Futur 2: Postkonventionellen Debitismus gibt es nicht

Leserzuschrift, Dienstag, 27.12.2016, 20:14 (vor 1592 Tagen) @ Ashitaka1817 Views

Hallo Ashitaka,
ich grüße Dich.
Die derzeitige kognitive „Schwarmmoral“ verorte ich ähnlich folgendem:

Von Lawrence Kohlberg gibt es Thesen zur moralischen Entwicklung des Individuums.
All dies sind Erscheinungen der „Zivilisation“, in Horden unnütz und da kognitiv, keineswegs vergleichbar instinktivem Verhalten.
3. Stufe – Die interpersonale Konkordanz- oder „good boy/nice girl“-Orientierung: Moralische Erwartungen Anderer werden erkannt. Den Erwartungen der Bezugspersonen und Autoritäten möchte der Proband entsprechen (good boy/nice girl), nicht nur aus Angst vor Strafe. Wird er den Erwartungen nicht gerecht, empfindet er auch Schuldgefühle. Korrespondierend dazu richtet er ebenfalls moralische Erwartungen an das Verhalten anderer. Es wird darüber hinaus häufig aufgrund der zugehörigen Intention argumentiert („Er hat es doch gut gemeint“).
4. Stufe – Die Orientierung an Gesetz und Ordnung: Über die dritte Stufe hinaus erkennt der Proband die Bedeutung moralischer Normen für das Funktionieren der Gesellschaft. Auch die nicht von Bezugspersonen an das Kind gerichteten Erwartungen werden erkannt (allgemeine moralische Regeln der Gesellschaft) und befolgt, da sie für das Aufrechterhalten der sozialen Ordnung erforderlich sind (law and order).
Zwischen- bzw. Übergangsstufe
4 1/2. Stufe: Bei der Auswertung einer Längsschnittstudie wurde festgestellt, dass High-School-Absolventen wieder moralische Urteile entsprechend der Stufe 2 fällten. Daraufhin wurde die Zwischenstufe nachträglich in die Theorie integriert.
In der Übergangszeit zum Erwachsenwerden befinden sich Jugendliche typischerweise in einer Übergangsphase. Um sich vom konventionellen Niveau des Moralbewusstseins zu lösen, ist es wichtig, moralische Normen zu hinterfragen und nicht blind Autoritäten zu folgen. In der Übergangsphase gelingt es dem Menschen noch nicht, die Begründung von Normen auf ein neues, intersubjektives Fundament zu stellen, er ist moralisch orientierungslos. Menschen dieser Stufe verhalten sich nach ihren persönlichen Ansichten und Emotionen. Ihre Moral ist eher willkürlich, Begriffe wie „moralisch richtig“ oder „Pflicht“ halten sie für relativ. Im günstigen Fall gelingt ihnen die Entwicklung zur 5. Stufe des Moralbewusstseins, es kann aber auch sein, dass sie in der Übergangsstufe verbleiben oder zur 4. Stufe zurückfallen. Die Zwischenstufe wird als postkonventionell angesehen, obwohl moralische Urteile auf dieser Stufe noch nicht prinzipiengesteuert sind.

OHNE erreichtes „intersubjektives Fundament“ in der Moralentwicklung,
fliegt der „Schwarm“ nach „rechts“, wenn „links“ die Blendgranaten gezündet werden.

Wobei links und rechts auch nur geprägte Meme sind und verteufelt täuschend dies Feuerwerk den Schwarm (eben ohne im EinZELLEN subjektiv immanenten Fundament) nur stets im debitistischen Schuldenturm von hier nach da herumflattern lässt.
Ob man das Kommende dann kapitalistischen Kommunismus oder sozialistischen Kapitalismus nennen könnte, ist schnuppe, da der Schwarm nun mal im Debitismus gefangen ist. Und zwar solange, wie er eben währt.
Der Debitismus erwirkt aus der Ohnmacht die Macht!
Das eben wurde notwendig, als die „Bonobo-Regelung“ zur Erhaltung der Horde; siehe hier:
2. Stufe – Die instrumentell-relativistische Orientierung: In der zweiten Stufe erkennen Kinder die Gegenseitigkeit menschlichen Verhaltens. Rechthandeln besteht darin, die eigenen Bedürfnisse und gelegentlich die von anderen als Mittel (instrumentell) zu befriedigen. Menschliche Beziehungen werden vergleichbar mit der Austauschbeziehung des Marktes verstanden. Sie orientieren ihr Verhalten an dieser Gegenseitigkeit, reagieren also kooperativ auf kooperatives Verhalten, und üben Rache für ihnen zugefügtes Leid (tit for tat/do ut des – „ich gebe, damit du gibst“; "Wie du mir so ich dir").
nicht mehr reichte, um befriedigendes Überleben zu ermöglichen.
Dies aus äußeren „Katastrophismus“!!! ( Botts „Erfindung der Götter“ werte ich als Neuzeitgeschwurbel zur Schwarmausrichtung) erwirkt
und führte in der systemimmenant!!! angelegten Ausrichtung in die EINZIG MÖGLICHE RICHTUNG der weiteren Entwicklung.

Für eine „interpersonale Konkordanz“ oder der Orientierung an „Recht und Ordnung“
----- wie BELIEBIG die auch immer sein mag----- braucht es:
Zentralinstanzen
DIE ERSCHAFFUNG VON ZENTRALINSTANZEN ist eine Wechselwirkung!
Ob das nun Naturunwegbarkeiten, Götter oder systemhochgeschwemmte Gesetzlichkeiten oder gar Menschen sind, ist für den Mensch auf dem Weg wurscht.

Letztlich führt der Weg weiter und nicht zurück:

„Postkonventionelle Ebene
Nur eine Minderheit von Erwachsenen erreicht diese Ebene, meistens erst nach dem 20. Lebensjahr.

Das es dies gibt, beweisen Menschen z.B. wie Du und Zaratusthra.
Und eben dies belegt, dass es ein Darüberhinaus immer und immer wieder gibt. Nix nur Schwarm oder Zentralinstanzen.
Potentionalität erwirkt sich nur aus vielem und bedingt sich kondentional im Jetzt stets in Zuspitzungen.
Wir sind halt einfach nur auf dem Weg.
Mit freundlichen Grüßen, Sigrid


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