Geldwert-Sicherungsklausel in Kaufvertrag

Otto Lidenbrock, Montag, 03.02.2020, 18:57 vor 2193 Tagen 4424 Views

Mein Hausverkauf rückt näher: Nur noch zwei Tage bis zu meinem Beurkundungstermin beim Notar und nach wie vor 8 Wochen zwischen Beurkundung und Eingang des Kaufpreises auf meinem Konto. Angesichts der unübersichtlichen Lage in China ist das eine Menge Zeit. Sollte die europäische Wirtschaft stark in Mitleidenschaft gezogen werden, droht eine Flucht in Sachwerte und eine damit einhergehende Preissteigerung bei Immobilien und Lebensmitteln.

Ich habe jetzt mit dem Notar abgesprochen, eine "Geldwert-Sicherungsklausel" in den Kaufvertrag aufzunehmen für den Fall, dass bis Anfang April die Preise für Immobilien und Lebensmittel deutlich steigen sollten (schließlich will ich für den Kaufpreis auch Anfang April noch das gleiche kaufen können, wie heute).

Wie könnte eine solche Klausel aussehen?

1.) Wechselkurs Euro - Schweizer Franken oder Euro - US-Dollar (oder evtl. andere Währung?)

2.) Warenkorb mit Preisindex (Kraftstoff, Butter, Toilettenpapier)?

Sollte der Wechselkurs bzw. der Preisindex zu weit von einem definierten Rahmen abweichen, kann ich vom Kaufvertrag zurücktreten.

Wäre es möglich, dass evtl. auch Vergleichswährungen "im Gleichschritt" in den Keller marschieren und ich deshalb trotzdem Kaufkraft verliere?

Es wird langsam ernst und mir ist ein wenig mulmig zumute.

Die Bank des Käufers wird da nicht mitmachen.

Bankster, Montag, 03.02.2020, 19:28 vor 2193 Tagen @ Otto Lidenbrock 3128 Views

Der Käufer kann dann auch sein Darlehen nicht abschließen, da ja ein unerwarteter Rücktritt droht.

--
Manchmal verliert man, manchmal gewinnen die Anderen.(Otto Rehagel)

Absichern mit Option, evtl. gegen Gold? Dazu sind Optionen doch da. (oT)

Martin @, Montag, 03.02.2020, 19:38 vor 2193 Tagen @ Otto Lidenbrock 2580 Views

- kein Text -

Warum willst Du den Kaeufer unnoetig verschrecken?

CalBaer @, Montag, 03.02.2020, 19:38 vor 2193 Tagen @ Otto Lidenbrock 2989 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 03.02.2020, 19:42

"Selbst wenn das neue Geld möglichst "netto", bzw. über zusätzliche, gegen kurzlaufende Staatstitel ausgegebene Banknoten, in Erscheinung tritt, was wir aus den sog. Hyperinflationen bestens kennen, muss sich die Inflation doch immer erst "warm laufen", was der Preismechanismus vorschreibt: Jeder, der als erster seine Preise erhöht (und einer müsste der erste sein) riskiert sein ganzes Geschäft, da alle anderen Geschäfte (noch) billiger als er selbst anbieten."
~ Paul C. Martin, alias @dottore

Denkbar waere Inflation (Teuerung) durch Panikkaeufe von Lebensmitteln, Medikamenten, Desinfektionsmitteln, aber das sind nur kurzzeitige Effekte, zumal Regierungen gegensteuern wuerden (Preiskontrollen, Einsatz von strategischen Reserven). In einer Epedemie-Panik wuerde ich eher groessere Anschaffungen, gerade Immobilien, aufschieben. Die Notenbanken reagieren zudem traege, die Immobilienpreise werden sich nicht innerhalb von 8 Wochen Wochen verdoppeln. Sie koennten eher erst mal absacken, der Kaeufer muss aber sicher den vereinbahrten Preis zahlen.

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Wer sichert den Kaeufer eigentlich dagegen ab, dass Deine Huette genau da liegt, wo der Virus brutalst zuschlaegt

Oblomow, Montag, 03.02.2020, 19:45 vor 2193 Tagen @ CalBaer 2767 Views

Die Stadt, wo Dein Haus liegt, wird dann zur Quarantaenestadt erklaert. Spaeter, wenn da alle tot sind, sind Haeuser da ganz guenstig.

