Merkwürdige Wirecard-Buchung bei comdirect

Martin @, Sonntag, 18.04.2021, 08:20 vor 19 Tagen 3364 Views

Ich speichere bei comdirect regelmäßig die detaillierten excel-sheets zur Finanzübersicht (Kauf, Verkauf, Dividenten..) ab. Nun ist mir bei der Durchsicht der 2020er-Daten exakt am 23.Juni 2020 ein Verkauf von 50 Wirecard-Aktien aufgefallen, von Aktien, die ich nie besessen hatte. Der Verkauf ist als Verlust von -600,80 € gelistet.

In der Monatsübersicht von taucht der Verkauf nicht als solcher auf, lediglich in der Steuerübersicht, allerdings ohne dass Steuern verrechnet worden sind. Ohne die excel-sheets wäre mir das nicht aufgefallen.

Am 24.6.2020 ist die Aktie vollends verfallen. Hat die comdirect also über Kundenkonten wirecard-Aktien verklappt? Ich kann mir keinen Reim darauf machen, frage aber im Gelben, bevor ich comdirect kontaktiere, ob andere ähnliche Beobachtungen gemacht haben. Wer keine excel-sheets ablegt, kann das wohl nur im Finanzreport vom 1.7.2020 unter Verluste aus Aktien (Steuerübersicht) indirekt als Verlust erkennen. Eine sonst übliche detaillierte Steuermitteilung existiert nicht.

Krass, berichte bitte von Deinem Telefonat mit der Bank.

stokk, Sonntag, 18.04.2021, 10:49 vor 19 Tagen @ Martin 1792 Views

Danke!

Gruß
stokk

Martin, schau mal, ob es im Laufe des Jahres eine Gegenbuchung dazu gibt, vielleicht ein paar Tage später. (mT)

DT @, Sonntag, 18.04.2021, 12:03 vor 19 Tagen @ Martin 1396 Views

bearbeitet von DT, Sonntag, 18.04.2021, 12:35

Hört sich nach einem naked short an.

Ich vermute ja, daß die Broker wie Robinhood ähnliches bei Gamestop gemacht haben,
nämlich "virtuelle Aktien" via Kundenkonten verkauft und ein paar Tage später dann wieder draufgebucht,
für den Kunden neutral, aber für den Markt ganz wichtig.

Noch teuflischer wäre es, die Aktien, die die Robinhood Diamond Hands GEHALTEN hätten, hinter deren Rücken zu verkaufen
und somit den short squeeze aufzulösen, aber es zB auf deren Konten nicht anzuzeigen.

Dann diese Aktien zurück zu kaufen und wieder bei den Kunden einzubuchen.

Den Robinhood-Betreibern und den dahinter stehenden Hintertanen (Hedge Fonds & Co) sowie den Clearing-Dienstleistern traue ich alles zu.

War es nicht auch beim Dividendenstripping (Cum-Cum und Cum-Ex) daß die Banken das zT mit den Aktien der Kunden gemacht haben? Diese Aktien an die Hedge-Fonds verliehen, ohne das Wissen der Kunden? Sogar mehrfach?

Ich wundere mich jedes Jahr wieder, wieso meine Telekom-Aktien mit der 60 ct Garantiedividende pünktlich vor dem Dividendentermin im April herum ansteigen, von ca 15 auf über 17, und pünktlich nach dem Termin auch wieder fallen. Kann man jedes Jahr sehen.

[image]
Deutsche Telekom

Cum-Cum und Cum-Ex Geschäfte mit 55 Mrd EUR Schaden (danke an Olaf Scholz & Co) sind immer noch möglich:
https://www.der-betrieb.de/meldungen/cum-ex-eventuell-immer-noch-moeglich/

Noch merkwürdiger

Martin @, Sonntag, 18.04.2021, 12:51 vor 19 Tagen @ DT 1755 Views

Ich habe nochmals alle Mitteilungen durchforstet und eine Wertpapierabrechnung gefunden, die ich mal routinemäßig - ohne nachzulesen - abgelegt hatte. Danach habe ich (ohne mein Wissen[[kotz]] ) am 22.6.2020 50 Wirecard-Aktien zu 762,40 € gekauft. Da der Kauf nicht in der excel-Tabelle, die jede Bewegung akribisch nachvollziehen sollte, aufgeführt ist, ist mir das nicht aufgefallen.

In den Verrechnungssalden ist dementsprechend nicht die Differenz (762,40-600,80 €), sondern der Gesamtverkaufswert von 600,80 € aufgeführt, bleibt aber in der weiteren Verrechnung anderer verkaufter Aktien über das Jahr ohne Wirkung. Der Vorgang wird immer merkwürdiger. Werde also mal nachhaken.

Zu welchem Preis wurde denn verkauft? wenn > 0 ist das ein Geschenk. Plus der Verlust als steuerliches Geschenk. Du bist undankbar. owT

BerndBorchert @, Sonntag, 18.04.2021, 12:19 vor 19 Tagen @ Martin 877 Views

Nein, bleibt in der Gesamtbilanz ohne Wirkung, taucht lediglich als Verlust auf, ohne mit anderen Gewinnen/Verlusten verrechnet zu werden.

Martin @, Sonntag, 18.04.2021, 12:54 vor 19 Tagen @ BerndBorchert 1080 Views

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