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<title>Das Gelbe Forum: Das Forum für Elliott-Wellen, Börse, Wirtschaft, Debitismus, Geld, Zins, Staat, Macht - Der Ultimate BREXIT-Fahrplan in einer Grafik, jetzt geht es rund - Theresa May hat das Must umgesetzt und Austritt beantragt</title>
<link>https://dasgelbeforum.net/</link>
<description>yet another little forum</description>
<language>de</language>
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<title>Der Ultimate BREXIT-Fahrplan in einer Grafik, jetzt geht es rund - Theresa May hat das Must umgesetzt und Austritt beantragt (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Der Brexit wird zur <a href="https://www.amazon.de/s/ref=sr_st_date-desc-rank?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85Z%C3%95%C3%91/?tag=dasgelbeforum-21&amp;keywords=Brexit&amp;rh=n%3A186606%2Ck%3ABrexit&amp;unfiltered=1&amp;qid=1490895840&amp;sort=date-desc-rank"><strong>einträglichen Einnahmequelle</strong> zumindest für Autoren</a>.</p>
<p>Seit dem <a href="http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=406467">letzten Mal</a> ist einiges hinzugekommen.</p>
<p>So hat sich der <a href="http://www.amazon.de/dp/373920866X/?tag=dasgelbeforum-21">vermessene Gabriel</a> seinen <a href="http://www.amazon.de/dp/3462050974/?tag=dasgelbeforum-21">Bauchumfang neu berechnen</a> lassen (man beachte das &quot;Kann&quot; - <a href="http://www.amazon.de/dp/3218009677/?tag=dasgelbeforum-21">andere sind da ebenso vorsichtig</a>).</p>
<p>Nach dem <a href="http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=427789">Antrag im britischen Unterhaus</a> nun der Antrag bei der EU-Kommission - ein Weg ohne Wiederkehr? <a href="http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=424555">Man wird sehen</a> ...</p>
<p>Hier ist der Fahrplan:</p>
<p><a href="http://www.zerohedge.com/news/2017-03-30/definitive-brexit-wall-chart"><img src="http://www.zerohedge.com/sites/default/files/images/user5/imageroot/2017/03/27/brexit%20chart.jpg" alt="[image]"  /></a></p>
<p>auf <a href="http://www.zerohedge.com/news/2017-03-30/definitive-brexit-wall-chart">Zerohedge</a>.</p>
<p>Ende 2018 sollten dann <a href="http://www.amazon.de/dp/3205072138/?tag=dasgelbeforum-21">die Weichen</a> gestellt sein.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://dasgelbeforum.net/index.php?id=431975</link>
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<pubDate>Thu, 30 Mar 2017 18:09:11 +0000</pubDate>
<dc:creator>Literaturhinweis</dc:creator>
</item>
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<title>BREXIT-Antrag im britischen Parlament (77 Seiten) - Regelungswille zur irischen Frage, den EU-UK-Wirtschaftsbeziehungen u.a. (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Wie <a href="http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=427063">bereits vermutet</a> führte das <a href="http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=427194">Urteil des obersten britischen Gerichts</a>, wonach <a href="http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=427054">befürchtet worden</a> war, das Parlament könnte den Volkswillen zum Brexit staatsstreichartig ins Gegenteil verkehren, dazu, daß die britische Regierung erst einen ausführlichen Antrag im Parlament einbringen mußte.</p>
<p>Siehe auch schon &quot;<strong><a href="http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=406467">BREXIT: Was der Buchmarkt zum United Kingdom, dem EU-Referendum, der UKIP, Nigel Farage, Margaret Thatcher oder Cameron sagt</a></strong>&quot;.</p>
