Ganz andere Sichtweise zum Thema China (XXL)

helmut-1 @, Siebenbürgen, Mittwoch, 27.11.2019, 06:12 vor 303 Tagen 4712 Views

Wollte das erst in den unteren China-Blog reingeben, habs aber doch nicht getan, weil der schon so weit hinten liegt. Da hab ich was aufs Mail reinbekommen, was - für mich zumindest - deshalb interessant war, weil es viele Überlegungen, die im Video von DT angesprochen wurden, in einem anderen Licht zeigt.

Als Beispiel nur mal die Aussage von dem Verfasser, dass das derzeitige Bruttosozialprodukt in China bereits unter 3% liegt. In dem nachfolgenden Text geht es um ein Interview, das mit ihm geführt wurde. Ich denke, dass man den Interviewgeber, Herrn Michael Pettis, schon ernst nehmen kann.

https://en.wikipedia.org/wiki/Michael_Pettis

Vieles aus dem Interview, das allerdings relativ lange ist, hat mich da nachdenklich gemacht. Ich habe es freundlicherweise auf mein Mail bekommen, bereits auf deutsch übersetzt, weil man dazu auf dieser Seite (the market.ch) eingeloggt sein müsste.

https://themarket.ch/interview/the-real-economic-growth-rate-in-china-is-already-below-...

"Es braucht wesentlich mehr von diesem gefälschten Wachstum, diesem Aufbau von nutzlosen Dingen, um das offizielle BIP-Wachstum hoch zu halten": Michael Pettis.

"Die reale Wirtschaftswachstumsrate in China liegt bereits unter 3 Prozent".

Michael Pettis, Professor für Finanzwesen an der Peking University, warnt vor dem erheblichen Schuldenüberhang, der die chinesische Wirtschaft belastet. Er glaubt, dass eine lange Zeit der Stagnation unvermeidlich sein wird.

Nur wenige westliche Experten kennen China besser als Michael Pettis. Seit 17 Jahren lebt er in Peking und unterrichtet Finanzen an der Guanghua School of Management der Peking University, wo er sich auf die chinesischen Finanzmärkte spezialisiert hat.

In einem ausführlichen Gespräch mit The Market spricht er über den Handelsstreit zwischen China und den Vereinigten Staaten und die zunehmende Schwierigkeit, nach mehreren Eskalationsrunden einen Deal zu erzielen. "Xi Jinping hat Trump unterschätzt, er hat ihn falsch gelesen", sagt Pettis.

Der Handelskonflikt trifft China in einem sehr schlechten Moment, sagt Pettis: "Die chinesische Wirtschaft ist extrem verwundbar." Xi sollte die Reform der Binnenwirtschaft dringend fortsetzen. "Jeder hier weiß, dass es in China ein ernsthaftes Schuldenproblem gibt, eine tickende Zeitbombe", warnt er. Obwohl Pettis glaubt, dass China in der Lage sein wird, eine Finanzkrise abzuwenden, sagt er, dass eine lange Stagnation unvermeidlich sein wird.

Herr Pettis, im Mai gab es eine dramatische Eskalation des Handelsstreits. Was ist passiert?
Es kommt darauf an, wem man zuhört. Die Chinesen sagen, dass die Amerikaner Tyrannen sind. In Washington gibt es den Glauben, dass bestimmte Dinge vereinbart wurden und dass Peking sich in diesen Punkten zurückzieht. Das Problem ist, dass es sich um eine Verhandlung zwischen Donald Trump und Xi Jinping handelt, außer dass sie nicht persönlich verhandeln. Das bedeutet, dass die Leute, die die Verhandlungen führen, sich zu nichts verpflichten können, ohne es genehmigen zu lassen. Das ist ein schwieriger Weg, um eine Verhandlung zu führen.

Sowohl die USA als auch China hatten im ersten Quartal ein ziemlich starkes Wirtschaftswachstum verzeichnet. Könnte es sein, dass beide Seiten dachten, sie seien in einer stärkeren Verhandlungsposition?
Ich denke, das ist in den USA passiert, aber nicht in China. Denken Sie daran, dass die Wachstumszahlen des BIP in China uns nichts über die Wirtschaft sagen. Wenn Peking 7% Wachstum will, bekommen sie 7%, wenn sie 5% wollen, bekommen sie 5%. Das ist kein reales Wachstum, sondern nur wirtschaftliche Aktivität. Das reale Wachstum in China, wenn Sie alle unproduktiven Investitionen abschreiben würden, wäre viel geringer.

Sie meinen, niedriger als die 6,4%, die kürzlich gemeldet wurden?
Ja, ich denke, die reale Wirtschaftswachstumsrate in China liegt bereits unter 3%. Der Wirtschaft geht es nicht sehr gut, und der Handelskrieg verschlimmert es. Aber auch dies hat keine Auswirkungen auf die veröffentlichten BIP-Zahlen, da es sich um politische Zahlen handelt. Die Ironie ist, dass je schlimmer der Handelskrieg wird, desto höher wird das offizielle BIP-Wachstum wahrscheinlich sein. Um zu zeigen, dass China nicht vom Handelskrieg betroffen ist, werden sie hohe Wachstumsraten ausweisen. Aber Sie müssen verstehen, dass die veröffentlichten BIP-Wachstumszahlen nicht die tatsächliche Leistung des Systems angeben.

Wie sehr schaden die US-Zölle China wirklich?
Die chinesische Wirtschaft ist extrem verwundbar. So wie es derzeit der Fall ist, braucht es eine enorme Verschuldung, um ein politisch akzeptables BIP-Wachstum zu generieren. Die Zentralregierung versucht seit Jahren, diese Schulden zu senken, aber sie war nicht erfolgreich. Die Politik ist sehr wichtig, denn am Ende des 19. Parteikongresses im Oktober 2017 sah es so aus, als hätte Präsident Xi die Macht weitgehend konsolidiert. Das war es, was er brauchte, um Wirtschaftsreformen durchzuführen. Es sah so aus, als hätte er damit angefangen: Sie haben gesehen, wie sich das Schuldenwachstum dramatisch verlangsamt hat. Und dann passierte etwas im April 2018, man begann Gerüchte zu hören, und dann im August wurde klar, dass es eine große Herausforderung für den Präsidenten gegeben hatte. Es wird gemunkelt, dass er wegen seines Missbrauchs der Beziehungen zwischen den USA und China angefochten wurde.

Sie meinen, er wurde innerhalb der Partei herausgefordert?
Es gibt viele Widerstände auf der Eliteebene gegen den Präsidenten. Er brachte ein Drittel von ihnen während seiner Antikorruptionskampagne ins Gefängnis. Unter diesem Gesichtspunkt ist der Handelskrieg also sehr wichtig. Die Hoffnung in Peking war, dass sie zu einer einigermaßen akzeptablen Lösung gelangen konnten, ohne dass China zu viele Dinge ändern musste. Denn je mehr Sie den Exportsektor schwächen, desto mehr Schuldenbildung wird Peking benötigen, um die Lücke zwischen dem realen Wachstum der Wirtschaft und dem offiziell gemeldeten Wachstum zu schließen.

Wenn sie also im Grunde genommen die Dynamik im Exportsektor verlieren, brauchen sie mehr kreditfinanzierte Inlandsinvestitionen, um das Wachstum aufrechtzuerhalten?
Genau. Und das steht im Widerspruch zu ihrem Bedürfnis, das Schuldenwachstum zu senken. Der Handelskrieg ist also sehr wichtig. Sie sagen immer wieder, dass es nicht viel ausmacht, aber ich zitiere Shakespeare, um zu sagen: "Sie protestieren zu sehr, Methinks". Das gibt mir das Gefühl, dass es sehr wichtig ist. Es ist sehr riskant für Peking, die Konfrontation zu eskalieren. Denn wenn Washington nicht nachgibt, dann wird China entweder in einen sehr peinlichen Rückzieher oder in ein sehr schwieriges Handelsumfeld gezwungen.

Was ist bei Xis Umgang mit den Beziehungen zu den USA schief gelaufen?
Sie haben Trump unterschätzt, sie haben ihn falsch gelesen. Es gibt Leute, die seit Jahren argumentieren, dass der chinesische Weg darin bestand, Versprechungen zu machen und sie dann nicht einzuhalten. Ich denke, es gab in China das Gefühl, dass sie dieses Spiel weiterspielen konnten. Trump, mit all seinen Fehlern, und es gibt viele, ist nicht Teil des normalen politischen Prozesses. Er konzentrierte sich auf die Verhandlung realer Ergebnisse. Er war nicht bereit, Versprechungen ohne strenge Durchsetzung zu akzeptieren. Das ist etwas, was die Chinesen nicht erwartet haben. Die Geschichte der Beziehungen Chinas zu den USA und noch mehr zu Europa war geprägt von vielen Vereinbarungen und vielen Lächeln, aber am Ende des Tages war die Einhaltung immer ein anderes Thema.

Kann es noch einen Deal geben, der es beiden Seiten ermöglicht, ihr Gesicht zu wahren?
Ich denke, sie werden einen Deal machen. Aber die Unsicherheit ist viel größer als noch vor wenigen Wochen. Der Grund, warum ich sage, dass sie einen Deal machen, ist, dass beide Seiten einen brauchen. Xi braucht einen Deal, wenn er zu dem wirklichen Problem Chinas, nämlich der Binnenwirtschaft, zurückkehren will. Und Trump braucht einen Deal, weil er etwas haben muss, das er an seine Basis liefern kann. Das Problem ist, dass Trump, was auch immer das Geschäft sein wird, es als "Alles hat sich verändert" drehen können muss. Er braucht einen harten Deal. Aber Xi muss in der Lage sein, es als "Nichts hat sich geändert" zu drehen. Man braucht einen Deal, der in beide Richtungen gedreht werden kann.

Sie haben erwähnt, dass Xi seine Macht gefestigt hat und in der Lage war, Reformen einzuleiten. Ist er wirklich ein Reformer?
China hat wirklich keine Wahl. Sie können nicht zulassen, dass Ihre Schulden von Jahr zu Jahr um das Zwei- bis Dreifache Ihrer Schuldendienstfähigkeit steigen, weil Ihre Schulden bereits weit über 300% des BIP betragen und Sie ein Entwicklungsland sind. Die meisten Leute erkennen, dass dies eine tickende Zeitbombe ist. Peking muss die Schuldenfrage angehen. Ich denke, es gibt diese Anerkennung, dass sie die Schulden vom Wachstum stoppen müssen, und sie verstanden, dass es unmöglich ist, das zu tun, ohne einen signifikanten Rückgang des BIP-Wachstums zu sehen.

Wie sollte das Schuldenproblem angegangen werden?
Der typische Ökonom würde Ihnen sagen, dass Sie produktivitätssteigernde Reformen durchführen und sich aus der Verschuldung heraus entwickeln müssen. Aber seien wir ehrlich: Kein Land in der Geschichte mit zu viel Schulden hat es je geschafft, einfach aus ihm herauszuwachsen. Sie reduzieren ihre Schulden, indem sie entweder säumig sind, indem sie sie aufblähen, die Arbeiter unterdrücken oder die Reichen enteignen. Im Falle Chinas war die Ursache für das enorme Schuldenwachstum eine massive Fehlinvestition in unproduktive Infrastruktur und unnötige Produktionskapazitäten. Daher müssen Sie in einem ersten Schritt die unproduktiven Investitionen stoppen. Aber wenn Sie das tun, reduzieren Sie das Wachstum. Und wenn Sie nicht wollen, dass das Wachstum zu stark nachlässt, brauchen Sie eine weitere Nachfragequelle.

