Das wäre eine sehr seltsame Strategie, eine Rohstoffschlacht der anderen Art...
...die nur auf sinkende Kosten setzt, um dem Ami das Fracking zu versauern? Oder die Konkurrenz mit Unruhen lahm zu legen (auf die Gefahr hin, dass das auf einen selbst zurückfällt)?
Oder anders ausgedrückt: die Haupt-Ölförderländer dumpen (unter Risiko der eigenen Instabilität) ihre knapper werdende Haupteinnahmequelle, um dem Ami sein Zubrot zu ruinieren? Ausgerechnet dem Ami, der bei Bedarf einfach nochmal die Schuldengrenze hochsetzt und einige zig-Milliarden Dollar in den Wiederaufbau von Fracking investieren kann, sollte das als nationale Notwendigkeit gesehen werden? Der Ami, der, wenn er klug ist, jetzt seine Lagerkapazitäten maximal ausbaut und so die Basis für die nächsten 10 Jahre billiges Wirtschaftswachstum schafft?
Das hat was von "mit Goldbarren steinigen" oder "im Wein ertränken" 
Hat sowas schonmal irgendwo funktioniert?
Das klingt für mich alles irgendwie unlogisch... oder sagen wir unvollständig. So, als ob wir in dem Spiel was übersehen. Da halte ich das erste Szenario: die Destabilisierung irgendwelcher Bananenstaaten (die man sich dann krallt) für näherliegend. Das würde aber voraussetzen, dass ein ansatzweise expansionistischer militärischer Player mit mindestens einer potenten Ölfördernation zusammenarbeitet. Wer kommt da in Frage? Natürlich die Altbekannten:
Saudis - USA (expansionistisch unter Trump? und außerdem eh schon überstreckt)
Russland (Rohstoff- und Militärmacht, aber expansionistisch? es würde eher Gesinnungsgenossen und Bündnispartner schwächen)
China - (keine Ahnung mit wem die verbandelt sind)?
Ich weiß nicht, passt auch alles nicht so hundertprozentig.