SpaceX und das große Muster

Revoluzzer @, Samstag, 27.06.2026, 08:23 vor 14 Tagen 3744 Views

bearbeitet von Revoluzzer, Samstag, 27.06.2026, 09:08

Leserzuschrift:

nachdem der Staub sich etwas gelegt hat, ein weiterer Artikel zum Thema: https://escapekey.substack.com/p/ponzi-scheme

Zusatz von mir:
Ganz interessante langfristige Einordnung der diversen Krisen. SpaceX als Indikator für die nächste (Billiarden hebeln auf nix). Ist das dann das: Alle haften global für alle und alles?:

After the crash, every component’s already in place:

A central bank monopoly on money creation (Positive Money)

Formal integration of monetary and fiscal policy (In Tandem; EPCC)

A unified ledger with every asset tokenised (Maxwell; BIS/Joi Ito/Epstein)

Programmable settlement with compliance verified in the code (Project Rosalind)

A global wealth registry (Thomas Piketty)

Bail-in powers that execute at the speed of code (Beyond Great Taking)

Digital identity tied to every transaction (Clare Sullivan)

An ethic no one can reasonably challenge (Any Old Ethic Will Do)

Together, they create a financial system where every economic activity sits on the ledger, every transaction needs approval, and no one can appeal the terms. The same unelected body coordinates both monetary and fiscal policy — a closed system of total economic governance beyond democratic reach, operated through a clearinghouse, enforced in the name of whatever ethic is installed at the time, be it planetary stewardship, social justice, racial purity, or even Silly Hat Thursdays59.

The intellectual justification’s published, the institutional design’s specified, the technical infrastructure’s built, and the branding’s chosen — Inclusive Capitalism60.

Any politician who dares to stand up to the architecture can suffer the same fate as Truss and Kwarteng in a heartbeat. All that’s missing is the mandate — and a crisis provides exactly that.

Nach einer schuldeninduzierten Inflation der Warenmärkte, kommt deren …

Ostfriese @, Samstag, 27.06.2026, 17:20 vor 14 Tagen @ Revoluzzer 2960 Views

Hallo Revoluzzer

Der Ratsche

Jede Krise wird als Einzelfall behandelt und nicht als Teil eines Musters – genau deshalb bemerken
die meisten Menschen die Abfolge nicht.

Den zehn, in Deinem Link https://escapekey.substack.com/p/ponzi-scheme aufgeführten einzelnen Finanzkrisen, liegt ein ganzheitliches Muster zugrunde, das dottore in seiner Antwort auf JüKüs Fadeneröffnung schon im letzten Jahrhundert erkannte, zu Beginn der Nullerjahren, vor fast 25 Jahren, in wenigen Sätzen beschrieb, und in den folgenden Jahren mit seinen Mitdiskutanten weiter ausformulierte.

https://archiv.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=76002 Re: Wunderbarer Text, alles stimmt ..., verfasst von dottore, 14.08.2001, 20:08

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

... bloß die Vorstellung, man hätte spätere Fehler gemacht ist falsch. Die Fehler wurden viel früher gemacht.

… Disinflation (fallende Zinssätze) und prompt eine schuldeninduzierte Inflation der Finanztitelmärkte.

Dann Kipp & Crash – und Game over.

Sobald dies als massive, fast weltweite Fehleinschätzung entlarvt wurde, wurden anstatt den Fehler einzugestehen und ihn ehrlich zu überwinden, überall die gleichen alten Rezepte des Geldflusses verabreicht, in einem vergeblichen Versuch, die Korrektur zu verhindern.

Diese Fehlkalkulation ist durch keinen Trick der Welt mehr rückgängig zu machen (war es damals nicht, ist es heute wieder nicht).

Von Sorgfalt oder gar Ehrlichkeit sind wir heute weiter entfernt, denn je.

Und was da als Korrektur beschrieben wird, ist Euphemismus pur.

Gruß und Danke

d.

Immerhin war Norman Montagu ein Banker der alten Schule (heute sind solche längst ausgestorben). Ben Strong starb zu früh, er hätte vermutlich die Sache etwas eleganter durchgezogen, die unvermeidliche Sache. Und Greenspan - da möchte ich zu meiner bereits bekannten Einschätzung nichts mehr hinzufügen.