Wie zum Beispiel?
Für eine Volkswirtschaft der Größe Chinas ist der Konsum der Haushalte die naheliegende Wahl. Das Haushaltseinkommen und der Konsum in China liegen heute bei unter 50% des BIP. Das ist das niedrigste Niveau, das je in der Geschichte verzeichnet wurde. Für mich ist also klar, dass das Wirtschaftswachstum Chinas jetzt aus dem Konsumsektor kommen muss. Sie müssen unproduktive Investitionen durch Konsum ersetzen.

Wie kann das erreicht werden?
Es gibt nur zwei Möglichkeiten, den Konsum zu steigern: Einer davon ist die Erhöhung der Verschuldung der Haushalte, was sie in den letzten vier Jahren getan haben. Die Verschuldung der Haushalte in China ist explodiert. Aber natürlich löst das nicht das Schuldenproblem, das bringt es nur auf die Haushaltsseite. Die andere Möglichkeit, den Konsum der Haushalte anzukurbeln, besteht darin, das Einkommen der Haushalte zu erhöhen. Nach 30 Jahren, in denen der Haushaltsanteil zurückgegangen ist, brauchen sie nun den Haushaltsanteil, um zu wachsen. Das bedeutet, dass die Gruppe, die in den letzten 30 Jahren am meisten profitiert hat, die Gruppe, die einen wachsenden Anteil an einer schnell wachsenden Wirtschaft hatte, nun einen schrumpfenden Anteil an einer viel langsamer wachsenden Wirtschaft bekommen muss.

Wer ist diese Gruppe?

Die lokalen Eliten und die lokalen Regierungen, die von den lokalen Eliten kontrolliert werden. Die Lösung ist also sehr einfach: Man muss Vermögen von lokalen Regierungen und Eliten auf normale Haushalte übertragen. Sie kennen diese Lösung seit 2007, und wenn man sich die Reformen des Dritten Plenums 2013 ansieht, ging es ihnen nur um diesen Transfer von Vermögen. Es ist nur politisch unglaublich schwierig, das zu tun.

Um es einfach auszudrücken, Sie sagen, dass die Zentralregierung gegen die Eigeninteressen der Provinzen kämpft?
Ja, es ist interessant zu wissen, dass der Begriff "Eigeninteresse" in China erst Anfang 2008 auftauchte, nachdem Ministerpräsident Wen Jiabao versprochen hatte, mit dem Wiederaufbau der Wirtschaft zu beginnen. Das ist kein Zufall. Wenn Sie diese Reformen durchsetzen wollen, müssen Sie die Eigeninteressen deutlich schwächen und die Zentralregierung stärken. Das ist es, was Xi Jinping in den ersten fünf Jahren seiner Präsidentschaft getan hat.

Nehmen wir also an, die Inlandsverschuldung in China beträgt heute 300% des BIP. Wie kann das abgebaut werden?
Erstens müssen wir verstehen, dass es zwei Arten von Schulden gibt: Gute Schulden sind, wenn Sie Geld leihen, um etwas aufzubauen, das genügend wirtschaftlichen Wert schafft, um die Schulden zurückzuzahlen. Und dann ist da noch die andere Schuld, die schlechte, die verwendet wird, um etwas aufzubauen, das keinen wirtschaftlichen Wert schafft. Der Weg, um damit umzugehen, ist, dass Sie die Schulden loswerden und die Kosten jemandem zuweisen müssen. Wie kann man das tun? Nun, Sie können ausfallen und umstrukturieren, was bedeutet, dass die Gläubiger die Kosten tragen. Das ist in China schwierig, denn die Gläubiger sind die Banken und die Banken werden von der Regierung garantiert. Eine andere Möglichkeit ist, die Kosten dem Haushaltssektor zuzuordnen, der in der Regel politisch schwach ist.

Wie wird das gemacht?
Durch die Einführung negativer Realzinsen für die Ersparnisse der privaten Haushalte. Das ist es, was in China in den letzten Jahrzehnten passiert ist. Das Problem heute ist das Thema, über das wir gerade gesprochen haben: Wenn die Regierung will, dass die Haushalte ihre Ausgaben erhöhen, können sie sie nicht dazu bringen, die Kosten für die gesamte unproduktive Verschuldung der Wirtschaft zu tragen. Also, wer sonst? Im Idealfall möchten Sie, dass die Ausländer die Kosten für Forderungsausfälle tragen, aber in China sind die Ausländer nicht die Kreditgeber. Es gibt also nur noch die Regierung. Und damit meine ich nicht die Zentralregierung, sondern die lokalen Regierungen. Der effektivste Weg für China, den Schuldenstand zu senken, besteht darin, die lokalen Regierungen zu zwingen, für die Schulden in ihrer Region zu bezahlen.

Wie können sie das tun?
Lokale Regierungen besitzen viele Vermögenswerte, wie z.B. Immobilien und staatliche Unternehmen. Sie sollten diese Vermögenswerte verkaufen und den Erlös zur Rückzahlung der Schulden verwenden. Es gab viele Vorschläge, aber es geschieht einfach nicht. Die Macht der lokalen Eliten hängt in hohem Maße von der Kontrolle der lokalen Regierung über diese Vermögenswerte ab. Es ist unglaublich schwierig für die Zentralregierung, sich mit den lokalen Eliten zu messen.

Über die Frage der unhaltbaren Verschuldung in China wird seit Jahren gesprochen.
Ja, das ist wahr. Vor zehn Jahren war es noch umstritten. Vor zwei Jahren hörte es auf, umstritten zu sein. Jeder hier weiß, dass es ein ernsthaftes Schuldenproblem gibt.

Und doch ist bisher nichts Schlimmes passiert. Warum kann das investitionsgetriebene Wachstumsmodell nicht noch eine ganze Weile andauern?
Wenn man die Berechnung macht, ist es schwer vorstellbar, dass es noch zwei bis vier Jahre dauert. Es ist ein Fehler zu sagen, dass nichts Schlimmes passiert ist. Etwas Schreckliches ist passiert: Die reale Wachstumsrate der Wirtschaft hat sich deutlich verlangsamt. Es braucht mehr und mehr von diesem gefälschten Wachstum, diesem Aufbau von nutzlosen Dingen, um das offizielle BIP-Wachstum hoch zu halten. Was die Wirtschaft wirklich tut, die Menge an Reichtum, die sie erzeugt, ist viel geringer als die ausgewiesene BIP-Wachstumszahl. Wenn man sich den privaten Sektor in China ansieht, sieht man, dass er bereits rückläufig ist. Das ist sehr beunruhigend.

Ich höre oft das Argument, dass China eine Kommandowirtschaft ist. Sie können die Schuldenproblematik lösen. Sie werden nicht wie der Westen im Jahr 2008 einen finanziellen Zusammenbruch erleiden.
Ich stimme in einem Punkt zu: Sie werden höchstwahrscheinlich keine Finanzkrise haben, weil die Banken vom Staat kontrolliert werden. Was ich für viel wahrscheinlicher halte, ist, dass die Wachstumsraten einfach weiter fallen werden und wir ein oder zwei Jahrzehnte der Stagnation haben werden. Das ist unvermeidlich. Wenn man sich die arithmetische Betrachtung des Wachstums ansieht, ist es ganz klar, dass das chinesische BIP-Wachstum deutlich überbewertet ist und dass eine Überbewertung im Laufe der Zeit amortisiert werden muss.

Wie gesund ist das Bankensystem?
Es ist bankrott. Es ist zahlungsunfähig, aber es wird vom Staat garantiert. Als ich vor 17 Jahren das erste Mal nach China kam, gab es hier oft einen Ansturm auf eine Bank. Aber 2007 hörte das auf, denn die Glaubwürdigkeit des Bankensystems stieg enorm. Es gab den Glauben, dass die Regierung die Einlagen garantieren würde. Jetzt ist diese Garantie ausdrücklich. Solange die Leute der Staatsgarantie vertrauen, wird es keine Bankläufe geben. Deshalb glaube ich nicht, dass wir eine Bankenkrise haben werden.

Was ist mit dem Argument der Kommandowirtschaft?
Denken Sie daran, dass das gleiche Argument über die UdSSR in den 1960er Jahren vorgebracht wurde, als sie so schnell wuchs. Der renommierte Ökonom Paul Samuelson prognostizierte, dass die UdSSR 1984 die USA als größte Volkswirtschaft der Welt überholen würde. Es ist nicht ganz so ausgefallen.

Das Argument wurde in den 1980er Jahren erneut mit Japan geäußert. Japan ist per Definition keine Kommandowirtschaft, aber sein Wachstumsmodell war stark zentralisiert und wurde vom Handelsministerium und dem Finanzministerium betrieben. Japan hat die inländische Sparquote angehoben und die Ersparnisse in staatlich gelenkte Investitionen umgeleitet. Damals sagten alle, dass Japan bald die größte Volkswirtschaft der Welt sein würde. Aber innerhalb von zwei Jahrzehnten war der Anteil Japans am Welt-BIP von 17% auf 7% gesunken.

Das ist eine riesige Kontraktion, ähnlich wie in der UdSSR zwischen den 1960er und 1980er Jahren. Eine Kommandowirtschaft zu sein, erspart Ihnen keine Anpassungen. Es könnte in der Lage sein, eine schmerzhafte Krise abzuwenden, aber das geht zu Lasten einer langen, schleifenden Abwärtsbewegung.

Ein weiteres Argument, das oft gehört wird: China kann seine riesigen Währungsreserven nutzen, um eine starke Abschwächung der Wirtschaft zu verhindern.
Riesige Reserven helfen Ihnen nur, wenn Sie viel Auslandsschulden haben. China hat das nicht, sein Problem ist die Inlandsverschuldung. Große Währungsreserven sind kein Zeichen von Stärke, sie sind ein Zeichen für erhebliche innere Verzerrungen. Der Grund, warum ein Land große Reserven aufbaut, ist in der Regel, wenn es über eine unzureichende Inlandsnachfrage verfügt. Sieh dir die Geschichte an: Die drei größten Sammlungen von Währungsreserven in den letzten 100 Jahren waren die USA 1929, China heute und Japan Ende der 80er Jahre. Im Falle der USA konnten diese Reserven die Weltwirtschaftskrise nicht verhindern. In Japan konnten sie zwei Jahrzehnte der Stagnation nicht verhindern.

China besitzt mehr als 1,2 Billionen Dollar an US-Treasuries. Können sie sie in irgendeiner Weise als Waffe im Handelskonflikt einsetzen?
Nein. Einige Leute sagen, sie könnten die Treasuries verkaufen und den USA damit schaden. Das ist Unsinn. Es wird keine Störungen an den Märkten verursachen, denn die Fed und andere Investoren können sie einfach kaufen. Sie müssen sich daran erinnern, dass China diese Treasuries nicht als Gefallen gekauft hat, sie haben den USA nicht geholfen, indem sie einen Kredit aufgenommen haben. Sie kauften sie, weil sie Leistungsbilanzüberschüsse erzielten und die Währung davon abhalten mussten, zu viel zu wachsen.