Herzlich
Oblomow

Ouh ja, wie kann man aktuell in Wuhan Immobilien erwerben? (oT)

Mephistopheles, Montag, 03.02.2020, 20:05 vor 2193 Tagen @ Oblomow 2414 Views

Die Stadt, wo Dein Haus liegt, wird dann zur Quarantaenestadt erklaert.
Spaeter, wenn da alle tot sind, sind Haeuser da ganz guenstig.

Otto, hör doch auf mit dem Quatsch. (mT)

DT @, Montag, 03.02.2020, 20:30 vor 2193 Tagen @ Otto Lidenbrock 3369 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 03.02.2020, 20:34

Der Preisindex wird jährlich festgelegt und nicht monatlich oder wöchtentlich.
Auf welchen Index möchtest Du Dich denn berufen?

Der Vertrag muß auch vom Käufer unterschrieben werden. Der läßt sich auf sowas sicher nicht ein, würde ich auch nicht.

Wenn Du Dich absichern willst, bitte ihn doch, er soll Dir den Betrag in sfr oder USD überweisen (dann denkt er, was soll das denn)?
In den 8 Wochen wird die Welt nicht untergehen. Und wenn, dann wird es Dir auch nichts nützen, ob Du EUR oder sfr hast.
Wenn Du's eilig hast, wieso wartest Du 8 Wochen zwischen Beurkundung und Geldeingang?

Der Übergang des Eigentums geht sowieso nur "Zug um Zug", sprich, erst wenn das Geld eingegangen ist, geht der Besitz beim Grundbuchamt über. Bis dahin kannst Du immer noch vom Verkauf zurück treten, wenn die Welt vorher untergeht.

DT

PS: Ich bin entsetzt, wie erfahrene ältere Männer, die schon den Kalten Krieg etc. mitgemacht haben wie kopflose Hühner reagieren, weil Typen wie Stefan (Cascabel) hier ein paar Sätze posten und Panik wegen 300 Toten im hinteren China auf Twitter geschürt wird.

PPS: Wertsicherungsklauseln haben typischerweise viel längere Laufzeiten und sind eher für Hyperinflationsgebiete geeignet. 8 Wochen und Hyperinflation bei uns sind auch trotz Corona in China nicht zu erwarten:

https://de.wikipedia.org/wiki/Wertsicherungsklausel

Die geplante Wertsicherung soll durch die Anknüpfung an unterschiedliche Bezugsgrößen wie den

Goldpreis (sog. Goldklausel),
Wechselkurs einer ausländischen Währung (sog. Währungsklausel),
Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamtes,
Baukostenindex oder
Heizölpreis

erreicht werden. Ihre Zulässigkeit ergibt sich aus § 1 Abs. 1 PrKlG.

Was muß das für ein Leben sein, wenn man glaubt, daß die Welt in den nächsten 8 Wochen untergeht. Wie hat man dann die vorigen 70+ Jahre verbracht, mit Bedrohungen durch Sputnik, die russischen Bomber, die Atom- und Wasserstoffbomben, die SS20, etc etc etc.

Das einzige Mal in den letzen 70 Jahren, wo es wirklich knapp war, war Anfang Oktober 2008, als die Fxxxx und der Steinbrück dastanden und gesagt haben "Ihre Konten sind sicher".

Willkommen in der Realität

valuereiter @, Montag, 03.02.2020, 22:31 vor 2193 Tagen @ DT 2909 Views

Wenn Du's eilig hast, wieso wartest Du 8 Wochen zwischen Beurkundung und
Geldeingang?

evtl. weil 95 % der Immobilienkäufer noch eine Iterationsrunde mit ihrer Bank haben ;)
(oder bei einer ETW noch Formalitäten wie eine Zustimmung der Hausverwaltung einzuholen sind)

Mein Lebensabend

Otto Lidenbrock, Dienstag, 04.02.2020, 09:31 vor 2192 Tagen @ DT 2500 Views

Also die Sorge um das eigene Vermögen würde ich pauschal nicht als "Quatsch" bezeichnen. Die Frage ist vielmehr, ob diese Sorge eventuell zu groß oder gar unbegründet ist. Vielleicht ist sie in meinem Fall zu groß, aber völlig unbegründet ist sie aus meiner Sicht nicht.