Den auch vorkommenden Hjalmar Schacht hatte ich in seiner Wohnung Kufsteiner Platz, München, lange interviewt. Eine sehr interessante Persönlichkeit, und wegen seines Briefes von 1938 an Hitler (Warnung vor Währungsverfall wg. ausufernder Ausgabenpolitik des Staates) zumindest mutig. Er wurde auch sofort abgelöst. Letztlich hat er aber doch die Naziherrschaft in den ersten Jahren finanziert - und so ein Label wird keiner los.

Gruß

d.

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Gruß - Ostfriese

Der Ablauf ist immer derselbe: Erster Anstoß ('fresh money' erscheint). Dann …

Ostfriese @, Sonntag, 28.06.2026, 08:00 vor 13 Tagen @ Revoluzzer 2134 Views

Hallo Revoluzzer

Dazu

Dann Kipp & Crash – und Game over.

bringt dottore historische Beispiele in

https://archiv.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=2686 Re: DIE WELTWIRTSCHAFTSKRISE VON 1929 - EIN EINMALIGER FALL? verfasst von dottore, 25.05.2000, 13:39

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So lautete die gestrige Sendung auf Arte. War hoch interessant, jedoch blieben bei mir einige Fragen offen.
Wer hat die Sendung auch gesehen?

Habe die Sendung leider auch nicht gesehen.

1929 ist durchaus kein einmaliger Fall, wie die Wirtschaftsgeschichte lehrt. Nehmen wir Beispiele aus längst vergangenen Zeiten:

1. Der Crash des Jahres 30 n. Chr. unter Tiberius. Ablauf: Augustus pumpte mit dem Gold aus Ägypten die römische Wirtschaft gewaltig auf (was er alles Gutes für das Imperium tat, hat er uns in der berühmten Inschrift in Ankara hinterlassen: "Ich zahlte ... Millionen Sesterzen für ..., dann zahlte ich ... Millionen für ...", usw.). Es begann ein gewaltiger Aufschwung, der alsbald in einer aberwitzigen Schuldenorgie ihren Höhepunkt fand (zum Überschuldungsproblem im alten Rom siehe u.a. als Klassiker das Buch von Ferrero, antiquarisch zu erhalten). Dann ging das Geld (Gold) zur Neige und Nachfolger Tiberius war zu einem strikten Sparkurs gezwungen. Resultat: Sinkende Zinsen, mit entsprechender Finanztitel-Hausse. Als die Hausse ausgelaufen war, drängten die Gläubiger auf Zahlung. Die Preise fielen, vor allem für Grundbesitz. Tiberius verordnete daraufhin ein Gesetz, wonach die Reichen gezwungen wurden, Geld in Immobilien anzulegen, um deren Preise zu stützen. Als der Senator Publius Spinther bei der Bank der Herren Balbus & Olbius abheben wollte, erklärte die Bank Konkurs, und alsbald waren alle wichtigen Unternehmen des Reiches pleite (vgl. die Darstellung bei Durant, Kulturgeschichte der Menschheit). Tiberius stand unter Schock und traute sich nicht mehr von seinem Amtssitz auf Capri zurück nach Rom.

2. Der Crash in den 1550er Jahren in Europa. Ursache zunächst die gewaltigen neuen Silberfunde (Sachsen: Erzgebirge, Nordböhmen, Tirol usw.). Der Staat überschuldete sich und einer der Fugger schrieb: "Der Creditoren sind so viele, dass es einem graust". Dann erklärten sich Frankreich und Spanien für fallit. Der deutsche Kaiser Karl V. war von den Geldprobleme so angewidert, dass er sich in ein Kloster im Estremadura zurückzog. Anschließend brachen die Finanzmärkte der großen flandrischen Städte zusammen, und eine schwere deflationäre Depression überzog die Lande.

4. Frankreich 1720. Ludwig XIV. war mit De-Facto-Bankrott abgegangen, sein Nachfolger als Staatschef (der Kronprinz war zu jung), der Herzog von Orleans, nahm sich der Gedanken des John Law an: Monetarisierung der Staatsschulden, Riesen-Hausse (Mississippi-Schwindel), dann der unvermeidliche Zusammenbruch. Law ins Exil, Frankreich im Elend der deflationären Depression.