<p>Eine Kurzfassung zu einigen besonders einschneidenden Änderungen und Konfliktfeldern <a href="http://www.zerohedge.com/news/2017-02-02/british-government-publishes-77-page-brexit-white-paper-main-highlights">findet sich auf ZeroHedge</a>.</p>
<p>Der 77-seitige BREXIT-Plan der UK-Regierung ist hier veröffentlicht: &quot;<strong><a href="https://www.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/588948/The_United_Kingdoms_exit_from_and_partnership_with_the_EU_Web.pdf">The United Kingdomâ€™s exit from and new partnership with the European Union</a></strong>&quot;.</p>
<p>Die jeweils <a href="https://www.amazon.de/s/ref=sr_st_date-desc-rank?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85Z%C3%95%C3%91/?tag=dasgelbeforum-21&amp;keywords=BREXIT&amp;rh=n%3A186606%2Ck%3ABREXIT&amp;unfiltered=1&amp;qid=1486046259&amp;sort=date-desc-rank">aktuellste <strong>deutschsprachige</strong> Literatur zum BREXIT</a> hier und <a href="https://www.amazon.de/s/ref=sr_st_date-desc-rank?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85Z%C3%95%C3%91/?tag=dasgelbeforum-21&amp;keywords=BREXIT&amp;rh=n%3A52044011%2Ck%3ABREXIT&amp;unfiltered=1&amp;qid=1486046263&amp;sort=date-desc-rank"><strong>englisch</strong>-/fremd<strong>sprachige</strong> hier</a>.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://dasgelbeforum.net/index.php?id=427789</link>
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<pubDate>Thu, 02 Feb 2017 14:47:32 +0000</pubDate>
<dc:creator>Literaturhinweis</dc:creator>
</item>
<item>
<title>BREXIT-News: das Urteil des britischen Obersten Gerichts in Sachen Parlamentsbeteiligung bei den EU-Austrittsverhandlungen (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>In einer ersten <a href="https://www.supremecourt.uk/cases/docs/uksc-2016-0196-press-summary.pdf">Pressemitteilung über das mit einer klaren 8:3-Mehrheit zustandegkommene Urteil</a> führt das britische <a href="http://www.amazon.de/dp/0199264627/?tag=dasgelbeforum-21">Supreme Court</a> aus:</p>
<p><em>&quot;The principal issue in these appeals is whether such a Notice can, under the UKâ€™s constitutional arrangements, lawfully be given by Government ministers without prior authorisation by an Act of Parliament.&quot;</em></p>
<p>Das war der <a href="http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=427063">im Vorbeitrag genannte 'Knackpunkt'</a>: darf im Rahmen der UK-Verfassung die Regierung im Alleingang und ohne förmliches Gesetz Austrittsverhandlungen führen und, vor allem, en detail ausgestalten? Das wäre, wie ausgeführt, schon ein rechtes Unding angesichts der tausende tangierten Rechtsvorschriften, die alle vom selben Parlament beschlossen wurden, auf die sich sämtliche Regierungen stützen und käme einem Staatstreich gleich. Ein Staatstreich in einer Demokratie ist regelmäßig begleitet von der Usurpation der legislativen und <a href="http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=390661">judikativen Rechte</a> seitens der Exekutive; <a href="http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=411054">ErdoÄŸan</a> macht das in der Türkei gerade vor, er hat sich das bei <a href="http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=44105">Hitler und seinem Ermächtigungsgesetz</a> abgeguckt. Frau Premierministerin May hat gerade ein paar Nachhilfestunden in parlamentarisch-konstitutioneller Demokratie bekommen.</p>
<p>Wie beschrieben geht es um die Frage, inwieweit das Beitrittsgesetz 1972 (ECA) der Regierung bereits eine Vollmacht auch zum erneuten Austritt gegeben habe (was äußerst ungewöhnlich wäre in egal welchem völkerrechtlichen Vertrag):</p>
