Ami-Blockade gegen Kuba

Dieter @, Montag, 16.03.2026, 23:04 vor 29 Tagen 3883 Views

Hallo,
nach meinem Verständnis ist die Total-Blockade der Amis gegen Kuba ein extremes Verbrechen und gleichzeitig auch eine offizielle Kriegserklärung (so galt das zumindest früher). Es kommt einem Aushungern der Bevölkerung gleich, wie einer Belagerung im Mittelalter mit gleichzeitiger Unterdrückung potenzieller Verbündeter der geknebelten Bevölkerung und Regierung.

Wie sieht die Welt das, liege ich vollkommen falsch?

Gruß Dieter

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Das sektenhafte Denken und Handeln der Grünen und ihrer Anhänger und Wählerschaft ist für Menschen mit gesundem Menschenverstand nur schwer nachzuvollziehen.

Da wird jetzt wirklich gehungert, man bekommt nicht mal für $$ noch etwas zu kaufen.

Griba @, Dunkeldeutschland, Dienstag, 17.03.2026, 09:45 vor 29 Tagen @ Dieter 3241 Views

So jedenfalls ein ehemaliger Fliegerkamerad, der dahin ausgewandert ist und von dessen Rente bisher ein ganzes Dorf gelebt hat. Im Gegenzug haben die Menschen vor Ort sich sehr um ihn (krebskrank, jetzt praktisch geheilt) gekümmert. In den dortigen Krankhäusern gibt es inzwischen nicht mal mehr Verbandszeug...

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Beste Grüße

GRIBA

Der "große Satan" mal wieder. Diesmal Falle umgekehrt - um andere Mächte "zu locken"? (oT)

Wayne Schlegel @, Dienstag, 17.03.2026, 10:03 vor 29 Tagen @ Dieter 2643 Views

(oT)

Wurde auch Zeit, daß sich mal jemand um das Kommunistennest kümmert.

FOX-NEWS @, fair and balanced, Dienstag, 17.03.2026, 23:49 vor 28 Tagen @ Dieter 2394 Views

Die werden nicht so leicht auf Linie zu bringen sein wie Venezuela, aber die Chance war nie größer, das Land von der Plage zu befreien. Vielleicht kommen die Apparatschiks ja bei Kim Jong Un unter, sonst gibt es ja keine anderen Kommunisten mehr ... :-P

Grüße

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Afuera!

Es gibt noch "andere Kommunisten." (mT)

DT @, Sonntag, 22.03.2026, 19:54 vor 23 Tagen @ FOX-NEWS 762 Views

Das Pack der SED, das immer noch hier rumläuft und auf dicke Lippe macht.
Jan van Aken, Heidi Reichinnek, Gysi und Co.

Nach der Wende wurde leider nicht konsequent durchgegriffen.

Na ja...

Andudu, Mittwoch, 18.03.2026, 09:03 vor 28 Tagen @ Dieter 2097 Views

bearbeitet von Andudu, Mittwoch, 18.03.2026, 09:09

...wenn die nicht kommunistisch/planwirtschaftlich wären, könnten die ohne Weiteres vieles selbst herstellen. Die sind in den Tropen, die Bevölkerungsdichte ist nur ein Drittel so groß, wie die in Deutschland, fruchtbares Land, Wasser, Sonne, Wärme etc. vermutlich ein akzeptables Bildungssystem und zumindest theoretisch eine akzeptable Gesundheitsversorgung, gute innere Sicherheit... und bisher gab es auch durchaus Handel, zumindest mit befreundeten Staaten, wie eben Venezuela. Die könnten ein Tourismusparadies sein.

Klar, die Sanktionen erschweren alles und sind eine Schande und die übliche übergriffige amerikanische Dummheit (als ob die sich noch von Kommunismus bedroht fühlen müssten, dass der Schei* nicht funktioniert, hat doch längst jeder gemerkt).

