Wolfgang Sofsky: "Kultur ist die vergebliche Anstrengung, den Tod …
Hallo mabraton,
genauso
Und bzgl. der Sinnhaftigkeit des Lebens fasse mich an die eigene Nase!
ist es. Im Zusammenhang mit der Machttheorie, die ja der Kern des Debitismus ist, zitiert Paul C. Martin im alten EWF mehrfach Wolfgang Sofsky:
"Das Versprechen umfassender Sicherheit findet gläubige Anhänger. Die Untertanen verlangen nach Schutz und Geborgenheit. Der Staat soll für das spätere Dasein vorsorgen, in der Not einspringen, vor Übergriffen bewahren. Aus der Sehnsucht nach Sicherheit bezieht der Staat seine Legitimität. ... Die Illusion restloser Sicherheit ist eine Hauptsäule politischer Herrschaft. ... Was in den Diensten der allgemeinen Rechtssicherheit begann, endete schließlich im sozialen Sicherheitsstaat, der sich für alles und jedes zuständig erklärt. ... Der moderne Interventionsstaat geriert sich wie das Exekutivorgan eines kollektiven Willens nach umfassender Versorgung. Ausgestattet mit der Fiktion der Volkssouveränität verspricht er Wohlstand für jedermann. Er verteilt das Eigentum um, lenkt Geldströme in seine Kassen und finanziert damit die Expansion seiner selbst. Die Rhetorik der Solidarität und Gerechtigkeit ist keineswegs uneigennützig. Zustimmung und Folgebereitschaft der Untertanen steigen mit der Illusion der Sicherheit und Glückseligkeit."
https://archiv.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=359480
… zu überdauern. Sie hat dieselbe Wurzel wie die Absolute Gewalt: den Größenwahn des Überlebens."
https://archiv.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=360145
"Das Gerede von "sozialer Gerechtigkeit" indes ist nicht aufzuhalten. Es ist beim Publikum beliebt, obwohl wirkliche Gerechtigkeit großes Wehgeheul auslösen würde. Gerechtigkeit heißt nämlich nicht, daß jeder erhält, was er will, sondern daß er bekommt, was er verdient, daß Gleiches gleich und Ungleiches ungleich behandelt wird.
Vertrauen ist in Fragen politischer Macht ruinös. Es ist ein Kredit ohne jede Chance auf Rückzahlung...
Im Politischen ist Vertrauen pure Torheit. Eine Gegenleistung ist nicht zu erwarten. Man müßte alle Einsichten in die Geschichte politischer Herrschaft verleugnen, wollte man einer Machtelite Kredit einräumen, die es sich zur Berufsaufgabe gemacht hat, über das Schicksal ihrer Zeitgenossen zu bestimmen und sie dafür auch noch zahlen zu lassen.
Dabei liegt es nicht am guten Willen oder dem Fleiß einzelner Personen. Der durchschnittliche Volksvertreter bemüht sich um das, was er für die Interessen seiner Wähler hält. Von seiner Aufrichtigkeit ist er zutiefst überzeugt. Es verhält sich hier wie bei allen selbsternannten Wortführern. Sie meinen für alle, für das Volk, die Nation, das Gemeinwesen zu sprechen, aber sie sprechen zuletzt nur für sich selbst."
https://archiv.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=354320
Können wir unsere Wahrnehmungsstörungen und Orientierungslosigkeiten überhaupt erkennen und überwinden?
Gruß - Ostfriese