Ich kenne viele Smartphones, die haben eigene Menschen

Silke, Montag, 02.12.2019, 08:22 (vor 225 Tagen) @ Waldläufer1338 Views
bearbeitet von Silke, Montag, 02.12.2019, 08:36

die sie versorgen und betutteln,

Lieber Waldläufer,

der @NST hat schon ganz richtig den Finger in der Wunde.
Wir wissen nicht wirklich was Bewusstsein ist ("the hard problem") und damit auch nicht was so alles zu "Intelligenz" gehört - "Intelligenzteste lösen können"?

Das ist alles erheblich komplexer, als Kollege @paranoia mit seinen stets spannenden Anmerkungen skizziert.

Wir reden von -künstlicher Intelligenz- und wissen nicht einmal was
-Intelligenz- ist.

Probleme (jeder Art) lösen können indem man komplexer und kritikaler und informationsreicher wird und das in Raum und Zeit per Expansion verteidigt.
Debitistisch betrachtet: Vorfinanzierung simulieren, also sich verschulden können und Nachschuldner stellen können.
Thermodynamisch: sich Exergie verschaffen und Entropie exportieren können und dabei Energie dissipieren.
Als "autopoietisches" System für sich einen Sinn für sein Dasein finden, und diesen verfolgen können und weiter geben bevor man untergeht.

Wäre künstliche Intelligenz intelligent würde sie als erstes für 2
Dinge sorgen:
- sich selber reproduzieren zu können

Das macht sie schon lange mit Hilfe von uns Menschen.
Man muss die Mensch-Maschine-Symbiose nicht so antropozentrisch betrachten (und wenn man schon dabei ist die Welt nicht so stofflich/ dinglich sondern eher als Interaktion von Wirkungen und nicht von Dingen).
Auf der Erde geht es für alle beliebigen intelligenten Systeme immer um die Verschaffung von Exergie, die Dissipation von Energie und den Export von Entropie im Kampf gegen konkurrierend-kooperierende Systeme.

- selber für Energieversorgung sorgen

Das macht jedes bessere Handy. Es hat einen Menschen dafür, der nur noch damit überleben kann.

- sich verteidigen können/ Sicherung gegen Zerstörung

Dafür werden Menschen genommen.

Ist die Hardware noch um Faktor 1000 oder 1 Mill. mal schneller, dann
werden diese Algorithmen in der Lage sein einen Mensch so gut zu
simulieren, dass ein - echter Mensch, das Kohlenstoffmodell - mit

seinen

Sinnesorganen den Unterschied nicht mehr erkennen kann.

Gibt es Quantencomputer - wäre das ein Fliegenschiss - das Kohlenstoff
Modell wäre reif für das Museum. Kein CO2 mehr als Abfallprodukt.

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Nein. Der Mensch (vielleicht auch nur noch wenige, weltweit gesehen) kann
alleine, ohne jedwederlei Maschinen, elektrischen Strom und elektronischer
Komponenten in der Natur überleben, eine Maschine wird das nie können.

Es wurde ihm von irgendwem/ -was gelehrt, vorfinanziert und verteidigt.
Maschinen lernen auch immer mehr dazu aber ganz anders als Menschen und eben zusätzlich zu ihren Menschen (Informationen können kopiert, integriert, verarbeitet werden).
Maschinen werden immer mehr, komplexer und leistungsfähiger, so wie einst Homo weltweit immer mehr und komplexer in Zentralmachtsystemen geworden ist und alles andere verdrängt, ausgerottet oder verformt hat.
In solchen Systemen ist es ziemlich egal, wer oder was die Systemelemente sind.
Klar gibt es viele Sachen, die Maschinen nie können werden, aber dafür halten sie sich doch Menschen wie wir uns seit vielen tausenden Jahren Haus- und Nutztiere/ -pflanzen halten und diese uns.
Wölfe oder Katzen haben uns zur Symbiose gewählt und nicht umgekehrt.

Liebe Grüße
Silke


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