<p><em>&quot;The  claimants  submit  that,  owing  to  the  well-established  rule  that  prerogative  powers  may  not  extend  to  acts which result in a change to UK domestic law, and withdrawal from the EU Treaties would change domestic law, the Government cannot serve a Notice unless first authorised to do so by an Act of Parliament. Resolution of this dispute depends on  the proper interpretation of the European Communities Act 1972 (â€˜the ECAâ€™), which gave domestic effect to the UKâ€™s obligations under the then existing EU Treaties, together with subsequent statutes, which gave effect to and related to later EU Treaties, and the European Union Referendum Act 2015.&quot;</em></p>
<p>Zudem ging es um die Frage, ob die Rechtsstellung von Schottland und Nord-Irland im komplizierten UK-Staatenverbund, insbesondere im Lichte der stattgehabten '<a href="http://www.amazon.de/dp/0104132027/?tag=dasgelbeforum-21">devolution</a>', der Ermächtigung der UK-Regionen, den einzelnen 'Länder'-Parlamenten zudem ein Mitsprache- gar ein Veto-Recht einräume. Letzteres hat das Supreme Court immerhin verneint, die Hoffnung der schottischen Parlamentarier (überwiegend pro-EU) hat sich damit nicht erfüllt.</p>
<p><em>&quot;In a joint judgment of the majority, the Supreme Court holds that an Act of Parliament is required to authorise ministers to give Notice of the decision of the UK to withdraw from the European Union. ... The Supreme Court considers that the terms of the ECA, which gave effect to the UKâ€™s membership of the EU, are inconsistent with the exercise by ministers of any power to withdraw from the EU Treaties without authorisation by a prior Act of Parliament ... The fact that withdrawal from the EU would remove some existing domestic rights of UK residents also renders it impermissible for the Government to withdraw from the EU Treaties without prior Parliamentary authority &quot;</em></p>
<p>Aber auch die drei 'dissenting judges' sagen im wesentlichen dasselbe, nämlich daß die <em>konkreten</em> Umsetzungsgesetze, die nötig sind, um die im Verhandlungswege bei den Austrittsverhandlungen obsolet werdenden EU-Vorschriften abzuschaffen, weiterhin der Zustimmung des britischen Parlaments bedürfen.</p>
<p>Die abweichende Meinung bezieht sich rein auf die Frage, ob die Regierung das Austrittsgesuchen <em>als solches</em> aufgrund eines Privilegs der Exekutive aussprechen dürfe oder nicht ('<a href="http://www.amazon.de/dp/1334055416/?tag=dasgelbeforum-21">royal prerogative</a>'). Im Ergebnis hätten beide Rechtsansichten dasselbe bewirkt: das Parlament muß jeden einzelnen Schritt am Ende per Gesetz gutheißen. Insofern wäre die britische Regierung in jedem Falle gut beraten, jeden einzelnen Vertragsentwurf bereits in der Phase seines Entstehens zusammen mit den jeweils für das Sachgebiet zuständigen Parlamentsaussschüssen zu beraten und abzustimmen. Es ergäbe wenig Sinn, in Brüssel etwas vorzuschlagen, von dem man annehmen darf, das Parlament würde es am Ende nicht (in <em>der</em> Form) ratifizieren!</p>
<p>Nett, daß das Supreme Court dann gegen Ende den Link zu seinen ergangenen Entscheidungen setzt:</p>
<p><a href="https://www.supremecourt.uk/decided-cases/index.shtml">https://www.supremecourt.uk/decided-cases/index.shtml</a></p>
<p>und dieser dann auf folgende Meldung führt:</p>
<p><em>&quot;The resource you are looking for has been removed, had its name changed, or is temporarily unavailable.&quot;</em></p>
<p>Der (Br)Exit fängt gut an ...</p>
