Ähnlich wie Irlmaier kann man auch Deagle deuten, und entsprechend daran glauben oder nicht.
Du sollst nicht an Irlmaier glauben, sondern an die Historie. Wo sind sie denn, die Dutzende von Zivilisationen, die es definitiv gegeben hat, vor uns, wo sind sie heute?
Handfester sind da schon eigene Beobachtungen und Erfahrungen, also eine möglichst objektive Bestandsaufnahme des Status Quo.
Der "Seher" hatte natürlich ein Stück weit Recht, als Referenz für zukünftige Entwicklungen kann und will ich ihn dennoch nicht heranziehen.
Wir wurden als Kinder und Jugendliche auch dann und wann als "verlottert, verkommen" o.ä. bezeichnet, schlussendlich haben die Meisten im vorgerückten Alter dann aber doch auch die Kurve gekriegt, und behaupten von ihren Nachwuchs bzw. der heutigen Jugend nun im Allgemeinen Ähnliches wie deren Eltern seinerzeit von ihnen.
Wie im Kleinen, so im Großen...
Im Großen gesehen geht es (wie an der Börse) zwei Schritte vor und einen zurück.
Eben. Wie stehen am Abgrund - und an der Wand. Die Wand ist einen Schritt vor uns; da kommen wir nicht rüber und der Abgrund ist einen Schtitt hinter uns. Alles klar?
Bei dem Schritt zurück - und da befinden wir uns derzeit definitiv, denn aufkommender Sozialismus lässt kein anderes Ergebnis zu - muss man nur zusehen nicht unter die Räder zu kommen, der Rest entwickelt sich ohne großartige Möglichkeit des eigenen Zutuns von allein. Hier helfen mir keine Zahlen von wem auch immer weiter.
Im Debitismus gibt es keine Entschleunigung, kein langsamer, kein kürzertreten, es gibt nur schneller, weiter, mehr - oder der Sturz ins Bodenlose.
Als Bettlektüre zur Gedankenstütze taugt Irlmaier allerdings mehr als z.B. J. K. Rowling, in der Hinsicht bin ich bei Dir.
Gruß Mephistopheles
PS: @Oblomow sagt, die Menschheit hätte ein Problem, seit sich der Mensch seiner Sterblichkeit als Lebewesen wie alle Lebewesen, bewusst geworden ist. Da hilft nur die Religio, die Rückverbindung an das Seiende an sich, also die Phantasie der eigenen Unsterblichkeit, aber nur als Phantasie; oder die Philosophie, die Liebe zur Weisheit. Weisheit besteht in der Akzeptanz des Unabänderlichen.
Oswald Spengler sagt, die Kultur ist wie ein Lebewesen und somit sterblich. Damit hat aber @Oblomow wieder ein Problem - und du auch. Er sieht eben nicht mehr die faustische Kultur mit der ihr folgenden Zivilisation, weil alles faustische Zivilisation ist. Fische sind sich nicht dessen bewusst, dass sie im Wasser leben. Meph.