Nehmen wir an, sie haben sie alle verkauft. Was würden sie mit dem Geld machen? Wenn sie es zurück nach China bringen würden, würde der Yuan zu sehr steigen. Das würde Peking nicht wollen. Was sollten sie sonst tun? Weder die Europäer noch die Japaner würden wollen, dass sie Euro und Yen kaufen. Theoretisch könnten sie Kredite an Entwicklungsländer vergeben, aber die Chinesen haben wirklich schlechte Erfahrungen mit der Kreditvergabe an Entwicklungsländer gemacht. Venezuela hat sie gerade 23 Milliarden Dollar gekostet, das war ein großer Schock für Peking.

Auf internationaler Ebene treibt Peking seine Belt and Road Initiative voran. Ist diese Initiative wirtschaftlich gesehen eine gute Sache für China?
Die Schlüsselfrage bei Investitionen ist immer: Ist die Investition produktiv? Können Sie Ihr Geld durch den wirtschaftlichen Wert dieser Investition zurückbekommen? Ein chinesischer Freund sagte mir kürzlich, dass Peking durch die BRI Investitionen im Ausland verschleudert, anstatt es zu Hause zu investieren. Wenn Sie also das Geld nicht zurückbekommen, was ist der Unterschied zwischen dem Bau eines Flughafens in China, den niemand braucht, oder einem Verlust in Venezuela?

Ehrlich gesagt, - für eine Baumenschen wie mich, der von Welthandel und Weltwirtschaft keine fundierte Kenntnis hat,- war das alles verständlich angesprochen. Dadurch relativiert sich auch die These, dass China aufgrund der riesigen Dollarbestände die USA jederzeit hops gehen lassen könne, wenn sie diese Dollars auf den Markt werfen.

Es geht aber noch weiter in dem Mail, - ich setze es anschließend, weils sonst zu lang und zu unübersichtlich wird.

Es geht weiter in dem Mail, das zu mir kam (2.Teil)

helmut-1 @, Siebenbürgen, Mittwoch, 27.11.2019, 06:29 vor 303 Tagen @ helmut-1 3168 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 27.11.2019, 06:39

Der Mailschreiber führt weiter aus, im Anschluss an das Interview mit Pettis:

Michael Pettis ist Professor für Finanzwirtschaft an der Guanghua School of Management der Peking Universität. Seit 2002 lebt er in China. Davor lehrte er von 1992 bis 2001 an der Graduate School of Business der Columbia Universität. Bevor er in die akademische Welt wechselte, war er Investmentbanker für Bear Stearns und Credit Suisse First Boston, spezialisiert auf Aufstrebende Schwellenländer.

Außerdem als Bonus schreibe ich jetzt mal etwas, wovon ich sicher bin, dass es kontrovers ist und nicht jeder mit mir übereinstimmen wird.

Aufgrund verschiedener Faktoren und Vorkommnisse stelle ich mir immer wieder die Frage: Sind die USA und China vielleicht Verbündete?

Vor kurzem habe ich dazu einen Kommentar in einem Forum gelesen, der Beiträge von anderen Teilnehmern beantwortet hat, aber vom Moderator wieder gelöscht wurde, weil er wohl (so interpretiere ich das Forum) mit dessen Weltbild offensichtlich nicht ganz übereinstimmte?

Er erschien in Englisch, allerdings hatte ich ihn nach dem Lesen noch rechtzeitig vor der Löschung für mich übersetzt.

Zitat: "Bevor ich meine kontroversen Bemerkungen mache, möchte ich sie mit den Fakten einleiten, dass ich keine Gehässigkeit gegenüber dem chinesischen Volk und der chinesischen Kultur empfinde und dass ich wirklich gegen einen Regimewechsel in China bin. Ich bin jedoch erstaunt über die Tatsache, dass, obwohl die meisten auf dieser Website ein gutes Verständnis dafür zu haben scheinen, was international vor sich geht, zumindest im Vergleich zum durchschnittlichen, gehirngewaschenen US-Bürger, fast jeder hier der Idee verfallen zu sein scheint, dass China die Welt vor der US-geführten, unipolaren, US-regelbasierten, liberalen Weltordnung, durch ihre Initiative "Belt and Road" retten wird, zusammen mit der Vorstellung, dass die USA China aufgrund der oben genannten Fakten als ihre primäre Bedrohung ansehen und dass die US-China-Beziehung aufgrund des extrem ernsten "Handelskrieges" und des noch schwerwiegenderen "Hongkong-Aufstandes" in "großen Schwierigkeiten" steckt.

In Wirklichkeit treten die Fakten vor Ort im Grunde genommen in einem alternativen Universum auf, verglichen mit den auf dieser Webseite dargestellten Märchen, einem Universum, in dem US-Unternehmen wie Apple trotz des "großen Handelskrieges" weiterhin die Produktion nach China auslagern, der wohlhabende chinesische Geschäftsmann weiterhin High-End-Immobilien in den USA kauft (was zur Gentrifizierung in vielen US-Städten beiträgt) und seine Kinder an US-Universitäten schickt, während US Großhandels-Unternehmen (z.B. Costco) und Fast-Food-Ketten (z.B. Starbucks) weiterhin in China expandieren, wozu die Tatsache hinzu kommt, dass chinesische Aktien (sowohl private als auch staatliche) weiterhin an der NYSE gehandelt werden, China mit Nullsanktionen der USA konfrontiert wird, dass der "große Handelskrieg" absolut keine Auswirkungen auf die Volkswirtschaften der USA oder Chinas hat, sowie dass China trotz seines Engagements für den "Sozialismus mit chinesischen Merkmalen" (sie können sogar ihre staatlichen Banken privatisieren) seine "Reform und Öffnung" verdoppelt, und dass ihre vermeintlich "nationalistischen" Jugendlichen sich schnell verwestlichen (es gibt Gerüchte, dass sie sogar Globohomo annehmen können).

Trotz all dieser "Widersprüche" (wie Mao es sagen würde), sollen wir glauben, dass China der große "Retter" ist, der die Unipolarität der USA beenden und die Multipolarität durch seinen wundersamen "Belt and Road" einleiten wird, und dass der Rest dieses noch jungen Jahrhunderts von der epischen "Schlacht" zwischen den USA und dem "Roten" China dominiert wird (ich habe jetzt nicht einmal die historischen Fakten erwähnt, dass China den USA geholfen hat, den Kalten Krieg zu gewinnen, und dass seine "Reform und Öffnung" dazu beigetragen hat, den US-Börsenmarkt auf das Niveau zu bringen, auf dem er sich derzeit befindet, während es dabei den mittleren Westen deindustrialisiert hat).

Es tut mir leid, aber ich muss den Quatsch über die Erzählung der "China Challenge" deutlich machen, denn es wäre wahnsinnig intellektuell unehrlich, alle Fakten, die ich hier jetzt dargelegt habe, zu ignorieren und zu sagen, dass China die Welt vor der US-Unpolarität retten wird, weil sie eine rote Flagge und eine neue Seidenstraße haben und alle Xi Jinping's Gedanken und Sozialismus mit chinesischen Merkmalen begrüßen), wenn es für jede vernünftige, offen denkende Person unverkennbar ist, dass das "Rote" China ein US-Satellit ist, der eine der Schlüsselsäulen in der US-geführten, unipolaren, liberalen regelbasierten Ordnung ist, dass es mit seiner gefälschten Seidenstraße (die nur eine Falle ist, um Russland und den Iran von dem US-Satellitenstaat abhängig zu machen, der auch als "Rotes" China bekannt ist), dass, obwohl in Wirklichkeit das ganze "Rote" China wirklich nur eine riesige Tarnung für Wal-Mart und ein Bollwerk gegen Russland (das Hauptland, das die USA wirklich zerstören wollen) ist.

Nur weil ich Putin unterstütze, weil er auf wundersame Weise den vollständigen Zusammenbruch Russlands vor 20 Jahren verhindert hat und zusammen damit, die Krim zurückerobert und Assad gerettet hat, bedeutet das nicht, dass ich ihn für unfehlbar halte und nicht merke, dass auch er Fehler macht. Persönlich glaube ich, dass Putins größter Fehler darin besteht, dass er (im Gegensatz zu seiner Darstellung in den US-Medien als eine Art "Schlimmer-Russen-Bond-Bösewicht") unter extremer Naivität leidet, indem er annimmt, dass jeder neue US-Präsident (ob Bush, Obama oder Trump) einen "Großen Neustart" einleiten wird und plötzlich Jahrzehnte der US-Politik umdreht und die nationale Souveränität Russlands respektiert, zusammen mit der Gewährung seines traditionellen Einflussbereichs im postsowjetischen Raum.

Jetzt, nach dem dritten fehlgeschlagenen Neustart, von dem Putin erwartete, dass Trump (nicht wegen des falschen Russengate's, wie von den MSM behauptet, sondern weil der naiv geliebte Trump wirklich mit Russland befreundet sein wollte), ohne es überhaupt zum Start zu bringen, hat er sich jetzt verzweifelt, nach Osten gewandt und leider in die Märchengeschichte eingekauft, dass das "Rote" China mit seiner gefälschten Seidenstraße Russland retten und eine multipolare Weltordnung schaffen wird. In Wirklichkeit ist dies, wie ich bereits sagte, eine Falle der USA, um Russland dazu zu bringen, unwissentlich in die Arme des größten US-Satelliten ("Rotes" China) zu laufen, der sie im richtigen Moment (d.h. wenn Putin 2024 aufhört) ausnehmen wird.

Neben der Tragödie von Putins Naivität befürchte ich auch, dass mit Ausnahme von Putin, Lavrov und Shoygu eine große Mehrheit der russischen Regierung mit Pro-US Liberalen kompromittiert wurde, die darauf warten, dass Putin die Macht aufgibt, damit sie sein Erbe zerstören können, indem sie das Mutterland auf einem Tablett an die USA oder seinen "roten" Satelliten China übergeben. Abschließend glaube ich bedauerlicherweise, dass Russland, so viel Gutes Putin auch getan hat, wahrscheinlich eine noch stärkere Führung braucht (dieses Dossier existiert wahrscheinlich sogar), neben einer umfassenden Transformation des politischen Systems weg von der liberalen Demokratie und hin zu etwas, das dem russischen Erbe besser entspricht (vorzugsweise einem nationalistischen Ein-Parteien-Staat), um zu verhindern, dass das Land von pro-westlichen Liberalen infiltriert und eingenommen wird, wie es mit der viel stärkeren Sowjetunion tragischerweise passiert ist.

Die Antwort auf deine Aussage, ich würde glauben, dass Russland eine "Tankstelle" ist, könnte nicht weiter von der Wahrheit entfernt sein. In meiner kontroversen Meinung glaube ich, dass, obwohl es viel schwächer ist als die Sowjetunion, die Tatsache, dass Russland das einzige Land (offensichtlich neben den USA) ist, das eine Atomtrikade hat und dass seine Bürger nicht für die Wall Street in Ausbeuterbetrieben schuften, allein Russland viel stärker macht als das hauptsächlich von den USA viel gehypte "Rote" China, wo das gesamte konventionelle Militär aus Sturmgewehren, Panzern, Kampfflugzeugen, Kriegsschiffen, etc. besteht, kopiert von Russland und den USA, und das chinesische Atomarsenal ist kaum weiter entwickelt als das von Nordkorea, LMAO (Witz beiseite, ich habe eine Million Mal mehr Respekt vor Nordkorea als vor China, weil diese sich zumindest geweigert haben, die Arbeitsleistung ihrer Bürger an die Wall Street zu verkaufen, und damit hat man in jedem Falle mehr getan, um die eigene Souveränität zu bewahren, als das "Rote" China).

