Israelische Aktie: ICL Group Ltd / Probleme am Horizont: Helium und Brom [mL, Englisch]

Dragonfly ⌂ @, Montag, 20.04.2026, 05:08 vor 27 Tagen 2845 Views

Israelische Aktie: ICL Group Ltd
https://finance.yahoo.com/quote/ICL/?guccounter=1

Der Krieg zwischen den USA und Israel und dem Iran, der sich derzeit in einer instabilen Waffenruhe befindet, hat ein strukturelles Versagen in der globalen Lieferkette für Halbleiterspeicher offengelegt – und zwar nicht das, was Analysten zu beobachten scheinen. Im Fokus steht Helium: Die Anlage in Ras Laffan in Katar fiel aus, ein 45-tägiger Lagerbestandsstopp begann, und die Spotpreise verdoppelten sich innerhalb weniger Tage. Ein Thema, das kaum Beachtung findet, ist Brom, und das potenziell weitaus gefährlichere. Brom ist der Rohstoff, aus dem spezialisierte Chemieunternehmen Bromwasserstoff in Halbleiterqualität herstellen. Dieses Ätzmittel verwenden südkoreanische Fabriken, um die Transistorstrukturen in jedem DRAM- und NAND-Flash-Chip weltweit zu erzeugen. Ein DRAM-Chip ermöglicht rechenintensive Vorgänge und verliert seine Daten, sobald die Stromversorgung unterbrochen wird. Ein NAND-Chip speichert Daten auch ohne Stromversorgung und bildet die Grundlage jeder Form digitaler Speicherung. Zusammen bilden sie die Basis jedes modernen Computergeräts, vom Smartphone in der Hosentasche bis zum Rechenzentrum, auf dem Ihre KI-Anwendungen laufen.


Südkorea bezieht 97,5 Prozent seiner Bromimporte aus Israel. Abgesehen von dieser kritischen Konzentration erfordert die Umwandlung von Brom in Halbleiter-taugliches Bromwasserstoffgas eine spezielle Reinigungsinfrastruktur. Produzenten außerhalb Israels sind bereits voll ausgelastet und können die zusätzliche Nachfrage nicht decken. Der Aufbau neuer Umwandlungsanlagen ist mit jahrelangen Genehmigungsverfahren, der Beschaffung der Ausrüstung und der Qualifizierung der Fertigungsanlagen verbunden.

Die ICL Group, ein israelischer multinationaler Konzern, ehemals bekannt als Israel Chemicals Ltd., betreibt derzeit weiterhin Anlagen am Toten Meer. Israel wickelt den Großteil seines Handels über die Mittelmeerhäfen Haifa und Ashdod ab und umgeht so die Straße von Hormus vollständig. Doch der Iran beschießt seit drei Wochen die Negev-Wüste – Israels südliche Wüste und das Herzstück seiner Verteidigungs- und Industrieinfrastruktur – mit ballistischen Raketen und traf dabei Dimona und Arad, die beide nur 35 Kilometer von der ICL-Anlage zur Gewinnung und Umwandlung am Toten Meer entfernt liegen. Sollte die israelische Bromproduktion verdrängt werden, gibt es außerhalb Israels keine Umwandlungsanlagen, die sofort in der erforderlichen Menge an Halbleiter-tauglichem Bromwasserstoffgas produzieren könnten, und die politischen Entscheidungsträger haben bisher nicht auf diese Tatsache reagiert.

Die Schwachstelle liegt offen zutage, in Reichweite von Raketen und entzieht sich jeglicher sinnvollen politischen Reaktion. Ein Ausfall hätte sofortige und globale Auswirkungen. Innerhalb weniger Wochen würden sich Engpässe auf alle Bereiche ausbreiten, von Endgeräten bis hin zu militärischen Systemen.

Rest hier:
The Bromine Chokepoint: How Strife in the Middle East Could Halt Production of the World’s Memory Chips

ICL Group, aus dem Geschäftsbericht 2025 - Ist Sodom überall?

