Warum fallen die Goldminen?

Talleyrand ⌂ @, Sonntag, 15.03.2020, 14:10 vor 2148 Tagen 801 Views

1. Kurzfristig konnte man die Notlage der gehebelten Portfolios als Verkaufsursache annehmen, aber das ist keine Erklärung für weiter anhaltende Verkäufe.

2. Die Minen fallen, weil der Corporate Bond Markt crasht. Genau wie 2008
https://etfdb.com/etf/HYS/#charts

Das heißt, der Markt preist ein, daß etliche Minenaktien in Konkurs gehen, weil sie sich kein Kapital (Kredit) mehr besorgen können.

Nach einem solchen deflationären Absturz der Weltwirtschaft, wie wir in gerade erleben, stehen Gold und Minen nach etwa 4 Jahren auf ihrem Höchstwert.

Rohstoffe, Öl folgen dem Gold mit einigem zeitlichen Abstand.

Gruß
T

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Deflationsphase - Cash ist King

Linder, Sonntag, 15.03.2020, 15:02 vor 2148 Tagen @ Talleyrand 737 Views

Wird auch noch eine Weile so gehen.

Dies und andere aktuelle Dinge, siehe hier:
https://youtu.be/pEdXUWPmsoo

Derzeit Minen kaufen ist verfrüht und zu shorten wird die kommenden Tage immer schwieriger, weil Bankencrashs und Handelsaussetzungen drohen.

Wer gedenkt sich noch physisch mit EM eindecken zu wollen, der sollte sich sputen, denn so einige Händler bieten nichts mehr oder nur sehr wenig Metall an.

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◇◇◇ GENESEN - GELACHT - GELOCHT ◇◇◇

Großer Andrang beim Lateiner

Dionysos @, Sonntag, 15.03.2020, 15:47 vor 2148 Tagen @ Talleyrand 830 Views

bearbeitet von Dionysos, Sonntag, 15.03.2020, 15:52

Hallo Telleyrand,

die Minen ziehen schon lange nicht mehr mit, da wahrscheinlich in diesem Jahr noch der Derivatemarkt hochgehen wird. Wie ich kürzlich bereits schrieb, tobt hier ein Währungskrieg.

https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=512081

Der verlinkte Artikel ist jetzt auch auf deutsch im Netz.

https://www.goldseiten.de/artikel/442259--Konsequenzen-des-asiatischen-Virus~-Gold-Brea...

In den letzten Wochen fehlte mir die Zeit zum Lesen im Gelben. Ich bin jetzt inzwischen komplett all in gegangen. Die Schlangen wurden täglich länger beim Lateiner. Das Aufkommen hat aber nicht mehr die Zahlen vom Dezember erreicht. Die kleinen Händler verkaufen schon seit letzter Woche nichts mehr.

Mit großer Wahrscheinlichkeit stehen wir in wenigen Tagen vor einem weltweiten Lockdown. Dieser wird länger dauern, als uns die Medien weismachen wollen.

Diese Wucht ist unglaublich, mit der hier G.O. eingeleitet wird.

Gruß
Dionysos

--
Armut schafft Demut, Demut schafft Fleiß, Fleiß schafft Reichtum,
Reichtum schafft Übermut, Übermut schafft Krieg, Krieg schafft Armut.

Das wird dann aber kein G.O.

SevenSamurai @, Sonntag, 15.03.2020, 16:20 vor 2148 Tagen @ Dionysos 740 Views

Mit großer Wahrscheinlichkeit stehen wir in wenigen Tagen vor einem weltweiten Lockdown. Dieser wird länger dauern, als uns die Medien weismachen wollen.

Diese Wucht ist unglaublich, mit der hier G.O. eingeleitet wird.

Das wird dann aber kein G.O.

Sondern eine Enteignung und Umverteilung von unten nach oben.

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"Wenn ihr euch fragt, wie es damals passieren konnte:
weil sie damals (...)."
Henryk Broder

haltloses Geschwätz

Talleyrand ⌂ @, Sonntag, 15.03.2020, 16:34 vor 2148 Tagen @ Dionysos 762 Views

Servus Dionysos,


die Minen ziehen schon lange nicht mehr mit, da wahrscheinlich in diesem Jahr noch der Derivatemarkt hochgehen wird. Wie ich kürzlich bereits schrieb, tobt hier ein Währungskrieg.

Wahrscheinlich?
Ich halte diesen Jim Willie für einen haltlosen Schwätzer, typischen Panikmacher ohne Substanz, Fear-Porn.
Wo sind seine Belege, Quellen?
Nicht einmal die Argumentation ist schlüssig.
Erinnert mich in manchem an Sorcha Faal. Der wurde auch in manchen Kreisen als Guru verehrt. Mich hat bereits sein Name Sorcha Faal (= Search a Fool) genug darüber aufgeklärt, daß ich nicht zu seiner Zielgruppe gehöre.

Aber jedem das Seine.

Diese Wucht ist unglaublich, mit der hier G.O. eingeleitet wird.


Interesse an G.O. haben:
- Die freedom extinction Sekte
- Die Greta Jünger
- die Grünen und Linken (siehe Äußerungen von Habeck

und von Precht hier https://www.youtube.com/watch?v=dbYfVuifHic

Die wirtschaftlichen Eliten und die "Reichen" haben keinerlei Interesse an G.O.

Gruß
Talleyrand

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Wo soll da eine Enteignung stattfinden?