Alle diese Zahlen zeigen, dass China 500 Millionen Menschen aus der Armut herausgeholt hat, wofür sie die falschen Richtlinien der Weltbank verwenden, die die "Armutsgrenze" bei 1,90 Dollar pro Tag definieren, LOL. Das bedeutet, dass jemand, der 1,91 Dollar pro Tag verdient, unter Weltbankstandards, LMAO, bereits "Mittelstand" ist. Was die chinesischen Hyper's aber nicht sagen, ist, dass vor der "Reform und Öffnung" jedem chinesischen Bürger Nahrung, Unterkunft, Gesundheitsversorgung und Beschäftigung garantiert wurden, während nach der "Reform und Öffnung" alles, was jedem chinesischen Bürger garantiert wird, ein Netz ist, um in die Welt des sozialen Netzes zu kommen und für die Wall Street zu arbeiten, damit seine billige Arbeitskraft nicht verschwendet wird.

Nun, das war wohl ein epischer Misserfolg ihrerseits, dass sie dachten, die Darstellung eines Bildes von Präsident Xi neben dem US-Kriegsverbrecher Henry Kissinger würde beweisen, dass das "Rote" China die Welt vor der von den USA geführten, liberalen, regelbasierten Ordnung retten würde und dass es eine wichtige Säule von Multipolar ist - LOL. Übrigens sieht man auf dem Bild auch Beamte von realen US-Satelliten wie Ägypten und Japan, einen ehemaligen US-Finanzminister, zusammen mit dem Credit Suisse CEO im Publikum. Also sie müssen wohl große Anhänger des "Xi Jinping Gedankenguts" sein, LMFAO."

Der Mailschreiber weiter:
Ich stimme mit diesen Gedanken im Großen und Ganzen überein, denn z.B. hilft China der US-Wirtschaft immer wieder auf die Beine, wenn u.a. der Dow oder S&P mal wieder in Richtung abwärts gehen u.v.m., was man alles sehen und damit auch beweisen kann (sofern man das Thema versteht), aber ganz deutlich tritt es beim 'sogenannten Handelskrieg' zutage.

Ein anderer Kommentar zum Thema China, Link leider gelöscht (aber auch interessant, wie ich finde).

Zitat (auch übersetzt) zum Thema "Untergang des westlichen Systems"

"Ich lebe in China und stimme dieser Aussage nur insofern zu, dass China sehr gut darin ist, Sachen zu kopieren, die vom Westen kommen und dort funktionieren und auch weil der Westen im Niedergang begriffen ist. Im Gegensatz zu Japan und Europa, die kulturelle Goldminen sind, ist China eine kulturelle Wüste: Ich spreche als durchschnittlicher 'Joe Beobachter' von der Straße, nicht als jemand, der Anlagekunst an die chinesische Elite verkauft.
In gewisser Weise haben sie eine Ausrede, weil die kulturelle Revolution die meisten chinesischen Künstler zerstört hat, aber China hatte nie einen Musik-Weltstandard, nie eine Weltstandard-Malerei, etc. Sicher, die verschiedenen Dynastieführer produzierten Keramik und etwas "Kunst", aber ich würde schon sagen, dass der Wert ihr Alter ist und nicht ihre Schönheit: Gehen Sie zum National Palace Museum in Taiwan, um die besten Stücke zu sehen, die vor ihrer Zerstörung gerettet wurden. Besuchen Sie das Yau Ma Tei Theater in Hongkong, um einen Eindruck vom original chinesischen Theater zu bekommen (alles auf Chinesisch), aber ich schlage vor, dass sie besser Ohrstöpsel mitnehmen.

Lassen Sie mich feststellen, dass ich nicht sehr viel über die chinesische Literatur weiß, obwohl es mir klar ist, dass dies einer der reicheren Bereiche in der chinesischen Kultur ist.

Hongkong hatte sich einen Ruf als Film schaffender aufgebaut, Bruce Lee und dergleichen, aber das alles ist jetzt im Niedergang begriffen. Die einzigen Musiker, die sie in China sehen werden, sind die westlichen Rucksack-Touristen, die sich damit etwas Geld verdienen. Keine Original-Bands in Bars oder anderswo - im Gegensatz zu Japan, wo die Musik überall ist - mit Ausnahme von Western-Bars, wo es Cover-Bands gibt. Es gibt auch westlich ausgebildete klassische Musiker, aber klassische Musik ist keine chinesische, sondern eine westliche Kultur.

Was das Zeichnen/Malen betrifft, so findet man viele Chinesen, die Kopien westlicher Klassiker anfertigen, aber nicht viel auf dem Weg zur Originalkunst, obwohl sich das langsam ändert, da westlich ausgebildete Chinesen nach China zurückkehren - zum ersten Mal sah ich letzte Woche einen Künstler mit einer Staffelei an einem Touristenort.

Natürlich hat die chinesische Regierung (die wirklich alles kontrolliert) das Geld und scheint auch bereit zu sein, es auszugeben, um sich selbst eine kulturelle Identität zu geben. Wir werden sehen, was sie zusammen schustern können. Sie werden irgend etwas produzieren, da sie es sich leisten können, die Besten einzustellen.

Es gibt keine ausgeklügelte Religion, die die Chinesen verbindet: Sie verehren ihre Vorfahren, aber es ist trivial und ist nicht wirklich eine Religion oder ein Glaube, sie beinhaltet ein paar Zeremonien pro Jahr, bei denen die Menschen ihre toten Vorfahren respektieren, die sie kannten, als sie noch lebten (Großeltern, etc)."

Auch eine für mich interessante Darstellung der Situation in China. Aber der Mailschreiber ist noch nicht zu Ende. Der besseren Übersicht halber bringe ich es anschließend.

Und nun der dritte und letzte Teil

helmut-1 @, Siebenbürgen, Mittwoch, 27.11.2019, 06:37 vor 303 Tagen @ helmut-1 2956 Views

Der Mailschreiber:

Nun wird es etwas konkreter.

Link: http://world.time.com/2007/08/28/why_the_us_and_china_are_desti/

Text: "Warum die USA und China dazu bestimmt sind, Verbündete zu sein.....

Ich hatte kürzlich ein langes Gespräch mit Thomas P. M. Barnett, einem der interessantesten Denker der Verteidigungs- und Außenpolitik in den Vereinigten Staaten...

Barnett: (lacht ein wenig): "Sie (die Japaner) taten sich schwer damit, das verstehe ich. Aber aus unserer Sicht würde es Chinas Aufstieg nutzen und helfen, sie nicht nur wirtschaftlich, sondern auch sicherheitstechnisch in das globale System zu integrieren. Wir würden die gleiche Rolle spielen wie Großbritannien am Ende des 19. Jahrhunderts und im 20. Jahrhundert, während einer früheren Ära der Globalisierung. Es ist eigentlich eine leichte Wahl für uns, wenn wir strategisch denken. Aber ja, es würde eine Verschlechterung des Status von [Japan] gegenüber uns bedeuten.

Schauen Sie, sie sind mit ihren Entscheidungen verheiratet, und in den meisten Nachkriegsjahren waren sie nicht bereit, das zu sein, was ich eine Grenzintegrationsmacht nenne [ein Land, das bereit ist, aktiv zu versuchen, Länder außerhalb des Kerns in den Club der reichen Nationen zu bringen, die nach einem etablierten Satz ziemlich transparenter Regeln spielen]. Sie hatten nicht den Ehrgeiz oder die Bestimmung, das zu tun. Und es ist verständlich. Das ist keine Kritik. Ihre Erfahrungen in der Mitte des 20. Jahrhunderts waren so negativ, dass sie ihre Gegenwart tief greifend prägten; sie wurden aus verständlichen Gründen zu einer eher passiven Macht.
Aber zurück zum Argument USA-China, meine Ansicht ist, dass wir natürliche strategische Verbündete sind..."


Weiter führt der Mailschreiber aus:

Und auch das stimmt mich nachdenklich.

Link: https://www.metro.us/news/the-big-stories/is-china-an-ally-of-the-us

Text: "Ist China ein Verbündeter der USA?

Ja und nein.
Die Beziehung zwischen China und den Vereinigten Staaten ist historisch stark belastet, was bedeutet, dass die Frage, ob China ein Verbündeter der USA ist, nicht immer eine klare Antwort bringt. Es gab eine Zeit, in der die beiden Länder diametral entgegengesetzt waren: In den Köpfen einer älteren Generation stand das "kommunistische China" für alles, was die demokratischen USA nicht waren.

Ist China historisch gesehen ein Verbündeter der USA?

Die Beziehungen begannen zu tauen, als Präsident Nixon 1972 unerwartet China besuchte. Die Länder begannen 1981 militärisch zusammenzuarbeiten und die USA begannen kurz darauf, Waffen an China zu verkaufen. Aber beide wurden nach der Niederschlagung auf dem Platz des Himmlischen Friedens 1989 abgesägt.

Nach den Anschlägen vom 11. September begannen die Länder wieder zusammenzuarbeiten und während Politiker wie der damalige Präsidentschaftskandidat John McCain feststellten, dass China die amerikanischen Werte nicht "teilte", gab es eine allgemeine Erkenntnis, dass die beiden größten Volkswirtschaften der Welt einen Weg zur Zusammenarbeit finden sollten.

Präsident George W. Bush startete ein Programm namens strategischer Wirtschaftsdialog, das von Präsident Barack Obama fortgesetzt wurde. China und die USA haben über ihre gemeinsamen Anliegen gesprochen, einschließlich Handel, wirtschaftliche Zusammenarbeit, globale Erwärmung, nukleare Proliferation und humanitäre Fragen. Die beiden Länder haben sich 2013 gegen eine gemeinsame Bedrohung zusammengeschlossen und neue Sanktionen gegen Nordkorea wegen seiner verstärkten Atomtests verhängt.

Dann kam Donald Trump.
Ist China jetzt ein Verbündeter der USA?
Während der Präsidentschaftskampagne 2016 kritisierte Donald Trump wiederholt China dafür, dass es den Wert seiner Währung künstlich gesenkt hat, um seinen Exporteuren zu helfen, und sagte, dass er als Präsident das Land als "Währungsmanipulator" bezeichnen würde. Während der Präsidentschaftsdebatten schlug er vor, dass China für das Hacken in Computer des demokratischen Nationalkomitees und das Freigeben sensibler E-Mails verantwortlich sein könnte. Am 2. Dezember 2016 sprach er mit dem Präsidenten von Taiwan, dem ersten Präsidenten oder dem ersten gewählten Präsidenten seit 1979. (Im Rahmen der "One China"-Politik erkennen die USA Taiwan als Teil Chinas an, nicht als ein separates Land.) China war so verärgert, dass es eine diplomatische Beschwerde bei den Vereinten Nationen einreichte, und es sah so aus, als könnten Jahrzehnte diplomatischer Schritte rückgängig gemacht werden.

