Ich kann das voll nachvollziehen
Hallo,
ich hänge mich da an.
Die Berge habe ich erst spät entdeckt, wenn ich alleine unterwegs bin, dann meist im 'Biwak'-Modus. d.h. Essen für 2-3 Tage. Schlafsack und Zeltplane. Geschlafen wird meist auf Holzboden (ohne Isomatte), z.b. überdachte Schutzhütten, Verandas usw... die erste Nacht ist hart, danach wird es besser. Gewaschen wird in Bächen und Flüssen (möchte nicht nach drei Tagen stinkend in die Zivilisation ).
Der Kopf wird dabei frei, es gibt nur existenzielle Sorgen (Wetter, Weg, Essen/Trinken, Schlafplatz).
Ich war erst wieder am Vatertag drei Tage um Garmisch unterwegs, im Reintal.
Für Touren mit der Partnerin kann ich das nicht bringen, da übernachten wir in bewirtschafteten Hütten, Schlafen auf Matratzen und werden kulinarisch verwöhnt. Aber dadurch dass die Hütten nur nach anstregenden Fussmarsch erreichbar sind ist dort ein ganz besonderes Publikum.
Letzten Sommer haben wir im Wallis (kaum fremde Touristen, fast nur Schweizer dort) einen Bauern kennengelernt, seitdem haben wird dort, auf seiner Ziegen-Alm, jederzeit eine Matratze, manchmal auch Warmwasser, dürfen seine Küche incl seiner Vorräte benutzen und zahlen dafür symbolische 10 SFR pro Nacht/Person. Die Türen sind offen, denn es patroullieren stabile Herdenschutzhunde und die haben uns als Teil der Herde anerkannt.
Eine weiche Unterlage (Matraze), Überdacht, warm, ein einfaches Essen, Trinken. Mehr brauche ich nicht. Warmwasser, warmes Essen, Kaffe und Alkohol ist da schon der pure Luxus.
Gruss, Joe