<p>(In Wahrheit muß der Link lauten: <a href="https://www.supremecourt.uk/decided-cases/">https://www.supremecourt.uk/decided-cases/</a> und dann kommt man auch zum Eintrag <a href="https://www.supremecourt.uk/cases/uksc-2016-0196.html">https://www.supremecourt.uk/cases/uksc-2016-0196.html</a> und von dort zum Urteil <a href="https://www.supremecourt.uk/cases/docs/uksc-2016-0196-judgment.pdf">https://www.supremecourt.uk/cases/docs/uksc-2016-0196-judgment.pdf</a> mit 97 Seiten. Siehe Punkt 23 auf Seite 9: 1975 gab es schon mal eine Abstimmung, in der sich die Mehrheit der abstimmenden UK-Bürger damals für den Verbleib in den [damals so genannten] Europäischen Gemeinschaften [EG] entschied.)</p>
<p>Der Punkt, warum die Gerichtsmehrheit wohl vor allem den Parlaments-Vorbehalt gegeben sieht, ist, daß, siehe Punkt 26 auf Seite 10, wenn der Außenminister den anderen EU-Staaten gegenüber einmal die Erklärung zum Austritt abgegeben hat, diese Erklärung nach dem Wortlaut des Art. 50 des Lissabon-Vertrages nicht mehr rückgängig gemacht werden kann.</p>
<p>Punkt 35, Seite 13: <em>&quot;... ministersâ€™ intentions are not  law,  and the courts cannot  proceed  on the assumption that they will necessarily become law.&quot;</em></p>
<p>Ebenda: <em>&quot;36. The applicantsâ€™ case in that connection is that when Notice is given, the United Kingdom will have embarked on an irreversible course that will lead to much of EU law ceasing to have effect in the United Kingdom, whether or not Parliament repeals  the  1972  Act.&quot;</em></p>
<p>D.h., nachdem der Minister das Austrittsgesuch eingereicht hat, werden im Verlauf von regelmäßig drei Jahren selbst dann alle EU-Vorschriften gegenstandslos, wenn das Parlament dem im Einzelnen hätte widersprechen oder das Austrittsgesetz <em>in der Form</em> nicht hätte annehmen wollen. Es geht also darum, daß das Parlament ein Vorbehaltsrecht hätte (wie bei allen durch Gesetze inkraft zu setzenden Verträgen, dieses aber nicht mehr ausüben könnte, da der EU-Vertrag, Art. 50, genau das dann nicht mehr vorsieht).</p>
<p>Punkt 43, Seite 15: <em>&quot;The legislative power of the Crown is today exercisable only through Parliament.&quot;</em> und das alles geht schon auf die legendäre Bill of Rights zurück: <em>&quot;â€œthe pretended power of  suspending  of  laws  or  the execution of laws by regall authority without consent of Parlyament is illegallâ€ and that â€œthe pretended power of dispensing with laws or the execution of laws by regall authoritie as it hath beene assumed and exercised of late is illegallâ€. In Scotland, the Claim of Right 1689 was to the same effect, providing that â€œall  Proclamationes asserting ane absolute power to Cass [ie to quash] annull and Dissable lawes ... are Contrair to Lawâ€&quot;</em> ... und es würde einem in der jahrhundertealten Tradition anglo-amerikanischer Rechtsfindung erzogenen Gericht schlecht anstehen, dieses Prinzip auch nur anzutasten.</p>
<p>Punkt 54, Seite 19: <em>&quot;There  is  little  case law  on  the  power  to terminate  or  withdraw  from  treaties, ...&quot;</em> - es handelt sich somit um eine 'landmark decision', um einen, gerade im britischen Recht, dem <a href="https://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91/?tag=dasgelbeforum-21&amp;url=search-alias%3Denglish-books&amp;field-keywords=case+law+Great+Britain">case law</a>, wichtigen Präzedenzfall; hätte man diesen anders entschieden, hätte dies -auf Jahrhunderte!- unabsehbare Konsequenzen haben können, was die schleichende (weitere) Schwächung des Parlamentsvorbehaltes betrifft.</p>
