Die AfD wird sich häuten müssen, wenn sie überleben will.
Der berüchtigte U. Junge macht den Anfang. Der Rest der liberal-bourgeoisen West-Landesvorstände um Meuthen, von Storch et al. wird nach der desaströs (ich schätze <10% ganz ohne Wahlbetrug) verlaufenden Bundestagswahl folgen (müssen).
Sollte nicht allerspätestens beim Parteitag im November dieser Ballast in einer separaten 0.4%-Partei à la Lucke-Alpha entsorgt werden, sieht es für die AfD zappenduster aus. In den florierenden Landesverbänden Mitteldeutschlands fragt man sich seit geraumer Zeit, wieso man weiterhin eine taugenichtige Gruppe von CDU-2.0-Boomern mit über Wasser halten soll.
Eine Übernahme der Westverbände durch junge Gesichter, die ihren Auftrag in mehr als nur der Wiedererweckung einer Art 80er-Jahre-Union sehen, wäre der strategisch vorteilhafteste Ausgang. Damit würden die wirklich saudämlichen Anbiederungsversuche an die linksliberale Mitte der BRD und die Jagd nach dem Phantom "Anschlußfähigkeit ans bürgerliche Lager" ein verdientes Ende finden. So als ob je eine realistische Aussicht auf die Massenkonvertierung der tagesschau-Mediangucker bestanden hätte.
Eine ebenfalls denkbare Option ist die Aufspaltung in eine west- und eine mitteldeutsche Partei.
Ich erinnere an dieser Stelle nochmals daran, daß der Zustand der Einigung für Deutschland einen historischen Ausnahmezustand darstellt und Teilung/Zersplitterung aus unterschiedlichsten exo- und endogenen Gründen der Normalfall gewesen ist.
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Ainsi continue la nuit dans ma tête multiple... elle est complètement dechirée... ma tête.
- Luc Ferrari