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Montag, 20.04.2026, 13:05 vor 27 Tagen @ Dragonfly 1980 Views

Hallo Dragonfly,

spannender Fund. Wieviele Reaktorschächte (Anspielung auf Star Wars I, dem allersten Film) gibt's denn sonst noch so in der westlichen Welt?! [[sauer]]

Die ICL Group schreibt dazu:

[...
Our Industrial Products segment produces bromine out of a solution as part of the potash production process in Sodom, Israel, as well as bromine-based compounds. Industrial Products uses most of the bromine it produces for self-production of bromine compounds at its production sites in Israel, the Netherlands and China. Industrial Products is also engaged in the production and marketing of phosphorus -based products, which are produced in Germany and the US. In addition, the segment produces several magnesia, calcium carbonate and salt products which are produced in Israel and France.
In 2025, the Industrial Products segment recorded sales of $1,254 million (including inter-segment sales),up 1% from 2024, representing approximately 18% of ICL’s total sales, same as 2024.
Operating income totaled $220 million, down 2% year-over-year, accounting for approximately 25%
of ICL’s adjusted operating income
, a 1% decrease from 2024.

...]
Seite 66

[...
ICL is a major natural gas consumer in Israel and has transitioned key facilities to natural gas,
...]
Seite 218

Quelle: ICL, Geschäftsbericht 2025
https://investors.icl-group.com/reports-news-and-events/default.aspx#reports

Fazit:

Bei ICL ist die Bromin-Produktion ein Abfallprodukt der Kali-Förderung. Der Abbau bzw. die Produktion von Bromin und Bromin-Derivaten macht 25% des angepassten Betriebsgewinn bei ICL aus.

Sucht man mit Google nach "Bromin-Herstellung insgesamt" meldet sich auch eine KI und behauptet:

[...Der wichtigste Rohstoff für die Bromgewinnung ist Meerwasser. Über 90 % des kommerziell hergestellten Broms werden aus offenem Meerwasser mit einem Bromgehalt von 60 bis 70 mg/Liter gewonnen...]

Das Tote Meer ist nach meinem Verständnis kein "offenes" Meer.
Wenn das denn so ist, dann ist die Bedeutung von ICL für die Bromin-Herstellung mutmaßlich nachrangig. Die Weiterverarbeitung von eventuell bei anderen Firmen hergestelltem Bromin könnte eventuell in den Niederlanden und/oder China erfolgen, wenn die Anlagen in Israel, also in Sodom zerstört würden.


Gruß
paranoia

--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.

Im Gegenteil: Brom ist im toten Meer bereits aufkonzentriert! Und dort ist auch ICL am werken...

heller, Montag, 20.04.2026, 15:50 vor 26 Tagen @ paranoia 1544 Views

nur kurz gegoogelt - und nur den ersten Artikel überflogen.
Ist zwar von 2023, bestärkt aber meinen Verdacht, dass Wasser vom Toten Meer viel besser für die Brom-Gewinnung (und Kalium, englisch Potash) geeignet ist als das dünne Zeug im Atlantik oder Pazifik.

Wikipedia: "Eine besonders hohe Konzentration an Bromid findet sich im Toten Meer. Dieses enthält Bromidgehalte von 5200 ppm"- das wären 5,2 g/l bzw. 5,2 kg(!)/m3.
Ich schätze mal, damit ist Kaliumbromid KBr gemeint. Da aber Brom doppelt so schwer wie Kalium ist, sind das dann immer noch 3,5 kg/m3 Totesmeerwasser.


Dann der Artikel von Wirtschaftswoche zu Mangel an Brom:
https://www.wiwo.de/technologie/wirtschaft-von-oben/wirtschaft-von-oben-234-totes-meer-...

"Auf israelischer Seite [des toten Meeres] ist es das Unternehmen Dead Sea Works Mineralien, eine Tochter des einst staatlichen Chemiekonzerns ICL, das im großen Stil Brom abbaut."