Der Preisindex wird jährlich festgelegt und nicht monatlich oder
wöchtentlich.
Auf welchen Index möchtest Du Dich denn berufen?

Vielleicht könnte man quasi einen eigenen Index festlegen, z.B. einen Warenkorb mit drei Produkten (Benzin, Butter, Post-Standardbrief), allerdings müsste vorher geprüft werden, ob hier nicht "Sittenwidrigkeit" vorliegt.


Der Vertrag muß auch vom Käufer unterschrieben werden. Der läßt sich
auf sowas sicher nicht ein, würde ich auch nicht.

Wäre für den Käufer kein Problem, habe ich schon nachgefragt; der versteht meine Bedenken.


Wenn Du Dich absichern willst, bitte ihn doch, er soll Dir den Betrag in
sfr oder USD überweisen (dann denkt er, was soll das denn)?
In den 8 Wochen wird die Welt nicht untergehen. Und wenn, dann wird es Dir
auch nichts nützen, ob Du EUR oder sfr hast.
Wenn Du's eilig hast, wieso wartest Du 8 Wochen zwischen Beurkundung und
Geldeingang?

Der Notar hat mir erklärt, dass ginge nicht anders. Die beteiligten Behörden und Banken arbeiteten in Deutschland so langsam, dass es seiner Erfahrung nach immer so lange dauere.


Der Übergang des Eigentums geht sowieso nur "Zug um Zug", sprich, erst
wenn das Geld eingegangen ist, geht der Besitz beim Grundbuchamt über. Bis
dahin kannst Du immer noch vom Verkauf zurück treten, wenn die Welt vorher
untergeht.

Der Notar hat mich darüber belehrt, dass dies nicht möglich sei. Wenn ich unterschrieben habe hat der Käufer nur noch die Pflicht, bis Ende März das Geld zu überweisen. Kommt er dieser Obliegenheit nach, ist der Vertrag rechtsgültig.


PS: Ich bin entsetzt, wie erfahrene ältere Männer, die schon den Kalten
Krieg etc. mitgemacht haben wie kopflose Hühner reagieren, weil Typen wie
Stefan (Cascabel) hier ein paar Sätze posten und Panik wegen 300 Toten im
hinteren China auf Twitter geschürt wird.

Wenn praktisch der größte Teil deines Vermögens und deiner Sicherung gefährdet sein könnten, macht man sich seine Gedanken, zumal ich nach wie vor nichts gefunden habe, worin ich investieren würde. Ich persönlich schätze diese Krise als deutlich ernster ein, als die Lehmann-Brothers-Pleite 2008. Die Auswirkungen auf die globale Wirtschaft sind augenblicklich unkalkulierbar.

Die geplante Wertsicherung soll durch die Anknüpfung an unterschiedliche
Bezugsgrößen wie den

Goldpreis (sog. Goldklausel),
Wechselkurs einer ausländischen Währung (sog. Währungsklausel),
Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamtes,
Baukostenindex oder
Heizölpreis

erreicht werden. Ihre Zulässigkeit ergibt sich aus § 1 Abs. 1 PrKlG.

Danke für diesen Hinweis, dem ich jetzt erstmal nachgehen werde; auch der Notar wird noch Vorschläge machen. Vor allem muss "Sittenwidrigkeit" ausgeschlossen werden.


Was muß das für ein Leben sein, wenn man glaubt, daß die Welt in den
nächsten 8 Wochen untergeht. Wie hat man dann die vorigen 70+ Jahre
verbracht, mit Bedrohungen durch Sputnik, die russischen Bomber, die Atom-
und Wasserstoffbomben, die SS20, etc etc etc.

Die Welt wird sicher nicht untergehen, falls der Euro kollabiert. Allerdings würde mein Lebensabend garantiert anders aussehen.