4. Bismarckzeit. Nach dem Segen der Kriegsentschädigungen ex Frankreich nach dem gewonnenen 1870er Krieg gewaltige Gründer-Hausse in Deutschland, die Berliner Börse hatte damals mehr Titel als heute Frankfurt incl. NM. Kredit-Orgie, dann via Wien (fehlgeschlagene Weltausstellung) der Krach an der Börse. Anschließend die Depression der Bismarckzeit, die Preise fielen bis Mitte der 1890er Jahre. Aufstieg der Sozialdemokratie, Niedergang der Liberalen, Schutzzölle, und das übliche Programm.

Jederzeit können weitere Beispiele nachgeliefert werden. … Kreditorgie (Staat und Private). Sachwerthausse. Dann Nachlassen der Zusatznachfrage, Disinflation. Finanztitelhausse wg. sinkender Zinsen. Dann kredit- und New-Economy/Gründerzeit usw.-getriebener Bubble. Der platzt. Die Guthaben, die den vordem gemachten Schulden entsprechen, wollen jetzt bedient werden. Scharfe Kontraktion, Finanztitel-Baisse, Wealth-Effect (ex - zumeist nicht realisierten - Aktiengewinnen) verflüchtigt sich. Alles versinkt im Mahlstrom sinkender Kurse, Preise, Werte. Ausweglose Lage. Ende der deflationären Depression erst, nachdem die alten Schulden (Guthaben) ausgebucht sind oder sich per Crash (Banken usw.) verflüchtigt haben. Dann Start zur nächsten Runde ...

Und ganz genau so wird es jetzt wiederkommen. Nur GEDULD. JüKü hat in seinen Texten (lesen! lesen!) alles Notwendige dazu klargestellt. Merke: Keine Depression ohne vorangegangene Prosperität (Clément Juglar), keine Inflation ohne nachfolgende Deflation.

Die Notenbanken könnten (!) etwas tun, indem sie Geld via Nullzins ins Land pumpen (ging gerade in Japan schief), oder indem offen zum Notendruck übergangen wird (funktionierte 1930/32 nicht, weil die Sparer, gerade erst von der Hyperinflation bedient, sonst alles abgehoben hätten mit sich logischerweise anschließendem Bankencrash, vgl. die Forschungen von Knut Borchardt dazu).

Sapienti sat.

d.

P.S.: Die angesprochenen offenen Fragen werden gern beantwortet - bitte ins Forum stellen. Danke.

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Gruß - Ostfriese

Wie kam es dann in Weimar zur Hyperinflation anstatt zur Deflation? Ist FIAT Geld anders?

WhiteEagle @, Sonntag, 28.06.2026, 08:44 vor 13 Tagen @ Ostfriese 1853 Views

bearbeitet von WhiteEagle, Sonntag, 28.06.2026, 08:48

Hallo Ostfriese,

vielen Dank fuer die herrlichen Funde!!
Ich denke auch, dass jede Blase eigentlich in einer Deflation enden muss. Aber, jedes FIAT Geldsystem ist bislang in einer Inflation und meist Hyperinflation geendet. In diesem Buch hervorragend ausgearbeitet. Habe vor etlichen Jahren eines direkt beim Autor erstanden:

https://howmachsale.cn/product/267454726113

In den USA galt der Goldstandard in den 1920ern waehrend in Deutschland FIAT Geld vorherrschte.
Daher hatten wir dort eine Depression mit Deflation und in Deutschland eine Hyperinlfation. Beides fuehrt im Ende zur Depression. Die Hyperinflation ist aus meiner Sicht aber verheerender.

Lasse mich sehr gerne zu einer anderen Sichtweise bekehren :-)

Gruss

WE

Warum wurden die Kriegsschulden der Alliierten (Staatspapiere) nicht …

Ostfriese @, Sonntag, 28.06.2026, 10:35 vor 13 Tagen @ WhiteEagle 1982 Views

Hallo WhiteEagle

Dazu

In den USA galt der Goldstandard in den 1920ern waehrend in Deutschland FIAT Geld vorherrschte.
Daher hatten wir dort eine Depression mit Deflation und in Deutschland eine Hyperinflation. Beides fuehrt im Ende zur Depression. Die Hyperinflation ist aus meiner Sicht aber verheerender.