"Der deutsche Chemiekonzern Lanxess beispielsweise fördert im US-amerikanischen El Dorado Brom aus einer Salzsole in zwei Kilometern Tiefe, [...] Das natürliche Reservoir in Süd-Arkansas ist das zweitgrößte der Welt. Die Salzkonzentration ist dort jedoch deutlich geringer als im Toten Meer. Die Herstellung dauert deshalb deutlich länger und ist auch teurer."

USA kann also auch ohne Israel - aber Israel würde natürlich ungern auf den Profit verzichten.

Es geht wohl um die Reinheit.

Dragonfly ⌂ @, Montag, 20.04.2026, 17:58 vor 26 Tagen @ heller 1438 Views

C&P und aus dem Englischen übersetzt:

adrian_b vor 5 Stunden | Stamm | Übergeordneter Beitrag | Weiter [–]

Bei TFA geht es um hochreines Brom, nicht um gewöhnliches Brom.
Die Reinigungsverfahren für alle in der Halbleiterindustrie verwendeten Substanzen sind sehr komplex und werden weltweit nur an wenigen Standorten durchgeführt. Viele Reinsubstanzen werden hauptsächlich von Lieferanten in Deutschland oder Japan bezogen.

Substanzen mit Halbleiterqualität sind deutlich teurer als gewöhnliche Substanzen. Ein tausendfach höherer Preis ist keine Seltenheit, was die Schwierigkeit der Reinigungsverfahren verdeutlicht.

Antworten

adrian_b vor 5 Stunden | Übergeordneter Beitrag | Zurück | Weiter [–]

Ihr Link liefert keinen Beweis dafür, dass die USA Brom für die Halbleiterindustrie produzieren. Brom selbst ist, wie Silizium, extrem günstig und einfach herzustellen.

Reines Brom und reines Silizium sind jedoch sehr teuer und werden weltweit nur an wenigen Standorten produziert.

Sie verfügen vielleicht über Millionen Tonnen Brom, aber wenn keines davon den erforderlichen Reinheitsgrad aufweist, müssen Sie die Halbleitergeräteproduktion einstellen, bis Sie eine Reinigungsanlage gebaut haben, was Geld, Zeit und Know-how erfordert.

Danke. Na dann bin ich ja froh, dass sich Deutschland aus der Chipherstellung verabschiedet hat. Sollen sich..

heller, Montag, 20.04.2026, 18:04 vor 26 Tagen @ Dragonfly 1575 Views

die Südkoreaner und Amis doch Sorgen um das hochreine Brom
und am besten noch um ihre hochreine Moral machen.

</Ironie aus>

Ist da nicht ein Rechenfehler?

eesti @, Schwedt und Cranz(Ostpreußen), Montag, 20.04.2026, 20:06 vor 26 Tagen @ heller 1384 Views

"...Wikipedia: "Eine besonders hohe Konzentration an Bromid findet sich im Toten Meer. Dieses enthält Bromidgehalte von 5200 ppm"- das wären 5,2 g/l bzw. 5,2 kg(!)/m3.
Ich schätze mal, damit ist Kaliumbromid KBr gemeint. Da aber Brom doppelt so schwer wie Kalium ist, sind das dann immer noch 3,5 kg/m3 Totesmeerwasser...."

ppm heißt doch Teile pro Million Teile.
Ein Bromteilchen ist allerdings etwa 3x schwerer, als ein Wasserteilchen.
Müßte dann nicht der Gewichtsanteil des Broms gute 15g/Liter betragen,
oder habe ich da jetzt einen Aussetzer?

--
MfG
LR

Alles ist ein Windhauch.

Totest Meer [KI]

Dragonfly ⌂ @, Montag, 20.04.2026, 22:01 vor 26 Tagen @ eesti 1287 Views

Das Tote Meer hat einen extrem hohen Salzgehalt:

≈ 34 % Salzgehalt (Massenanteil)

Die Massenverteilung der Elemente im Wasser des Totes Meer ist ziemlich ungewöhnlich, weil es kein „normales“ NaCl-Meer ist, sondern stark magnesiumreich.

