satt zu herrschen, müd zu dienen
Erfolgreiches Unternehmertum drängt sowieso zur Monopolbildung und damit zur totalen Gleichmacherei. Jede zweite Firma ist binnen 20 Jahren verschwunden.
Nicht alle Firmen wollen sich die bürokratische Kärrnerarbeit aufhalsen, die die Politik als Mühlstein den Aktiengesellschaft umgebunden hat. Da bleibt man lieber Personengesellschaft oder anderes.
Daß Unternehmen vom Markt verschwinden, ist gut und richtig.
Wir haben seit der sozialistischen Nullzinspolitik der Notenbanken das Problem der Zombifizierung. Firmen, die eigentlich längst hätten vom Markt verschwinden müssen, existieren immer noch. Sie werden von der Politik subventioniert zulasten der besseren Unternehmen. Das Kapital, das in diese Zombies fließt, ist fehlgeleitet und führt zu Ressourcenverschwendung.
Wenn die schöne Geldwirtschaft nicht vorher abkackt, kauft die ganze Welt irgendwann nur noch beim VEB Amazon und sucht beim volkseigenen Informationsdienst Google und hat auf dem freien Markt die Wahl zwischen Wartburg und Trabi. Wer unternehmirisch den Kopf rausstreckt wird früher oder später geschluckt oder macht den Laden wieder dicht.
Google ist mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit ein Staatsbastard, ein Unternehmen, das von Anfang an von US-Geheimdiensten aufgebaut worden ist. Also schlechtes Beispiel.
Amazon ist dagegen ein Paradebeispiel dafür, daß der Markt funktioniert, so man ihn läßt. Ich kann mich noch erinnern, als Ende der 90er Amazon eine kleine Klitsche war, die online Bücher verkauft hat.
Da war Quelle mit seinen Katalogen (aus Papier, per Postversand) noch eine große Nummer in D. Willst Du jetzt Amazon dafür bestrafen, daß Bezos Visionär war und alles besser gemacht hat? Auch billiger für den Kunden, mit besserem Kundenservice?
Kein Unternehmen wird daran gehindert, es Amazon gleichzutun. Ich schaue ab und an bei Otto und Rakuten vorbei. Beide halten sich, aber kommen weder preislich noch vom Service her an Amazon ran. Ich bin aber sicher, irgendwann wird ein schlauer Inder oder Chinese eine Firma aufziehen, die mit Amazon mithalten kann.
Und ich bin mir ganz sicher, es wird kein Deutscher sein. Weil die Deutschen so denken wie Du.
Denn Du weißt ja, die Deutschen lieben die Ordnung und Sicherheit in einem fürsorglichen Staat. Das ist ihnen lieber als die Freiheit. Aber es gibt andere Völker, die anders denken. Und so wird die Geschichte über Deutschland (und Europa) hinweggehen.
Schau mal wie viele Automarken es einst gab. Jetzt gibt es nur noch VEB Einheitsbrei.
Mittlerweile sind in China, Korea, Indien schon wieder neue Automarken entstanden, während alte, müde Krieger wie Volvo, Chrysler und die Briten mit guten Gründen weg sind.
General Motors wurde wiederum vom Staat "gerettet", man sieht daran, daß die Staaten die größten Feinde der Marktwirtschaft und des Wohlstandes der Menschen sind.
Wenn das Schule macht, wird sich jeder zweimal überlegen, ob er in Deutschland noch privat vorsorgen soll.
Nicht jeder wird zweimal überlegen. Viele müssen gar nicht überlegen, weil sie sowieso von der Hand in den Mund leben.
Woran die Abgabenquote von 50% eine nennenswerte Mitschuld trägt.
Ich erinnere daran: im deutschen Reich von 1871-1918 betrug die Staatsquote 12 %
Das war die Zeit, als alle deutschen Weltfirmen gegründet wurden und die Deutschen den größten Wohlstandssprung nach vorn gemacht haben.
Gruß
Talleyrand