Ambiguitätstoleranz
Du schreibst:
In Anbetracht der historischen Phase sollte es jedem, welcher in seinem Leben mehr als ein Geschichtsbuch gelesen hat, klar sein, dass die kommenden 10 Jahre im Westen keine Zeit grossangelegter Steuersenkungen sein werden, ...
Und weiter oben schreibst Du:
Viel wahrscheinlicher ist, dass die 13 Milliarden Euro von gar keinem Steuerzahler bezahlt werden, sondern über Neuverschuldung des Staates generiert werden. Eine Verschuldung, welche niemals zurückgezahlt werden wird, schon gar nicht vom Steuerzahler.
Und:
... also letzten Endes als Einkommen und Guthaben beim "Steuerzahler" landen ...
Ja was nun? Steuergeschenke oder Steuererhöhungen?
Vereinfachung widersprüchlich erscheinender Handlungsoptionen bringen nicht immer weiter.
In den Markt geworfene Nachfrage ist kein Steuergeschenk, sondern Aufforderung und Incentive zu (bestimmter, gewünschter) Leistung.
Steuererhöhungen braucht es - in Abhängigkeit weiterer ökonomischer Umgebungsvariablen - aus ökonomischen Gesichtspunkten nicht, um diese Nachfrage zu generieren.
Aber Steuererhöhungen werden in den 20er Jahren dennoch auf breiter Front kommen, politisch motiviert, um wachsende soziale Konflikte durch symbolische Besteuerung von Wohlhabenden zu beruhigen und um auch die oberen 10% wieder verstärkt zu Leistung (= Investitionen in Realwirtschaft) zu zwingen.
Gruss,
mp
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