Zeithorizont

valuereiter @, Dienstag, 04.02.2020, 10:23 vor 2192 Tagen @ Otto Lidenbrock 2150 Views

... Ich persönlich
schätze diese Krise als deutlich ernster ein, als die
Lehmann-Brothers-Pleite 2008. Die Auswirkungen auf die globale Wirtschaft
sind augenblicklich unkalkulierbar.

bei einen Zeithorizont von wenigen Monaten würde ich mir keine Sorgen um den Euro machen!

allenfalls um die Bonität der Bank, die Dir (ab Eingang der Überweisung bis zur Wiederanlage) einen ggfs. 6-stelligen Eurobetrag schuldet ;)

in einer ERSTEN Krisenphase wird Cash King sein --> wer Liquiditätsprobleme hat, wird was immer er an Assets hat bestmöglich "versilbern" ...
(und wer Cash hat, das eine oder andere Schnäppchen machen können)

In 2 Monaten

Mephistopheles, Dienstag, 04.02.2020, 10:54 vor 2192 Tagen @ Otto Lidenbrock 2313 Views

Wenn Du Dich absichern willst, bitte ihn doch, er soll Dir den Betrag

in

sfr oder USD überweisen (dann denkt er, was soll das denn)?
In den 8 Wochen wird die Welt nicht untergehen. Und wenn, dann wird es

Dir

auch nichts nützen, ob Du EUR oder sfr hast.
Wenn Du's eilig hast, wieso wartest Du 8 Wochen zwischen Beurkundung

und

Geldeingang?


Der Notar hat mir erklärt, dass ginge nicht anders. Die beteiligten
Behörden und Banken arbeiteten in Deutschland so langsam, dass es seiner
Erfahrung nach immer so lange dauere.

...können wir hier in Deutschland Zustände haben wie in China mit 2.000 Toten täglich, wenn diese Informationen stimmen.

Gruß Mephistopheles

NEIN: In 2 Monaten ...

valuereiter @, Dienstag, 04.02.2020, 11:21 vor 2192 Tagen @ Mephistopheles 2121 Views

...können wir hier in Deutschland Zustände haben wie in China mit 2.000
Toten täglich

kurze Hochrechnung:

+ 20 % täglich = exponentionelles Wachstum um einen Faktor 4 pro Woche

Anfang Februar: ca. 10 Infizierte/mehr oder weniger oder (noch) nicht Erkrankte in D

+ 4 Wochen = Faktor 256

Anfang März: ca. 2.500 Infizierte
--> vielleicht 300, vielleicht 1.500 wirklich/ernsthaft erkrankte
(wir wissen nicht, ob/welcher Anteil der Infektionen harmlos verläuft = in China gar nicht erkannt würde ;) )
+ vielleicht 6, vielleicht 75 Tote

Anfang April: ca. 600.000 Infizierte
--> vielleicht 70.000 vielleicht 400.000 "richtige" Krankheitsfälle
und kumuliert 1.000 oder 25.000 Tote

in einem Worst case-Szenario mit ungebremster exponentieller Ausbreitung des Erregers würde ich 2.000 Tote am Tage frühestens im Mai erwarten

wenn diese
Informationen
stimmen.

welche "Informationen"???

bitte QUELLE benennen!
(und kein "Es gibt Berichte wo von solchen Zahlen gesprochen wird." OHNE Link, wo diese zu finden sind!)

Kein Mensch weiß, wie viele tote Chinesen bereits jetzt in ihren Wohnungen liegen.. (oT)

Herb @, Südsteiermark, Dienstag, 04.02.2020, 11:47 vor 2192 Tagen @ valuereiter 1861 Views

- kein Text -

--
NUR BEIM LACHEN BIEGT SICH DAS RÜCKGRAT!

Freu Dich doch, Du darfst bald in Kilo rechnen

Dionysos @, Montag, 03.02.2020, 20:43 vor 2193 Tagen @ Otto Lidenbrock 3259 Views

Es wird langsam ernst und mir ist ein wenig mulmig zumute.

Hallo Otto,

wozu die Panik? Du hast doch noch viel Zeit, das Geld beim Lateiner umzusetzen.

Gruß
Dionysos

[image]
Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=RAaMvmr1220

--
Armut schafft Demut, Demut schafft Fleiß, Fleiß schafft Reichtum,
Reichtum schafft Übermut, Übermut schafft Krieg, Krieg schafft Armut.

Das ist zu weit gedacht.

Durran @, Montag, 03.02.2020, 21:48 vor 2193 Tagen @ Dionysos 2755 Views

Unabhängig von zeitlichen Angaben würde ich folgendes sagen.
Die Menschen haben sich an den Wohlstand gewöhnt und keiner kann sich vorstellen, dass es morgen früh ganz anders sein kann. Alle denken es geht alles immer so weiter nur weil es die letzten 50 Jahre auch so war.