Trump hat sich seitdem von diesen Provokationen zurückgezogen. Kurz nach der Amtseinführung kündigte er an, dass er China doch nicht als Währungsmanipulator bezeichnen werde. Trump besuchte im November 2017 den chinesischen Führer Xi Jinping und diskutierte die Entnuklearisierung und die Verbesserung der Beziehungen zwischen China und den USA. Während des Treffens soll er die "One China"-Politik der Vereinigten Staaten bekräftigt haben. Aber China hat festgestellt, dass die USA das Recht beanspruchen, Militärschiffe in Häfen in Taiwan zu schicken, was gegen die Politik verstößt. Der chinesische Botschafter in den USA, Lee Kexin, sagte, dass "an dem Tag, an dem ein US-Kriegsschiff in den Hafen von Taiwan Kaohsiung ein läuft, die CPLA-Kräfte (Chinesisches Militär) China vereinen werden".
Ist China also ein Verbündeter der USA? Ja, bei einer Reihe von Fragen. Aber wie so viel in der Trump-Administration könnte sich das morgen auf einen Schlag ändern."

Fazit des Mailschreibers:

Man sollte ohne Scheuklappen in allen Richtungen denken und sich dabei immer eine Hintertür offen halten.

Meine Meinung: Danke für die umfangreichen Informationen!

Noch eine andere Sichtweise - Chinesen in Afrika

helmut-1 @, Siebenbürgen, Donnerstag, 28.11.2019, 05:43 vor 302 Tagen @ helmut-1 2016 Views

Gestern habe ich wieder ein Mail reinbekommen, - von einem Leser aus Deutsch-Süd-West, aktuell Namibia genannt. Dass sich die Chinesen in Afrika stark engagieren, war bekannt, - nun kann man es an einem Beispiel sehen, in welchen Dimensionen das abläuft.

Das Mail:

Die Chinesen bauen den Hafen Walfishbay. Strassen und Brücken im Inland und an der Küste. Chinesen bauen das neue Hauptquartier in Windhoek für die Korrupteste, führende Partei Namibias SWAPO für ca.230Mio ZAR. Chinesen haben ende letzter Woche die Ausschreibung fuer Neubau einer Bahnlinie von Wahlfishbay 250 Km ins Inland, Kosten ca. 3 Billionen ZAR die schienen sind bereits letzte Woche im Hafen angekommen!? Desweiteren alle Uranium Minen in Chinesischer Hand, eine gehört noch der Französischen ARIVA ist aber nicht in Produktion.

Hier noch ein paar Links zum Thema :

https://economist.com.na/48224/editors-desk/wake-up-namibia-it-is-only-a-matter-of-time...

https://www.namibian.com.na/183494/archive-read/R%C3%B6ssing-sold-to-China

Danke für den Hinweis!

Jetzt sollte man nur noch wissen ....

NST ⌂ @, Südthailand, Donnerstag, 28.11.2019, 06:17 vor 302 Tagen @ helmut-1 2238 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 28.11.2019, 06:26

Noch eine andere Sichtweise - Chinesen in Afrika

..... wer die Berichte und Aussagen liefert.

Bsp.: hier in TH wirst du von Sozialstaatstransferempfängern andere Wahrnehmungen hören - als z.B von mir. Ich bekomme falls überhaupt erst Transferleistungen in rund 10 Jahren. Bis dahin muss das Familieneinkommen über inländische Verfahren generiert werden. Wenn hier die Ausländer jammern, ist es eher ein gutes Zeichen .... denn dann machen die Thais die Kohle.

Wenn man jetzt Afrika nimmt und vor der Jahrtausendwende anschaut, als die Chinesen noch nicht dort waren und vergleicht das damit, seit die Chinesen dort sind - was sagt uns das?

Nur eines aus der Ferne kann man feststellen: die Chinesen machen offenbar die besseren Offerten, an die Führer in Afrika. Jetzt sind diese Führer Despoten, die gleichen Führer zuvor, als sie für den Westen ihr Land verkauften, waren es Demokraten oder auf dem Weg dorthin. [[freude]]

Nichts von den Informationen die wir erhalten geben uns ein realistisches Bild. Bisher waren die Chinesen in Afrika noch in keinen Krieg verwickelt - das ist aus meiner Sicht der entscheidende Punkt.

Ein ähnlichen Vorfall zu Afrika gibt es hier im Forum, dem bin ich aus persönlichem Interesse nachgegangen .... Solchen Nachrichten gibt es am laufenden Band inzwischen gehen auch alle Links wieder problemlos [[freude]]
Gruss

--
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Nun, diese Frage lässt sich leicht beantworten

helmut-1 @, Siebenbürgen, Donnerstag, 28.11.2019, 06:36 vor 302 Tagen @ NST 1935 Views

Noch eine andere Sichtweise - Chinesen in Afrika

..... wer die Berichte und Aussagen liefert.

Der Mann ist deutschstämmig und lebt in Namibia, und das nicht erst seit gestern. Es ist nicht die erste Nachricht, die ich von ihm bekommen habe, und ich schätze ihn als jemanden ein, der bodenständig ist und die Dinge vor Ort im Blick hat.

die Chinesen machen offenbar die besseren Offerten, an die Führer in Afrika.

Nun, das ist genauso eine Aussage, die ich mit spitzen Fingern anfasse. Die Chinesen sind geschäftstüchtig, ja, das stimmt. Das merken wir auch hier in Rumänien, weil sie immer mehr als Anteilseigner in große Konzerne hineinwachsen.

Aber das mit den besseren Offerten, an die Führer in Afrika, muss man, - so denke ich - etwas anders formulieren:

Sie machen Offerte, die für die Führer in Afrika persönlich vorteilhafter sind.

Letztlich ist das aber auch wieder eine Unterstellung, die ich vor Ort nicht nachprüfen kann. Aber auch mein Presslufthammer, wenn er täglich im Gebrauch ist, muss über Nacht geölt werden, weil er sonst Mucken macht..............
[[zigarre]]

Noch ein Nachschlag aus Namibia

helmut-1 @, Siebenbürgen, Donnerstag, 28.11.2019, 21:16 vor 301 Tagen @ helmut-1 1551 Views

Da kam noch etwas aus Deutsch-Südwest:

Zu den Chinesen hier in DSWA/NAM,- gestern waren Wahlen hier, die Führung hatte diesen Tag kurzerhand als Feiertag deklariert und Elektronische Wahlmaschinen benützt. Auch unter der Schwarzen Bevölkerung sind Anti Chinesische Stimmungen wahrnehmbar. Was die Ausschreibungen betrifft, sollte wohl jedem Klar sein das China's Firmen Staatlich sind und durch Subventionen, Importzoll Befreiung, Bestechung ect. generell gegenüber Namibischen Firmen im Vorteil sind. Im übrigen haben die Chinesen die Zementfabrik von Schwenk in Otavi neulich übernommen. Namibia hat 2 Zementfabriken beide Chinesisch. Was die Zugstrecke anbelangt Kenn ich eine Firma die ein Angebot abgegeben hat und die Sache noch Wellen schlagen wird. Gruss aus Swakopmund

Und noch eine andere Sichtweise zum Thema Chinesen und Afrika

helmut-1 @, Siebenbürgen, Donnerstag, 28.11.2019, 21:39 vor 301 Tagen @ helmut-1 1545 Views

Vielleicht ist dieser Artikel ganz gut, um die Welt wieder durch die Brille der Realität zu sehen. Ich persönlich bin nämlich auch nicht der Meinung, dass die Chinesen in Afrika eingestiegen sind, weil sie dort Arbeitsplätze und der einheimischen Bevölkerung Wohlstand verschaffen wollen.

Der Chinese ist in erster Linie Geschäftsmann, so wie ich ihn einschätze. Das, was nicht die entsprechenden Penunzen bringt, das interessiert ihn nicht. In der Umkehrlogik interessiert ihn letztlich nur der Profit.

Wieder mal aus einem Mail an mich:

https://www.forbes.com/sites/panosmourdoukoutas/2019/05/04/what-china-wants-from-africa...

Und die deutsche Übersetzung dieses Artikels nachstehend. Danke für das freundliche Übersetzen, - das hätte ich auch in meinen besten Zeiten niemals so hingekriegt.

Der Text aus dem link:

Was will China von Afrika? Alles!

China will alles von Afrika: seine strategische Lage, sein Öl, seine Seltenen Erden und seine Fische, sodass die afrikanischen Nationen sich Peking gegenüber verpflichten.

In seiner langen Geschichte hat Afrika den globalen Ambitionen vieler Ausländer gedient. Ausländer haben sich als Missionare, Finanziers und Infrastruktur-Verbesserer nach Afrika begeben und versprochen, den Kontinent auf die Globalisierungskarte zu setzen und seinen Menschen zu helfen, aus der Armut heraus zu kommen. Aber am Ende stahlen sie die Reichtümer Afrikas, kolonisierten eine Nation nach der anderen und ließen ihre Völker in Armut versinken.

Genau das dürfte bei den jüngsten Infrastrukturprogrammen Chinas auf dem afrikanischen Kontinent genau wieder der Fall sein.

Oberflächlich gesehen scheinen diese Projekte dem Bestreben der afrikanischen Nationen zu dienen, eine solide Infrastruktur aufzubauen. Aber bei näherer Betrachtung dienen sie nur Chinas Ambitionen, die Regeln der nächsten Stufe in der Globalisierung zu schreiben.

China will Afrika als Standort nutzen, um Seestraßen (und die OBOR-Projekte) zu sichern, die den chinesischen Export erleichtern, wie die große Militärpräsenz Pekings in Dschibuti deutlich macht.

Dann gibt es noch die Ressourcen Afrikas, Öl, Seltene Erden und Fisch.
"Als Südafrikaner habe ich Chinas Aktivitäten auf dem Kontinent aus nächster Nähe gesehen", sagt Ted Bauman, Senior Research Analyst bei Banyan Hill Publishing. "Es ist klar, dass Chinas Hauptziel bei Auslandsinvestitionen geopolitisch und nicht wirtschaftlich ist. Die Folgeinvestitionen werden von staatlichen Unternehmen getätigt, nicht von chinesischem Privatkapital. Sie konzentrieren sich eher auf Infrastrukturen wie Autobahnen, Häfen und Dämme und auf öffentliche Versorgung wie das Stromnetz."

Das ist etwas, was viele afrikanische Länder auch dringend brauchen, um ihre Wirtschaft zu entwickeln.

Das Problem ist allerdings, dass "diese Investitionen eher helfen, Länder politisch und durch Schuldenverpflichtungen an China zu binden", erklärt Bauman. "Es schafft eine Form der Abhängigkeit, die China nutzen kann, um diese Länder zu zwingen, die chinesischen Ambitionen weltweit zu unterstützen. In einigen Fällen, wie z.B. im angolanischen Ölsektor oder im kongolesischen Minenbau für Seltene Erden, helfen chinesische Investitionen, Lieferbeziehungen mit lebenswichtigen Rohstoffen zu sichern."

In der Zwischenzeit erreichen chinesische Boote Westafrika und fegen das Meer von jeder Fisch-Art leer, die versucht, durch die ausgeworfenen Netze zu schwimmen.