Lasse mich sehr gerne zu einer anderen Sichtweise bekehren :-)

dottore z.B. in

Re: BTW: Kostolany war auch gegen einen Goldstandard. Seine Begründung: verfasst von dottore, 01.11.2000, 17:41

aus

https://archiv.dasgelbeforum.net/ewf2000/search.php?search=Weimar+Inflation+Reparatione... Weimar+Inflation+Reparationen

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Der Goldstandard bis in die 70er Jahre hatte immense Nachteile und scheiterte.
( Mit div. Gründen, die ich aber nicht aus dem Ärmel schütteln kann ).
Gruß
ufi

Kostolany ist der bekannten (irrigen) Meinung, Gold sei an der großen Depression der 30er Jahre schuld gewesen. Der tatsächliche Ablauf:

1. GS (= Goldstandard) bis 1914. Dann gehen die kriegführenden Nationen davon ab, weil sie mehr Staatspapier in die ZBs reichen, um den Krieg zu finanzieren, die Deckung wurde gesprengt.

2. Nachkrieg: Die USA kriegen immer mehr Gold angedient (Zahlungen für Kriegsmaterial, Fluchtgold, feste Währung usw.), Sie besitzen 1920/22 schließlich ca. 70 % der Weltgoldreserven. Nach den GS-Regeln hätten sie gegen das Gold so viel zusätzliches Geld ausgeben müssen, dass sie noch und noch inflationiert hätten. Das schrieben die Regeln des Goldstandards implizit vor (Gold immer entlang der Deckung halten).

3. Was aber fehlte war der Z w a n g das umlaufende Geld - notfalls durch Nullzins - so auszuweiten, dass sich die Zahlungs- und damit Goldströme wieder umgekehrt hätten. Die Amis haben mit ihrer Politik der Neutralisierung der Wirkungen des Goldzuflusses die größte Schweinerei der Wirtschaftsgeschichte begangen. Stattdessen drehten sie den Geldhahn ab und drückten ihr Binnen-Preisniveau massiv.

4. Dann kam die Forderung vor allem ans Deutsche Reich, die Reparationen in Gold zu bezahlen. Schon Keynes, damals noch ein kluger Kopf erkannte sofort, dass dies ja nur gehen könne, wenn man D eine aktive Handelsbilanz zugestehen würde (How to pay for the War? - beste Schrift dazu), dies verhinderten vor allem die USA, und dann alle anderen Siegermächte. Damit war Deutschland hoffnungslos verloren - lange bevor Hitler kam.

5. 1926 ging England wieder zum GS in der alten Vorkriegsparität zurück. Resultat: Massive Wirtschaftskrise, weil man ja wieder die alte Golddeckung erzwingen wollte, Streiks, beinahe Volksaufstand.

6. Deutschland nahm nur Kredite auf (goldgedeckte Anleihen), um die Reparationen bezahlen zu können, die in Dawes- und Young-Plan festgeschrieben waren. Eine Zeitlang hat das funktioniert, und D hatte wieder einen GS. Zu einem Zahlungsverzicht waren die Siegermächte nicht bereit, weil sie dann ihre Staatstitelhalter hätten enteignen müssen.

7. Das Reich kam dennoch immer tiefer in die Krise. Gründe: 1. Gewerkschaftsmonopol, daher keine Marktlöhne, 2. 3500 Kartelle, daher zu hohe Monopolprämien, die der Markt nicht bezahlen konnte, weil die entsprechende Zusatzverschuldung nicht ging, weil wiederum der GS das verhindert. Dauerarbeitslosigkeit.

8. 1930 Reichstagsauflösung, weil das Budget wg. der Zuschüsse an die Arbeitslosen-Versicherungen nicht zu decken war. Die Weimarer Republik war ein finanzieller Saustall, lange vor Hitler und damit schaufelte sie tüchtig ihr eigenes Grab. Neuwahlen Im September, und die Nazis kamen mit einem Riesen-Sieg daher (wäre jede Partei gekommen, die gegen das Versailler Diktat - Reparationszahlungen - aufgetreten wäre).

9. Abzug der kurzfristigen Kredite seitens der ausländischen Gläubiger. Liquiditäts-Krise, dann ab Juli 1931 mit der Pleite der Danat-Bank der Beginn der großen Bankenkrise im Reich.

10. Einstellung der Zahlungen in Gold ans Ausland (woher Gold nehmen, wenn nicht stehlen?).

11. Wirtschaftskrise vom Feinsten. Immer mehr laufen über zu der Heilspartei, schließlich Berufung Hitlers zum Reichskanzler. Und der Rest ist bekannt.

