Mir geht diese Corona-Diskussion schon lange auf den Keks, weil nur die wenigsten Meinungen was bringen. Das, und auch andere Gründe, haben mich dazu geführt, - der ganzen Hysterie auf den Grund zu gehen, - soweit mir das als Nichtmediziner und Nichtpolitiker möglich ist.
Gemäß meiner Gewohnheit aber versuche ich, meine Gedanken - soweit wie möglich - zu untermauern. mit meiner abschließenden Meinung zu dem Thema möchte ich das dann auch weitestgehend begraben.
Das mit den Zahlen resp. links über genaue Zahlen darüber hängt damit zusammen, dass man eben bei den Meldungen in den links nur von Vermutungen ausgeht. Ich hätte es gerne genau gewusst.
Nun ist es bei den Aborigines ein zusätzliches Problem, wenn die Hälfte dieser Leute, - so berichtet man - an chronischen Krankheiten leidet. Man spricht von Herzkrankheit, Diabetes, Nierenversagen oder Krebs. Manche Leute haben sogar mehrere dieser Krankheiten. Da wäre aber ein anderes Szenarium, und nicht das, worauf ich eigentlich hinaus will. Mir gehts darum, wie und ob sich dieses Virus überhaupt auf indigene Völker, die unbelastet von der Zivilisation leben, negativ auswirkt. Die genannten Krankheiten sind zweifelsfrei ein Produkt der Zivilisation.
Interessant der jüngste Bericht der Tagesschau von Ende Mai über die Ureinwohner Brasiliens:
https://www.tagesschau.de/ausland/brasilien-indigenas-101.html
Nun habe ich da so meine Zweifel. Die Fachleute halten sich bedeckt, - man verwendet den Konjunktiv:
Wissenschaftler befürchten dramatische Konsequenzen, weil das Immunsystem der Indigenen womöglich anfälliger für Covid-19 ist.
Also, es wäre möglich, so sagt man. Nicht mehr und nicht weniger.
Bislang haben laut der Indigenen-Vereinigung APIB 38 Urvölker 92 Tote gemeldet.
Nun wäre interessant, wo diese Verstorbenen gelebt haben und wie sie getestet wurden.
Warum: Im Amazonas hat wohl niemand eine Testmöglichkeit für das Virus. Ein Beispiel aus dem selben Bericht:
Bernardino Perreiro kommen die Tränen, als er von seinem verstorbenen Nachbarn erzählt. Dieser war Vize-Häuptling seines Stammes der Tikuna und im April nach heftigem Fieber plötzlich verstorben. Ob er sich mit dem Corona-Virus angesteckt hatte, weiß Bernardino nicht. Die Behörden haben keinen Virus-Test durchgeführt. Sicher ist, dass kurz darauf immer mehr Tikuna unter Fieberschüben und Gliederschmerzen litten.
Jetzt bringen wir das mal auf den Punkt:
Dieser Herr Perreiro (und auch sein Nachbar, sonst wäre es ja kein Nachbar) lebt in Manaus. Eine Stadt mit 1,8 Mio Einwohnern.
https://de.wikipedia.org/wiki/Manaus
Dazu noch in den Slums. Also wieder mit dem Stempel der Zivilisation versehen resp. der Organismus davon beeinflusst, aber in der negativen Art.
Wenn die Indigenen-Vereinigung von 92 Toten spricht, die im Urwald sicher nicht getestet wurden, - dann
muss man auch die politischen Probleme dort kennen, nämlich das Abholzen der Regenwälder, sowie die Goldsucherei, die insgesamt den Indigenen die Lebensgrundlage einschränken. Dagegen protestieren sie seit Langem, und da wäre natürlich die Übertragung dieses Virus durch nichtindigene Eindringlinge wie Holzfäller und Goldsucher eine neue Variante der Argumentation.
Mich interessiert im Grunde, ob es Erkenntnisse dafür gibt, wie indigene Völker, die fernab der Zivilisation leben, durch die Ansteckung eines Weißen mit Covid 19 reagieren. Ob sie sich infizieren und das wegstecken, oder ob es da Mortalitätsraten gibt, die eindeutig auf das Virus zurückzuführen sind.
Natürlich ist mir bekannt, was damals die spanischen Eroberer den Indios auf dem amerikanischen Kontinent für Krankheiten beschert haben. Trotzdem würde mich das interessieren. Aber ich befürchte, dass man da an keine verlässlichen Zahlen kommt. Schon aus logistischen Gründen.