Xiaomeng Lu, China Practice Lead bei Access Partnership, einer globalen Public Policy Beratung für den Technologiesektor, wirft ein grundlegenderes Problem mit chinesischen Investitionen auf. "Chinas Investitionen werden in einer etwas unangenehmen, wenn nicht sogar kontroversen Weise ausgeweitet", beobachtet sie. "Zum Beispiel wird Huawei's Smart City Projekt in Colombo Port City, Sri Lanka, kritisiert, weil es zu ehrgeizig und auch zu sehr mit Schulden belastet ist." Ganz zu schweigen vom Hafen Hambantota, der aufgrund der Schuldenfalle Pekings für das nächste Jahrhundert in chinesische Hände übergeben wird.

"Der chinesische Präsident Xi will die "große Verjüngung der chinesischen Nation" verwirklichen, indem er die Macht nach Übersee durch die Initiative "Belt and Road" projiziert, die sowohl Südostasien als auch Afrika umfasst", ergänzt Lu. "Diese Bemühungen der politischen Ökonomie sind gepaart mit Chinas wachsender militärischer Macht im Südchinesischen Meer und auf dem afrikanischen Kontinent, was eine wachsende Herausforderung für das US-Sicherheitsdenken weltweit darstellt."

Hinzu kommt die Hochrisikotoleranz des chinesischen Geschäftsmodells, das für die Entwicklungsländer günstiger ist, so Lu. "Das Geschäftsmodell chinesischer Unternehmen mit hoher Risikobereitschaft und niedriger Gewinnmarge ist in den Entwicklungsländern gut", erklärt Lu. "Das Interesse des chinesischen Handelssektors überschneidet sich mit der Initiative seiner Regierung in diesen Regionen. So arbeitet Huawei beispielsweise mit einer sehr geringen Gewinnmarge und ist in vielen Schwellenländern Marktführer, in denen westliche Wettbewerber wie Nokia und Ericson keine Gewinne erzielt haben".

"Chinas Verhalten ist im Wesentlichen das gleiche wie das der Vereinigten Staaten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts", erklärt Bauman. "Es nutzt seine aufstrebende Wirtschaftsmacht, um politische "Soft Power" aufzubauen." Und da die Vereinigten Staaten in Bezug auf die internationalen Beziehungen im wesentlichen Ruderlos sind, stehen die Chancen, dass China erfolgreich sein wird, sehr gut."

All dies erfolgt zu seinen eigenen Bedingungen und nicht zum Vorteil für die afrikanischen Nationen.

Denke, dass das eine klare Ansage war.

Afrika, als Wirtschaftsplattform mal global betrachtet

helmut-1 @, Siebenbürgen, Donnerstag, 28.11.2019, 21:59 vor 301 Tagen @ helmut-1 1531 Views

Ich denke, wenn man die Aktivitäten der Chinesen in Afrika beurteilen will, dann muss man auch die besondere Situation Afrikas in die Waagschale werfen. Das geht aus diesem link ganz gut hervor:

https://www.lowyinstitute.org/the-interpreter/how-africa-breaking-china-s-neo-colonial-...

Natürlich stammt dieser link nicht von mir, sondern kam , - wie die vorangegangenen Artikel - auf mein Mail. Das Schöne dabei ist, - gleich mit der deutschen Übersetzung. Danke dafür!

Der Text:

Wie Afrika die neokolonialen Fesseln Chinas durchbricht.

Peking wehrt sich gegen die afrikanische Ressentiments über Schulden und den Import von Arbeitnehmern - und sieht sich auch einem zusätzlichen Wettbewerb ausgesetzt.

Wenn es Hinweise darauf gibt, wie Afrika auf der Tagesordnung aller steht, dann ist die erste Ausgabe des Russland-Afrika-Gipfels, bei dem 43 afrikanische Staatschefs letzte Woche in Sotschi zusammengekommen sind, genau das Richtige. Neben der Tatsache, dass der Gipfel den regen Handel Moskaus mit dem Kontinent widerspiegelt, zeigt er auch das wachsende Vertrauen der afrikanischen Länder, sich an Partner außerhalb ihrer ehemaligen Kolonialherren und Chinas zu wenden. Und Russland ist nicht allein: Japan, Indien und die Türkei drängen alle hart darauf, auch ein Stück vom Kuchen zu bekommen.

Der Kampf um Afrika ist so heftig, dass der am schnellsten wachsende Kontinent der Welt nun an einem einzigartigen Scheideweg steht: Er hat die Chance, die Kontrolle über seine eigene politische Entwicklung zu erlangen. Anstatt sich passiv in das uralte Spiel der Großmächte einzulassen, könnten afrikanische Länder dieses erneuerte globale Interesse nun für ihre strategischen Vorteile nutzen.

Auf den Fahrersitz springen

Auf dem Sotschi-Gipfel wurden Abkommen im Wert von 12,5 Milliarden Dollar unterzeichnet - obwohl die meisten einfach nur Vereinbarungen waren, die vielleicht nie zum Tragen kommen. Putin prognostizierte, dass sich der Handel mit Afrika innerhalb der nächsten "vier bis fünf Jahre" verdoppeln wird, und nutzte den Gipfel, um die Exporte russischer Waffen, Atomtechnologie und gesicherter Bohrrechte für Ölressourcen auszubauen. Auch Russland ist eines der vielen Länder, die einen größeren Marktanteil anstreben.

Ende August rollte Japan den roten Teppich für eine ebenso beeindruckende Delegation afrikanischer Staatschefs aus und sagte 20 Milliarden Dollar über einen Zeitraum von drei Jahren nach dem TICAD-Gipfel in Yokohama zu. Die bisher auf Hilfe basierende Beziehung Tokios steht nun im Zeichen des bilateralen Handels und der multilateralen Wirtschaftspartnerschaften. Sein angeblich integrativer und nachhaltiger Ansatz, der sich auf menschliche Entwicklung und Soft Power konzentriert, ist ein dringend benötigtes Gegengewicht zu aggressiven chinesischen Investitionen, die oft als politisch motiviert, engstirnig, bilateral oder kulturell unsensibel kritisiert werden.

Unterdessen stärkt die Europäische Union ihren Status quo als größter Greenfield-Investor Afrikas durch ein Investitionsprogramm der europäischen Investitionsbank in Höhe von 46,6 Milliarden Dollar, verbunden mit dem regionalen Ziel, in den nächsten fünf Jahren über die Allianz für Afrika 10 Millionen Arbeitsplätze zu schaffen, sowie durch einen Schwarm umfassender Wirtschaftspartnerschaften.

China unter Beschuss

Noch vor zehn Jahren kämpften afrikanische Länder darum, ein Stück von Pekings Großzügigkeit abzubekommen: In den paar Jahrzehnten war China vom marginalen Akteur im Wirtschaftsleben des Kontinents zu seinem größten Handelspartner geworden. Mit der Belt and Road Initiative und der ehemaligen "Go Out"-Strategie sind heute mehr als 10.000 chinesische Unternehmen - zu 90% in Privatbesitz - in Afrika tätig und große Siedlungen chinesischer Unternehmer in Ländern wie Nigeria und Senegal sind ihnen gefolgt.

Aber diese Position wird immer unbedeutender: Peking steht vor dem Vorwurf des Neokolonialismus und der Fallenbildung von Ländern bei lähmenden Schulden. Gleichzeitig haben die neuen Initiativen Tokios und Brüssels sowie die erneuerten Vorschläge Moskaus für Afrika den Ambitionen Chinas einen Schlag versetzt. Der massive Zustrom von Geldern und Arbeitern aus China hat zu einer erhöhten anti chinesischen Stimmung geführt und Peking hat noch keinen Weg gefunden, sich gegen die Vorwürfe zu wehren, dass seine Bevölkerung in Parallelgesellschaften in den Aufnahmeländern existiert, unabhängig von indigenen Werten und Normen.

Zu diesem Zweck wurden chinesische Kulturprogramme, die indigene Lebensweisen umfassen, wie das Stammeshäuptlingstum in Nigeria, entwickelt, um diesen anti chinesischen Gefühlen entgegenzuwirken. Im Hinblick auf die wirtschaftliche Zusammenarbeit erwähnte Xi Jinping während des Forums über die Zusammenarbeit in Afrika 2018 das Konzept der "Schmiedeallianz der sozialen Verantwortung der Unternehmen" bei der Einführung chinesischer privater Investitionen, um chinesische Unternehmen zu positiven Maßnahmen zu bewegen.

Diversifikation und Machtgleichgewicht

Während der wachsende Wettbewerb in Afrika Peking dazu anregt, seine Wege anzupassen, um seine afrikanische Präsenz zu erhalten, ist auch für die afrikanischen Gastgeberländer eine entscheidende Zeit gekommen, diese externen Interessen für nachhaltige Ergebnisse zu nutzen. Durch die Verbindung bestehender chinesischer Netze von Freihandelszonen, kommerzieller Infrastruktur und Humanressourcen mit den Verpflichtungen anderer Partner für eine nachhaltige Entwicklung können afrikanische Länder ein neues Entwicklungsmodell auf der Grundlage von lokalem Know-how, Innovation und Humankapital entwickeln.

So ist TICAD nicht nur ein Konkurrent des Forums für die Zusammenarbeit zwischen China und Afrika, sondern hat auch das Potenzial, die Governance-Kapazitäten der afrikanischen Partner zu fördern. Japan und die Führungsrolle der EU im internationalen Rahmen können dazu beitragen, die Korruption und den bürokratischen Aufwand in der Region zu verringern.

In Kenia wird das neue Engagement Japans durch finanzielle Unterstützung der Bürgerbeteiligung und der Berufsausbildung, innovative Investitionen in das Geothermiekraftwerk Olkaria I und offizielle Zusagen zur Zusammenarbeit bei der Infrastruktur und dem wirtschaftlichen Wandel unterstrichen. Für ein Land mit hoher Staatsverschuldung - 540 Milliarden Dollar im August 2019, davon 6 Milliarden Dollar an China - bietet ein externer Partner, der bereit ist, seine langfristigen Strukturen zu verbessern, eine Quelle der Diversifizierung und neue Hebelwirkung für zukünftige Verhandlungen. Kenia ist bestrebt, die Kreditdiplomatie in seinen Beziehungen zu China auf die wirtschaftliche Integration auszurichten und hat konkrete Schritte unternommen, um Rechts- und Regulierungsreformen durchzuführen, um privat-öffentliche Partnerschaften mit ausländischen Investoren zu fördern und steuerliche Anreize zu schaffen.

Auch im Senegal vollzieht sich eine Konvergenz von Soft Power- und Wertschöpfungsinvestitionen, da das Land im Rahmen des Plans von Macky Sall für ein aufstrebendes Senegal eine umfassende sozioökonomische Umstrukturierung anstrebt. Der japanische Premierminister Shinzo Abe hat versprochen, das Senegal-Japan Vocational and Technical Training Center und die allgemeine Gesundheitsversorgung im August 2019 zu fördern. Chinesische Migranten haben sich in Dakar niedergelassen und bauen eine Chinatown, ein Konfuzius-Institut, ein Stadion und eine Kleiderfabrik. Die Europäische Kommission hat auch ein Partnerschaftsabkommen über nachhaltige Fischerei mit dem Senegal verlängert, das Investitionen in Höhe von insgesamt 9,4 Mio. USD zum Zwecke der ökologischen Erhaltung vorsieht.