12. Dies alles dem Gold oder der Goldwährung in die Schuhe zu schieben, ist krank und zeigt, dass Kostolany von wirtschaftlichen Zusammenhängen keinerlei Ahnung hatte.

Es lag nicht am Gold (es war nie zu knapp), sondern einzig und allein an der Goldneutralisierungschweinerei der Amis, und zusätzlich an der deutschen Wirtschaftsverfassung (Lohn- und Preismonopole). Und an der Tatsache, dass die Gläubiger nicht auf ihre Forderungen verzichten wollten, die bei sinkenden Preisen real immer schrecklicher wurden.

DAS waren die wahren Gründe des Desasters.

Ich habe über diesen Komplex jahrelang wissenschaftlich gearbeitet, und kenne mich da in allen Details bestens aus.

Grüß Gott!

d.

PS

Debitismus pur - bitte ebenfalls studieren:

https://archiv.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=130630 Re: Gern! verfasst von dottore, 15.07.2002, 11:40

… gestrichen (hätte Weimar massiv entlastet)?

Weil die Titelhalter (normale Sparer, die schon durch den russischen Staatsbankrott durch Lenin schwerste Verluste hatten, vor allen die Franzosen, ebenfalls kleine Sparer) sonst die Streicher ihrer Forderungen (Regierungen an der Macht in den Siegerstaaten) zum Teufel gejagt hätten.

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Gruß - Ostfriese

Volatilität zu Beginn der Hyperinflation

Dionysos @, Sonntag, 28.06.2026, 11:56 vor 13 Tagen @ Ostfriese 1830 Views

bearbeitet von Dionysos, Sonntag, 28.06.2026, 12:09

Hallo Ostfriese,

der Chart zeigt die monatliche prozentuale Volatilität der RM zu AU. Die war im Jahr 1923 bekannterweise extrem hoch bis die Mark kollabierte. Eine logarithmische Darstellung als Liniendiagramm bildet leider nicht die Schwankungsbreite ab.

[image]

Kennst Du eine Darstellung, die eine monatliche Volatilität im Anfangsstadium 1918-1921 wiedergibt?

Ich hatte kürzlich den Monatschart AU vs SPX gepostet.
https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=684904

Wenn Du eine monatliche Volatilität von 20 bis 30 Prozent bestätigen würdest, wage ich mal die These, dass der S&P 500 derzeit eine Welle C bis 7.000 bildet. Dort noch einmal am 200 DMA abprallt und im nächsten Lauf die 7.000 nach unten verlassen wird und ein Bärenmarkt beginnt. Der Einbruch am Aktienmarkt könnte zum Auslöser für das Hubschraubergeld werden und die inflationäre Abwertung der 40 Billionen USD Schulden einleiten. Das alles sollte noch in diesem Jahr beginnen. Diese Entwicklung wird absichtlich geschehen. Wie gesagt, es ist nur eine These. Die zeitliche Abfolge könnte aber mit den Fundamentaldaten zusammenpassen (10 Billionen USD Refinanzierung in diesem Jahr)

https://pbs.twimg.com/media/HKWh6ThW4AA1eup.png?name=orig
https://pbs.twimg.com/media/HJ4DFiHW0AA7WTf.png?name=orig

Gruß
Dionysos

--
Armut schafft Demut, Demut schafft Fleiß, Fleiß schafft Reichtum,
Reichtum schafft Übermut, Übermut schafft Krieg, Krieg schafft Armut.

Falsch!

Weiner, Freitag, 03.07.2026, 19:34 vor 8 Tagen @ Ostfriese 831 Views

bearbeitet von Weiner, Freitag, 03.07.2026, 19:41

Warum wurden die Kriegsschulden der Alliierten (Staatspapiere) nicht bezahlt?

Weil die Titelhalter

(normale Sparer, die schon durch den russischen Staatsbankrott schwerste Verluste hatten, vor allen die Franzosen, ebenfalls kleine Sparer)

sonst die Streicher ihrer Forderungen

(Regierungen an der Macht in den Siegerstaaten)

zum Teufel gejagt hätten.

