USt soll bis 31.12.2020 gesenkt werden.

SevenSamurai @, Dienstag, 09.06.2020, 14:45 vor 2059 Tagen 1993 Views

Die USt (vulgo MWSt) soll vom 01.07. bis zum 31.12.2020 von 19 auf 16 sowie von 7 auf 5 Prozent gesenkt werden.

Glaubt ihr, davon kommt etwas beim Volk an? Niemand hinder ein Geschäft daran, weiterhin für Butter 1,49 zu nehmen. Ist halt die USt niedriger und der Preis höher, aber der Gesamtpreis höher.

Oder in der Packung ist weniger, statt z.B. 60 g nur noch 55 g.

Warum ich das frage?

Nach langer Zeit (4 Monate) war ich, wegen der starken Corona-Beschränkungen in Bayern, wieder in einem grossen Einkaufszentrum in einer grösseren Stadt. Teils aus Neugier, teils weil ich dort etwas kaufen wollte, was es auf dem Land nicht gibt.

Dort war GÄHNENDE Leere!

Ich war völlig erstaunt. So einige Geschäfte hatten noch gar nicht wieder geöffnet.

Wie um alles in der Welt funktioniert das? Die Börse hat doch bereits wieder das alte Niveau erreicht.

Mir ist schon klar, dass niemand mit einer Maske vor Nase und Mund einen Einkaufsbummel machen will. Die Einzelhändler schneiden sich damit meiner Meinung nach ins eigene Fleisch.

ABER so wenig Einkäufer? Wie kommt der Einzelhandel auf seine Kosten?

Das Volk ist zum Glück willig:

"Solange es keinen Impfstoff oder kein Medikament gegen Corona gebe, werde die Maskenpflicht in Bayern bestehen bleiben, kündigt Söder am Abend im Bayerischen Rundfunk an." (28.05.2020)

Na, denn viel Spass beim Einkaufs"bummel"...

--
"Wenn ihr euch fragt, wie es damals passieren konnte:
weil sie damals (...)."
Henryk Broder

Man versucht die Unternehmen dazu zu bringen noch im Juni ordentlich Ware zu kaufen

InflationDeflation, Dienstag, 09.06.2020, 15:01 vor 2059 Tagen @ SevenSamurai 2045 Views

und mit Glück kann die Ware in der 2. Jahreshälfte verkauft werden und die Marge steigt um diese 3% die weniger an das Finanzamt abgeführt werden müssen. Da wird es auch so gut wie keine Preisanpassungen für den Endkonsumenten geben.

Das ist der Schalter der gedrückt werden soll damit der Impuls wieder los geht. Es liegt immer an den Unternehmen wie es in der Wirtschaft läuft, die Kunden sind nur nachgelagert.

Das hängt davon ab, ob.............

Rotti @, Pampa, Dienstag, 09.06.2020, 15:44 vor 2058 Tagen @ InflationDeflation 1941 Views

und mit Glück kann die Ware in der 2. Jahreshälfte verkauft werden und die Marge steigt um diese 3% die weniger an das Finanzamt abgeführt werden müssen. Da wird es auch so gut wie keine Preisanpassungen für den Endkonsumenten geben.

Das ist der Schalter der gedrückt werden soll damit der Impuls wieder los geht. Es liegt immer an den Unternehmen wie es in der Wirtschaft läuft, die Kunden sind nur nachgelagert.

Servus InflationDeflation!

Ob das von Erfolg gekrönt ist, hängt davon ab, ob die Unternehmen genug cash haben um einzukaufen, bzw es vorzufinanzieren. Wenn ich Marktleiter währe, würde ich bei dem "Kundenansturm" [[top]] scharf überlegen.
Ich gehe immer noch davon aus, dass kein Stein auf dem anderen bleiben wird.

M.f.G.
Rotti

--
Ich esse und trinke, also bin ich.

Unfug, als Unternehmer kaufe ich letztlich ohne Umsatzsteuer ein,

Lenz-Hannover @, Dienstag, 09.06.2020, 23:04 vor 2058 Tagen @ InflationDeflation 1250 Views

weil ich das als Vorsteuer voll erstattet bekomme.

Im Hj.2 würde ich ggf. einen PKW bezahlen oder ein Haus, damit hilft man aber denen, die es nicht nötig haben.
Als Discounter würde ich die Preisschilder so lassen und dann der Kasse einen entsprechenden Rabatt geben.

Schlau wäre: Grundfreibetrag anheben.

Es waren Handelsunternehmen gemeint

InflationDeflation, Mittwoch, 10.06.2020, 18:59 vor 2057 Tagen @ Lenz-Hannover 737 Views

bearbeitet von InflationDeflation, Mittwoch, 10.06.2020, 19:06

und dazu passt dein Beispiel:
"Als Discounter würde ich die Preisschilder so lassen und dann der Kasse einen entsprechenden Rabatt geben"

So werden es auch andere Branchen machen, aber gerade im Lebensmittelbereich mit dem hohen Umschlag wird es nichts bringen. Dort wird vrstl. schon ab Mitte Juli Ware nachgeordert werden müssen und damit dann zum neuen Steuersatz. Die Branche ist auch kein Covid-19 Opfer...

Andere Branchen können sich dadurch aber die Differenz in die eigene Tasche stecken. Funktioniert aber nur, wenn aktuell genug Cash da ist, damit die Ware noch zum hohen Steuersatz gekauft werden kann, so wie es @Rotti schon schrieb. Der Wettbewerb der Marktbegleiter muss naütrlich auch bedacht werden.

Durch die größere Lagerhaltung wird es den Herstellern ermöglicht ihre eigene Lagerware in Liquidität zu wandeln und im Optimalfall muss Ware nachproduziert werden. Irgendwoher muss halt der Piezoeffekt herkommen und die Reisebranche wird es nicht sein, da diese nur nachgelagert ist.

Das Risiko die Ware in der 2. Jahreshäfte nicht los zu bekommen ist natürlich da. Nennt man unternehmerisches Risiko.

Werde deshalb nur zur Hälfte mehr Ware kaufen, wie bei der alten Börsenweisheit ;)
@Dieter und @helmut haben schon darauf hingewiesen, dass ein Unternehmen so gering wie mögliche Fixkosten haben sollte und natürlich ordentlich Cash auf der Seite. Wenn dann noch die Nachfrage um ~50% gestiegen ist, dann hat man da natürlich einige Möglichkeiten.

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