Der Hauptvorteil des Senegal ist der günstige Rechtsrahmen und eine aktive Zivilgesellschaft. Das Land verfügt über ein hohes Maß an politischer Stabilität und politischen Freiheiten, was sich in reibungslosen Wahlen und der Verbesserung gesellschaftlicher Fragen wie den Rechten der Frauen und der Beteiligung von Frauen an der Arbeit widerspiegelt. Angesichts seiner robusten Zivilgesellschaft ist der Senegal besser positioniert, um eine wachsende internationale Präsenz anzuziehen, um die drohende Gefahr einer Staatsschuldenkrise zu bekämpfen, die sich aus der früheren übermäßigen Abhängigkeit von China ergibt.

Letztendlich hängt der Erfolg der afrikanischen Nationen bei der proaktiven Nutzung externer Anfragen weitgehend von ihrer Fähigkeit ab, die Regierungsfähigkeit zu verbessern und das bürgerschaftliche Engagement zu verbessern, um externen Einflüssen besser zu begegnen. Für einen Kontinent mit einer jährlichen Anforderung an Infrastrukturinvestitionen in Höhe von 68 bis 108 Milliarden Dollar und einem raschen Bevölkerungswachstum wird es von entscheidender Bedeutung sein, unternehmensfreundliche Ansätze zu verfolgen, die regulatorische Hürden abbauen, Korruption eindämmen, makroökonomische Volatilitäten verringern und technologische Sprünge fördern. Im Rahmen solcher Prognosen ist ein Win-Win-Win-Szenario in den Beziehungen der afrikanischen Länder zu China, Japan, Europa und darüber hinaus möglich.


Wenn ich mir das so durch den Kopf gehen lasse, was dieser Autor schreibt, dann stelle ich mir die Frage, warum dann vorwiegend diese jungen Männer den Kontinent in Richtung Europa verlassen. Die werden doch für den Aufbau des Landes gebraucht. Eigentlich ist es doch völlig sinnwidrig, wenn man die Kerle in Europa über die Sozialunterstützung auf der faulen Haut liegen lässt, anstatt sie sofort wieder nach Hause zum Arbeiten zu schicken.

Da kommen wir zum Kern des Problems ....

NST ⌂ @, Südthailand, Freitag, 29.11.2019, 04:31 vor 301 Tagen @ helmut-1 1533 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 29.11.2019, 04:51

Wenn ich mir das so durch den Kopf gehen lasse, was dieser Autor schreibt,
dann stelle ich mir die Frage, warum dann vorwiegend diese jungen Männer
den Kontinent in Richtung Europa verlassen. Die werden doch für den Aufbau
des Landes gebraucht. Eigentlich ist es doch völlig sinnwidrig, wenn man
die Kerle in Europa über die Sozialunterstützung auf der faulen Haut
liegen lässt, anstatt sie sofort wieder nach Hause zum Arbeiten zu
schicken.


....... und das hat mit dem Chineser nichts zu tun. Dass man von denen nichts geschenkt bekommt, dürfte wohl auch klar sein.

Aber für Menschen, die einen Sozialstaat finanzieren und danach von selbigem abhängig werden, erwarte ich auch nicht, dass diese Wahrheiten verstanden werden.

Afrika hat riesige Bodenschätze, das ist klar. Jeder will da ran. Warum aber schicken sie ihre jungen Leute nach Europa, dort hin, wo mit die höchste Bevölkerungsdichte herrscht ..... die Alterspyramide auf dem Kopf steht und deindustrialisiert wird.....

Und wer schickt sie - die Chinesen etwa ....? Wer bezahlt die Handyrechnungen und die Überfahrt .... es wird doch gemunkelt diverse NGOs sind dafür zuständig. Welche NGOs sind dabei federführend - dabei tauchen dann Namen auf wie Soros ....

In deinen ganzen verlinkten Artikeln, ist mir dazu überhaupt kein einziger Hinweis aufgetaucht. Liege ich falsch? Falls nicht - Zufall ist das mit Sicherheit nicht. Viele glauben ja immer noch Putin ist ein Retter. Wen soll er denn retten?

Die Afrikaner, die Deutschen, die Amis - siehe Berichte zu Kalifornien im Forum oder rettet Putin die Chinesen?

Ungeachtet was in Afrika passiert, wäre es nicht nahe liegender sich damit zu beschäftigen was @Rain angesprochen hat - die EU und ihre kommenden Notstandsgesetze wegen dem Klimanotstand?

Warum gibt es im Rest der Welt keinen Klimanotstand? Leben 90% der Bevölkerung auf einem anderen Planeten?

Hier in TH eilt der Euro von einem Tiefststand zum nächsten - gestern war er bei 32,88 Baht für 1 Euro, der CHF hat die 30er Barriere geknackt mit 29,x. Nach der gängigen Wirtschaftstheorie, müsste ihr einen exorbitanten Export Boom erleben! Die Wirtschaft müsste brummen und knattern .... was ich aber lese, überall werden Entlassungen angekündigt.

Ich glaube, ich weiss, wer das zu verantworten hat - der Chineser. Da ist mir doch ein kruder Verschörungstheoretiker begegnet Willy Wimmer: Westliche Mobilmachung gegen China unter US-Führung hat begonnen - das ist natürlich völliger Quatsch, denn unter Trump sind jetzt die Guten am Ruder.

Ich hatte mal gelernt, lesen bildet. Eine Verschwörungstheorie?
Gruss

PS:
[image]
In der 3. Spalte von links sind die T/T Kurse also der Kurs bei einer Überweisung von einer Bank in EU/CH nach Thailand.

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Einiges sehe ich anders

helmut-1 @, Siebenbürgen, Freitag, 29.11.2019, 19:47 vor 300 Tagen @ NST 1095 Views

Dein Einwand:


In deinen ganzen verlinkten Artikeln, ist mir dazu überhaupt kein einziger Hinweis aufgetaucht. Liege ich falsch? Falls nicht - Zufall ist das mit Sicherheit nicht. Viele glauben ja immer noch Putin ist ein Retter. Wen soll er denn retten?

Die Afrikaner, die Deutschen, die Amis - siehe Berichte zu Kalifornien im Forum oder rettet Putin die Chinesen?

Ungeachtet was in Afrika passiert, wäre es nicht nahe liegender sich damit zu beschäftigen was @Rain angesprochen hat - die EU und ihre kommenden Notstandsgesetze wegen dem Klimanotstand?

Klar habe ich das nicht angeschnitten, - ich will ja nicht von hinten über die Brust ins Auge. Was in Europa abläuft, das ist eine Sache. Mein Thema bei den Kommentaren war aber China , und anschließend Afrika.

Das alles hat nur eine tangentiale Verbindung mit Europa, - das, was hier abläuft, ist anders gestrickt. Jeder vernünftige Mensch kann erkennen, dass IM Erika nur Befehlsempfänger ist und zusammen mit den anderen Schurken dieses Europa an die Wand fährt. Dabei ist Deutschland in erster Linie im Visier, - weil da noch andere Werte dahinterstehen.

Wer das alles initiiert, - ob Weldjudentum, Freimaurer, NWO, oder sonstige Schattenvereine, - das bleibt der Spekulation überlassen. Genau weiß es sowieso keiner. Aber es hat nicht mit der Situation in China oder in Afrika zu tun. Schließlich kann ich mir nicht vorstellen, dass sich die Bevölkerung Chinas oder Afrikas jemals den Vorstellungen der NWO unterwirft.

Das was Rain angesprochen hat, ist natürlich nachvollziehbar. Dagegen gibts gar nichts zu sagen.

Verstehe ich das richtig ....

NST ⌂ @, Südthailand, Samstag, 30.11.2019, 05:20 vor 300 Tagen @ helmut-1 1035 Views

Wer das alles initiiert, - ob Weldjudentum, Freimaurer, NWO, oder sonstige
Schattenvereine, - das bleibt der Spekulation überlassen. Genau weiß es
sowieso keiner. Aber es hat nicht mit der Situation in China oder in Afrika
zu tun. Schließlich kann ich mir nicht vorstellen, dass sich die
Bevölkerung Chinas oder Afrikas jemals den Vorstellungen der NWO
unterwirft.


..... nach deinem Verständnis hat die NWO - besser gesagt die global gesteuerten Prozesse, überhaupt nichts mit China oder Afrika zu tun, weil die Bevölkerung sich nicht unterwirft?

Was hat/hatte eine Bevölkerung jemals zu irgend einem Zeitpunkt zu sagen, wenn Globalisten versuchen Planungsziele umzusetzten?

In keinem Weltkrieg, weder im afrikanischen Kolonialismus noch bei Maos -langem Marsch mit anschliessender Kulturrevolution war das der Fall. Auch in Russland nicht, als der Zar gekillt wurde und der Kommunismus das Ruder übernommen hat. Die jeweilige Bevölkerung war immer ein Spielball der Globalisten. Für was auch immer Globalismus steht - für den gemeinen Bürger auf jeden Fall nicht, so viel ist sicher.

Der gemeine Bürger will nur seine drei FFFs, aus diesem Grunde ist er auch so leicht steuerbar, weil das überall gleich funktioniert, unabhängig von kulturellen Eigenheiten. Wer ihm die FFFs verspricht, dem wird der gemeine Bürger folgen ..... Versprechen genügen im Regelfall.

Die drei FFFs meinen Fressen, Ficken, Fernsehen - heute nennt man es Fridays for Future ..... in früheren Zeiten als es noch kein Fernsehen gab .... such dir was aus. [[freude]]
Gruss

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Weiß nicht so recht

helmut-1 @, Siebenbürgen, Samstag, 30.11.2019, 11:41 vor 300 Tagen @ NST 889 Views

nach deinem Verständnis hat die NWO - besser gesagt die global gesteuerten Prozesse, überhaupt nichts mit China oder Afrika zu tun, weil die Bevölkerung sich nicht unterwirft?

Das ist nicht die richtige Formulierung. Ich meine, dass es nicht ganz einfach ist, zumindest stelle ich mir das so vor, die verschiedenen Nationen aus Afrika oder aus China in das Schema F einer NWO zu pressen. Könnte mir gut vorstellen, dass die da erheblich mehr Bäume dagegen aufstellen als die Europäer, resp. insbesondere die Deutschen, die sich sowieso alles gefallen lassen.

Was hat/hatte eine Bevölkerung jemals zu irgend einem Zeitpunkt zu sagen, wenn Globalisten versuchen Planungsziele umzusetzten?

Die wurden niemals gefragt, da hast Du recht. Aber manche haben da Bäume aufgestellt. Beispiel Rumänien, Pungesti und die Interessen von Chevron. Wurde mit massiven Demos, auch unter Körpereinsatz, im Keime erstickt. Einer der Anführer war übrigens ein Deutschstämmiger. Aber der hat noch das deutsche Blut des vergangenen Jahrhunderts in den Adern.

https://en.wikipedia.org/wiki/2012%E2%80%9314_Romanian_protests_against_shale_gas

Brauch ja nicht dazusagen, dass es derlei Infos über Wiki niemals in Deutsch gibt. Man soll die Leute in Deutschland ja niemals auf blöde Gedanken bringen......

Die jeweilige Bevölkerung war immer ein Spielball der Globalisten.

Stimmt. Trotzdem würde mich mal interessieren, wie die Hintermänner der NWO das anstellen werden, z.B. die Albaner in Reih und Glied und in Marschrichtung zu bringen. Bei den Italienern mit der Cosa nostra und der Camorra hats ja nicht so recht geklappt. Nur so als Beispiel.

War noch nie so leicht wie heute ....

