße, eine Haupteinkaufsstraße. Hier geriet ich zweimal selbst in einen Vorkessel, der dann zu einem geschlossenen Kessel gemacht wurde. Das ist nicht schön, wenn man da Polizisten gegenübersteht, die einen da nicht rauslassen. Selbst dran schuld, musst ja nicht da sein, andererseits waren da eben viele Touris und Unbeteiligte, den es ebenso ging. Eine alte Frau, die neben mir stand und da raus wollte, wurde von einem Polizisten zu Boden geschubst und guckte ganz doof. Mitgefangen, mitgehangen. Doch man kann durch das plötzliche Bauen des Vorkessels garnicht der Situation entkommen, vom Beobachter zum Protestanten zu werden, der dann von den Polizisten als potentieller Gegner angesehen wird. Die Stimmung war aufgeheizt, hier und da Rangeleien, ich vermute vor allem von agent provokateurs angezettelt.

Es gibt natürlich völlige Unterschiede im Auftreten der Polizisten. Am Beeindruckendsten für mich waren die "Sturmtruppen" in Zweierreihen in voller Montur, die dann absperren. Gekleidet wie bei Star-Wars irgendwie. Und die Reitertruppe. Plötzlich tauchten zur Einschüchterung mitten in der Grimmaschen Straße Polizisten und schöne Polizistinnen auf schönen Pferden auf und sperrten mit klappernden Hufen auf den Steinen ab. Dazu Mannschaftswagen - einer der Beobachter rief: die Mauer ist wieder da! Was genau in dem Kessel vor sich ging, das kann ich nicht sagen.

Überall waren kleine Antifatrupps unterwegs, die mit North-Face Jacken gekleidet waren und Masken trugen, Jugendliche und junge Männer, wirklich alle mit Masken, was ihnen wohl entgegenkommt, da sie sich sowieso maskieren. Es gab da außerhalb des Kessels Beleidigungen, kurzes Handgemenge.
Ich hatte den Eindruck, dass die Demonstration der "Nazis" gewaltfrei verlaufen wäre, wenn man nichts gemacht hätte - die Aggression ging meines Beobachtung vom martialischen Auftreten der Polizei, die die Aufgabe hat, einzuschüchtern und der Antifa aus. Ich war aber nicht im Kessel und kann deswegen nur diese Beobachtung schildern.

Ich war beeindruckt auch vom Ungehorsam, den Einige aufbrachten. Ich bewundere jetzt auf jeden Fall noch mehr die Montagsdemonstranten vor mehr als dreißig Jahren. Ich vermute ja, dass das nicht entscheidend war, auch wenn da so Mythen gestrickt werden, sondern der politische Würfel längst woanders schon gefallen war und es nur darum ging, die Claims abzustecken, aber sei's drum.

O.

Interessante Beobachtungen

Kiwi @, Dienstag, 09.11.2021, 19:39 vor 1534 Tagen @ Oblomow 1482 Views

Die alte Frau wird sich ihren Teil gedacht haben.

Da war ich von Anfang an auch fast jeden Montag dabei

dersachse @, Dienstag, 09.11.2021, 20:07 vor 1534 Tagen @ Oblomow 1434 Views

"Ich bewundere jetzt auf jeden Fall noch mehr die Montagsdemonstranten vor mehr als dreißig Jahren. " Die jetzigen Verhältnisse erinnern mich an die damalige Zeit.Gruss

--
In einer Zeit des Universalbetruges ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat (George Orwell)

Ich muss allerdings auch gestehen...

MI @, Dienstag, 09.11.2021, 13:43 vor 1534 Tagen @ Manuel H. 1981 Views

... dass mich diese jährlichen Jubelbilder an der Berliner Mauer immer weniger ansprechen. Es fühlt sich an, wie den kalten Kaffee von gestern zu trinken.

Das soll die Ereignisse nicht schmälern. Vielleicht ist es der Gedanke, der immer dabei mitschwingt, bei mir jedenfalls: "Schau dir an, wie glücklich und frei wir in diesem Moment waren, wie wir uns einig waren. Und jetzt sieh dir an, was draus geworden ist."

Eigentlich hatten die Ereignisse etwas Verpflichtendes für uns alle. Da hat sich eine Nation erhoben und die ihr zustehende Freiheit erkämpft. Und sind die Menschen nicht am Ende vom Regen in die Traufe gekommen? Was ist nach 32 Jahre noch übrig vom Jahr 1989?

Vielleicht ist das auch der Schicksal der Deutschen. Mit Revolutionen haben sie es ja nicht so. Ein kurzer lichter Moment, jetzt aber rasch wieder zurück in Reih' und Glied.

Viele Grüße,
MI

Ja,und nochmals Ja

dersachse @, Dienstag, 09.11.2021, 20:24 vor 1534 Tagen @ MI 1458 Views

" Und sind die Menschen nicht am Ende vom Regen in die Traufe gekommen? Was ist nach 32 Jahre noch übrig vom Jahr 1989"Seh ich genauso.Ich empfinde die jetzigen Verhältnisse schimmer wie 1989.sehe auch kein Licht am Ende des Tunnels. Gruss

--
In einer Zeit des Universalbetruges ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat (George Orwell)

Ja, ich denke aehnlich. mT

Kiwi @, Mittwoch, 10.11.2021, 06:06 vor 1534 Tagen @ dersachse 1275 Views

bearbeitet von Kiwi, Mittwoch, 10.11.2021, 06:18

Komme ebenfalls aus Sachsen. Zu DDR-Zeiten wurden wir jedenfalls nicht zu Genexperimenten am eigenen Koerper gezwungen. Auch gab es, anders als heute, keine elektronische Ueberwachung auf Schritt und Tritt, obwohl Mielke sich das vielleicht gewuenscht haette.

