Die 'Ressource Mensch' ist ohne Bildung nichts

Literaturhinweis, Freitag, 06.01.2017, 11:57 (vor 2700 Tagen) @ Fidel4057 Views

Was Du über Cäsarenfiguren schreibst und ihre psychologisch voreingestellten Wähler, überlege ich zu den Unternehmern.
Wenn die Ressource Mensch (Kruse/Sieferle) runter geht, haben wir überlebensfähigen Unternehmungsgeist und Innovationen zu erwarten?

Als Rom 'runter ging', lebten die Menschen Jahrhunderte neben den Steinhäusern, mit denen sie nichts anzufangen wußten, in Holzhütten und nutzten, was sie da fanden, als Ställe. Aus ihrer Sicht, würde ich sagen, waren es Höhlen, die sie nutzten und die nur etwas komisch aussahen.

Auch beim Cargo Cult werden die Dinge einer neuen Bestimmung zugeführt, die mit Unternehmertum nicht einmal oberflächlich etwas zu tun hat.

Anders nach dem Zweiten Weltkriege, als die Menschen Panzer zu Pflugscharen und Granaten zu Kochtöpfen umschmiedeten oder kaltverformten. Da war aber eben die Bildung noch vorhanden, wie man das macht. Wer aber Mechatroniker ist, muß den Roboter anheißen, diese Dinge für ihn zu tun. Nur, das braucht Strom und funktionierende Roboter, denn selber bauen kann er meist keinen, auch nicht der Chefkonstrukteur von Kuka, wenn er nicht ein ganzes Team unter sich hat. Ob er aber zuhause ein Bild grade aufhängen kann, dazu schweigt der Ehefrauen Höflichkeit.

Heute muß das Bundeskriminalamt die Einstiegshürden senken, sonst kommen die neuen Kriminalkommissare mit dem Bildungsniveau derer, die erst kürzer hier sind, gar nicht mehr klar.

Das Problem ist, daß die Ureinwohner vor der Industrialisierung ihr Wissen ohne Buch weitergegeben haben und dabei bei gesunder Konstitution steinalt wurden, daß aber die Menschen nach Zusammenbruch einer Hochkultur nicht etwa 'einfach so' auf das Niveau einer vorherigen Ur-Kultur 'zurück'- (welche Hybris) -sinken, sondern tiefer.

Das sieht man auch jetzt schon bei 80% der Bevölkerung, die einfachste Rechenaufgaben nicht mehr bewältigen, aber wissen, wie man RTL guckt und ein Smartphone kauft, äh, least. So sind also die Mehrheit derer, die schon länger hier sind, längst auf dem Niveau derer, die erst kürzer hier sind und sich nun diesem Niveau anzubequemen versuchen.

Wie auch sonst sollte Integration gelingen?

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