Wenn man wo auch immer so liest, die Menschen haben ihre Instinkte verloren.
Wenn sich die Sache in China nicht bis Anfang nächste Woche beruhigt stehen wir vor einer dramatischen Krise. Und da wäre dann 1929 nur ein winziger Pups gewesen. Es wird, Stand heute, schon jetzt massive Bremsspuren in der Weltwirtschaft hinterlassen.

Ich halte die Grafik für nicht unplausibel, würde aber den Zeithorizont auf ein Jahr zusammenschieben.

Hi Otto

Jacques, Montag, 03.02.2020, 20:52 vor 2193 Tagen @ Otto Lidenbrock 2882 Views

bearbeitet von Jacques, Montag, 03.02.2020, 20:56

Sorge einfach dafür, dass der Kauf erst ins Grundbuch eingetragen wird, wenn der Zaster deines Käufers überwiesen ist.

Wenn das eintrifft, was du befürchtest, wird des Käufers Bank, sofern er bankfinanziert ist, den Hypovertrag vermutlich künden...weil, Hyperinfla...
Also : der Kauf kommt schlimmstenfalls nicht zustande.

Ich glaube, du befürchtest zuviel.

Wenn du dem Euro nicht traust, kannst du ja die Summe gegen USD und CHF teilabsichern.

Was auch schon ziemlich herbei gezogen ist. Ausser es geht bei dir um Millionen.

Und nie vergessen - für einen Vertrag braucht es stets die Unterschrift beider Parteien...

Sind jetzt Paniktage ausgerufen?

Zweistein, Montag, 03.02.2020, 21:11 vor 2193 Tagen @ Otto Lidenbrock 2974 Views

Also, irgendwie verstehe ich so manchen hier nicht mehr. Du fürchtest wegen ein paar Wochen um dein Hab und Gut. Kauf dir paar Tesla-Aktien als Inflationsausgleich. Es ist zwar irre, aber allein heute hat die Aktie in meinem Depot 17% plus gemacht (so von der Bank eben ausgewiesen).
Wer nichts wagt gewinnt auch nichts, meistens verliert er auch.
Naja, musst du selbst entscheiden, war von mir kein Anlagetipp.[[nono]] [[freude]]

Zweistein

Diese Seuche geht vorbei! - Laß dich doch nicht so verunsichern!

Olivia @, Montag, 03.02.2020, 21:31 vor 2193 Tagen @ Otto Lidenbrock 2985 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 03.02.2020, 21:37

Mit solchen "Ereignissen" muss man rechnen. Jetzt überlege Dir doch mal, was alles in den letzten Jahren und Jahrzehnten passiert ist. Die Welt ist davon nicht untergegangen!

Bei solchen "Ereignissen" ist nur wichtig, dass man sich "schlau" macht, wie die Verläufe sind und wie Regierungen und Menschen reagieren.

Wenn du das Geld auf der Bank liegen hast, dann hast du doch das gleich Problem. Wo liegt der Unterschied?

Als ich meine Wohnungen verkaufte hatte ich auch ziemlich Angst. Dachte mir, der Euro würde zusammenbrechen. Es ist aber nichts passiert und ich habe darauf geachtet, das Geld schnellstmöglich wieder "los" zu werden. :-)))

Warum hast Du dir denn noch nichts anderes gesucht? Mach das doch in der Zeit während du auf das Geld wartest, dann kommst du auf andere Gedanken. Setz dich in dein Auto und fahre die Gegenden ab, die dich interessieren.

Und denke daran: Es muss nicht PERFEKT sein! Dann findest du nämlich eher etwas und kannst es dir passend machen.

--
For entertainment purposes only.

Tauschvertrag

Romeo @, Somalia 2.0, Montag, 03.02.2020, 23:52 vor 2193 Tagen @ Otto Lidenbrock 2468 Views

Mein Hausverkauf rückt näher: Nur noch zwei Tage bis zu meinem
Beurkundungstermin beim Notar und nach wie vor 8 Wochen zwischen
Beurkundung und Eingang des Kaufpreises auf meinem Konto. Angesichts der
unübersichtlichen Lage in China ist das eine Menge Zeit.

Frag mal Deinen Notar, ob man statt eines Kaufvertrags einen Tauschvertrag machen könnte:
Grundstück gegen X kg Gold.

https://www.swp.de/suedwesten/landkreise/lk-goeppingen/stadt-ebersbach-schiebt-ungewoeh...