Talleyrand ⌂ @, Sonntag, 15.03.2020, 16:40 vor 2148 Tagen @ SevenSamurai 741 Views

bearbeitet von Talleyrand, Sonntag, 15.03.2020, 17:01

Servus SevenSamurai

Das wird dann aber kein G.O.

Sondern eine Enteignung und Umverteilung von unten nach oben.

Das am Donnerstag angekündigte neue Quantitative Easening Programm der FED dient nur dazu, US-Staatsanleihen zu kaufen, weil die Märkte im Augenblick illiquide sind. Es fehlen die Käufer. Es dient also nur dazu, die Zinsen unten zu halten (weil bei einem Käuferstreik die Zinsen steigen würden).
Eine Umverteilung nach oben kann ich da nicht sehen. Es handelt sich um Kredite an den Staat, der damit seine bekannten Ausgaben tätigt.
Die Sozialausgaben, die in D längst größter Haushaltsposten sind, sind eine Umverteilung nach unten, nicht nach oben.

Übrigens ist das Programm größer als die Operationen der FED nach 2008. Auch hier wird also (wie vom deutschen Staat) geklotzt.

Gruß
T

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Hast Du mitbekommen,...

Linder, Sonntag, 15.03.2020, 16:45 vor 2148 Tagen @ Talleyrand 745 Views

...dass die Commerzbank bereits seit Tagen den Derivatehandel eingestellt hat?

Glaubst Du, den anderen Banken könne dies nicht ähnlich ergehen?

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US-Banken long (vs. EU-Banken short)

Talleyrand ⌂ @, Sonntag, 15.03.2020, 16:58 vor 2148 Tagen @ Linder 756 Views

...dass die Commerzbank bereits seit Tagen den Derivatehandel eingestellt hat?

Glaubst Du, den anderen Banken könne dies nicht ähnlich ergehen?

Nein, weil ich keine Derivate kaufe. Aber ich weiß, daß der DeuBa und Commerzbank das Wasser bis zum Halse steht.

Der Grund kann aber ganz einfach die hohe Volatilität sein, bei der sich das Risiko für den Emittenten nicht mehr beherrschen läßt.


Man kann auch nicht von einer Bank auf alle schließen. Ich gehe davon aus, daß die Briten und Amerikaner sehr gut vorbereitet sind, im Vergleich zu den EU-Banken, und v.a. DeuBa.

Wäre z.B. ein relativ sicherer Hedge-Trade: DeuBa und Commerz short, solide US-Banken long.

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Leserfrage: Haben die Händler nichts mehr vorrätig?

Dionysos @, Sonntag, 15.03.2020, 17:57 vor 2148 Tagen @ Dionysos 757 Views

Bei Proaurum und Ophirum ist immer Material vorrätig.
Die 1/4 oz Stücken waren mitunter vergriffen.
Nach 17:30 Uhr wurde in den letzten Tagen durch den großen Andrang keiner mehr rein gelassen.

Die kleinen Händler geben ihre Lieferungen vermutlich unter der Hand weg,
oder behalten ihr Material für sich selbst.

Wir hatten so eine Situation 2008 auch schon einmal.
Allerdings droht jetzt die Schließung aller nicht lebensnotwendigen Läden.

Die Welt wird nach der Öffnung auf jeden Fall anders aussehen.

Gruß Dionysos

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Banalität zum Goldabsturz

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Sonntag, 15.03.2020, 22:03 vor 2147 Tagen @ Talleyrand 721 Views

Hallo Talleyrand! :-)

Meines Wissens steigen die Förderkosten des gelben Metalls immer weiter.

Vereinfacht kannst Du die Minenaktien als Gold-Calls mit hohen Basispreisen ansehen.
Fällt der Goldpreis, ist die Mine pleite, es sei denn, sie hat sich durch Forwardverkäufe oder Put-Käufe abgesichert.

Investoren in Gold-Minen wollen natürlich keine Dynamik einer Versorgeraktie, sondern "action". Die gibt es aber eben auch nur bei fehlender Absicherung.

Gruß
paranoia

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Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.

Kapitalbedarf steigt bei fallenden Goldpreisen

Talleyrand ⌂ @, Sonntag, 15.03.2020, 22:40 vor 2147 Tagen @ paranoia 819 Views

Hallo Talleyrand! :-)

Meines Wissens steigen die Förderkosten des gelben Metalls immer weiter.

Vereinfacht kannst Du die Minenaktien als Gold-Calls mit hohen Basispreisen ansehen.
Fällt der Goldpreis, ist die Mine pleite, es sei denn, sie hat sich durch Forwardverkäufe oder Put-Käufe abgesichert.

Investoren in Gold-Minen wollen natürlich keine Dynamik einer Versorgeraktie, sondern "action". Die gibt es aber eben auch nur bei fehlender Absicherung.

Gruß
paranoia

Servus paranoia,


Dein Argument wirft nochmal ein neues Licht auf meinen Punkt 2.
Die Minen brauchen Fremdkapital. Fällt der Goldpreis, wird es für sie schwerer, ihre Unternehmensanleihen zu bedienen, und sie brauchen noch mehr Fremdkapital, weil ihre Einkünfte sinken. Deshalb fallen die Kurse sowohl der Anleihen als auch der Minen selbst, weil ihr Insolvenzrisiko steigt.

Gruß
Talleyrand

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