Man betrachtet dafür meist die gelösten Elemente (als Masseanteil an den Salzen):

Hauptbestandteile (ungefähre Massenanteile der gelösten Stoffe)
Chlor (Cl): ~55–60 %
Magnesium (Mg): ~12–15 %
Natrium (Na): ~6–8 %
Calcium (Ca): ~4–5 %
Kalium (K): ~2–4 %
Brom (Br): ~1–2 %
Einordnung
Anders als im Ozean (dominiert von Natriumchlorid) ist das Tote Meer stark geprägt von:
Magnesiumchlorid
Calciumchlorid
Deshalb:
viel Magnesium
relativ wenig Natrium
Übersetzt in das Gesamtwasser

Da der Salzgehalt ~34 % beträgt:

Chlor allein macht ~18–20 % der gesamten Wasser-Masse aus
Magnesium ~4–5 %
Brom ~0,3–0,6 % (→ mehrere g/L, extrem hoch)
Warum so bromreich?

Das Tote Meer ist ein Endsee:

kein Abfluss
starke Verdunstung
→ schwer lösliche Salze fallen zuerst aus, Bromid bleibt lange in Lösung und reichert sich massiv an.

Rechnung im Detail

heller, Dienstag, 21.04.2026, 08:12 vor 26 Tagen @ eesti 1121 Views

bearbeitet von heller, Dienstag, 21.04.2026, 08:16

"ppm heißt doch Teile pro Million Teile. Ein Bromteilchen ist allerdings etwa 3x schwerer, als ein Wasserteilchen. Müßte dann nicht der Gewichtsanteil des Broms gute 15g/Liter betragen,oder habe ich da jetzt einen Aussetzer?"

Kein Aussetzer, aber andere Deutung :-):-)
Je nach Anwendung wird ppm unterschiedlich verwendet.
Du hast das als Molküle KBr oder Atome Br pro Million Moleküle Meerwasser interpretiert.
Das Meerwasser besteht allerdings aus H2O Molekülen und einem ganzen Sammelsurium gelöster Stoffe. Ist also schwer bestimmbar.

Bei Salzlösungen nimmt man also - soweit ich in Erinnerung habe - in der Regel
g/m3 - das ist bei Totem Meer Wasser nicht gleich g/t, da 1 m3 so salziges Wasser dichter ist. Hier: 1 m3 Wasser = 1,24 t oder 1 t Wasser nur 806 Liter! (>30% Gesamt-Salzgehalt, https://en.wikipedia.org/wiki/Dead_Sea)

Also 5200 ppm = 5200 g/m3 Brom (oder KBr, das wurde aus dem Ursprungsartikel nicht klar)
Wenn man Massen-ppm nähme, wären es 5200 g/t bzw. 5200 g/0,806m3 = 6450 g/m3.
Das erinnert mich an die Alkoholgehalte - es macht einen erheblichen Unterschied, ob auf der Flasche steht 40 ml Alkohol/100g oder 40 g/100 ml [[zwinker]]

Mit den Molgewichten und Atomen Br pro Atomen Meerwasser plage ich mich jetzt nicht rum :-)

Konzentrationsangabe "5200 ppm" ist Massenkonzentration, nicht "5,2 Gramm/Liter"

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Dienstag, 21.04.2026, 15:15 vor 26 Tagen @ eesti 878 Views

bearbeitet von paranoia, Dienstag, 21.04.2026, 15:19

Hallo Eesti,

in der Wikipedia steht etwas von einer Konzentration von 5200 ppm. Das ist eine Teilchenkonzentration, äquivalent zu einer Massenkonzentration.

Du hast das in eine Konzentration der Form "Masse pro Volumen" umgedeutet.

Beispiel

Auf meinem Schreibtisch steht ein CO/CO2-Monitor, der misst zur Zeit 419 ppm CO2 in der Luft.
ppm steht für "parts per million".