Aber ich rege mich da nicht mehr drüber auf. Idioten auf beiden Seiten, Kopfschütteln und weiter...
den Kommunisten werde ich genauso wenig nachweinen, wie dereinst Trump (integraler Bestandteil des Sumpfes, den er angeblich trockenlegen wollte, geostrategischer Vollspast und Zionistenknecht, bestenfalls ein Einäugiger unter Blinden, für mehr als Abrissbirne reicht es halt dann doch nicht).

seit über 60 Jahren Sanktionen und Blockade, incl. Sekundärsanktionen Unternehmen/Länder

Dieter @, Mittwoch, 18.03.2026, 14:58 vor 28 Tagen @ Andudu 1788 Views

Hallo Andudu,
bin gewiß kein Freund von Sozialismus und Kommunismus. Aber das sollen die Kubaner für sich entscheiden, bzw. sie haben sich mal entschieden, als sie von den Amis und ihrem Wirtschaftsmodell mehr als ausgenutzt wurden.

Ich stelle mir gerade vor, wie es uns gehen würde, wären wir eine Insel und wenn wir seit 60 Jahren von den Amis (einschl. Sekundärsanktionen gegenüber anderen Staaten und Firmen) sanktioniert und blockiert worden wären, also kein Handel außer humanitäre Hilfsgüter, kein Zugang zum intern. Zahlungsverkehr, kein Technologietransfer, keine Einreisen (Tourismusbranche). Wir wären ein Agrarland mit niedrigerem Niveau als Rumänien.

Dazu die VS-Küstenwache, die alle Schiffe kontrolliert zwecks Einhaltung der Sanktionen. Eine echte Blockade.

Gruß Dieter

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Das sektenhafte Denken und Handeln der Grünen und ihrer Anhänger und Wählerschaft ist für Menschen mit gesundem Menschenverstand nur schwer nachzuvollziehen.

Das bezweifle ich...

Andudu, Mittwoch, 18.03.2026, 17:04 vor 27 Tagen @ Dieter 1747 Views

bearbeitet von Andudu, Mittwoch, 18.03.2026, 17:20

Ich stelle mir gerade vor, wie es uns gehen würde, wären wir eine Insel und wenn wir seit 60 Jahren von den Amis (einschl. Sekundärsanktionen gegenüber anderen Staaten und Firmen) sanktioniert und blockiert worden wären, also kein Handel außer humanitäre Hilfsgüter, kein Zugang zum intern. Zahlungsverkehr, kein Technologietransfer, keine Einreisen (Tourismusbranche). Wir wären ein Agrarland mit niedrigerem Niveau als Rumänien.

...wir hätten allerdings massive Probleme, unseren Energiebedarf zu decken, weil unser Land zu kalt ist, im Wesentlichen nur eine Ernte pro Jahr ermöglicht, man im Winter heizen muss und die Bevölkerungsdichte sehr hoch ist.

All diese Probleme hat Kuba nicht! Die haben m.W. Eisenvorkommen, sie haben fruchtbares Land und was braucht man zum Verhütten? Holzkohle müsste doch reichen, offenbar ja:
https://de.wikipedia.org/wiki/Eisenverh%C3%BCttung_bei_den_Germanen

Hat man Eisen und Brennstoff, ist die halbe Miete schon drinnen (zumal die eben nicht heizen müssen). All die einfacheren Herstellungsverfahren kann man (seit zwei Jahrzehnten) grob bei Wikipedia nachlesen (und derart extrem sind die nicht abgeschottet, Handys kommen wohl auch ins Land). Technologien zu klauen, ist außerdem eine der vornehmeren Aufgaben der Auslands-Geheimdienste.

Eben WEIL sie soviel Zeit hatten, ist vollkommen unplausibel, wieso da alles vor die Hunde geht und die ihren Strom immer noch überwiegend mit Erdöl erzeugen. Wenn die Öl aus Venezuela bekommen, wieso keine Photovoltaik oder besser gleich eine Fertigungsanlage aus China (notfalls über Venezuela)? Klar müsste man das schmuggeln, aber im Ostblock funktionierte das auch immer recht gut. Oder wenigstens Windkraft, Gezeitenkraftwerke, Holzvergaser, Ethanol aus Zuckerrohr wie in Brasilien?

Das mit dem Tourismus ist nicht ganz so einfach, Trump hat da auch (wieder) die Zügel angezogen, aber das lief mal recht gut:
2017 hatten die wohl sogar jede Menge Touristen, 4.25 Mio:
https://de.wikipedia.org/wiki/Tourismus_in_Kuba
dann aber:

"2024 empfing mat mit rund 2,2 Millionen Besuchern sowenige wie seit 17 Jahren nicht mehr, die Corona-Krise nicht mitgerechnet.[13] Zum Ende des Jahres 2025 zeichnete sich nochmal um eine fast 20 % verschlechterte Rate ab. Als einer der Gründe wurde die auch vor den Touristenhotels nicht Halt machende Versorgungskrise genannt."