<p>Etwas anderes ist es bei 'reinen' völkerrechtlichen Verträgen, Punkt 55, Seite 19: <em>&quot;The second proposition is that, although they are binding on the United Kingdom in international law, treaties are not part of UK law and give rise to no legal rights or obligations in domestic law.&quot;</em> D.h., wenn ein völkerrechtlicher Vertrag keine Bindungswirkungen im Inland ausübt (also letztlich nur die Regierung bindet), so kann ein Minister/die Regierung hier allein über dessen Abschluß oder Kündigung entscheiden, da die Entscheidung kein innerstaatliches Recht betrifft (hier ist das Grundgesetz etwas anderer Ansicht) - das aber genau trifft auf den EU-Vertrag nicht zu, dessen Zweck es ja gerade ist, <em>der EU indirekt Gesetzgebungsbefugnis im Inland zu übertragen</em>, insofern deren Maßnahmen 'zügig' jeweils in nationales Recht umgesetzt werden müssen. Daher, ebenda, Punkt 56: <em>&quot;It  is  only  on  the  basis  of  these  two  propositions  that  the  exercise  of  the prerogative  power  to  make  and  unmake  treaties  is  consistent  with  the  rule  that ministers  cannot  alter  UK  domestic  law.&quot;</em></p>
<p>Punkt 58, Seite 20: <em>&quot;While ministers have in principle an unfettered power to make treaties which do not change domestic law, it had become fairly standard practice by the late 19th century  for  treaties  to  be  laid  before  both  Houses  of  Parliament  at  least  21  days before they were ratified, to enable Parliamentary objections to be heard.&quot;</em> (vgl. auch <a href="http://www.publications.parliament.uk/pa/ld200506/ldselect/ldconst/236/23612.htm">Ponsonby convention</a> aus den 1920er Jahren weiter unten im Urteilstext)</p>
<p>Die folgenden ca. zwei Drittel des Texts befassen sich dann mit detaillierten Abwägungen, die aber nichts mehr wesentlich am vorgenannten ändern.</p>
<p><br />
Siehe auch allgemein &quot;<strong><a href="http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=406467">BREXIT: Was der Buchmarkt zum United Kingdom, dem EU-Referendum, der UKIP, Nigel Farage, Margaret Thatcher oder Cameron sagt</a></strong>&quot;</p>
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<pubDate>Wed, 25 Jan 2017 17:46:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>Literaturhinweis</dc:creator>
</item>
<item>
<title>BREXIT vor dem Scheitern? Warum in einer repräsentativen Demokratie das Parlament über Vertragsauflösungen (mit)entscheidet (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Im Moment geht wegen des <a href="http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=406467"><strong>BREXIT</strong>-Ablaufs</a> ein Entrüstungssturm durchs Netz, daß nach dem Urteil des Obersten Gerichts in Großbritannien nun <a href="http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=427054">doch das Parlament über den BREXIT entscheiden müsse</a>.</p>
<p>Was ist aber daran eigentlich verwunderlich? Viel verwunderlicher ist, daß die Populistin May dem Volk die ganze Zeit hat vorgaukeln wollen, das Parlament sei daran <strong>nicht</strong> beteiligt.</p>
<p>Die Logik ist recht einfach: das Parlament muß <em>alle</em> völkerrechtlichen Verträge ratifizieren (wie deutsche <a href="http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=426066">Landtage Rundfunkstaatsverträge</a>). Verträge werden von Regierungen <em>ausgehandelt</em> (und paraphiert), aber niemals (ohne parlamentarische Erlaubnis) <em>geschlossen</em> (d.h. ratifiziert). Das tut das Parlament, regelmäßig in einem Gesetz, und erst danach darf der Souverän, etwa die Queen oder der Bundespräsident, diese unterzeichnen/ausfertigen lassen. <strong>Folglich muß auch der <em>Austritt</em> aus der EU vom britischen Parlament ratifiziert werden</strong>, hat es doch den <em>Beitritt</em> damals ratifiziert. Daß es zum Beitritt zudem einer Volksabstimmung in manchen Ländern bedarf/bedurft hat, tut nichts zur Sache - der Gesetzgeber war auch da das Parlament!</p>