Das sind 419 Teilchen unter einer Million Teilchen.
Man beachte: Zähler und Nenner haben dieselbe Einheit, nämlich Teilchen.

Teilchen haben ein unveränderliches Gewicht.

Die Einheit g/l ist sinnlos ohne Kenntnis der Dichte, denn die Teilchenzahl in einem bestimmten Volumen, schwankt ja in Abhängigkeit der Temperatur.

Deswegen muss man immer den Umweg beim Rechnen über die Masse nehmen!

Was aber nicht schwankt, ist das Verhältnis von gelösten Teilchen in Wasser(-teilchen).
Jedes gelöstes Teilchen hat eine bestimmte Masse und jedes Wasserteilchen auch.
Die Massenkonzentration ändert sich nicht, egal ob das Tote Meer fast kocht oder gefroren ist, die Dichte ändert sich aber schon.

Wenn also im Toten Meer außer Kaliumbromid und reinem Wasser nichts ist,

dann rechnen wir aus, was 5200 Teilchen Kaliumbromid wiegen.

Laut Wikipedia wiegt ein Mol (6,022*10^23 Teilchen) Kaliumbromid ca 119g, ein Mol Wasser wiegt ca 18g.

In Summe haben wir also 5200 Teilchen Kaliumbromid und (1000.000-5200= 994.800) Teilchen Wasser.

Wenn wir eine Massenkonzentration ausrechnen, ist es egal, ob wir das Gewicht für 1 Molekül oder ein Mol (6,022*10^23 Teilchen) ausrechnen.

Wir müssen das Gewicht der Kaliumbromidteilchen durch die Summe des Gewichts aus Kaliumbromidteilchen und Wasserteilchen dividieren:

Das Gewicht der Kaliumbromid-Teilchen beträgt
5200 * 119g /Mol = 618.800 g/mol.

Das Gewicht der Wasserteilchen beträgt
994.800 * 18g /Mol = 17.906.400 g/Mol

618.800 g/Mol dividiert durch
(618.800 g/Mol+ 17.906.400 g/Mol)

Das Mol und das Gramm lässt sich herauskürzen und damit beträgt die (Massen!-)konzentration 618.800/(618.800+17.906.400) ~= 3,3%.

Wenn wir also in Sodom mit Hilfe einer Waage 1kg Rotes-Meer-Wasser (nicht 1 Liter!!!!) abfüllen würden, wissen wir, dass unsere Kaliumbromid-Wasser-Lösung 3,3% * 1kg = 0,033 kg = 33 g Kaliumbromid enthält.

Lesetip, Rechnen mit Konzentrationen:

https://www.chemieunterricht.de/dc2/tip/07_07.htm

Die Dichte bei Lösungen benimmt sich gemeinerweise unintuitiv. Entsprechende Tabellenwerke sind aber auch in den schmutzigen Ecken des Internets zu finden.

Das korrekte Rechnen mit Konzentration ist wichtig bei der Selbstherstellung von Medikamenten, z.B. Desinfektionsmitteln oder z.B. Lösungen zum "Verzehr". [[freude]]

Gruß
paranoia

--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.

Das Brom ist aber nicht als Kaliumbromid vorliegend.

eesti @, Schwedt und Cranz(Ostpreußen), Dienstag, 21.04.2026, 20:44 vor 25 Tagen @ paranoia 778 Views

Deine Rechnung ist nur hypothetisch, denn
das Bromid ist ja nicht als Kaliumbromid vorliegend. Das könnte man machen, wenn man das Kaliumbromid fest vorliegend hätte.
Das Bromid ist dissoziiert vorliegend, das Kation dazu ist bunt gemixt, AUCH als Kalium+ Ion.
Aber als Prinziprechnung ist es gut und schön.
Demnächst werde ich mal eine Packung Totes Meer Badesalz kaufen, wo die Inhaltsstoffe angegeben sind.
Ab und an nutze ich es als Basisches Bad, allerdings hatte ich mir letztmalig eine Riesenpackung ohne Inhaltsangabe gekauft, sonst hätte ich schon eine Konzentrationsangabe hier ohne Rechnung angeben können.
Auf meiner früheren Kleinpackung waren noch die Gewichtsprozente angegeben.