Diese Aussage ist falsch! Richtig ist:

Die Bürger in den Siegerstaaten hätten genausowenig ihre damaligen Regierungen zum Teufel jagen können, wie die heutigen Bückebürger *) ihre Regierungen ganz offensichtlich eben auch nicht zum Teufel jagen können.

Es hätte vielleicht die Alternative bestanden, dass die Regierungen der Sieger wie zB. Frankreich, nicht nur das Rheinland sondern eben ganz Deutschland besetzen und brutal hätten ausbeuten müssen (etwa so wie die Sowjetunion die DDR in den ersten Monaten). Aber das wäre eine recht aufwendige Angelegenheit gewesen (für die damals kriegsmüden Bürger der Siegerstaaten).

Da ist es doch viel einfacher für die ELITE, das Spiel mit Gold und Geld, das die ELITE sehr professionell beherrscht, mit einer neuen Runde wieder aufzunehmen (wie von @dottore ungefähr richtig beschrieben). Das Resultat war am Ende, mit etwas zeitlichem Verzug, dasselbe: Deutschland 1945 ganz besetzt.


*) https://westendverlag.de/Bueckbuergertum/2443

(ich habe es nicht gelesen, kann mir aber gut ausdenken, was drin steht ...)

Interview dazu mit Rieck:

Schlimmer als Shitbürger: Warum die „Bückbürger“ Deutschland ruinieren

https://www.youtube.com/watch?v=rVAA0p5djjM

(nur stichprobeweise reingeschaut; was Poschardt nicht sagt: sowohl die Shitbürger wie auch die Bückebürger wurden und werden von der ELITE künstlich generiert - sie sind schon deren Opfer, bevor sie anfangen könnten, selbst zu denken und zu fühlen ...)

Antwort

Ostfriese @, Samstag, 04.07.2026, 19:05 vor 7 Tagen @ Weiner 669 Views

Hallo Weiner

Vielen Dank für Deine letzten an mich gerichteten Beiträge.

Dazu


Da ist es doch viel einfacher für die ELITE, das Spiel mit Gold und Geld, das die ELITE sehr professionell beherrscht, mit einer neuen Runde wieder aufzunehmen (wie von @dottore ungefähr richtig beschrieben). Das Resultat war am Ende, mit etwas zeitlichem Verzug, dasselbe: Deutschland 1945 ganz besetzt.

erlaube ich mir, meinen Beitrag, mit Verweis auf @sensortimecoms und @Ashitakas Ausführungen, aus Stelters bto https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/waehrungsreserven-sind-nicht-mehr-... Währungs¬reserven sind nicht mehr sicher zu zitieren

Einerseits schreibt @sensortimecoms am 22. Juni 2018 um 10:56 in direkter debitistischer Sprache:

“Rein mathematisch gesehen ist sogar unser heutiges, dem Zwang des Debitismus ausgeliefertes ‘Schuldgeld’ GEDECKT. Wie? Die Antwort ist relativ einfach: Die ‘Deckung’ besteht in der Vorwegnahme aller künftig lukrierbaren Ressourcen, egal ob materieller oder immaterieller Art. Alles Erdenkbare wird belehnt bzw. verpfändet, um das System am Leben zu erhalten. Und jetzt kommt der Höhepunkt des Zynismus (leider!): Ein solches Geldsystem ist deshalb sogar besser ‘gedeckt’ als alle bisherigen ‘gedeckten’ Systeme. Es funktioniert auch noch, nachdem z.B. Gold oder irgendeine andere Deckungs-Einheit an seine Grenzen gelangt ist! Wenn ich daher das debitistische Geldsystem durch ein streng ‘gedecktes Geldsystem’ egal welcher Art ersetze, enge ich damit den wirtschaftlichen Spielraum ein, der im Moment gegeben ist. Die Leute werden zornig wieder nach dem alten System rufen, wenn die Arbeitslosigkeit explodiert. Wann kommt ein (vermeintlich) deckungs-freies debitistisches Geldsystem zu seinem Ende? Erraten: Wenn es zu wenige erdenkbare künftig lukrierbaren Ressourcen materieller und immaterieller Art gibt, die belehnbar bzw. verpfändbar sind. Dieser Marke nähern wir uns.”

und andererseits @Ashitaka https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=578838 23.09.2021, 19:59 in hermetischer debitistischer Sprache:

“Es gilt zu verstehen: Der über den Kredit ermöglichte Zugang zum Geld kann nicht mehr (war nur zeitlich befristet möglich!) an eine gegenwärtig vorhandene Sache (Coin, Gold etc.) gekoppelt werden. Die Geldverteilung ist heute ausschließlich von den Erwartungen der Zukunft abhängig (zeitlich offenes System, Vorgriff, Aufschub). Weil das debitistische System als solches nach jeder inflationären Geld-/Potenzialauskehrung eine deflationäre Wiedereinkehrung (Tilgungsdruck und Verschuldungsunfähigkeit) des einmal durch Kredit geschöpften Geldes erzwingt, weil alle geldpolitischen Entstehungsprozesse an Laufzeiten geknüpft sind (endlich sind), sich das System als solches jede über den Kredit in das System eingebrachte Geldeinheit über selbigen Kontrakt ‘mit der Laufzeit’ wieder entziehen muss (das Prinzip der Schwingung, Aus- und Wiedereinkehrung).”

Gruß - Ostfriese

PS

https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=297302 Rein mathematisch gesehen. Sensortimecom, Montag, 21.10.2013, 09:50 (vor 4639 Tagen) @ Nikolay

https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=578838 Zustimmung! Ashitaka, Donnerstag, 23.09.2021, 19:59 @ Morpheus 3633 Views

Rechtsruck im Silicon Valley

Ostfriese @, Sonntag, 28.06.2026, 08:15 vor 13 Tagen @ Revoluzzer 2452 Views

Hallo Revoluzzer

- Der machtbasierte Debitismus zeigt, dass, jenseits der Dunbar Zahl, die blutige Tyrannis nicht sofort droht, sondern über die Sequenz Demokratie → Plutokratie → Ochlokratie in die Zukunft geschoben werden kann.

- Wir werden noch ganz andere Verschuldungssummen in diesem weiter bestehenden Kreditgeldsystem, in dem ja die Geldverteilung […] heute ausschließlich von den Erwartungen der Zukunft abhängig [ist] (zeitlich offenes System, Vorgriff, Aufschub), sehen.

- JD Vance politisches Bekenntnis, Gewalt wird mit Gewalt beantwortet, steht in der Tradition von Mao Tse-tungs Satz, Die politische Macht kommt aus den Gewehrläufen.

Die philosophischen und machtpolitischen Grundsätze

https://www.3sat.de/kultur/kulturdoku/rechtsruck-im-silicon-valley-100.html Rechtsruck im Silicon Valley Verfügbar bis: 27.06.2031,

die in Silicon Valley vorherrschen, nehme ich teilnahms- und emotionslos zur Kenntnis.

https://www.3sat.de/kultur/kulturzeit/peter-thiel-und-die-apokalypse-gespraech-mit-wolf... Peter Thiel, der Antichrist und Armageddon Verfügbar bis: 08.06.2028
https://www.3sat.de/kultur/kulturzeit/wiener-festwochen-laden-peter-thiel-aus-gespraech... Peter Thiel ausgeladen: Gespräch mit Milo Rau Verfügbar bis: 01.06.2028
https://www.3sat.de/kultur/kulturzeit/vordenker-des-silicon-valley-warum-big-tech-trump... Vordenker des Silicon Valley Verfügbar bis: 25.03.2028
https://www.3sat.de/kultur/control-alt-delete/reihe-control-alt-delete-ayn-rand-100.html "Control. Alt. Delete" - Teil 1: Ayn Rand Verfügbar bis: 12.01.2028
https://www.3sat.de/kultur/control-alt-delete/reihe-control-alt-delete-rene-girard-100.... "Control. Alt. Delete" - Teil 2: René Girard Verfügbar bis: 12.01.2028
https://www.3sat.de/kultur/control-alt-delete/reihe-control-alt-delete-curtis-yarvin-10... "Control. Alt. Delete" - Teil 3: Curtis Yarvin Verfügbar bis: 12.01.2028

Gruß - Ostfriese

Woran ich bei Ayn Rand immer denken muss.

Dragonfly ⌂ @, Sonntag, 28.06.2026, 21:47 vor 13 Tagen @ Ostfriese 1739 Views

The Mike Wallace Interview with Ayn Rand
https://www.youtube.com/watch?v=lHl2PqwRcY0


"Aber Häßlichkeit, an sich ein Einwand, ist unter Griechen beinahe eine Widerlegung. "

F. Nietzsche

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