Warum finden Fastfood-Ketten wie McDonald's oder BurgerKing nach wie vor genügend Arbeitskräfte in Deutschland?

Plancius @, Donnerstag, 27.06.2024, 10:31 vor 16 Tagen 3043 Views

bearbeitet von Plancius, Donnerstag, 27.06.2024, 10:34

Schon seit Jahren ist der Trend zu beobachten, dass sich immer mehr Leute aus dem Niedriglohnsektor ins Hartz IV / Bürgergeld verabschieden.

Ich wohne in einer strukturschwachen Region in M-V mit einer nach wie vor überdurchschnittlich hohen Arbeitslosigkeit. Aber seit einigen Jahren bleiben immer mehr Jobs im Niedriglohnsektor unbesetzt.

Das Gastgewerbe findet keine Küchenkräfte/Servicepersonal, die Hotels finden kein Servicepersonal, die Gebäudereiniger finden keine Reinigungskräfte, Paketdienste finden keine Fahrer mehr. Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen.

Obwohl viele Firmen kein Servicepersonal mehr finden und ihre Leistungen deshalb einschränken müssen, sind die Restaurants der Fastfood-Ketten McDonalds und BurgerKing im weiteren Umkreis davon nicht betroffen. Obwohl man dort zum Mindestlohn zu ungünstigen Arbeitszeiten sehr hart im Akkord arbeiten muss, sind dort sogar in der Mehrzahl noch deutsche Arbeitskräfte anzutreffen. Lediglich die Filialen in den Großstädten werden in der Regel von Ausländern bewirtschaftet.

Weder die Ukrainer, noch die Ausländer, die man hier sieht und näher kennt, gehen einer Beschäftigung im Niedriglohnsektor nach. Sie würden dabei nämlich einen Einkommensverlust erleiden. Vielmehr setzen sie Kinder in die Welt, um einer Beschäftigung nachzugehen sowie Anerkennung zu finden und nicht gänzlich in Langeweile zu versinken.

(Ukrainische Frauen sind in DE übrigens wesentlich gebärfreudiger als in ihrer Heimat. Das morphogenetische Feld in DE scheint sich überhaupt positiv auf die Fruchtbarkeit auszuwirken. Ist auch bei vielen anderen "Flüchtlingen" zu beobachten.)

Gibt es eine Erklärung dafür, dass einige Firmen wie McDonalds, BurgerKing oder auch Amazon nach wie vor genügend Arbeitskräfte trotz der Konkurrenz zum Bürgergeld finden, viele andere Dienstleistungsunternehmen aber nicht? Und das trotz der Tatsache, dass die genannten Firmen noch wesentlich unattraktivere Arbeitsbedingungen bieten als z.B. die Gebäudereinigungsfirma um die Ecke, wo man z.B. nicht am Wochenende arbeiten muss und auch nicht so einem extremen Leistungsdruck ausgesetzt ist.

Gruß Plancius

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"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad an Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand." ARTHUR SCHOPENHAUER

Das Küchenpersonal ist eher aus dem Balkan

Echo @, Donnerstag, 27.06.2024, 16:27 vor 16 Tagen @ Plancius 1588 Views

bearbeitet von Echo, Donnerstag, 27.06.2024, 16:31

Es kann regionale Unterschiede geben, da McDonalds ein Franchise ist, doch was mir zuletzt öfter aufgefallen ist, war die Nationalität des Küchenpersonals. Ging so in Richtung Ungarn. Allerdings habe ich einige Zeit keinen Fuß mehr in diese Buden gesetzt.

Was die Bestellannahme betrifft ist es mittlerweile recht hoch automatisiert. Ein großer Touchscreen nimmt die Bestellung und Zahlung an. Teils auch online über Lieferdienste.

Seit den dicken Preiserhöhungen dürfte der Andrang deutlich zurück gegangen sein habe ich gehört? Für die Firmenzentrale kein Verlust, da man vorwiegend eine Immobiliengesellschaft ist, die beiläufig auch Burger brät. Für die Volksgesundheit womöglich ein Gewinn, denn das billige Frittierfett kann sicherlich nicht gut für den Organismus sein.

Oft sind es auch Studenten (meistens weiblich) von weniger betuchten Eltern, die sich ihr Studium (Wohnung, Studiengebühr u.a.) selbst finanzieren müssen.

ebbes @, Donnerstag, 27.06.2024, 16:55 vor 16 Tagen @ Echo 1491 Views

Ich war auch kürzlich im Laden.

Ein "Etwas zwischen Mann und Frau" in der Werbung warb für vegetarische Produkte zu horrenden Preisen.

Nein danke. Dann lieber zum Griechen um die Ecke. Gesünder und Billiger.

ebbes

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Bafin gerechte Warnung:
Obwohl ich mehr als 30 Jahre Erfahrung an der Börse habe, habe ich keine Ahnung vom Markt. Macht nicht nach was ich handle. Vertraut der Sparkasse Buxtehude und ihren Anlagetipps.

Gastronomie in Spanien zum Vergleich

Rainer ⌂ @, El Verger - Spanien, Freitag, 28.06.2024, 01:24 vor 16 Tagen @ Plancius 1702 Views

Durch die Schließung der Gaststätten in Spanien durch Corona hat sich die Beschäftigung in der Gastronomie gewandelt. Die Beschäftigten in der Gastronomie, die arbeitslos wurden, haben sich umorientiert und bemerkt, was für einen beschissenen Job sie hatten. Schlechte Bezahlung und unattraktive Arbeitszeiten. Von denen will keiner mehr in die Gastronomie zurück. Gesundheitswesen übrigens ähnlich. Die Lücke füllen jetzt Ausländer, vornehmlich aus Südamerika.

Rainer

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Ami go home!
RundeKante
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Alle ärgern sich nachträglich über die Corona-Maßnahmen.

SevenSamurai @, Samstag, 29.06.2024, 14:32 vor 14 Tagen @ Rainer 754 Views

Doch niemand, wirklich NIEMAND fordert eine strenge Aufarbeitung oder nimmt diese selbst in die Hand in dem z.B. eine Demo organisiert wird oder eine andere Partei gewählt wird.

Damals nicht. Heute nicht.

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"Wenn ihr euch fragt, wie es damals passieren konnte:
weil sie damals (...)."
Henryk Broder

Man erzählte, dass die Produkte von McDonald’s überall in der Welt erhältlich sein ...

Mirko2 @, 404, Freitag, 28.06.2024, 21:02 vor 15 Tagen @ Plancius 953 Views

Bei weiten nicht, als ich in Liberec (CZ) ein McRib bestellen wollte, gab und gibt es nicht. Die schauten mich an wie ein Auto und zuckten mit den Schultern. Auch Bilder und Menükarte von McDonald's - Deutschland half nicht weiter.

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