--
MfG
LR

Alles ist ein Windhauch.

Meine "hypothetische" Rechnung

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Dienstag, 21.04.2026, 23:04 vor 25 Tagen @ eesti 824 Views

bearbeitet von paranoia, Dienstag, 21.04.2026, 23:40

Hallo eesti,

Deine Rechnung ist nur hypothetisch,

Erklär mir doch bitte, wie man richtig rechnet.

denn
das Bromid ist ja nicht als Kaliumbromid vorliegend. Das könnte man machen, wenn man das Kaliumbromid fest vorliegend hätte.
Das Bromid ist dissoziiert vorliegend, das Kation dazu ist bunt gemixt, AUCH als Kalium+ Ion.

Was ändert das am Verhältnis der Teilchen?

Aber als Prinziprechnung ist es gut und schön.

Dankeschön!

Demnächst werde ich mal eine Packung Totes Meer Badesalz kaufen, wo die Inhaltsstoffe angegeben sind.
Ab und an nutze ich es als Basisches Bad, allerdings hatte ich mir letztmalig eine Riesenpackung ohne Inhaltsangabe gekauft, sonst hätte ich schon eine Konzentrationsangabe hier ohne Rechnung angeben können.

Leider schreibst Du nicht in welcher Form das "Badesalz" vorliegt, ich vermute, das ist ein Feststoff.

Auf meiner früheren Kleinpackung waren noch die Gewichtsprozente angegeben.

Das ist ja nur "hypothetisch" oder? :-)

Ich freue mich auf Deine Anleitung, wie man denn "real" die 5200 ppm umrechnet! :-)

Nachtrag:
Du kannst die Rechnung beliebig verkomplizieren. Rechne alternativ den Masseanteil für andere Bromverbindungen aus. Ohne genaue Angaben pro Bromverbindung geht es aber nicht.

Ich habe den Gewichtsanteil von KBr ausgerechnet.
Der reine Br-Gewichtsanteil von Br liegt bei ca 2,2%.
Weitere genauere Rechnungen erfordern mehr Daten, die hier nicht vorliegen.
Jede zusätzliche Verbindung im Toten-Meer-Wasser mit einem Molekulargewicht, das größer ist als das Molekulargewicht von Wasser ist, erhöht den Nenner in der Rechnung und der Quotient fällt unter 2,2%.

Gruß
paranoia

--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.

Hab mal die KI befragt - und ich finde die detaillierte Antwort solide.

heller, Mittwoch, 22.04.2026, 21:47 vor 24 Tagen @ paranoia 792 Views

Hier die Frage:
"When do you use mass, volume or number of molecules when the unit ppm (parts per million) is given? Is there a rule, e.g. number of molecules when dealing with gaseous concentrations and volumes when dealing with fluids?"


Hier die Antwort:
PPM (parts per million) is a dimensionless ratio expressing a very small concentration: 1 part of something per 1,000,000 parts of the total mixture (or solution/solvent). It can refer to different "parts" depending on context—mass, volume, or number of molecules (moles)—which is why the unit alone can be ambiguous without context or qualifiers like ppmw (by mass/weight), ppmv (by volume), or ppmm (by mole).⁠Wikipedia
General Rules by Phase/Context

There is a common convention (not a strict universal law, but widely followed to avoid confusion):