<p>Hier, beim BREXIT, ist die Sache aber viel komplexer: in der <em>Folge</em> des noch einfach zu ratifizierenden Beitritts kam es dann, aufgrund der <em>Ermächtigung</em> im Beitrittsgesetz, zu tausenden Gesetzen und Verordnungen, die <a href="http://www.amazon.de/dp/3825239446/?tag=dasgelbeforum-21">aufgrund EU-Richtlinien ins nationale Recht übernommen wurden</a>/übernommen werden <em>mußten</em>. Zu jeder einzelnen mußte das Parlament ein <a href="http://www.amazon.de/dp/3811497758/?tag=dasgelbeforum-21">Umsetzungs-Gesetz</a> erlassen oder einer <a href="http://www.amazon.de/dp/3428067665/?tag=dasgelbeforum-21">Verordnungsermächtigung</a> eines Ministeriums zustimmen. Es wäre geradezu <strong>undemokratische <em>diktatorische</em> Willkürherrschaft</strong>, wenn nun eine Regierung das alles 'auflösen' können sollte (wie denn? Per Führererlaß  - sehnen sich die Entrüster <em>danach</em> zurück?) - im Alleingang. Wie gesagt, <strong>es geht nicht um den BREXIT <em>an sich</em></strong> - es geht um die tausende Rechtsvorschriften, die parlamentarisch zustandekamen, eben <em>weil</em> die Exekutive nichts tun darf, was die Legislative nicht irgendwie genehmigt hat, und <strong>umgekehrt sollte sie auch nichts für ungültig erklären können, was die Legislative als geltendes Recht gesetzt hatte</strong>. Wer etwas anderes will, wünscht sich damit die <a href="http://www.amazon.de/dp/3830080336/?tag=dasgelbeforum-21">Notverordnungen der Weimarer Republik</a> zurück, die von einem dementen Reichspräsidenten unterzeichnet, aber von dessen <em>nicht gewähltem</em> Sohn erstellt wurden. Will man das?</p>
<p>Davon getrennt ist die Frage zu beantworten und ich denke, wenn man den noch zu veröffentlichenden Gesamt-Urteilstext liest, wird dies auch nirgends so erlaubt, ob das britische Unterhaus nun 'mir-nichts-Dir-nichts' den BREXIT als solchen ins Gegenteil verkehren könnte. Volksabstimmungen, auch in der Schweiz, geben weltweit den gesetzgebenden Organen eine <em>Richtung</em> vor, ein <em>Minimum</em> des zu regelnden, hinter das das Parlament regelmäßig nicht zurück kann; d.h. das Parlament kann <em>nicht</em> den Austritt nicht beschließen. Und wenn, wäre das ein Staatsstreich, für den dasselbe Gericht dann noch deutlichere Worte fände als soeben.</p>
<p>Aber die Feinheiten sind am Ende stets eine qualvolle Abstimmung mit hunderten anderen Gesetzen, die unmöglich allein in einer Volksabstimmung bewältigt werden könnte. So mußte z.B. für das <a href="http://eudo-citizenship.eu/NationalDB/docs/GER%20Lebenspartnerschaftsgesetz%20(original).pdf">Gesetz über gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften in Deutschland</a> auch das ... Margarinegesetz geändert werden (und sicher nicht wegen der Verwendung der Butter in '<a href="https://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91/?tag=dasgelbeforum-21&amp;url=search-alias%3Dstripbooks&amp;field-keywords=Der+letzte+Tango+in+Paris&amp;rh=n%3A186606%2Ck%3ADer+letzte+Tango+in+Paris">Der letzte Tango in Paris</a>') - siehe Â§ 39.</p>
<p>Also: sollte dagegen das britische Unter- und Oberhaus den (übrigens knappen) Volkswillen nicht respektieren und daraus einen &quot;Brein&quot; machen, wie schon oft spekuliert wurde, als der Kater am Tage danach einzusetzen begann (etwa, als klar wurde, daß Schottland und Nordirland das anders sehen und damit seit Jahrhunderten der alte irische Traum, Nordirland von Großbritannien zu lösen, evtl. einen Schritt näher gerückt sein könnte), dann entrüste ich mich auch.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://dasgelbeforum.net/index.php?id=427063</link>
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<pubDate>Tue, 24 Jan 2017 12:44:43 +0000</pubDate>
<dc:creator>Literaturhinweis</dc:creator>
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