Frage wegen Aktien, die in EUR geführt werden
Hallo @uluwatu und @all,
ich verfolge von Zeit zu Zeit den Kanal von Horst Lüning.
In einem seiner Videos erklärt er, dass er dem Euro als Währung mittel- bis langfristig nicht über den Weg traut. Er hat deshalb ein Konto bei Interactive Brokers eröffnet und ist mit seinem Depot dorthin umgezogen.
Bei IB führt er sein Konto in USD, weil er bei einem Verkauf von Aktien in den USD und nicht in EUR fallen möchte. Er vermutet, dass ein Finanzcrash zu Turbulenzen im EUR führt, er in diesem Zeitraum sein Depot umschichten muss und daher seine Cashposition in USD halten möchte.
Soweit so klar.
Nun sagt er aber weiterhin, dass er jetzt keine Aktien mehr aus dem Euro-Raum kauft bzw. seine Altbestände in EUR-Aktion verkaufen möchte, um dem Euro-Währungsrisiko aus dem Weg zu gehen. Er sieht den Euro nämlich am Ende einer Finanzkrise untergehen.
Nebenbei hat er auch Probleme, wenn ein Broker seine Aktien bei Clearstream lagert, aber man kann die Paranoia auch auf die Spitze treiben.
Ich verstehe jedenfalls nicht, warum er a priori Vorbehalte gehen Euro-Aktien hat. Für mich sind Aktien ein Sachwert. Da ist es mir egal, in welcher Währung dieser Sachwert bewertet und an der Börse geführt wird.
Inflationiert der Euro, so inflationiert auch die Euro-Aktie. Crasht der Euro, so wird die Aktie danach in einer der Folgewährungen geführt. Bei Immobilien interessiert es mich doch auch nicht, welche Währung gerade im Lande zirkuliert. Die Immobilie steht einfach da und wenn sie verkauft wird, dann halt zu aktuell erzielbaren Wert in der aktuellen Landeswährung.
Was ist der Hintergrund von Lünings Überlegung, Euro-Aktion zu verschmähen?
Gruß Plancius
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"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad an Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand." ARTHUR SCHOPENHAUER