Beste Grüße,
R.

--
Klagt nicht, kämpft!

Auch hier kann die Bank nicht mitmachen.

Bankster, Dienstag, 04.02.2020, 06:19 vor 2192 Tagen @ Romeo 2286 Views

Selbst wenn ein Grundpfandrecht auf dem Haus eingetragen wird. Der Käufer bekommt das Geld doch gar nicht in die Hand.
Und nehmen wir nur mal an, es gebe einen Weg.
Im Worst Case würde das Kaputal dann nicht reichen, um den Kauf zu tätigen, aber die Grundschuld stünde im Grundbuch.
Wie man es auch dreht und wendet und egal was euch noch einfällt.
Wenn der Käufer den Kaufpreis finanzieren muß, verzichtet der Verkäufer auf mehr Sicherheit statt mehr davon zu bekommen.

--
Manchmal verliert man, manchmal gewinnen die Anderen.(Otto Rehagel)

Wesentlicher wäre ...

valuereiter @, Dienstag, 04.02.2020, 08:56 vor 2192 Tagen @ Romeo 2133 Views

Frag mal Deinen Notar, ob man statt eines Kaufvertrags einen Tauschvertrag
machen könnte:
Grundstück gegen X kg Gold.

Wesentlicher wäre ob der Käufer Bock auf so einen "unkonventionellen" Vertrag hat?

Meine Erlebnisse im September 2008, schwarzes Küken

Joe68 @, Dienstag, 04.02.2020, 13:20 vor 2192 Tagen @ Otto Lidenbrock 1997 Views

Hallo,

ich hatte im Sommer 2008 (Juli/August) eine selbstgenutzte Eigentumswohnung verkauft um in ein kurz zuvor neu erworbenes Haus zu ziehen (im April 2008 gekauft und dann ein paar Monate saniert).

Der Käufer war ein damaliger Nachbar, lief alles in Baden-Württemberg schön über das Notariat, so wie es soll, Finanzierungen liefen über altbackenene deutsche Filialbanken, (keine ausländischen Zocker, keine AG's)

Bis dann ein schwarzer Schwan auftrat, Lehman Brothers ging Pleite, die Banken trauten sich untereinander nicht. Welche Folgen hatte das für mich?

Die Bank des Käufers zögerte die Auszahlung um 2-3 Monate hinaus, unter fadenscheinigen Begründungen.

Das hätte für micht auch übel ausgehen können denn die Bank, die mir das Haus finanzierte, erwartete dass ich en Kredit der Eigentumswohnung mit dem Verkauserlös tilge. Dazu hatte der sehr teure Notar einen, für mich schlechten Vertrag aufgesetzt, d.h. der Käufer meiner Wohnung war mir NICHT zu irgendwelchen Mietzahlungen oder anderweitigen Ersatz verpflichtet.

Aber zum Glück kamen Angela Merkel und Peer Steinbrück und sicherten den deutschen Michel seine Spareinlagen und schoben Milliarden in die Finanzbranche.

Gruss, Joe

Schau mal ins Preisklauselgesetz (PreisKlG)

Michael Krause, Mittwoch, 05.02.2020, 13:39 vor 2191 Tagen @ Otto Lidenbrock 1733 Views

bearbeitet von Michael Krause, Mittwoch, 05.02.2020, 13:44

Ein Blick ins Gesetz erleichtert die Rechtsfindung!

Hier der Link (mLuT)

DT @, Mittwoch, 05.02.2020, 18:42 vor 2191 Tagen @ Michael Krause 1671 Views

Anstelle eines süffisanten Satzes hätte man auch den Link und den wesentlichen Inhalt einstellen können.

https://www.gesetze-im-internet.de/prkg/__1.html

Gesetz über das Verbot der Verwendung von Preisklauseln bei der Bestimmung von Geldschulden (Preisklauselgesetz)

§ 1 Preisklauselverbot
(1) Der Betrag von Geldschulden darf nicht unmittelbar und selbsttätig durch den Preis oder Wert von anderen Gütern oder Leistungen bestimmt werden, die mit den vereinbarten Gütern oder Leistungen nicht vergleichbar sind.

Otto, der Preis von Benzin (was soll das sein, Benzin an der Aral Tankstelle Hamburg-Finkenwerder, oder meinst Du Brent Öl).

DT

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