Meine Erfahrung...

Andudu, Mittwoch, 15.01.2020, 11:19 (vor 211 Tagen) @ ebbes1618 Views
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 15.01.2020, 11:32

...da ich privat die Rechner meiner Familie am Laufen halte, hatte ich testweise einige auf Win10 umgestellt, als das offiziell noch kostenlos war (aktuell geht es m.W. nur noch mit Tricks) und die anderen nachgezogen, als ich einen arbeitsfähigen Stand hinbekommen hatte.


Ist es nötig?:

Nicht unbedingt, nicht sofort, normalerweise hängt man ja nicht direkt im Netz, sondern hinter einem Router, Fritz-Box oder sowas, die m.W. voreingestellt die meisten Ports zumacht. Ich habe oft sogar die Rechnerfirewalls ausgeschaltet deswegen.

Ich habe da sogar noch einen alten WinXP-Rechner hängen (treibermässig nicht auf neuere Version umstellbar), auf dem schaue ich nur Videos, der hatte aber auch noch keine Probleme.


Was bringt eine Nicht-Umstellung für Nachteile?

1) keine Treiber mehr für neue Geräte

2) keine Patches

3) keine aktuelle Software mehr, z.B. lässt sich Firefox auf dem WinXP-Rechner nur noch in einer Uralt-Version betreiben, was dann durchaus sicherheitskritisch werden kann, dürfte bei Win7 aber noch eine Weile dauern


Was bringt eine Umstellung auf Win10 für Nachteile?

1) Alte Spiele von CD (mit Kopierschutz) laufen nicht mehr! Schon unter Win8 wurden die sicherheitskritischen Treiber für SecuROM usw. mit einem der regelmässigen Updates rausgeworfen. Da wir mittlerweile fast nur noch über Steam spielen, ist das aber nicht so tragisch, geärgert hatte ich mich trotzdem, weil ich eine zeitlang günstige alte Spiele auf CD gekauft hatte.

2) Unter Umständen unterstützen deine alten Treiber Win10 nicht und/oder du bekommst es auf älterer Hardware gar nicht zum laufen.

3) Win10 musst du erstmal in einen gescheiten Zustand bringen, um damit arbeiten zu können:

3.1) Kachelblödsinn ausschalten usw. mache ich mit:
https://www.chip.de/downloads/Classic-Shell_39396490.html
bzw. mittlerweile
https://www.chip.de/downloads/Open-Shell-Menu_144033606.html

3.2) Die NSA-Spionage ausknipsen, mache ich mit:
https://www.chip.de/downloads/O-O-ShutUp10_82318496.html
und ergänzend mit
https://www.chip.de/downloads/Autoruns_20358751.html

3.3) Die automatischen Updates und Upgrades ausschalten. Die kann man von Haus aus nur verschieben und da Microsoft keine gescheite Bandbreitenbegrenzung hinbekommt, ballern die mir regelmässig mein dünnes DSL total zu. Dazu verwende ich (zusätzlich zu O&O Shutup welches nicht 100%ig wirkt):
https://www.chip.de/downloads/StopUpdates10_165646771.html

3.4) Da man hin- und wieder updaten sollte, Microsoft aber auch nicht fähig ist, die Updates/Upgrades im Heim-Netz auszutauschen (wie blöd sind die eigentlich?), man sie also für jeden Rechner im Netz runterladen müsste (meist Gigabyte-Happen), bin ich dazu übergegangen, hin- und wieder die ISOs runterzuladen, zu brennen und damit die Rechner einzeln zu upgraden und dann die kleineren Patches nachzuladen. Zeitaufwendig und lästig, geht aber. Kann ich nur machen, wenn die Familie mal ausgeflogen ist.


Was bringt eine Umstellung auf Win10 für Vorteile?

Eigentlich nur eine gewisse Verlässlichkeit, dass neuere Software und Treiber funktionieren und evtl. eine höhere Sicherheit.

Meines Wissens sollen alle Upgrades in Zukunft kostenlos sein. Da auf die konkrete Hardware "lizenziert" wird, kannst du die bis zum Lebensende nutzen, musst aber die Software immer mit einem neuen Rechner nachkaufen.

Nachteile in der Performance konnte ich nicht feststellen, zumindest wenn man das ganze Gekasper mit O&OShutup ausschaltet.


Ist Linux eine Alternative?

Wenn man nicht spielen will und alles auf Anhieb läuft, warum nicht?

Ohne Lernaufwand und i.d.R. ziemlich steile Lernkurve funktioniert es aber immer noch nicht. Die Programme sind und heißen oft anders, das System funktioniert ganz anders. Ich konfiguriere auf Arbeit Linux-Systeme für Kunden, nutze es privat aber dennoch nicht, weil mir der Zeitaufwand bei Problemen einfach zu hoch ist und das Gefrickel zu nervig. Für Firmen mit einheitlicher Hardware, umgrenzbaren Einsatz und hohen Lizenzkosten, mag das aber ganz anders aussehen.


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