Ich bleibe dabei, auch anhand einiger Dokus, in denen der kubanische Alltag dokumentiert wird, trotz diverser Lockerungen: trostlos! Genau wie ich es vom Kommunismus kenne (und die DDR war vergleichsweise reich im Ostblock und weit entwickelt). Die Chinesen machen vor, wie man den Mist abstreift und wie das die Entwicklung forciert.

und zumindest theoretisch eine akzeptable Gesundheitsversorgung

FredMeyer @, Mitten in der Karibik, Donnerstag, 19.03.2026, 02:34 vor 27 Tagen @ Andudu 1475 Views

wer es nicht gesehen hat, wird es nicht beurteilen können. Ich hatte im August die Gelegenheit Havanna zu besuchen, auf eigene Faust und privat organisiert, versteht sich von selbst. 4 Wochen wollte ich bleiben, ich hab es dann auf 3 Wochen verkürzt. Am Ende der Reise ist meine Gastgeberin erkrankt und ich hatte die Gelegenheit, das "vorbildliche" Gesundheitssystem kennen zu lernen. Nein, mich zieht es nicht mehr nach Havanna. Vor dieser Reise hatte ich noch eine Vorstellung, die durch die Projektion auf den berühmten Buena Vista Social Club geprägt war. Davon ist nichts mehr übrig geblieben.

--
Fred

Na ja, es ist halt jedem zugänglich, vermute ich, dass es kommunismus- und sanktionsbedingt...

Andudu, Freitag, 20.03.2026, 14:05 vor 26 Tagen @ FredMeyer 1101 Views

...nichts taugt, steht auf einem anderen Blatt :-)

Ein Tag Havanna reichte mir bereits 1997 mT

day-trader, Samstag, 21.03.2026, 15:43 vor 24 Tagen @ FredMeyer 1199 Views

Im Rahmen eines Badeurlaubs in Varadero, geschlossene AI-Anlage, bewaffnete Security-Guards am Strand, die Einheimischen durften uns Hotel-Touris nur an der Wasserlinie anquatschen, haben wir dann natürlich einen Tagesausflug nach Havanna gemacht.

Sagen wir mal so, ich hatte total andere Vorstellungen, Flair, Boheme, chromblitzende Ami-Karossen aus den 50ern, etc

Vorgefunden hatte ich bereits damals Verfall, Dreck, improvisierte KFZ-Schrottlauben und einen veritablen scam-Versuch eines Einheimischen, dem wir uns nach anfänglicher Freundlichkeit nur durch sehr schnelle Flucht entziehen konnten...

Sehr sehr schade, für mich stand damals aber bereits fest, Kuba, nie wieder, obwohl ich die Karibik mag.

Bemerkenswert war damals der Satz eines Guides (ebenso bemerkenswert, dass wir in Kuba auf so einige deutschsprechende Einheimische getroffen sind, der Studenten-/Schüler-Austausch mit der DDR zeichnete wohl dafür verantwortlich):

Umweltverschmutzung ist bei uns unbekannt!

Qualm ab aufs Meer, Feststoffe ab ins Meer.

Schade, schade...

In dem AI-Hotel konntest Du abends nur an der Bar sitzen, die hatten da so einen Riesenglaskübel, der sich über den Abend mit Dollarnoten füllte, geradezu überquoll, man konnte mit dem mitgeführten Bargeld ja ansonsten nicht viel anfangen, außer die Angestellten zu "tippen".

Mir wurde erzählt, ich weiß das vielleicht auch nicht mehr ganz so genau, dass jeder Einheimische damals, vom Manager bis zum Arbeiter, umgerechnet ca. 15 Dollar im Monat in einheimischer Währung bekam, womit die aber nicht wirklich viel kaufen konnten.

Aber trotz des vielen Trinkgeldes in "hartem Dollar", womit die dann in speziellen Geschäften ganz andere Dinge kaufen konnten, war das Personal (manchem Kellner hat man ja auch direkt was in die Hand gedrückt, während der abendlich immer wieder überquellende Glaskelch vermutlich "anders verteilt" wurde) eher höchstens freundlich bemüht, der Frust über ihre Situation troff förmlich aus jeder Pore...

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Best Trade!!!

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