Gases (especially air pollution, atmospheric chemistry, gas mixtures):
PPM almost always means ppm by volume (ppmv) or by mole (number of molecules).
For ideal gases (most common case at typical temperatures and pressures), volume fraction = mole fraction. So 1 ppmv of a gas in air means 1 molecule of the pollutant per million molecules of air (or 1 volume unit per million volume units).
This is because gas behavior follows the ideal gas law, where equal volumes contain equal numbers of molecules (Avogadro's law). Mass-based ppm would be misleading here due to differing molecular weights.⁠Researchgate
Liquids (especially dilute aqueous solutions, like pollutants in water):
PPM usually means ppm by mass (ppmw), which for water (density ≈ 1 g/mL or 1 kg/L) is numerically equal to mg of solute per liter of solution (mg/L).
Example: 1 ppm of a contaminant in water ≈ 1 mg/L. Volume-based interpretations are less common unless specified (e.g., for immiscible liquids). Mass is preferred because solutions are weighed or because density is close to 1.⁠Wikipedia
Solids (e.g., contaminants in soil, metals, sediments):
Almost always ppm by mass (mg/kg). This is a straightforward weight/weight ratio.

Your suggested rule is close and often correct in practice:

Number of molecules (mole fraction) for gaseous concentrations → yes, standard for gases.
Volume or mass for fluids → for liquids, it's typically mass (or mass/volume like mg/L), not pure volume fraction unless dealing with volume mixing of similar-density liquids.

When to Use Each Basis

Number of molecules (mole fraction × 10⁶):
Best for gases or when reactions/partial pressures matter (e.g., CO₂ in air at ~420 ppm means ~420 molecules of CO₂ per million air molecules). Ideal for comparing molecular-level effects.
Mass (mass fraction × 10⁶):
Used for liquids, solids, or when total weight matters (e.g., trace metals in water or soil). In water, this conveniently matches mg/L.
Volume (volume fraction × 10⁶):
Common for gases (as ppmv). For liquids, it's rarer but appears in some mixing scenarios (e.g., μL/L). Density differences make it less useful than mass for most solutions.

Key Caveats and Best Practices

Always check context or qualifiers: In scientific literature, "ppm" for gases in air pollution is ppmv/mole. For water quality, it's often mg/L (≈ ppm mass). If unspecified, assume the convention for the medium.⁠Wikipedia
Conversions matter when densities or molecular weights differ: For example, converting gas ppmv to mg/m³ requires the molar mass and conditions (temperature, pressure) via the ideal gas law. Mass ppm and volume ppm give different numerical values for the same mixture if components have different densities/masses.
Mixed units: Sometimes you see mg/L called "ppm" even though it's mass/volume (common in water analysis because density ≈ 1 makes them equivalent).
Non-ideal cases: For high-pressure gases or very different densities, revert to explicit mole or mass fractions.

Quick Examples

Gas: 10 ppm CO in air → typically 10 µL CO per liter of air (volume) or 10 molecules CO per million air molecules.
Water: 10 ppm lead in drinking water → 10 mg lead per kg (or liter) of water.
Soil: 5 ppm pesticide → 5 mg pesticide per kg soil.

In summary, the choice depends on the physical state and what property you're interested in (molecular behavior for gases, gravimetric for liquids/solids). When in doubt, specify "ppmv", "ppmw", or convert explicitly using the appropriate basis (mole for gases, mass for condensed phases). This avoids the common ambiguity in the bare "ppm" unit.
1.3s
45 sources

Deine KI deckt sich überwiegend mit meinem Beitrag. + Nachtrag

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Samstag, 25.04.2026, 18:28 vor 21 Tagen @ heller 581 Views

bearbeitet von paranoia, Samstag, 25.04.2026, 18:38

Hallo heller,

was ich ohne nachlesen nicht mehr hinbekäme, wäre das Verdünnen von Lösungen. Fehler im Heimlabor können sich hier final auf das Wohlbefinden des Trinkenden auswirken. :-)

Einschlägige Auguren machen ja die Darmflora als nächstes Angriffsziel aus.

Gruß
paranoia

Nachtrag:

Hier irrt Deine KI:

Mass is preferred because solutions are weighed or because density is close to 1.

KIs können, entgegen landläufiger Meinung, nicht denken.
Für "Mass ist preferred" gibt es nur eine richtige Begründung.
"Mass ist preferred" ist aber auch schon eine Tendenzaussage.

--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.

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