Licht am Ende des Tunnels? Doch, sehe ich schon, wenngleich dies einen grossen Glaubenskraftakt erfordert.

Das Boese hat sich uebernommen, die "Impfungen" gehen nach hinten los. Durch die Einfuehrung eines globalen Faschismus offenbart sich das Boese nun endgueltig, der Widerstand waechst.

Vielleicht hat Gott diesen Plan: Er ueberlaesst uns unserer Gottlosigkeit und laesst es zu, dass wir als gesamte Menschheit geradezu auf die Knie gehen. Viele der Geimpften erleben schwere Nebenwirkungen, die Ungeimpften werden zu Suendenboecken und Freiwild deklariert und finden sich in einer Art Gefaengnis mit offenem Vollzug wieder. Am Ende bleibt uns nur, die Spaltungspolitik zu ueberwinden, uns vom jetzigen System loszusagen und uns als Gesellschaft wieder zu Gott zu bekehren.

Die in der DDR Sozialisierten

Manuel H. @, Mittwoch, 10.11.2021, 07:58 vor 1533 Tagen @ Kiwi 1301 Views

Die haben etwas Entscheidendes den "Wessis" voraus:

Sie haben die Fähigkeit, Nachrichten der Staatsmedien quer- und gegenzulesen.

Deswegen tut sich die staatliche Schwarze Propaganda in Mitteldeutschland so schwer.

Als Westberliner genoß ich Sudel-Edes Schwarzen Kanal, der wahrscheinlich den meisten DDR-Bürgern nur auf den Wecker ging. Für mich war Der Schwarze Kanal ein hervorragendes Korrektiv zu den durch Westmedien geprägten politischen Grundeinstellungen. Wenngleich die BRD-Berichterstattung seinerzeit um Potenzen fairer, ausgewogener und differenzierter war als das heutige polemische Erziehungsfernsehen, so hatte Karl Eduard von Schnitzler meist in der Sache recht und zitierte die BRD-Medien im Original, so daß jeder deren lügnerische Berichterstattung entweder sofort oder nach Schnitzlers Kommentar erkennen konnte.

Andererseits sind sie wenn kirchlich, dann protestantisch geprägt und mit der säkulären "sozialistischen" Erziehung "gottesfern" aufgewachsen.

Wenn Du einem katholisch Geprägtem, egal, ob links, grün oder aus der Kirche ausgetreten, mit der Offenbarung des Johannes kommst, spürst Du körpersprachlich, dass ein tiefer Eindruck entsteht und sich innerlich Zweifel formulieren gegenüber der "linken" Staatsagenda. DDR-Sozialisierte lehnen meist jeglichen Gottesbezug leider sofort ab.

Nach meinem Gefühl ist der Widerstand in Sachsen besonders ausgeprägt. Ich frage mich, ob das mit den genozidalen Massenmorden gegen das Deutsche https://de.wikipedia.org/wiki/Sachsenkriege_Karls_des_Großen Karl des Großen zu tun hat, ob sich gerade wegen des starken seinerzeitigen Widerstands dort noch viel unserer ursprünglichen Kultur (Stichwort Irminsul) geistig erhalten hat.

Der Freistaat Sachsen ist wie der Freistaat Bayern (der das von den Alliierten diktierte Grundgesetz seinerzeit ablehnte) völkerrechtlich viel leichter zu einer Sezession in der Lage als beispielsweise das künstliche Besatzungsprodukt NRW.

Das dachte ich früher auch, aber gegen die These spricht die überwältigende Systemgläubigkeit der Ü65 Ossi-Rentner

Plancius @, Mittwoch, 10.11.2021, 10:59 vor 1533 Tagen @ Manuel H. 1298 Views

Die These habe ich früher auch vertreten, dass die Ossis, welche noch in der DDR sozialisiert wurden, auch der BRD-Propaganda heutzutage misstrauen.

Aber der weitaus größte Teil der Ü65 Ossis, die noch bis über das 30.Lebensjahr hinaus in der DDR gelebt haben, sind sehr BRD staatsgläubig. Sie hängen mit Ohren und Lippen an der Tagesschau und der Lokalpresse. Ich merke es in meinem Umfeld, im Kleingartenverein usw. Auch die Bekannten meiner fast 80jährigen Mutter sind fest davon überzeugt, dass sie im besten Deutschland aller Zeiten leben.

Auch die Wahlergebnisse bestätigen die Systemgläubigkeit der Ostrentner. Hier hat die AfD einen schweren Stand.

Ein Misstrauen in System und Propaganda der BRD ist überwiegend in der Altersgruppe der Ossis von 45 - 65 festzustellen. Und die haben gerade mal Kindheit und Jugend in der DDR mitbekommen, die häufig auch noch unbeschwert war.

Mir fehlt auch noch ein glaubwürdiger Grund, warum die überwältigende Mehrheit der Ü65 Ossis ihre in der DDR erworbene Kompetenz verloren hat.

Gruß Plancius

--
"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad an Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand." ARTHUR SCHOPENHAUER

Reichsprogrom Nacht ist doch viiiiiel wichtiger...(OT)

XERXES @, Dienstag, 09.11.2021, 09:59 vor 1534 Tagen @ Mirko 1955 Views

...

--
“And crawling on the planet's face,
some insects called the human race.
Lost in time, and lost in space.
And meaning.”

Werbung