NST ⌂ @, Südthailand, Samstag, 30.11.2019, 12:29 vor 300 Tagen @ helmut-1 908 Views

Stimmt. Trotzdem würde mich mal interessieren, wie die Hintermänner der
NWO das anstellen werden, z.B. die Albaner in Reih und Glied und in
Marschrichtung zu bringen. Bei den Italienern mit der Cosa nostra und der
Camorra hats ja nicht so recht geklappt. Nur so als Beispiel.


....... das macht man mit dem Smartphone ... und dem was danach kommt.

Nur weil du das nicht machst - (alter weisser Mann) sagt das nicht aus, was die Jungen tun werden.

Alle Länder welche die letzten hundert Jahre die Wohlfahrtstaaten finanzieren durften - Asien, Russland, 3. Welt - haben jetzt die Nase vorne. Die Vorzeichen haben gewechselt.

Auch für sie und deren Bevölkerung gilt: denn sie wissen nicht was sie tun.

Das gilt für alle Normalbürger in jedem Land der Erde. Es sind die 3 FFFs denen der Normalbürger nicht entkommt, er selbst kettet sich an. Heute ist das klar und offensichtlich zu sehen. Niemand wird gezwungen zu einem Smartphone und zur Nutzung des I-Net, die derzeit modernste Form der Sklavenhaltung.
Gruss

--
Buntschland bald platt?
Mir doch egal, solange mein Geld aus dem Bankomaten, mein Strom aus der Dose, mein WiFi aus der Luft, mein Wasser aus dem Hahn und meine Fressalien auf den Tisch kommen! [[freude]] ©n0by
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Du nimmst mir jede Illusion

helmut-1 @, Siebenbürgen, Samstag, 30.11.2019, 12:47 vor 300 Tagen @ NST 893 Views

Schäm Dich!
[[wut]]

Mach ich .....

NST ⌂ @, Südthailand, Mittwoch, 04.12.2019, 12:48 vor 296 Tagen @ helmut-1 605 Views

Schäm Dich!
[[wut]]

.... aber die Welt dreht sich weiter. Putin & Xi Jingping zur neuen Gaspipeline auf deutsch und die pöösen Chinesen machen Nägel mit Köpfen, ebenso wie die Russen.

In Europa/D laufen die üblichen Demokratie Projekte. Zwei alte weisse Herren unterhalten sich und kommentieren US-Kriegskoalition entscheidet über Merkel Alles nur Propaganda?

Bei Trump ist auch nicht so klar, was er will - NATO ist jetzt wieder gut [[freude]] -- und Regel 2 von Al Bundy tritt in Kraft Al Bundy zu Franzosen [[freude]]

Gold und Zentralbankwährungen laufen derzeit im Gleichschritt -- auch sehr bemerkenswert.
Gruss

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Da sind ein paar Punkte dabei, die ich so nicht unterschreibe

helmut-1 @, Siebenbürgen, Samstag, 30.11.2019, 12:28 vor 300 Tagen @ NST 874 Views

Dabei meine ich Deine Aussagen über Thailand. Klar gehen dort die Uhren anders, - aber es ist - wie das Sprichwort sagt - nicht alles Gold was glänzt. Zumindest trügt oft der Schein.

Ich werde von einem guten Freund aus Thailand regelmäßig mit Infos über die Bausituation und andere Dinge in Thailand versorgt. Klar beeindruckt mich das. Nun aber schreibt jemand, der die Situation dort kennt, auf mein Mail:

Zitat von NST: "Hier in TH eilt der Euro von einem Tiefststand zum nächsten - gestern war er bei 32,88 Baht für 1 Euro, der CHF hat die 30er Barriere geknackt mit 29,x. Nach der gängigen Wirtschaftstheorie, müsste ihr einen exorbitanten Export Boom erleben! Die Wirtschaft müsste brummen und knattern .... was ich aber lese, überall werden Entlassungen angekündigt."

Als Antwort auf diese Verdrehung der Tatsachen/Fakten durch die o.a. Falschinformation, offensichtlich um das Forum durch Manipulation zu verwirren, hier einige Links zum selber Nachlesen:

Link:
https://www.bangkokpost.com/business/1804389/household-debt-up-7-4-in-2019-amid-economi...

Überschrift:
"Verschuldung der privaten Haushalte steigt 2019 inmitten der wirtschaftlichen Probleme um 7,4%"

Link:
https://www.nationthailand.com/business/30378831

Überschrift:
"Kasikornbank-Analyst zeichnet düsteres Bild, während Thailand in eine Rezession abrutscht"

Link:
https://www.bangkokpost.com/business/1803279/factory-output-falls-8-45-y-y-worse-than-f...

Überschrift:
"Fabrikproduktion sinkt um 8,45% J/J, viel schlimmer als prognostiziert"

Link:
https://www.bangkokpost.com/thailand/general/1802759/govt-rolls-out-b144bn-stimulus

Überschrift:
"Regierung startet 144 Billionen Baht Stimulus-Paket" ---> Das wievielte ist das? Ich habe nicht mitgezählt, aber es sind auf jeden Fall schon mehr als fünf.

Link: https://www.bangkokpost.com/business/1802944/bot-boss-signals-upheaval-ahead

Überschrift:
"Bank von Thailand-Chef signalisiert Umbruch in der Zukunft"

Link:
https://www.bangkokpost.com/business/1802659/slowdown-hits-pattaya-hoteliers

Überschrift:
"Verlangsamung belastet Hoteliers in Pattaya" ---> hier geht es um den Rückgang beim Tourismus und man hofft nun, dass die Inder das wettmachen.

Link:
https://www.bangkokpost.com/business/1802434/oct-factory-output-seen-falling-4-95-y-o-y

Überschrift:
"Fabrikproduktion im Oktober sinkt um 4,95% im Vergleich zum Vorjahr"

Link:
https://www.bangkokpost.com/thailand/general/1801984/govt-asked-to-pay-back-ssf-money

Überschrift:
"Die Regierung wird gebeten, das entliehene Geld des Sozialversicherungs-Fonds zurückzuzahlen" ---> Ja, man hat sich bereits Gelder beim SSF geliehen.

Zum besseren Verständnis:
Das Land liegt seit dem Putsch wirtschaftlich und finanziell am Boden, aber um die o.a. Aussage nun ins korrekte Licht zu setzen: Nicht der Euro, USD oder andere Währungen wurden gegenüber dem Thailändischen Baht abgewertet, sondern der Thai-Baht wird durch Manipulation von hier künstlich aufgewertet und trotz aller Hilferufe (auch von Ministern) wegen der sterbenden Exporte und dem Rückgang beim Tourismus hoch gehalten (geschieht das aus einem bestimmten Grund?).

Das Land bzw. seine Wirtschaft wurde durch den Putsch der in Sachen Wirtschaft unerfahrenen Generäle (Soldaten als Wirtschafts-Fachleute, gibt es das?) so nachhaltig in den Abgrund gefahren und ruiniert, dass derzeit die einzige(n) Maßnahme(n) um den inländischen Umsatz noch einigermaßen hoch zu halten, die im Wochenabstand beschlossenen Stimulations-Pakete sind.
Man kann es ganz einfach auf den Begriff des Helikopter-Geldes reduzieren, mit einer Ausnahme, dass es kein einzelner Helikopter ist, sondern eine regelrechte Armada.

Das Militär hat 2014 aus einem, als vorrangig benannten, Grund geputscht und der war: Die Korruption zu bekämpfen.

Dazu sei anzumerken: Die Korruption im Kleinen wurde auch bekämpft (mit teils mehr oder weniger Erfolg), aber die im Großen ist explosionsartig angestiegen und damit jeder mal versteht was das bedeutet:
Wenn z.B. ein Polizist auf der Straße 'sich nebenbei etwas dazu verdient' dann benutzt er dieses Geld im Allgemeinen um sich evtl. sein Essen oder irgend etwas für die Familie zu kaufen und nicht zu vergessen, hier geht es um Kleingeld (Peanuts), das aber innerhalb des Finanzsystems verbleibt und somit der Wirtschaft hilft, wenn aber einer der Großen der MilReg oder deren befreundete Unternehmer aus z.B. den Waffenkäufen oder Staatsaufträgen etwas für die eigene Tasche abzweigen, dann kaufen sie davon entweder extrem teure Uhren (eine ganze Sammlung mitunter) oder schaffen das Geld auf ein sogenanntes Schwarzgeld-Konto in Übersee und bereichern sich selbst.

Seit fast zwei Jahren wird der Umrechnungskurs der Währung extrem manipuliert (25% Aufwertung zum Euro), sodass der Export (steht für ca. 70% des BIP) und der Tourismus (steht für ca. 20% des BIP) extrem eingebrochen sind und alle Unternehmen, sowie vereinzelt auch Mitglieder der Regierung um Hilfe rufen, aber diese Rufe bleiben unerhört und so geht das Land derzeit bedauerlicherweise regelrecht unter.

Ganz wichtig anzumerken ist dabei, dass nun sogar die Marine darüber nachdenkt, den umstrittenen Kauf des zweiten U-Bootes erst mal auszusetzen, weil die Mittel dafür schlichtweg nicht mehr vorhanden sind und das eigentlich bemerkenswerte daran ist, dass das Militär bisher in keinem Fall irgendwelche Skrupel hatte, das Geld der Steuerzahler "zu verprassen".
Jeder, der noch mehr dazu wissen möchte, findet ausreichend Informationen dazu und mehr im Netz.

Der Kommentar meines Freundes aus Thailand dazu:

In allen Punkten sachlich richtig, aber der Putsch war diesmal keiner!
Das Land stand kurz vor dem Bürgerkrieg, die Übernahme von der Bevölkerung begrüßt.

Der schlechte Wechselkurs bedeutet den Rückgang von Touristen aus westlichen Ländern und die Abwanderung hier lebender Ausländer, welche den Nachweis über Einkünfte in bestimmter Höhe (in Landeswährung fester Betrag pro Jahr) nicht mehr beibringen können, somit kein Jahresvisa mehr erhalten.

Mein Verlust im Vergleich zu früher pro Jahr höher als das Jahresgehalt eines einfachen Thai Arbeiters der zu Mindestlohn arbeitet. Als ich xxxx her kam, war der Wechselkurs 50 THB / 1 Euro.

Das Wechselkursrisiko trägt der Auslandsrentner. Wem es hier nicht mehr gefällt darf ausreisen, das ist anders als damals in der DDR. Und als Ausländer (Gast im Land) sollte ich mich nicht um die Innenpolitik des Landes kümmern, als Deutscher in Deutschland lebend erst recht nicht. Dafür gibt es in D Probleme genug. Jedoch man lässt sich von der Couch aus lieber über andere Länder aus, und arbeitet sich an Donald Trump ab.

Nun, das sind Dinge, um die zu bewerten, benötigt man Insider-Kenntnisse. Über diese verfüge ich nicht. Aber ich denke, dass die verschiedenen Meinungen dazu aufschlussreich sind.

Denke, dass es an der Zeit ist, ein generelles Statement dazu als extra Blog zu bringen. Das mach ich nun weiter oben. Denn mit dem Satz:
Jedoch man lässt sich von der Couch aus lieber über andere Länder aus, bin ich nicht ganz einverstanden. Worums mir dabei geht, das erkläre ich in dem eben angesprochenen Blog.

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